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Vergleich Tintenabos 2023: Abos im Überblick und Empfehlungen

von Ronny Budzinske
Hinweis: Für mindestens einen erwähnten Drucker ist der ausführliche Testbericht "Solider Heimdrucker fürs Tintenabo mit guter Druckqualität" sowie "Erstaunlich viel für wenig Geld" sowie "Günstige Büroboliden bis A3" verfügbar.

Welches ist das beste Angebot? - eindeutig lässt sich diese Frage nach dem "generell besten Abo" nicht beantworten. Die fairsten Konditionen und niedrigsten Preise nützen beispielsweise nichts, wenn kein passender Drucker im Sortiment ist.

Wer nur zehn Seiten im Monat druckt, der sollte von den Abos von Brother und Canon Abstand nehmen - die durchschnittlichen Seitenkosten sind dann doch recht hoch. Andererseits kann das (zumindest vermeintlich) am wenigsten interessante Angebot von Canon dann doch am meisten überzeugen, wenn man monatlich mehr oder weniger konstant auf 200 Seiten kommt - Brother, Epson und HP bieten ein Kontingent in dieser Höhe nicht an.

Alles in allem lässt sich jedoch doch feststellen: HP bietet das beste Gesamtpaket. Die Druckerauswahl bei "Instant Ink" (für Tintendrucker) ist riesig, die App ist für viele Betriebssysteme erhältlich und bietet eine komfortable Steuerung. Dazu kommt, dass HP die fairste Regelung bietet, um ungenutztes Druckvolumen zu einem späteren Zeitpunkt zu verwenden - und das mit unbegrenzter Frist, auch nach vielen Monaten. Einschränkungen gibt es - jedoch wenige. Dazu gehört der Verzicht auf passende A3-Drucker, sowie der Fakt, dass man bei einem extrem hohen Druckaufkommen mit Epson etwas günstiger fährt.

Welches Abo bietet für mein Druckvolumen den besten Seitenpreis? (Seite 3)

Für Wenigdrucker zumeist empfehlenswert

Aus rein finanzieller Sicht ist ein Tintenabo Sicht für jemanden, der wenig druckt, generell ziemlich lukrativ. Das gilt gerade und besonders denn, wenn man einen eher preisgünstigen Drucker verwendet. Mit den 10-Seiten-Paketen von Epson und HP bekommt man für knapp zwölf Euro im Jahr Tinte gestellt und kann jederzeit drucken. Nicht selten kostet die Tinte, die allein für Druckkopfreinigungen anfällt, schon mehr.

Bei einem einfachen Drucker wird man den gebotenen durchschnittlichen Seitenpreis von um die zehn Cent mit Originaltinte kaum erzielen. Das gilt erst recht dann, wenn man viel in Farbe druckt. In dieser Kombination kann man mit einem Abo kaum etwas verkehrt machen.

Ab 30 Seiten monatlich kommen auch Brother und Canon ins Spiel. Kleinere Pakete werden bei "EcoPro" und dem "Pixma Print Plan" derzeit nicht angeboten. Die dadurch berechneten höheren Durchschnittspreise resultieren aus einer Unternutzung von "größeren Paketen.

Für Vieldrucker überlegenswert

Etwas anders sieht eine Entscheidung für Vieldrucker aus. Schon bei den 300-Seiten-Paketen entstehen jährliche Kosten in Höhe von fast 150 Euro. Dafür lassen sich dann zwar im Tagesschnitt rund 10 Seiten drucken, jedoch kann sich dann auch ein Tintentankdrucker schnell amortisieren.

Andererseits ist so ein Abo auch in Kombination mit einem A3-Drucker von Brother oder Epson äußerst interessant. Im 300er-Paket lassen sich bei idealer Ausnutzung bis zu 150 vollflächige Plakate drucken, die somit einen rechnerischen Seitenpreis von nur acht Cent kosten - so günstig druckt man auch mit einem Tintentanker kaum. Zu beachten ist jedoch, dass die Kosten fürs Papier immer noch dazu kommen.

Übrigens kann auch für Wenigdrucker die A3-Option infrage kommen. Leistungsfähige Geräte mit Pigmenttinten starten bereits ab 180 Euro.

Einzig der "Pixma Print Plan" von Canon dürfte (derzeit) für Vieldrucker flachfallen. Zum einen gibt es keine geeigneten Drucker und zum anderen wird es bei monatlich mehr als 200 Seiten dann doch zu teuer.

