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Brother EcoPro: Tinten- & Tonerabo offiziell vorgestellt

von Ronny Budzinske

Brother führt sein Pendant zu "HP Instant Ink" in Deutschland ein. Geliefert werden Tintenpatronen oder Toner für S/W-Laser - abgerechnet nach Anzahl der gedruckten Seiten. Im Großen und Ganzen entspricht dies weitgehend dem, was man von Canon, Epson & HP her kennt. Als Besonderheit gibt es während der Laufzeit Garantie.

Nach "Instant Ink" von HP, "ReadyPrint Flex" von Epson und dem "Pixma Print Plan" von Canon steigt nun auch Brother mit "EcoPro" in das Geschäft mit Abos für Verbrauchsmaterialien samt festen Seitenkontingenten ein. Nach der Einführung in weiten Teilen Europas im September und in Österreich im Oktober 2022 wird nun auch der deutsche Markt bedient.

Die Besonderheit dieser Angebote ist, dass man Seitenpakete zu festen Preisen bucht und damit drucken kann, was man möchte. Egal ob eine einfache Textseite oder ein vollflächiges Foto, egal ob monatlich eine oder zehn Kartuschen benötigt werden - an den Kosten ändert dies nichts. Man zahlt lediglich für den Drucker selbst, das Papier sowie für den örtlichen Stromversorger. Möglich macht dies eine Überwachung des Druckers über das Internet, wodurch selbstständig der Versand von Tinten- oder auch Tonerkartuschen direkt zum angegebenen Aufstellort veranlasst wird.

Der Wechsel in ein günstigeres Paket mit geringeren Inklusivseiten ist jeweils zum nächsten Abrechnungsmonat möglich, eine Hochstufung mit sofortiger Wirkung. Druckt man dennoch mehr als zunächst gedacht, so zahlt man - je nach Paket - bis zu einem Euro zusätzlich je "angebrochenen" zehn Seiten.

Druckt man dagegen weniger Seiten als das gebuchte Paket hergibt, so kann man die ungenutzten Seiten auch in den nachfolgenden Monaten nutzen. Diese werden in einen "Seitenpool" hinterlegt, welcher der doppelten Anzahl des gebuchten Monatskontingents entspricht. Im 50er-Paket kann man somit 100 zusätzliche Seiten ansparen, die während des Vertrags bleiben und nicht verfallen. Eine ähnlich faire Lösung gibt es auch bei "Instant Ink". Dagegen verfällt bei Epson ungenutztes Druckaufkommen nach spätestens zwei Monaten, bei Canon sogar bereits nach einem Monat.

Garantie während der Laufzeit

Toll ist dagegen, dass man während der gesamten Abo-Laufzeit bei Brother auch eine Garantie auf den Drucker hat. Ohnehin bietet der japanische Hersteller eine marktführende Garantieleistung von drei Jahren auf die nahezu komplette Produktpalette - dazu ist nicht einmal eine Registrierung direkt nach dem Kauf nötig, wie dies bei ausgewählten Druckern der Mitbewerber der Fall ist.

Brother "EcoPro": Vorstellungsvideo.

Tinte im Abo bis zum A3-Format

Genau wie beim Platzhirsch HP ("Instant Ink") und den Nachzüglern Epson ("ReadyPrint Flex") sowie Canon ("Pixma Print Plan") muss ein für "EcoPro" passender Drucker zunächst selbst erworben werden. Das eigentliche Abo kann dann einfach dazugebucht werden.

Bei Brother reichen die Abopakete vom "kleinsten" für monatlich 50 Seiten (rund 4 Euro), über 100er- (rund 6 Euro) und 300er-Paket (rund 11 Euro) bis hoch zum 500 Seiten-Modell für dann knapp 19 Euro. Die "idealen" Seitenpreise liegen bei perfekter Ausnutzung zwischen acht und etwas unter vier Cent je gedruckter Seite. Man sollte jedoch beachten, dass eine Unter- oder Übernutzung den durchschnittlichen Preis zum Teil deutlich erhöhen kann.

