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90 Jahre Ricoh: Jubiläum des Spezialisten für Kameras und Büromaschinen

von Ronny Budzinske

Der japanische Hersteller von Druckern, Kopierern und mittlerweile auch Scannern feiert sein 90. Firmenjubiläum. Schon beim Start 1936 ging es um die Vervielfältigung von Dokumenten. Zwischenzeitlich war die Fotoapparate-Sparte, die es noch immer gibt, das Zugpferd. Kopierer begleiten Ricoh allerdings bereits seit 1955. Eine kleine Zeitreise.

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Auf den Tag genau vor exakt 90 Jahren, am 6. Februar 1936, wurde in Tokio ein Unternehmen gegründet, welches heute unter dem Namen "Ricoh" bekannt ist. Ursprünglich nannte sich die Firma "Riken Kankoshi Co., Ltd." als Ausgründung des, noch heute existierenden wissenschaftlichen Instituts Riken. Der Zweck war die Entwicklung und Produktion von "lichtempfindlichem Papier" (Kankoshi). Dieses sogenannte "Lichtpauspapier" wurde für die Vervielfältigung von Dokumenten als Alternative zur "Blaupause" verwendet. Man hat also thematisch da angefangen, wo man jetzt in einer modernen Form noch immer ist.


1938 - Ricoh

Der erste Geschäftsführer war Ichimura Kiyoshi, der auch die bis heute bestehenden Prinzipien der "drei Lieben" ausgerufen hat:

Liebe deinen Nächsten,
Liebe dein Land,
Liebe deine Arbeit.
人を愛し 国を愛し 勤めを愛すPrinzipien der "drei Lieben"

Der Markenname Ricoh entstand dann zwei Jahre darauf als Akronym für eben "Riken" und "Kōgyō" (Industrie). Das Unternehmen selbst wurde im April 1963 in "Ricoh Company, Ltd." umgetauft. 1968 verstarb der Gründer Kiyoshi.

Herstellung von Kameras

Bereits 1938 begann man mit der Produktion von Kameras. Über Jahre hinweg dürfte das auch der wichtigste Geschäftsbereich der Japaner gewesen sein. Nach der Übernahme des Konkurrenten Pentax 2011 wurde die Sparte zu Ricoh Imaging ausgegliedert, gehört aber noch immer vollständig zum Konzern.

Von Kopierern und Druckern

Der Einstieg in Büromaschinen erfolgte 1955 mit der Einführung des "Ricopy 101", der technologisch auf dem Lichtpauspapier basierte. Das erste Modell mit einem elektrostatischen Druckverfahren wurde 1965 mit dem "Ricopy BS-1" vorgestellt. Das ist die Technologie, deren Anfänge der US-amerikanische "Drucker-Pionier" Xerox bereits 1906 erfunden und dann immer weiter perfektioniert hat.

In der Zwischenzeit hat Ricoh die Technik immer weiterentwickelt und weitere Märkte erschlossen. Mit dem "RICOM 8" (1971) wurde ein Drucker für Bürocomputer und mit dem "RIFAX 600S" (1973) auch ein leistungsfähiges Faxgerät vorgestellt.


Einen Meilenstein für das japanische Unternehmen dürfte aber wohl der Kopierer "RICOPY DT1200" sein. Dieser basierte auf einem Verfahren mit in Flüssigkeit gelösten Pigmenten, anstatt Tonerpulver. Das Gerät wurde zum weltweit meistverkauften Kopierer seinerzeit.

In den nachfolgenden Jahren konnte man immer weiter Fuß fassen. 1983 ließ der US-Computergigant "Hewlett Packard" (heute nur noch kurz "HP") sogar von seinem Haus-und-Hof-Lieferanten Canon ab und verkaufte Ricoh-Technik als Vorgänger der späteren Laserjet-Serie. Bei HP liefen diese unter den Modellnamen 2687A für den Textdruck und 2688A für den Grafikdruck.

Der erste digitale Farbkopierer von Ricoh kam übrigens im Oktober 1990 auf den Markt. Seitdem gehören die Japaner zu den führenden Anbietern von leistungsfähigen Büromaschinen.

Lösungsanbieter

Später erfolgte der Übergang zu einem Anbieter für Lösungen im Dokumentenmanagement. Dazu zählt auch die Übernahme des bislang größten Herstellers von Dokumentenscannern "Fujitsu", die 2022 abgeschlossen wurde. Auch wenn die Geräte noch immer über die 100-prozentige Tochter PFU vertrieben werden, steht auf den Scannern seitdem das "Ricoh"-Logo.


90. Jubiläum in 2026

Der Vorsitzende des Vorstands, Jake Yamashita sowie der CEO Akira Oyama möchten sich zum Jubiläum bei ihren Mitarbeitern und Kunden bedanken und verweisen dabei auf die noch immer geltenden Prinzipien des Unternehmensgründers Kiyoshi Ichimura: "Liebe deinen Nächsten, Liebe dein Land, Liebe deine Arbeit.".

Wenn wir auf die letzten 90 Jahre zurückblicken, sehen wir ein Unternehmen, das durch Zuhören gelernt und sich durch Anpassung weiterentwickelt hat. Während der Wandel konstant war, haben unsere Werte für Kontinuität gesorgt. Indem wir nah an der Arbeitsweise der Menschen geblieben sind, haben wir unseren Kunden stets einen Mehrwert geboten – und dieser Ansatz wird sich auch in Zukunft nicht ändern.Jake Yamashita, Vorsitzender

Die 90-jährige Geschichte von Ricoh wurde durch das Vertrauen unserer Stakeholder getragen. Ich möchte mich ganz herzlich für die langjährige Unterstützung bedanken. Dieses Vertrauen schätzen wir sehr und es prägt unser Engagement in der Gesellschaft und unseren Umgang mit unserer Verantwortung als globales Unternehmen.Akira Oyama, Präsident und CEO

Auch vom Druckerchannel an dieser Stelle: Herzlichen Glückwunsch, Ricoh!

Aktuelle Zahlen

Zum Ende des letzten Geschäftsjahrs (bis einschließlich März 2025) hatte man rund 80.000 Mitarbeiter weltweit - davon 30.000 in Japan. Der Jahresumsatz betrug umgerechnet rund 12,7 Milliarden Euro, wovon etwas mehr als ein Drittel auf dem Heimatmarkt erwirtschaftet wurde.

Dieser Artikel wurde ohne generative KI erstellt.
07.02.26 20:29 (letzte Änderung)

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