Kurzbewertung der Tintenabos - 08/2023
bild

Brother
"EcoPro"

bild

Canon
"Pixma Print Plan"

bild

Epson
"ReadyPrint Flex"

bild

HP
"Instant Ink"

Empfehlung für
Wenigdrucker
(bis 100 Seiten)
"sehr gut"gut"sehr gut""sehr gut"
Empfehlung für
Vieldrucker
"gut"nicht geeignet"gut""gut"
Angebotsseitebestellenbestellenbestellenbestellen
Copyright Druckerchannel.de

Brother EcoPro (für Tintendrucker)

Brother hat sein Tintenabo "EcoPro" ziemlich spät in Deutschland eingeführt - los ging es erst Anfang 2023. Dafür jedoch mit einer großen Besonderheit: so ist ein Drucker während der Abolaufzeit automatisch mit einer Herstellergarantie abgesichert - das gilt auch nach den drei Jahren, die üblicherweise für (fast) alle Brother-Produkte gelten.

Interessant ist auch die Druckerauswahl. Fast schon traditionell haben die Japaner eine breite Palette an A3-Geräten im Sortiment, die beispielsweise mit dem MFC-J5740DW (Scan in A4) sowie dem MFC-J6940DW (beim Druckerchannel mit "gut" getestet) mit dem Tintenlieferdienst kompatibel sind. Eine gedruckte Seite im Überformat zählt dabei wie zwei Seiten.

Wenig Auswahl gibt es dagegen an der anderen (unteren) Seite der Skala. Der derzeitige Einstiegsdrucker fürs Abo ist der einfache, aber solide, DCP-J1200W, der mit knapp über 100 Euro doch vergleichsweise teuer ist und ohne automatischen Duplexdruck auskommen muss. Überhaupt ist auffallend, dass Brother für sehr niedrige Druckaufkommen keine Pakete geschnürt hat. Los geht es "erst" bei 50 Seiten (bis A4) im Monat zum gängigen Preis von knapp vier Euro - aufs Jahr gerechnet ist das die Summe, die man locker für ein kleines Original-Tintenset bezahlt.

Für alle, die monatlich zwischen 40 und 100 Seiten (dann knapp sechs Euro) drucken, kann man im Grunde bedenkenlos zum Brother-Abo greifen. Zumal man auch nach längeren Druckpausen (aufgrund der fairen Übertragsfunktion) ungenutzte Seiten später "nachholen" kann. Die zusätzliche Garantie für eventuelle Hardwaredefekte kommt dazu.

Etwas anders sieht es bei Vieldruckern aus - das gilt (in unterschiedlicher Ausprägung) aber für die Angebote aller Anbieter. Wer mit seinem durchschnittlichen Druckaufkommen die 300 oder 500 Seiten nicht trifft, zahlt drauf. Bei noch mehr Seiten wird es mit bestenfalls rund acht Cent je zusätzlicher Seite auch nicht mehr so besonders günstig - da kann sich schnell ein Büro-Tankdrucker lohnen

"e"-Modelle mit mehr Probemonaten (aber weniger Tinte und Lieferumfang)

Mit der Einführung des "EcoPro"-Abos hat Brother zudem einige Druckermodelle vorgestellt, die mit einem "e" am Ende markiert sind. Diese sind baugleich mit den "Standardgeräten", enthalten jedoch Starterpatronen mit reduzierter Füllmenge und Reichweite.

Ein abgeschlossenes Abo beginnt auch bei diesen Geräten erst dann, wenn die erste der gelieferten "EcoPro"-Kartuschen eingesetzt wird. Als Vorteil oder Ausgleich der geringeren Füllmenge gilt im Gegenzug: diese Modelle bieten vier kostenfreie Monate ab dem Start in einem Abostufe ab Wahl - anstatt nur zwei.

"EcoPro" für S/W-Laserdrucker

Weiterhin hat Brother auch S/W-Laserdrucker der L2000er-Serie im Programm, für dies es ebenfalls ein "EcoPro"-Abo gibt. Die Konditionen unterscheiden sich jedoch von denen der Tintendrucker.