Wer sehr wenig druckt, fährt mit den "99 Cent" Modellen von Epson und HP besser. Vieldrucker können bei HP "Instant Ink" mit einem 1.500er Paket effizienter drucken, wenn man in dem Fall jedoch nicht ohnehin besser gleich zu einen Bürodrucker mit Tintentanks, wie den Canon Maxify GX7050 oder den Epson Ecotank ET-5850 greifen sollte.

Für den Start lässt sich "EcoPro" bereits mit einer handvoll Modellen nutzen, die jedoch ein breites Spektrum an Einsatzzwecken ermöglichen. Los geht es mit dem einfachen DCP-J1200W, der Dyefarben verwendet und in der Brother-Flotte am ehesten für den Druck von Fotos auf Glanzpapier geeignet ist. Leider fehlt eine Duplexdruckeinheit.

Bei der Tintendruckerserie um den MFC-J4340DW handelt es sich um einfache Bürotintendrucker mit Simplex-ADF, jedoch mit einer besonders hohen Reichweite und pigmentierten Schwarz- und Farbtinten. Die Folgekosten sind beim Nachkauf der Patronen ohnehin recht günstig, sodass sich ein Wechsel ins Abo vor allem für den Druck von vielen Plakaten oder generell hohem Farbauftrag eignet.

Spannend wird es mit der J5000er- und J6000er-Serie. So kann der MFC-J5740DW auch bis zum A3-Format drucken, der MFC-J6940DW ist zusätzlich in der Lage in A3 zu scannen und somit auch im Überformat zu kopieren.

Tintenabos für A3-Drucker bietet neben Brother auch Epson an. Bei HP und auch Canon sind nur passende A4-Drucker im Portfolio. Der Druck in A3 wird generell mit zwei Seiten vom Kontingent abgezogen oder auch wie der Druck von zwei Seiten berechnet. Die durchschnittlichen Seitenkosten sind somit doppelt so hoch und liegen bei einem voll ausgenutzten Paket darüber hinaus bei höchstens 20 Cent - dafür kann dann aber auch ein vollflächiges Plakat gedruckt werden.

EcoPro-Tintendrucker mit dem "E"

Mit der Einführung von "EcoPro" in Deutschland hat Brother vier neue Tintendrucker vorgestellt - so z.B. den DCP-J1200WE. Technisch gesehen handelt es sich bei diesem Beispiel um das gleiche Gerät, wie beim DCP-J1200W mit derselben UVP. Der Unterschied besteht jedoch in drei Punkten.

  • Beim Start eines Abos werden die mitgelieferten (und somit auch bezahlten) Tintenpatronen sofort verwendet.
  • Die beim Kauf mitgelieferten Tintenpatronen sind deutlich kleiner und reichen jeweils für rund 350 bis 400 Seiten
  • Beim Start eines Abos sind die ersten vier Monate kostenfrei (zwei Monate bei den anderen Modellen).

Weitere Einschränkungen soll es nicht geben. So ist das "E" hier außdrücklich nicht mit dem "e" für "HP+"-kompatible Drucker verwandt, die den Anwender zu einer stetigen Onlineverbindung und zur Nutzung von ausschließlich Originaltinte zwingen. Die Brother-Drucker kann man mit Abo nutzen und nur dann ist eine Internetverbindung notwendig.

Wer sehr viel druckt, kann in einem "großen" Abopaket mit zwei zusätzlichen Freimonaten Geld sparen. Bei einer geringen bis mäßigen Nutzung empfiehlt sich dagegen das Standardmodell mit einem "größeren" Tinten-Lieferumfang. Bei diesem geht das Abo frühestens dann los, wenn Brother die "EcoPro" fähigen Tintenkartuschen geliefert und spätestens wenn man diese auch eingesetzt hat.

Insgesamt ist es aus Effizienzgründen ratsam, ein "EcoPro"-Abo erst kurz vor dem Ende der ersten Tintenpatrone abzuschließen, damit man diese bereits bezahlte Kartusche nicht in einem kostenpflichtigen Abo nutzt - auch die kostenlose Probelaufzeit lässt sich somit nach hinten schieben.

