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Test Büro-Multifunktionsgeräte der Mittelklasse: Drei einfache Büro-AIOs für unter 170 Euro

von Florian Ermer
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Canon, Epson und HP bieten für wenig Geld kleine Büro-Multifunktionsgeräte an. Druckerchannel hat die drei Modelle Canon Maxify MB2050, Epson Workforce WF-2660DWF und HP Officejet 6830 auf Ausstattung, Druckkosten, Handling und Qualität genau untersucht.

Hinweis: Für mindestens einen in diesem Artikel erwähnten Drucker ist ein Nachfolger " Neue Canon-Maxify-Multifunktionsgeräte und -Drucker" sowie " HP Officejet Pro 6900-Serie" sowie " Epson Workforce WF-2700er-Serie" verfügbar.

Schon seit einigen Jahren gibt es bei den Tintendruckern eine recht strikte Aufteilung. Entweder man entscheidet sich für ein Allroundgerät, welches auch gute Fotos zu Papier bringt, oder man wählt ein Gerät für den Bürobereich, das seine Stärken auf Normalpapier ausspielt. Drei dieser Bürotintendrucker hat sich Druckerchannel für diesen Vergleich herausgesucht und gegeneinander antreten lassen. Sie haben alle eine unverbindliche Preisempfehlung von gut 150 Euro, die Preise im Markt liegen deutlich darunter.

In diesem Vergleich vertreten sind der:

Trotz der relativ günstigen Preise fällt die Ausstattung üppig aus. Gegenüber den deutlich teureren Tintenmultifunktionsgeräten aus der Oberklasse muss man jedoch Abstriche hinnehmen. So sind zwar alle drei Testkandidaten mit einem automatischen Dokumenteneinzug ausgestattet, diese sind jedoch nicht duplexfähig. Darüber hinaus gibt es zumindest beim Canon und beim HP eine USB-Host-Schnittstelle, PDF-Dateien vom USB-Stick kann man darüber aber nicht ausdrucken.

Gemein haben alle drei Geräte den Einsatz von Pigmenttinte, was für schmierfeste Ausdrucke auf Normalpapier sorgt. Weniger geeignet sind die Büro-AIOs daher für den Fotodruck - der Canon unterstützt nicht einmal den Randlosdruck. Bei den Patronenreichweiten und Druckkosten trennt sich die Spreu vom Weizen. Bei der Reichweite der Schwarzpatrone knacken zwar alle drei Testkandidaten die 1.000-Seiten-Marke, bei der Farbreichweite fällt der Epson mit mickrigen 450 Seiten aber weit hinter seine beiden Konkurrenten zurück. Das spiegelt sich auch in den Druckkosten wider, bei denen sich der Epson deutlich geschlagen geben muss.

Alle drei Hersteller trauen ihren Geräten erst einmal nicht viel zu und geben lediglich eine Standardgarantie von ganzen zwölf Monaten. Unternimmt man nach dem Kauf nichts, ist der Garantiezeitraum bei allen Testkandidaten nach einem Jahr abgelaufen. Epson und HP bieten seit längerem eine kostenlose Garantieverlängerung auf drei Jahre an, wenn man sich nach dem Kauf beim Hersteller registriert. Auch Canon ist vor kurzem auf diesen Zug aufgesprungen und bietet eine kostenlose Verlängerung auf drei Jahre an. Die Aktionen sind zeitlich befristet, in der Vergangenheit haben Epson und HP diese immer wieder verlängert, was Canon macht, bleibt abzuwarten. Auf alle Fälle sollte man vor dem Kauf prüfen, ob eine kostenfreie Garantieverlängerung möglich ist und sich dann unmittelbar danach beim jeweiligen Hersteller registrieren. Weitere Informationen hat Druckerchannel im Artikel "Garantieverlängerungen" zusammengefasst.