Multifunktionsdrucker (Pigmenttinte)

Multifunktionsdrucker (Tinte)

Multifunktionsdrucker, A3 (Pigmenttinte)

Seitenpakete bei "EcoPro" (für Tintendrucker)

  • 50 Seiten: 3,99 Euro (zzgl. 99 Ct. je weitere 10 Seiten)
  • 100 Seiten: 5,99 Euro (zzgl. 99 Ct. je weitere 10 Seiten)
  • 300 Seiten: 11,99 Euro (zzgl. 79 Ct. je weitere 10 Seiten)
  • 500 Seiten: 18,99 Euro (zzgl. 79 Ct. je weitere 10 Seiten)

Bestellseite alle Drucker für "EcoPro" im "Finder"


Vorteile von "EcoPro" (für Tintendrucker)

  • Garantie für den Drucker während der Abo-Laufzeit (als einziger im Vergleich)
  • große Druckerauswahl, einschließlich Bürodrucker bis A3
  • sehr gute Folgekosten bei niedrigeren Druckaufkommen (40 bis 100 Seiten monatlich)
  • gute Folgekosten bei mittleren bis hohem Druckaufkommen (100 bis 500 Seiten monatlich)
  • faire Regelung für die spätere Verwendung von ungenutzten Seiten aus dem Kontingent

Nachteile von "EcoPro" (für Tintendrucker

  • kompatible Einstiegsdrucker erst ab 100 Euro
  • hohe Folgekosten bei sehr niedrigem (unter 40 Seiten) oder hohem Druckaufkommen (mehr als 500 Seiten)
  • zusätzlich benötigte Seiten werden nur im Zehnerpack angeboten

Canon Pixma Print Plan

Auch Canon war relativ spät dran mit seinem Tintenabo. Der "Pixma Print Plan" wurde erst 2022 eingeführt - zusammen mit neuen "i"-Druckern. Leider sind auch nur diese Drucker mit dem Abo kompatibel. Während man diese zunächst nur im Canon-eigenen Onlineshop kaufen konnte, hat man die Verbreitungswege mittlerweile etwas ausgeweitet. "Ältere" Drucker (ohne "i" am Ende) sind generell nicht abofähig - auch wenn diese zum Teil funktional baugleich sind.

Leider blieb es bislang dabei, dass die Produktpalette recht dünn ausgefallen ist. Zur Wahl stehen einfache Drucker, wie das 70-Euro-Modell Pixma TS3550i. Nach "oben" hin gibt es auch den ordentlichen, aber einfachen, Pixma TS5350i sowie den nochmals etwas komfortablen [[TS7750i}] mit Simplex-ADF und erstmals auch wischfestem Pigmentschwarz. Beide Geräte wurden beim Druckerchannel übrigens mit "gut" getestet. Bürotintendrucker mit Farb-Pigmenttinten oder dezidierte Pixma-Fotodrucker sind mit dem "Print Plan" nicht kompatibel.

Bei den Paketen geht Canon einen etwas eigenen Weg. Neben dem 100-Seiten-Vertrag (rund sechs Euro) gibt es nach "unten" auch Pakete für 30 (rund drei Euro) oder 60 Seiten für einen Fünfer. Obenrum bieten die Japaner ein 200er-Paket an. Für 300 Seiten gibt es nichts - da müsste man dann aufstocken.

Durch diese, im Vergleich, etwas unorthodoxe und enge Staffelung ergeben sich generell recht attraktive Folgekosten, wenn man mehr als 30 (ab rund zehn Cent je Seite) bis hoch zu 200 Seiten (dann idealerweise fünf Cent) druckt.

Für höhere Druckvolumina wird es bei Canon einfach zu teuer. Eine zusätzliche Seite schlägt generell mit zehn Cent zu Buche. Nicht sonderlich fair ist die Übertragsfunktion von ungenutzten Seiten. Wer während des Sommerurlaubs nichts drucken konnte, der darf dies nur noch im Folgemonat nachholen - später verfallen die ungenutzten Seiten.

Nach aktuellem Stand startet ein "Pixma Print Plan" unmittelbar mit dem Abschluss des Abos - zumindest wenn es sich um ein Neugerät handelt. Die installierten Patronen sind direkt abofähig und werden dafür benutzt. In Zeiten ohne Probemonate empfiehlt es sich daher, dass man das Abo erst dann startet, wenn die eingesetzten Patronen ohnehin bald getauscht werden müssten.

Die Konfiguration des Abos geht bei Canon generell nur über eine Webseite. Die Canon-Drucker-App "Canon PRINT Inkjet/SELPHY" lässt sich mit dem Abo nicht verbinden.

