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Test Büro-Multifunktionsgeräte der Mittelklasse: Die Druckkosten

von Florian Ermer
Hinweis: Für mindestens einen erwähnten Drucker ist ein Nachfolger "Neue Canon-Maxify-Multifunktionsgeräte und -Drucker" sowie "HP Officejet Pro 6900-Serie" sowie "Epson Workforce WF-2700er-Serie" verfügbar.

Das Druckerchannel-Testlabor verlässt sich bei den Druckkosten nicht nur auf die Herstellerangaben, sondern testet jeden Drucker ausführlich auf seine Unterhaltskosten. Dazu drucken wir einen kompletten Satz Tinte leer, um den Verbrauch beim Fotodruck zu ermitteln. Für die Berechnung der Schwarz- und Farbdruckkosten auf Normalpapier verwenden wir die ISO-Angaben.

Büro-AIO-Test 2015 - Teaser Druckkosten

Schwarz- und Farbdruckkosten (ISO/IEC 24712)

Für die Berechnung der Druckkosten auf Normalpapier verwendet Druckerchannel die ISO-Seitenreichweiten der Hersteller und berechnet mit den UVPs der Tintenpatronen die Farb- und S/W-Druckkosten auf Normalpapier.

Bei der ISO-Seitenreichweite und den Farbdruckkosten auf Normalpapier hat der Canon Maxify die Nase vorne und druckt günstiger als seine beiden Mitstreiter. Während der HP bei den Normkosten lediglich rund fünfzehn Prozent teurer druckt als der Canon, landet der Epson abgeschlagen auf dem letzten Rang. Die S/W-Druckkosten fallen zwar noch befriedigend aus, der Farbdruck ist aber deutlich zu teuer.


Fotodruckkosten (von Druckerchannel gemessen)

Dasselbe Bild ergibt sich auch beim Blick auf die Kosten beim Fotodruck. Auch in dieser Disziplin druckt der HP etwa fünfzehn Prozent teurer als der Canon. Abermals weit zurück liegt der Epson der mit über einem Euro bei deutlich überzogenen Fotokosten landet.

Zur Ermittlung der Fotodruckkosten druckt das Testlabor das A4-große DC-Testfoto im Druckmodus "sinnvolle Qualität (SQ)" solange auf Fotopapier, bis die erste der drei Grundfarben aufgebraucht ist. Die Reichweite der anderen Tintenpatronen hat das Labor durch wiegen vor und nach dem Druck hochgerechnet.

Beim fortlaufenden Leerdruck macht der Epson nach ganzen 38 Farbfotos als erster schlapp und verlangt eine neue Cyan-Patrone. Deutlich später folgt nach 67 Farbfotos der HP und fordert eine neue Gelb-Patrone. Weitaus länger hält der Canon durch und verlangt erst nach 97 Farbfotos eine neue Magenta-Patrone.

Sowohl bei den ISO-Kosten, als auch bei den Kosten für den Fotodruck auf Spezialpapier liegt der Canon an der Spitze in diesem Vergleichstest. Etwas zurückliegend kann ihm der Officejet 6830 von HP noch folgen, der Epson WF-2660DWF hingegen belegt weit abgeschlagen auf dem letzten Rang und disqualifiziert sich von den Druckkosten her für größere Druckaufträge. Geschlagen geben müssen sich alle drei Testkandidaten gegenüber ihren größeren Geschwistern, die besonders beim S/W-Druck deutlich günstiger arbeiten.

Druckkostenanalyse 03/2026*1
Seitenpreis mit
'ISO-Farbdokument'*2 (15.000 Seiten)
Seitenpreis mit
'Schwarzanteil aus ISO-Farbdokument'*3 (15.000 Seiten)
Seitenpreis mit
'DC-Farbfoto'*4 (1.500 Seiten)
    
