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HP Instant Ink: Preisanpassungen und Wegfall des Gratis-Tintenabos bei HP

von Ronny Budzinske

Seit Anfang Oktober werden Instant-Ink-Kunden über Änderungen der Tarife informiert. Spätestens mit Wirkung zu 2021 entfällt der Gratis-Tarif. Spürbar teurer wird es für Kunden, die mehr als 300 Seiten drucken. Insbesondere für Wenigdrucker gibt es auch Vorteile.

Nach fünfeinhalb Jahren am Markt gibt es erstmals Preisanpassungen bei HPs Tinten-Abo-Dienst "Instant Ink". Zwischenzeitlich kamen lediglich neue Tarife für höheres Druckvolumen und das beliebte Gratis-Abo für monatlich 15 Seiten dazu. In Kürze werden einige Tarife im Preis angehoben (darunter der Gratis-Tarif), neue Tarife eingeführt aber im Gegenzug auch das Übertragen von ungenutztem Druckvolumen großzügiger gehandhabt.

Was ist Instant Ink?

Bei "Instant Ink" handelt es sich um einen Tinten-Abo, der für fast alle aktuellen Deskjet-, Officejet- und Envy-Drucker mit Netzwerkfunktion abgeschlossen werden kann. Es gibt Abos ab einem Euro (15 Seiten) bis hin zu 50 Euro für dann 1.500 Seiten in jedem Monat. Innerhalb von diesem Kontingent können Texte, Grafiken oder auch Fotos gedruckt werden. Relevant sind nicht die verbrauchten Kartuschen, sondern ausschließlich die gedruckten Seiten. Die Tinte wird von HP bei Bedarf automatisch und ohne weitere Kosten versendet. Dazu wird der Tintenstand des Druckers über das Internet überwacht.

Was ändert sich?

Insgesamt ist die neue Tarif-Struktur etwas übersichtlicher als bisher. So wird der Gratis-Tarif komplett entfallen, in dem monatlich bis zu 15 Seiten ohne Kosten genutzt werden konnten. Abweichend zu den anderen Tarifen konnte man jedoch keine ungenutzten Seiten in den Folgemonat(en) übertragen und von einem höherwertigen Tarif in diesen wechseln.

Neuer 15-Seiten Tarif

Im Gegenzug gibt es einen "neuen" 15-Seiten-Tarif für monatlich rund einen Euro. Wie in allen Tarifen nach der Umstellung kann man dann bis zur dreifachen Seitenanzahl aufsparen (hier 45 Seiten) und dann nach drei Monaten kompletter Druckpause im vierten Monat zusätzlich nutzen. Bisher konnte man nur die zweifache Menge aufsparen. Wer mal mehr druckt als das Kontingent hergibt, zahlt für jeweils "angebrochene" zehn Seiten einen Euro zusätzlich.

Wenig Änderungen bei 50 und 100 Seiten monatlich

Keine Änderungen beim Grundpreis gibt es bei den mittleren Tarifen für 50 Seiten (rund drei Euro monatlich) und 100 Seiten (rund fünf Euro monatlich). Beim letzteren bekommt man jedoch für einem Euro zusätzlich nun ebenfalls zehn statt bisher 15 Seiten.

Teurere 300- und 700-Seiten Tarife

Deutlich teurer werden jedoch die bisher "größten" Pakete mit 300 Seiten monatlich, der nun statt rund zehn Euro auf zwölf Euro springt. Das ist eine Anhebung beim Seitenpreis um 20 Prozent bei optimaler Ausnutzung. Noch teurer wird der 700-Seiten-Tarif. Anstatt bisher 20 Euro wird dann ein Viertel mehr und damit rund 25 Euro monatlich fällig.

Wer mehr druckt, bekommt in beiden Tarifen nun statt bisher 20 Seiten für einem Euro nur noch zehn Seiten.

Neue Tarife für 500 und 1.500 Seiten

Gleichzeitig wird es auch zwei neue Tarife für monatlich 500 und 1.500 Seiten geben. Diese werden auf der Instant-Ink-Seite (wahrscheinlich für eine bessere Übersichtlichkeit) nicht vermarktet. Ein Wechsel von einem der anderen Pakete ist jedoch problemlos möglich.

Der neue 500-Seiten-Tarif wird rund 19 Euro kosten, der nun "größte" 1.500-Seiten-Tarif wird mit monatlich 50 Euro berechnet. Im Idealfall lassen sich somit Seitenpreis von rund 3,3 Cent erreichen - das sind noch immer gut 17 Prozent teurer als im bisherigen 700-Seiten-Tarif.