Kompatible Drucker

Seitenpakete beim "Pixma Print Plan"

  • 30 Seiten: 2,99 Euro (zzgl. 10 Ct. je weitere Seite)
  • 60 Seiten: 4,99 Euro (zzgl. 10 Ct. je weitere Seite)
  • 100 Seiten: 5,99 Euro (zzgl. 10 Ct. je weitere Seite)
  • 200 Seiten: 9,99 Euro (zzgl. 10 Ct. je weitere Seite)

Bestellseite alle Drucker für den "Pixma Print Plan" im "Finder"


Vorteile vom "Pixma Print Plan"

  • Einstiegsdrucker bereits ab 65 Euro*2
  • gute Folgekosten bei geringen bis mittleren Druckaufkommen (30 bis 200 Seiten monatlich)
  • zusätzlich benötigte Seiten werden einzeln abgerechnet

Nachteile vom "Pixma Print Plan"

  • magere Druckerauswahl (vorwiegend einfache Geräte)
  • hohe Folgekosten bei extrem niedrigen (unter 30 Seiten) oder hohen Druckaufkommen (mehr als 200 Seiten)
  • unvorteilhafte Übertragsregelung von ungenutzten Seiten (Verfall nach dem Folgemonat)
  • keine (zusätzliche) Garantie auf den Drucker während der Abo-Laufzeit

Epson ReadyPrint Flex

Ein interessantes Tintenabo bietet Epson seit 2020 mit "ReadyPrint Flex". An dieser Stelle sollte erwähnt sein, dass die Japaner unter dem gleichen Markendach zwei ähnlich klingenden Angebote haben. Zum einen gibt es "ReadyPrint Go" - hierbei handelt es sich um einen reinen Lieferdienst für Tinte, der zu regulären Patronenpreisen Nachschub auslöst. Zum anderen gibt es "ReadyPrint Ecotank" - eine Art Druckerleasing mit angeschlossenem Tintenabo. Im Unterschied zu "Flex" wird der Drucker jedoch nach Zahlung einer "Aktivierungsgebühr" einschließlich Garantie von Epson gestellt - das ist eher etwas für Vieldrucker.

Das Tintenabo "Flex" zeichnet sich in erster Linie dadurch aus, dass vom einfachen Zuhause-Drucker Expression Home XP-3200 für unter 70 Euro bis "hoch" zum A3-Drucker Workforce WF-7840DTWF (mit "gut" getestet ) mit Pigmenttinten, Duplex-ADF und zwei Papierkasssetten alles dabei ist. Es fehlen lediglich Fotodrucker der Expression-Serien "Premium" (5 Farben) und "Photo" (in der Regel mit 6 Farben) sowie die besonders leistungsfähigen Bürodrucker im hellgrauen Gehäuse.

Hervorzuheben ist, dass das Epson-Abo vergleichsweise niedrige Folgekosten für allen Druckvolumen bietet. Im Gegensatz zu Brother und Canon gibt es auch ein günstiges 99-Cent-Abo für monatlich bis zu zehn Seiten. Ein vergleichbares Angebot bietet übrigens auch "Instant Ink" von HP.

Als Wenigdrucker kann man wenig verkehrt machen. Zwar verlangt Epson beim kleinsten Seitenpaket überaus üppige 25 Cent für eine zusätzliche Seite, alternativ kann man aber auch in das 30-Seiten-Paket für rund 2,50 Euro monatlich wechseln. Die Folgeseite kostet dann fünfzehn Cent und wird einzeln abgerechnet.

Nicht so gut (wie bei HP und Brother) ist die Übertragsfunktion für ein nicht ausgeschöpftes Kontingent ausgestaltet. Seiten, die man in einem Monat nicht benötigt, können entweder im nächsten oder im übernächsten Monat genutzt werden. Zunächst werden jedoch immer die "frischen" Seiten aufgebraucht. Zum dritten Folgemonat werden diese Seiten dann jedoch unwiderruflich aus dem Konto entfernt - das geht besser.

Positiv ist dafür jedoch anzumerken, dass beim "größten" 500-Seiten-Paket (idealer Seitenpreis 3,8 Cent) auch die nachfolgenden Drucke relativ günstig bleiben. Für nur vier Cent je weiterer Seite (entsprechend acht Cent in A3) druckt sonst keiner. Dafür ist man dann aber auch monatlich mit mindestens 19 Euro dabei - das sind über 220 Euro im Jahr. Ein leistungsfähiger Büro-Tankdrucker, wie der Ecotank ET-5800 wäre dann auch nach gut drei Jahren eingeholt - wenn man von einer normalen Seitendeckung ausgeht.

Etwas unglücklich hat Epson den Abostart geregelt. Zwar bekommt man generell bei einem Abschluss ein Starterkit zugeschickt (Lieferzeit um die 2 Tage) und muss nicht die mitgelieferten Tinten verwenden, jedoch startet der Abrechnungszeitraum sofort. Die Seiten werden immerhin aber erst dann vom Kontingent abgezogen, wenn die Abopatronen tatsächlich eingesetzt werden.