Canon Maxify MB5350
 
 
6,5 ct
 
 
1,3 ct
 
 
45,5 ct
Epson Workforce Pro WF-5620DWF
 
 
7,0 ct
 
 
1,6 ct
 
 
62,9 ct
Canon Maxify MB2050
 
 
8,3 ct
 
 
2,4 ct
 
 
58,0 ct
HP Officejet Pro 8610/15/20
 
 
11,1 ct
 
 
2,5 ct
 
 
78,3 ct
Epson Workforce WF-3620DWF
 
 
12,6 ct
 
 
2,7 ct
 
 
1,19 €
HP Officejet Pro 6830
 
 
14,4 ct
 
 
4,5 ct
 
 
1,04 €
Epson Workforce WF-2660DWF
 
 
19,7 ct
 
4,5 ct
 
1,57 €
© Druckerchannel

Tinte-Leer-Meldungen

Druckerchannel druckt so lange, bis das jeweilige Gerät nach einer neuen Patrone verlangt. Eine absolut eindeutige Meldung gibt nur der Epson ab. Sobald das Gerät eine Tintenpatrone als leer meldet, kann man nicht mehr weiterdrucken. Für einen unbestimmten Zeitraum steht ein Tintenersatzmodus zur Verfügung, sodass man in Farbe weiterdrucken kann, wenn die S/W-Patrone leer ist oder anders herum. Canon meldet zuerst, dass die Tinte möglicherweise aufgebraucht ist und signalisiert durch ein rotes X über der betreffenden Patrone, dass ein Austausch erforderlich ist. Liest man die Meldung jedoch aufmerksam, besteht weiterhin die Möglichkeit zu drucken, wenn man mit der OK-Taste bestätigt. Erst einige Seiten später meldet das Gerät eine leere Tintenpatrone - dann geht ohne einen Austausch nichts mehr.

Einen ganz anderen Ansatz verfolgt HP. Das Gerät kann offenbar gar nicht genau bestimmen, wann eine Patrone vollständig leer ist. Daher warnt der Officejet nur bei niedrigem Tintenstand mit einem gelben Ausrufezeichen und empfiehlt, die Patrone auszutauschen, sobald die Druckqualität nachlässt. Im Vergleich zu den beiden Konkurrenten bedeutet dies jedoch einen mehr oder weniger erheblichen Komfortverlust. Sobald eine oder mehrere der vier Patronen einen niedrigen Tintenfüllstand aufweisen, muss man die Druckqualität permanent überwachen, um Fehldrucke zu vermeiden. Bei einem größeren Druckauftrag muss man mitunter mehrere Seiten wegwerfen, da eine Farbe fehlt. Besonders argerlich ist dieser Umstand in Verbindung mit dem Fax und der ePrint-Funktionalität. Druckt man beispielsweise aus dem Urlaub Fotos am heimischen Gerät aus, darf man im ungünstigsten Fall diese anschließend entsorgen, weil beispielsweise während des Drucks die Cyan-Patrone leer wurde und der Drucker seine Arbeit nicht eingestellt hat.

*1
Diese Tabelle wird automatisch aktualisiert.

Preise

Alle Preise sind Preisempfehlungen der Hersteller (UVP).

Kosten & Starterreichweite

In die Druckkosten kalkulieren wir anteilig verbrauchte Materialien auch nur anteilig hinein. Weiterhin berücksichtigt Druckerchannel die Starterreichweiten - diese werden vom Druckvolumen abgezogen und reduzieren somit die durchschnittlichen Seitenkosten.

*2
ISO-Farbdokument (ISO/IEC 24712): A4-Farbdokument (fünfseitig) auf Normalpapier in Standardqualität.
*3
Schwarzanteil aus ISO-Farbdokument (ISO/IEC 24712 (nur SW)): Mit diesem fünfseitigen Dokument sind Tintendrucker und Farblaser getestet.
*4
DC-Farbfoto (dc_fotoyield): A4-Farbfoto mit Rand auf Fotopapier (Glanz) in sinnvoller Auflösung und Qualität.
Dieser Artikel wurde ohne generative KI erstellt.
05.05.15 09:20 (letzte Änderung)
1Drei einfache Büro-AIOs für unter 170 Euro
2Die Testkandidaten im Überblick
3Das Verbrauchsmaterial
4Die Druckkosten
5Display, Bedienung und Schnittstellen
6Das Papierhandling
7Installation, Druckertreiber und Netzwerkfunktionen
8Faxfunktionen
9Textdruck: Qualität und Tempo
10Grafikdruck: Qualität und Tempo
11Fotodruck: Qualität und Tempo
12Tintenqualität: Marker-, Wasser- und Bleeding-Test
13Kopieren: Handling, Qualität und Tempo
14Scanqualität und Schärfentiefe
15Der Strombedarf
Technische Daten & Testergebnisse

144 Wertungen

 
1

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