Druckerchannel-Fazit

Auch die günstigen Multifunktionsgeräte fürs Büro beweisen in diesem Test, dass sie eine ordentliche Ausstattung mitbringen und durch ihr flottes Arbeitstempo und die angemessene Druckqualität Punkte sammeln können. Die Druckkosten beim Canon sind am niedrigsten, auch die des HP gehen noch in Ordnung. Anders der Epson, der sich durch seine hohen Folgekosten selbst für den Einsatz im Heimbüro disqualifiziert.

Mit der Maxify-Serie ist Canon erst sehr spät in den Markt der Büro-AIOs mit Pigmenttinte eingestiegen und kann in der preisgünstigsten Klasse seine zwei Konkurrenten hinter sich lassen. Dies verdankt er vor allem den hohen Patronenreichweiten und den Druckkosten, die deutlich unterhalb des zweitplatzierten Druckers von HP liegen. Auch beim Drucktempo und der Druckqualität liegt er in vielen Disziplinen an der Spitze und wenn nicht, dann zumindest in Schlagdistanz. Zudem ist der MB2050 das günstigste Gerät im Test, wenngleich der Epson derzeit einen noch günstigeren Marktpreis aufweist. Zu kritisieren sind am Canon das Fehlen der kabelgebundenen Ethernetschnittstelle und die wuchtige Bauform. Ärgerlich ist zudem, dass man die Tintenpatronen nur aus dem Gerät entnehmen kann, wenn sie leer sind.

Auch der HP Officejet Pro 6830 ist kein schlechtes Gerät. Doch in den meisten Disziplinen landet er hinter dem Canon. Bei den Druckkosten muss man gut 15 Prozent tiefer in die Tasche greifen als beim Testsieger. Darüber hinaus ist das Gerät das teuerste im Testfeld. Gut umgesetzt hat HP die Bedienung. Durch das 2,7 Zoll große Touchdisplay und den Verzicht auf zusätzliche Hardware-Tasten geht die Bedienung am Gerät einfach und intuitiv von der Hand. Unverständlich ist, weshalb HP auf eine Leermeldung für Tintenpatronen verzichtet. Der Officejet warnt lediglich, wenn die Patronen fast aufgebraucht sind, danach muss man aber selbst die Ausdrucke kontrollieren, ob Streifen vorhanden sind und die betreffende Patrone austauschen. Die stärkste Konkurrenz dürfte der Officejet Pro 6830 von seinem größeren Bruder, dem Officejet Pro 8610 bekommen. Er druckt flotter und deutlich günstiger und hat ungefähr denselben Marktpreis.

Betrachtet man nur die Funktion, dann ist auch der Workforce WF-2660DWF ein gutes Multifunktionsgerät für den Einsatz im Heimbüro. Bei der unverbindlichen Preisempfehlung liegt der Epson genau zwischen Canon und HP, beim aktuellen Marktpreis ist er mit um die 100 Euro sogar das günstigste Gerät. Der kompakte Drucker ist bei Ausstattung, Qualität und Drucktempo auf dem Niveau der Konkurrenz. Der Haken kommt bei den Druckkosten. Über einen Euro muss man für ein vollflächiges A4-Foto hinblättern und auch beim Farbdruck auf Normalpapier kommt der Workforce nicht annähernd an seine beiden Konkurrenten heran. Soll es ein Epson sein, wählt man besser den Workforce WF-3620DWF. Er bietet die bessere Ausstattung, günstigere Druckkosten und ist im Markt kaum teurer als der günstige WF-2660.

05.05.15 19:41 (letzte Änderung)
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1Drei einfache Büro-AIOs für unter 170 Euro
2Die Testkandidaten im Überblick
3Das Verbrauchsmaterial
4Die Druckkosten
5Display, Bedienung und Schnittstellen
6Das Papierhandling
7Installation, Druckertreiber und Netzwerkfunktionen
8Faxfunktionen
9Textdruck: Qualität und Tempo
10Grafikdruck: Qualität und Tempo
11Fotodruck: Qualität und Tempo
12Tintenqualität: Marker-, Wasser- und Bleeding-Test
13Kopieren: Handling, Qualität und Tempo
14Scanqualität und Schärfentiefe
15Der Strombedarf
Technische Daten & Testergebnisse

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