Drucker, A3 (Pigmenttinte)

Multifunktionsdrucker (Pigmenttinte)

Multifunktionsdrucker (Tinte)

Multifunktionsdrucker, A3 (Pigmenttinte)

Seitenpakete bei "ReadyPrint Flex"

  • 10 Seiten: 0,99 Euro (zzgl. 25 Ct. je weitere Seite)
  • 30 Seiten: 2,49 Euro (zzgl. 15 Ct. je weitere Seie)
  • 50 Seiten: 3,99 Euro (zzgl. 10 Ct. je weitere Seie)
  • 100 Seiten: 5,99 Euro (zzgl. 10 Ct. je weitere Seite)
  • 300 Seiten: 11,99 Euro (zzgl. 10 Ct. je weitere Seite)
  • 500 Seiten: 18,99 Euro (zzgl. 4 Ct. je weitere Seite)

Bestellseite alle Drucker für "ReadyPrint Flex" im "Finder"


Vorteile von "ReadyPrint Flex"

  • breite Druckerauswahl, einschließlich Bürodruckern bis A3
  • Einstiegsdrucker bereits ab 60 Euro
  • oftmals die niedrigsten Folgekosten bei niedrigen (ab 10 Seiten) bis hohen Druckaufkommen
  • Folgekosten unter vier Cent (bis A4) ab 500 Seiten monatlich
  • zusätzlich benötigte Seiten werden einzeln abgerechnet

Nachteile von "ReadyPrint Flex"

  • wenig vorteilhafte Übertragsregelung von ungenutzten Seiten (Verfall nach zwei Monaten)
  • keine Garantie auf den Drucker während der Abo-Laufzeit

HP Instant Ink (für Tintendrucker)

Rein aus alphabetischen Gründen folgt letztendlich auch der Weltmarktführer bei Druckern und Tintenabos: HP. Die Amerikaner haben das Tintenabo quasi erfunden und vermarkten dieses seit 2015 äußerst erfolgreich. Mittlerweile hat man über 12 Millionen Kunden und sowohl die Konditionen seitdem fast unverändert gelassen und die Preise lediglich wenige Male leicht "angepasst". Mittlerweile orientieren sich Brother, Canon und auch Epson an diesen - mal besser, mal nicht so gut.

Das Erfolgsrezept vom Platzhirsch "Instant Ink" dürfte die besonders gute "Smart App" sein, die einem bei der Einrichtung eines jeden Tintendruckers quasi "aufgedrängt" wird. Ein Abo lässt sich damit ziemlich einfach und unkompliziert einrichten.

"HP+" für "Instant Ink" nicht notwendig

Zumal HP bei der (unwiderruflichen) Zustimmung zum "HP+"-Programm mit sechs kostenfreien Monaten lockt. Man sollte jedoch beachten, dass in dieser ZEit zunächst die Tinte verwendet wird, die man beim Druckerkauf bereits mitbezahlt hat. Selbst wenn man später das Tintenabo kündigt, dann bleibt "HP+" aktiv - mit dauerhaftem Onlinezwang und Verpflichtung zur Nutzung von Originaltinte.

Welche Drucker mit "Instant Ink" kompatibel sind, das lässt sich knapp in Worte fassen: so gut wie alle A4-Tintendrucker aus dem aktuellen (und auch älteren) Sortiment. Lediglich A3-Geräte sowie die Officejet-Mobildrucker für Geschäftskunden sind nicht kompatibel. Los geht es bereits mit dem besonders günstigen Deskjet 2820e. Nach oben hin rundet der mit "gut" getestete Bürodrucker Officejet Pro 9022e mit Pigmentinten die Palette der "Instant Ink"-Drucker ab.

Der Einstieg in die Abo-Welt von HP geht bereits mit dem 99-Cent-Tarif los. Damit lassen sich zehn Seiten monatlich drucken. Für die aufsummierten knapp zwölf Euro im Jahr bekommt man bei HP und den anderen Herstellern normalerweise kaum eine kleine Schwarzkartusche. Wer also extrem wenig druckt, der macht hier wenig falsch - selbst wenn man das Kontingent dauerhaft nicht ausschöpft.

Selbst in diesem Fall bietet HP eine faire Regelung: so können ungenutzte Seiten bis zum dreifachen Monatskontingent ohne zeitlicher Einschränkung angespart und später verwendet werden - das bietet so niemand anders. Im Umkehrschluss wird einem jedoch bei der Überziehung automatisch ein Zusatzpaket mit 10 oder 15 Seiten "verkauft" - zu einem Einheitspreis von glatt einem Euro. Das was davon übrig bleibt, wird immerhin angespart - da kann man kaum meckern.

