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HP Instank Ink 2022/02: Preiserhöhungen bei einigen Tintenabo-Tarifen

von Ronny Budzinske

Nutzer von HP Instant Ink für Tintendrucker werden derzeit über "Preisanpassungen" informiert. Teurer werden die Abos für monatlich 50 und 100 Seiten. Der 99-Cent-Einstiegstarif bleibt, beinhaltet jedoch ein Drittel weniger Seiten. Bei den "großen" Tarifen ab 700 Seiten wird lediglich die Überschreitung des Kontingents teurer.

Seit der Vorstellung von HPs Tintenlieferdienst "Instant Ink" im Jahr 2015 hat sich viel getan. Mittlerweile sind so gut wie alle A4-Tintendrucker kompatibel und erlauben den Druck zu moderaten Kosten. Bezahlt wird nicht nach verbrauchter Tinte, sondern nach der Anzahl der gedruckter Seiten - egal ob S/W-Text oder Farbfoto.

Mit der Einführung der Monatspakete von 500 und 1.500 Seiten Ende letzten Jahres gab es erstmals auch eine Preiserhöhung bei den Tarifen ab monatlich 300 Seiten für Vieldrucker.


Preiserhöhungen beim 50- und 100-Seiten-Paket

Im Gegensatz zu den "Preisanpassungen" mit Wirkung zum Jahr 2021 geht es nun den Tarifen bis zu 100 Seiten monatlich an den Kragen.

Diese wurden damals nicht angefasst und waren seit der Einführung von Instant Ink preisstabil. Eine Ausnahme war der ehemalige Gratistarif, der für Bestandskunden jedoch auch jetzt weiterhin unverändert gelten wird.

Bereits seit dem vergangenen Wochenende informiert HP seine "Instant Ink"-Kunden über die neue Tarifstruktur. Die Anpassungen gelten dann für die darauffolgende Nutzungsperiode - in etwa ab Mitte Februar bis März 2022.

Im Detail verteuert sich das 50-Seiten-Paket um einen Euro monatlich auf dann 3,99 Euro - das entspricht einem höheren Seitenpreis von rund einem Drittel. Gleichfalls um einen Euro teurer wird das 100-Seiten-Paket auf dann 5,99 Euro monatlich.

Bei den größeren Tarifen bleibt alles beim Alten. Abgesehen vom Fakt, dass zusätzlich genutzte Seiten nun durchgehend ein Euro je 10 Blatt kosten werden. Ungeachtet davon kann man jedoch weiterhin ungenutzte Seiten ansparen und in die Folgemonate übertragen. Einmalige Spitzen mit einem hohen Druckvolumen kann man somit kostenneutral ausgleichen, wenn sonst zuvor weniger gedruckt wurde, als das Paket eigentlich hergibt.

99-Cent-Tarif mit weniger Inklusivseiten

Der Einstieg in die Welt von "Instant Ink" geht weiterhin bei knapp einem Euro monatlich los. Wer bisher im Schnitt nicht mehr als zehn Seiten im Monat druckt, für den gibt es keine Änderungen. Bisher konnte man jedoch 15 Seiten im gleichen Zeitraum drucken. Bei Idealer Ausnutzung entspricht dies somit einer Erhöhung des Seitenpreises um 50 Prozent.

Gute Bürotintendrucker im Segment bis 200 Euro drucken einfache Farbdokumente nominal im Bereich von sechs bis neun Cent je Seite.

Gratistarif für Bestandskunden bleibt

Bis zum Herbst 2020 gab es zudem einen Gratistarif, in dem man ohne Kosten dauerhaft bis zu 15 Seiten monatlich drucken konnte. Zwar wollte man die Kunden mit der letzten "Preisanpassung" in den 99-Cent-Tarif überführen, jedoch zog HP diese Entscheidung nach Protesten zurück.

Kunden, die noch immer in diesem Tarif sind, zahlen auch weiterhin keine monatliche Gebühr. Spätestens beim Wechsel des Druckers oder beim zeitweiligen Wechsel in einen höheren Tarif entfällt jedoch der Anspruch in diesen Tarif zurückzukehren.

"Instant Ink" für Toner

Seit April 2021 gibt es auch für ausgewählte S/W-Laserdrucker ein "Instant Ink" Abo mit etwas abweichenden Tarifen und Konditionen. Diese bleiben bei der aktuellen Preisanpassung komplett außen vor.

Tintenabo nun zu teuer?