Zu teuer im Vergleich?

Selbst für Vieldrucker erscheinen fast 600 Euro für bis zu 18.000 Seiten im 1.500er-Paket nicht ganz wenig. So hat der Konkurrent Epson mit dem Tarifmodell ReadyPrint Ecotank ein Modell für unbegrenztes Druckvolumen für nur 15 Euro monatlich. Im Gegensatz zu HP muss bei Epson der Drucker für eine einmalige Aktivierungsgebühr von 130 Euro gemietet werden. Dafür muss auch kein Drucker gekauft werden. Dazu sollte jedoch nicht unerwähnt bleiben, dass man dann nur das Mittelklasse-Modell Ecotank ET-4750 enthält, welches im Farbdruck recht langsam ist und keinen Duplex-Scan unterstützt. Diesen würde man bei HP mit dem Officejet 9010 erhalten, der im Handel für unter 200 Euro zu haben ist.

Änderung der Instant-Ink-Konditionen ab November 2020
Monatspreis
(bisherige Kondition)
Preis je Seite,
idealisiert (Änderung)
Weitere Seiten
für 1 Euro
Seiten-Übertrag
15 Seiten0,99 €
(kostenlos)
6,6 Ct.
(+6,6 C.t)
10 Seiten
(unverändert)
45 Seiten
(keine)
50 Seiten2,99 €
(unverändert)
6,0 Ct.
(unverändert)
10 Seiten
(unverändert)
150 Seiten
(100 Seiten)
100 Seiten4,99 €
(unverändert)
5,0 Ct.
(unverändert)
10 Seiten
(15 Seiten)
300 Seiten
(200 Seiten)
300 Seiten11,99 €
(9,99 €)
4,0 Ct.
(3,3 Ct. / +20%)
10 Seiten
(20 Seiten)
900 Seiten
(600 Seiten)
500 Seiten
(nicht bei Neuabschluss)
18,99 €
(Neu)
3,8 Ct.
(Neu)
10 Seiten
(Neu)
1.500 Seiten
(Neu)
700 Seiten24,99 €
(19,99 €)
3,6 Ct.
(2,9 Ct. / + 25%)
15 Seiten
(20 Seiten)
2.100 Seiten
(1.400 Seiten)
1.500 Seiten
(nicht bei Neuabschluss)
49,99 €
(Neu)
3,3 Ct.
(Neu)
15 Seiten
(Neu)
4.500 Seiten
(Neu)
© Druckerchannel (DC)

Ab wann greifen die Änderungen als Bestandskunde?

Für den derzeitigen Gratistarif gilt laut AGB eine Kündigungsfrist von 60 Tagen nach Ankündigung. Bis Anfang November 2020 sollten alle Kunden mit der turnusmäßigen Abrechnung über die neuen Tarife informiert und dann im übernächsten Monat umgestellt werden. Spätestens Anfang 2021 ist dann Schluss.

Die Tarife mit monatliche Gebühr (50, 100, 300 oder 700 Seiten) werden nach Ankündigung (in der Oktober-Rechnung) im darauffolgenden Monat (November) umgestellt.

Zu beachten ist, dass die Abrechnung der gedruckten Seiten immer rückwirkend passiert. Für den Gratis-Tarife fallen somit beispielsweise erst in der im Februar erscheinenden Rechnung Gebühren an.

Kündigung oder Wechsel jederzeit möglich

Wer mit den neuen Tarifen nicht einverstanden ist, oder in einen günstigeren Tarif wechseln möchte, kann dies monatlich mit Wirkung zum nächsten Abrechnungstermin tun oder entsprechend kündigen.

Bis wann kann ich noch die "alten" Tarife buchen?

Die bisherigen Tarife*1 lassen sich derzeit noch buchen. Die Umstellung auf die neuen Preismodelle sollte dann ebenfalls mit Wirkung von einem oder zwei Monate wirken.

HP "Instant Ink" bestellen*1

Vergleich: HP Instant Ink vs. Epson Readyprint Flex für Wenigdrucker

Aktualisiert am 5.11.2020

Mittlerweile sind die alten Tarife auch für Neukunden nicht mehr bestellbar.

*1
Provisionslink: Wir erhalten bei einer Vermittlung zum Kauf eine Provision vom Anbieter. Für den Käufer entstehen dabei keine Mehrkosten. Alle Angaben ohne Gewähr. Preise inkl. MwSt. und zzgl. Versandkosten. Der Preis kann mittlerweile höher sein. Weiß hinterlegte Preise gelten für ein baugleiches Modell.
03.02.21 08:51 (letzte Änderung)

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