Auf den ersten Blick bietet HP auch ein exzellentes Angebot für Vieldrucker. Zwar lässt sich initial "lediglich" das 700-Seiten-Paket buchen, unmittelbar danach kann man jedoch in ein 500er oder auch 1.500-Seiten-Paket wechseln. Letzteres kostet jedoch üppige 50 Euro im Monat oder entsprechend 600 Euro im Jahr. Abgesehen von (in der Regel teureren) Farblaserdruckern gibt es im HP-Kosmos kaum eine günstigere Möglichkeit zum Drucken - zumindest wenn auch Farbe mit im Spiel ist. Für diese doch recht hohen laufenden Kosten empfiehlt sich jedoch ganz klar ein Blick zu Canon oder Epsons Bürotankdruckern. Sowohl der Maxify GX7050 als auch der Ecotank ET-5850 können leistungstechnisch mithalten, können sich aber schon im zweiten Jahre bezahlt machen. Die "HP Smart Tank"-Serie bietet zwar ebenfalls "gute" Geräte, jedoch sind diese bei weitem nicht so leistungsfähig.

Bei den großen Paketen ab 700 Seiten kommt immerhin hinzu, dass HP stets einen zweiten Satz Tinte beim Kunden "lagern" lässt. Im Falle eines kurzfristig unerwartet hohen Druckvolumens werden Ausfälle somit wirksam verhindert.


Zusatzdienst "Papier"

Seit Juni 2023 bietet HP neben für das Tintenabo auch eine Zusatzoption an, bei der man sich automatisch auch mit Papier beliefern lassen kann. "Instant Ink Papier" sorgt jedoch ausschließlich für den Bedarf an Normalpapier in A4. Andere Formate oder Medientypen werden nicht abgedeckt.

Die Option bietet zwar Komfort, hat jedoch auch seine Tücken, wenn man Papier für andere Zwecke verwendet, kann es passieren, dass man keinen Nachschub bekommt. Die Konditionen aus preislicher Sicht erscheinen uns dabei in den kleineren Paketen als eher schlecht. Für Vieldrucker kann die Papieroption jedoch durchaus Sinn ergeben.

"Instant Ink" für Laserdrucker

Ähnlich wie Brother hat auch HP ein großes Angebot an kompatiblen S/W-Laserdruckern, die sich mit einem Tonerabo unter dem Markendach "Instant Ink" betreiben lassen. Es handelt sich dabei jedoch um andere Konditionen, Paketstufen und Preisen.

Drucker (Pigmenttinte)

Drucker (Tinte)

Multifunktionsdrucker (Pigmenttinte)

Multifunktionsdrucker (Tinte)

Multifunktionsdrucker, A3 (Pigmenttinte)

Seitenpakete bei "Instant Ink" (für Tintendrucker)

  • 10 Seiten: 0,99 Euro (zzgl. ein Euro je weitere 10 Seiten)
  • 50 Seiten: 3,99 Euro (zzgl. ein Euro je weitere 10 Seiten)
  • 100 Seiten: 5,99 Euro (zzgl. ein Euro je weitere 10 Seiten)
  • 300 Seiten: 11,99 Euro (zzgl. ein Euro je weitere 10 Seiten)
  • 500 Seiten: 18,99 Euro (zzgl. ein Euro je weitere 10 Seiten)*1
  • 700 Seiten: 24,99 Euro (zzgl. ein Euro je weitere 15 Seiten)
  • 1.500 Seiten: 49,99 Euro (zzgl. ein Euro je weitere 15 Seiten)*1

Bestellseite alle Drucker für "ReadyPrint Flex" im "Finder"


Vorteile von "Instant Ink" (für Tintendrucker)

  • kompatible Einstiegsdrucker bereits ab 50 Euro
  • fast alle aktuellen A4-Tintendrucker sind kompatibel (keine Mobildrucker)
  • oftmals niedrigste Folgekosten bei niedrigen bis hohen Druckaufkommen
  • besonders faire Regelung für die spätere Verwendung von ungenutztem Seitenkontingent

Nachteile von "Instant Ink" (für Tintendrucker)

  • keine A3-Drucker im Sortiment
  • zusätzliche benötigte Seiten werden nur im Zehnerpack (teilweise 15er-Pack) angeboten, werden jedoch dann übertragen
  • keine zusätzliche Garantie während der Abolaufzeit
Überblick und Details der Tintenabos - 08/2023
bild

Brother
"EcoPro"

bild

Canon
"Pixma Print Plan"

bild

Epson
"ReadyPrint Flex"

bild

HP
"Instant Ink"