Wer die Preiserhöhungen oder die Änderung der Konditionen nicht mitgehen möchte, der kann sein "Instant Ink"-Abo mit Wirkung zur nächsten Abrechnungsperiode kündigen. Zu beachten ist jedoch, dass man dann wieder "normale" Patronen einsetzen muss. Kunden vom "HP+"-Programm müssen sich dann zwangsläufig Originaltinte selbst besorgen. Auch ohne "HP+" sorgt die Funktion "dynamische Sicherheit" dafür, dass HP Fremdpatronen fortlaufend sperrt, wenn diese keine originalen Chips von HP enthalten.

Stellungnahme von HP

Die Verteuerung der kleineren Abopakete kommt nicht gänzlich überraschend. Im aktuellen Marktumfeld mit Lieferschwierigkeiten bei Druckern und Verbrauchsmaterialien werden viele Tinten und Toner teuer. Zudem ist dies die erste Preiserhöhung nach langer Zeit. Noch immer lässt sich zumindest für knapp unter zehn Cent je Seite drucken.

Der Druckerhersteller teilte uns dazu auf Anfrage mit:HP überprüft seine Preisgestaltung regelmäßig und nimmt Anpassungen vor, die sich an den Marktbedingungen orientieren. Dabei stehen die Bedürfnisse unserer Kunden natürlich immer im Vordergrund.


"ReadyPrint Flex" als Alternative

Durch die neuerliche Anpassung bei HP wird das Konkurrenzmodell von Epson namens "ReadyPrint Flex" preislich attraktiver. Als Nachteil ist die Druckerauswahl jedoch deutlich geringer - immerhin kann man einige A3-Bürodrucker verwenden. Es ist jedoch davon auszugehen, dass man zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls an der Preisschraube drehen wird.

Dazu teilte man uns auf Anfragt mit:Aktuell sind bei Epson keine Preiserhöhungen geplant.


Büro-Tintentankdrucker

Insbesondere für die großen Pakete sind auch Büro-Tintentankdrucker, wie der Canon Maxify GX6050, GX7050, Epson Ecotank ET-5800 und ET-5850 interessant.

Die Marktpreise solcher Systeme liegen zwischen 400 und 1.000 Euro und sollten sich schon in wenigen Jahren amortisieren - wenn man das 1.500er-"Instant Ink"-Paket mit jährlichen Kosten von 600 Euro zugrunde legt.

Für die Tintenflaschen der Tanker sollten bei gleichem Druckaufkommen (18.000 Seiten) in dem Zeitraum kaum mehr als 200 Euro zu zahlen sein.

Zusammenfassung: Neue "Instant Ink"-Tarife für Tintendrucker

Preiserhöhungen gibt es für die gängigen Volumenpakete mit 50 oder 100 Seiten monatlich. Eine Leistungsverschlechterung erfährt das bisherige 15-Seiten-Modell. Abonnenten ab 700 Seiten monatlich zahlen nun für zusätzlich genutzte Seiten mehr. Im Schnitt sind das dann happige zehn Cent je Seite - statt bisher 6,7 Cent.

Für Neukunden gelten diese ab Februar, für Bestandskunden beginnend mit der nächsten Abrechnungsperiode ab ca. Mitte Februar 2022. Man wird dazu explizit per E-Mail informiert.

Instant-Ink-Konditionen ab Februar 2022 (Veränderungen in Klammern)
MonatspreisPreis je Seite,
idealisiert
Weitere Seiten
für 1 Euro
Seiten-Übertrag
10 Seiten
(bisher 15 Seiten)
0,99 €9,9 Ct.
(bisher 6,6 Ct.)
10 Seiten30 Seiten
(bisher 45 Seiten)
50 Seiten3,99 €
(bisher 2,99 €)
8,0 Ct.
(bisher 6,0 Ct.)
10 Seiten150 Seiten
100 Seiten5,99 €
(bisher 4,99 €)
6,0 Ct.
(bisher 5,0 Ct.)
10 Seiten300 Seiten
300 Seiten11,99 €4,0 Ct.10 Seiten900 Seiten
500 Seiten*118,99 €3,8 Ct.10 Seiten1.500 Seiten
700 Seiten24,99 €3,6 Ct.10 Seiten
(statt 15 Seiten)
2.100 Seiten
1.500 Seiten*149,99 €3,3 Ct.10 Seiten
(statt 15 Seiten)
4.500 Seiten
© Druckerchannel (DC)

Tintenabos für Wenigdrucker im Vergleich (Preise für HP noch nicht angepasst)

"Instant Ink" für S/W-Laser (Toner)

*1
Dieser Tarif wird für Neukunden nicht vermarktet. Man kann jedoch jederzeit als Bestandskunde in diesen Tarif wechseln.
20.01.22 10:40 (letzte Änderung)

2 Wertungen

 
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