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Vergleichstest Brother Inkbenefit gegen Epson Ecotank: Die Druckkosten

von Florian Ermer

Hinweis: Für mindestens einen in diesem Artikel erwähnten Drucker ist ein Nachfolger "Epson Ecotank ET-2700er, ET-3700er und ET-4750" sowie "Kaufberatung & Test Tintentankdrucker mit ADF und Fax" verfügbar.

Das Druckerchannel-Testlabor verlässt sich bei den Druckkosten nicht nur auf die Herstellerangaben, sondern testet jeden Drucker ausführlich auf seine Unterhaltskosten. Dazu drucken wir einen kompletten Satz Tinte leer, um den Verbrauch beim Fotodruck zu ermitteln. Für die Berechnung der Schwarz- und Farbdruckkosten auf Normalpapier verwenden wir die ISO-Angaben.

Mit dem Epson Ecotank ET-4500 ist in diesem Test ein Sonderfall vertreten. Da das Gerät ohne Tintenpatronen auskommt und somit immer eine Restmenge an Tinte im Gerät zurückbleibt, ist die Ermittlung der Folgekosten nur mit erheblichem Aufwand möglich. Daher verzichtet Druckerchannel bei diesem Gerät auf den Foto-Reichweitentest.

Schwarz- und Farbdruckkosten (ISO/IEC 24712)

Für die Berechnung der Druckkosten auf Normalpapier verwendet Druckerchannel die ISO-Seitenreichweiten der Hersteller und berechnet mit den UVPs der Tintenpatronen die Farb- und S/W-Druckkosten auf Normalpapier.

Bei der ISO-Seitenreichweite und den Farbdruckkosten auf Normalpapier hat der Epson mit Abstand die Nase vorne. Auch der Brother kann im Vergleich mit der Konkurrenz noch ordentlich Punkten, nichts desto trotz hat er in keiner Hinsicht eine Chance gegen den Epson.


Fotodruckkosten (von Druckerchannel gemessen)

Auch bei den Fotokosten hält der Brother die Konkurrenz noch in Schach. Beim Epson verzichten wir aufgrund des hohen Aufwands auf die Messung der Kosten beim Fotodruck. Da das Gerät mit großen Tintentanks arbeitet, die nicht entnommen und nur wiederbefüllt werden, wäre für den Reichweitentest ein enormer Aufwand nötig. Im Vergleich mit den anderen Geräten dürften sich die Folgekosten des Epsons beim Fotodruck bei unter zehn Cent einordnen und damit, wie auch schon beim ISO-Druck, konkurrenzlos günstig ausfallen.

Zur Ermittlung der Fotodruckkosten druckt das Testlabor das A4-große DC-Testfoto im Druckmodus "sinnvolle Qualität (SQ)" solange auf Fotopapier, bis die erste der drei Grundfarben aufgebraucht ist. Die Reichweite der anderen Tintenpatronen hat das Labor durch wiegen vor und nach dem Druck hochgerechnet.

Beim fortlaufenden Leerdruck macht der Brother nach 89 Farbfotos schlapp und verlangt eine neue Gelb-Patrone. Cyan und Magenta reichen mit 116 respektive 118 Seiten merklich weiter.

Von den Druckkosten her können beide Testkandidaten überzeugen und bieten das, was sie versprechen. Höhere Gerätepreise mit günstigeren Folgekosten. Besonders beim Epson fällt die Ersparnis beim Drucken gegenüber der Konkurrenz mehr als deutlich aus. Dafür muss man aber beim Anschaffungspreis weitaus tiefer in die Tasche greifen und bekommt dennoch nur Geräte, die relativ einfach ausgestattet sind.

Druckkostenanalyse 05/2021*1
Seitenpreis mit
'ISO-Farbdokument'*2 (10.000 Seiten)
Seitenpreis mit
'DC-Farbfoto'*3 (1.500 Seiten)
   
Epson Ecotank ET-4500
 
 
0,3 ct
 
 
2,0 ct
Brother Inkbenefit MFC-J985DW
 
 
4,3 ct
 
 
40,7 ct
Epson Workforce Pro WF-4630DWF
 
 
6,2 ct
 
 
59,6 ct
Canon Maxify MB2050
 
 
8,2 ct
 
 
58,0 ct
HP Officejet Pro 8620
 
 
8,4 ct
 
 
61,1 ct
Brother DCP-J4120DW
 
 
8,5 ct
 
 
62,5 ct
HP Officejet 6830
 
 
11,2 ct
 
83,0 ct
Canon Pixma MG5650
 
12,4 ct
 
 
58,3 ct
© Druckerchannel (DC)

Tinte-Leer-Meldungen

Druckerchannel druckt so lange, bis das Gerät seine Arbeit einstellt und nach einer neuen Patrone verlangt, oder Streifen im Druck auftreten. Der Brother meldet eindeutig, dass seine Patrone aufgebraucht ist und man nur weiterdrucken kann, wenn man diese ersetzt. Alternativ kann man seinen Druck auch in S/W fortsetzen, wenn man gerade keine Farbpatrone zur Hand hat.

Anders sieht es beim Epson aus. Er hat überhaupt keine Leer-Überwachung und warnt nur über das Display und den Treiber, dass man das Gerät beschädigen kann, wenn man das Gerät längere Zeit mit aufgebrauchter Tinte betreibt. Hier muss man also immer mal wieder den Tintenstand mit einem Blick in die von außen durchsichtigen Tanks kontrollieren und bei Bedarf nachfüllen.

*1
Diese Tabelle wird automatisch aktualisiert.

Preise

Alle Preise sind Preisempfehlungen der Hersteller (UVP).

Kosten & Starterreichweite

In die Druckkosten kalkulieren wir anteilig verbrauchte Materialien auch nur anteilig hinein. Weiterhin berücksichtigt Druckerchannel die Starterreichweiten - diese werden vom Druckvolumen abgezogen und reduzieren somit die durchschnittlichen Seitenkosten.

*2
ISO-Farbdokument (ISO/IEC 24712): A4-Farbdokument (fünfseitig) auf Normalpapier in Standardqualität.
*3
DC-Farbfoto (dc_fotoyield): A4-Farbfoto mit Rand auf Fotopapier (Glanz) in sinnvoller Auflösung und Qualität.
22.07.16 08:59 (letzte Änderung)
1Mal so richtig billig drucken
2Die Testkandidaten im Überblick
3Das Verbrauchsmaterial
4Die Druckkosten
5Display, Bedienung und Schnittstellen
6Das Papierhandling
7Installation, Druckertreiber und Netzwerkfunktionen
8Faxfunktionen
9Textdruck: Qualität und Tempo
10Grafikdruck: Qualität und Tempo
11Fotodruck: Qualität und Tempo
12Tintenqualität: Marker-, Wasser- und Bleeding-Test
13Kopieren: Handling, Qualität und Tempo
14Scanqualität und Schärfentiefe
15Der Strombedarf
Technische Daten & Testergebnisse

141 Wertungen

 
1
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