TypTintenabo - die Kosten stehen ausschließlich in Abhängigkeit
der Anzahl der gedruckten Seiten
Einführung in Deutschland2023202220202015
Druckermuss selbst erworben werden
ZusatzleistungenGarantie für den eigenen Drucker während der Laufzeit
OptionenLieferung von Normalpapier
(kostenpflichtig)
Verfügbare Seitenpakete50 Seiten
100 Seiten
300 Seiten
500 Seiten
30 Seiten
60 Seiten
100 Seiten
200 Seiten
10 Seiten
30 Seiten
50 Seiten
100 Seiten
300 Seiten
500 Seiten
10 Seiten
50 Seiten
100 Seiten
300 Seiten
500 Seiten
700 Seiten
1.500 Seiten
Angebot für weitere TechnologienEcoPro (S/W-Toner)Instant Ink (S/W-Toner)
Steuerung und Status über eine AppMobile Connect
Android ✓
iOS ✓
Windows ✗
macOS ✗
(nur über Webseite)Smart Panel
Android ✓
iOS ✓
Windows ✗
macOS ✗
Smart App
Android ✓
iOS ✓
Windows ✓
macOS ✓
Informationen
beim Anbieter
BestellseiteBestellseiteBestellseiteBestellseite
Kontingent für 10 Seiten monatlich
Monatsgebühr0,99 Euro0,99 Euro
"idealer" Seitenpreis9,9 Ct.9,9 Ct.
Aufpreis für
zusätzliche Seiten
25,0 Ct.
(je Seite)
10,0 Ct.
(10-Seiten-Schritte)
Kontingent für 30 Seiten monatlich
Monatsgebühr2,99 Euro2,49 Euro
"idealer" Seitenpreis10,0 Ct.8,0 Ct.
Aufpreis für
zusätzliche Seiten
10,0 Ct.
(je Seite)
15,0 Ct.
(je Seite)
Kontingent für 50 Seiten monatlich
Monatsgebühr3,99 Euro3,99 Euro3,99 Euro
"idealer" Seitenpreis8,0 Ct.8,0 Ct.8,0 Ct.
Aufpreis für
zusätzliche Seiten
9,9 Ct.
(10-Seiten-Schritte)
10,0 Ct.
(je Seite)
10,0 Ct.
(10-Seiten-Schritte)
Kontingent für 60 Seiten monatlich
Monatsgebühr4,99 Euro
"idealer" Seitenpreis8,3 Ct.
Aufpreis für
zusätzliche Seiten
10,0 Ct.
(je Seite)
Kontingent für 100 Seiten monatlich
Monatsgebühr5,99 Euro5,99 Euro5,99 Euro5,99 Euro
"idealer" Seitenpreis6,0 Ct.6,0 Ct.6,0 Ct.6,0 Ct.
Aufpreis für
zusätzliche Seiten
9,9 Ct.
(10-Seiten-Schritte)
10,0 Ct.
(je Seite)
10,0 Ct.
(je Seite)
10,0 Ct.
(10-Seiten-Schritte)
Kontingent für 200 Seiten monatlich
Monatsgebühr9,99 Euro
"idealer" Seitenpreis5,0 Ct.
Aufpreis für
zusätzliche Seiten
10,0 Ct.
(je Seite)
Kontingent für 300 Seiten monatlich
Monatsgebühr11,99 Euro11,99 Euro11,99 Euro
"idealer" Seitenpreis4,0 Ct.4,0 Ct.4,0 Ct.
Aufpreis für
zusätzliche Seiten
7,9 Ct.
(10-Seiten-Schritte)
10,0 Ct.
(je Seite)
10,0 Ct.
(10-Seiten-Schritte)
Kontingent für 500 Seiten monatlich
Monatsgebühr18,99 Euro18,99 Euro18,99 Euro
"idealer" Seitenpreis3,8 Ct.3,8 Ct.3,8 Ct.
Aufpreis für
zusätzliche Seiten
7,9 Ct.
(10-Seiten-Schritte)
4,0 Ct.
(je Seite)
10,0 Ct.
(10-Seiten-Schritte)
Kontingent für 700 Seiten monatlich
Monatsgebühr24,99 Euro
"idealer" Seitenpreis3,6 Ct.
Aufpreis für
zusätzliche Seiten
6,7 Ct.
(15-Seiten-Schritte)
Kontingent für 1.500 Seiten monatlich
Monatsgebühr49,99 Euro
"idealer" Seitenpreis3,3 Ct.
Aufpreis für
zusätzliche Seiten
6,7 Ct.
(15-Seiten-Schritte)
Druckerauswahl (Beispiele)
EinstiegsdruckerBrother DCP-J1200W