Brother "EcoPro" für Farbtinte

A4

A3

Tonerabo für S/W-Laser

Eine weitere Möglichkeit zur Nutzung eines Abos gibt es bei Brother mit einem Tonerabo. Anwendbar ist dieses für die aktuelle und weit verbreitete L2000er Monolaser-Serie. Das reicht vom einfachen Drucker ohne Scanner HL-L2350DW bis hin zum 4-in-1 MFC-L2750DW mit schnellem Dual-Duplex-ADF. Für Farblaser gibt es leider kein Abo. Ein vergleichbares Abo bietet neuerdings auch HP mit ("Instant Ink für Toner") an.

Tariflich gibt es jedoch Unterschiede. Während die Anzahl der zu druckenden Seiten dem entspricht, was mit einem Tintendrucker möglich ist, wird es preislich etwas günstiger.

Das 50er-Paket kostet mit rund zwei Euro etwa die Hälfte, wodurch sich ein Seitenpreis bei idealer Ausnutzung von rund vier Cent ergibt - das ist nicht sonderlich günstig. Man sollte auch beachten, dass eine "kleine" TN-2410 Tonerkartusche für 1.200 Seiten im Handel schon für deutlich unter 50 Euro zu haben ist und bei der Taktung problemlos für zwei Jahre hält. Im Unterschied zu Tintendruckern ist die Deckung eines S/W-Lasers in aller Regel geringer und nur selten besonders flächig.

Zwar zieht sich der Preisvorteil auch bei den größeren Paketen durch, jedoch bleibt es auch beim 100er-Paket für dann vier Euro beim gleichen Seitenpreis. Erst mit dem 300er-Abo (elf Euro) wird es etwas günstiger und beim 18 Euro teuren 500-Seiten-Paket landet man noch immer bei recht hohen 3,6 Cent je gedruckter Seite.

Auch hier gilt, dass der tatsächliche Seitenpreis deutlich höher ausfallen kann. Nutzt man das größte Paket nur mit durchschnittlich 400 Seiten im Monat, so errechnet sich ein Seitenpreis von 4,5 Cent. Bei einer Übernutzung von 600 Seiten sind es auch noch 4,3 Cent - Tendenz steigend in Richtung der Grenzkosten von üppigen acht Cent je Seite.

Brother "EcoPro" für schwarzen Toner

S/W-Drucker (Laser/LED)

S/W-Multifunktionsdrucker (Laser/LED)

Brother EcoPro-Tarife für Deutschland (Seitenpreise bei idealer Ausnutzung)
Brother DCP-J1200W

für Tintendrucker
(Tintenabo)

Brother MFC-L2750DW

für S/W-Laser
(Tonerabo)

Monatspakete
50 Seiten im Monat3,99 €
(8,0 Ct je Seite)
1,99 €
(4,0 Ct je Seite)
100 Seiten im Monat5,99 €
(6,0 Ct je Seite)
3,98 €
(4,0 Ct je Seite)
300 Seiten im Monat11,99 €
(4,0 Ct je Seite)
10,99 €
(3,7 Ct je Seite)
500 Seiten im Monat18,99 €
(3,8 Ct je Seite)
17,99 €
(3,6 Ct je Seite)
Weitere Konditionen und Bedingungen
geeignet fürS/W-Dokumente, Farbdokumente, FotosS/W-Dokumente
Farb-Drucker
Farb-MultifunktionA4 und A3
S/W-Drucker(mit Farbdrucker)A4
S/W-Multifunktion(mit Farbdrucker)A4
Preis für Folgeseiteim 50er, 100er-Paket: 99 Ct für 10 Seiten (10 Ct/Seite)
im 300er, 500er-Paket: 79 Ct für 10 Seiten (8 Ct/Seite)
Übertragbis zur 2-fachen Menge des Monatspakets
(verfällt nicht)
© Druckerchannel (DC)

EcoPro (Informationen bei Brother.de)

24.01.23 12:05 (letzte Änderung)

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