Brother DCP-J1200W
ab 101 €*2

Canon Pixma TS3550i

Canon Pixma TS3550i
ab 63 €*2

Epson Expression Home XP-2200

Epson Expression Home XP-2200
ab 65 €*2

HP Deskjet 2820e

HP Deskjet 2820e
ab 54 €*2

Einfache
Bürodrucker
Brother MFC-J4340DW

Brother MFC-J4340DW

Canon Pixma TS7750i

Canon Pixma TS7750i

Epson Workforce WF-2960DWF

Epson Workforce WF-2960DWF

HP Officejet Pro 8022eEOL

HP Officejet Pro 8022e

Leistungsfähige BürodruckerBrother MFC-J5740DW

Brother MFC-J5740DW

Epson Workforce Pro WF-4830DTWF

Epson Workforce Pro WF-4830DTWF

HP Officejet Pro 9022eEOL

HP Officejet Pro 9022e

A3
Bürodrucker
Brother MFC-J6940DW

Brother MFC-J6940DW

Epson Workforce WF-7840DTWF

Epson Workforce WF-7840DTWF

Einfache
Fotodrucker
Brother DCP-J1200W

Brother DCP-J1200W

Canon Pixma TS5350i

Canon Pixma TS5350i

Epson Expression Home XP-5200

Epson Expression Home XP-5200

HP Envy Inspire 7220e

HP Envy Inspire 7220e

Hochwertige
Fotodrucker
weitere Druckerim Finderim Finderim Finderim Finder
Garantie für den Druckerja
(während des Abos)
Anschluss über Lan/Wlan mit Internet nötigzwingend
(USB kann zusätzlich genutzt werden)
Automatische Firmwareupdatesnicht nötig
(eventuell initial notwendig)
muss eingeräumt werden
Was zählt als eine Druckseite?
Textseite, Dokumente, Fotos, randlose Fotodas Papierformat (bis A4), der Tintenauftrag sowie die Qualitätseinstellung ist nicht relevant. Jeder Druck zählt als gleichermaßen als eine Seite.
Doppelseitig bedruckte Blätterzählen wie zwei gedruckte Seiten
A3-Seitenzählen wie zwei gedruckte Seitennicht möglichzählen wie zwei gedruckte Seitennicht möglich
Kalibrierungsseite,wird nicht berechnet
Düsentest (aus dem Wartungsmenü)wird nicht berechnet
gestaute Seitenwird (normalerweise) nicht berechnet
Zusätzliche Seiten (Kontingent und "Speicher" überschritten)
Paketgröße10 SeitenEinzelseiten10-15 Seiten
Übertrag von ungenutzten zusätzlichen SeitenVerfallnicht nötig, da Einzelabrechnungja
Ungenutze Seiten (Kontingent nicht ausgenutzt)
zeitlicher Verfall von "ungenutzten" Seitenkeine zeitlicher VerfallNutzung nur im Folgemonat möglichNutzung in zwei Folgemonaten möglichkeine zeitlicher Verfall
Obergrenze von anzusparenden Seitenzweifaches monatliches Seitenkontingent(nicht relevant)dreifaches monatliches Seitenkontingent
Modalitäten
Probemonate2 Monate bei Standardmodellen
4 Monate bei den "e"-Modellen
derzeit keine Aktionaktionsbedingt 3 Monate6 Monate mit HP+ (bei Nutzung der mitgelieferten Tinte)
Mitgelieferte Tinten als Abo-Patronen nutzbarneinjaneinja
Abostartbeim Einsetzen der gelieferten Abo-Patronenbeim Einsetzen von Abo-Patronenbeim Abschluss
(Seiten zählen erst beim Einsetzen der gelieferten Abo-Patronen)
beim Einsetzen von Abo-Patronen
Abo zählt Seiten vom Kontingent... sobald mindestens eine Abo-Patrone installiert ist. Zudem fällt auch ohne Abo-Patronen die monatliche Gebühr an - es werden dann jedoch keine Seiten vom Kontingent genutzt/abgezogen.
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Alle Preise enthalten die derzeit gültige MwSt. und verstehen sich zzgl. Versandkosten. Der Preis sowie die Verfügbarkeit können sich mittlerweile geändert haben. Weiß hinterlegte Preise gelten für ein baugleiches Gerät. Alle Angaben ohne Gewähr.

19.01.24 09:06 (letzte Änderung)
1Besonders hohes Sparpotential für Wenigdrucker
2Abos im Überblick und Empfehlungen
3Kosten der Abos und Pakete im Direktvergleich
Technische Daten

8 Wertungen

 
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