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Druckertest Brother DCP-9017CDW und HP Color Laserjet Pro M274n: Verbrauchsmaterialien und Druckkosten

von Martin Neumann
Hinweis: Für mindestens einen erwähnten Drucker ist ein Nachfolger "HP Color Laserjet Pro M254-Serie, MFP M280nw und M281-Serie" verfügbar.

Die Verbrauchsmaterialien der beiden Testgeräte Brother DCP-9017CDW und HP Color Laserjet Pro MFP M274n unterscheiden sich stark. Beim Brother-MFP muss man den Toner selbst, die Bildtrommeln, die Transfereinheit und den Resttonerbehälter austauschen, beim HP nur die vier Kombikartuschen. Das reduziert zwar die Anzahl an Verbrauchsmaterialien drastisch, allerdings wandert bei jedem Tonertausch auch die Bildtrommel in den Müll. Beim Brother erstmal nur die Tonerbehälter, die weiteren Verbrauchsmaterialien haben eine deutlich höhere Reichweite.

Eines haben die beiden Geräte gemeinsam: Sehr hohe Folgekosten. Auch wenn man beim Neukauf erst einmal spart, kosten neue Toner viel Geld. So zahlt man beim HP nach bereits 700 gedruckten Farbseiten*1 (dann ist der Startertoner verbraucht) 300 Euro für einen neuen Satz Kartuschen. Etwas günstiger kommt man mit dem Brother weg, zudem sind die mitgelieferten Kartuschen mit 1.000 Seiten etwas ausdauernder.

Verbrauchsmaterialien des Brother DCP-9017CDW

Insgesamt sieben Verbrauchsmaterialien muss man beim Brother mehr oder weniger regelmäßig austauschen. Die farbigen Tonerkartuschen sind in zwei größen Verfügbar. Die Standardkartuschen reichen für 1.400 Seiten, mit den voll gefüllten Kartuschen kommt man 2.200 Normseiten weit. Die Schwarzkartusche reicht für 2.500 Seiten. Die Bildtrommel ist alle 15.000 Seiten auszutauschen, Transfereinheit und Resttonerbehälter halten 50.000 Seiten durch.

materialinfo:FEHLER


Verbrauchsmaterialien des HP Color Laserjet Pro M274n

Beim HP-Drucker muss man lediglich die Tonerkartuschen wechseln, da die Bildtrommeln in diese integriert sind (All-in-one-Kartusche). Auch der Resttonerbehälter befindet sich in diesen Kombikartuschen - somit müssen User auch nur diese vier Kartuschen nachkaufen, sobald sie leer sind. Dadurch wandern bei jedem Tonertausch auch die Bildtrommel mit in den Müll. Insbesondere bei den gering befüllten Standardkartuschen mit einer Normreichweite von 700 Seiten ist dieses Vorgehen nicht ökologisch.

Wenn eine Tonerkartusche leer ist, kann der Nutzer entscheiden, ob er weiterdruckt. Im Test verblassten die Ausdrucke schon kurz nach der Meldung - daher ist ein Weitermachen nur in den dringensten Fällen ein Option. Damit überlässt HP dem Nutzer die Entscheidung - was ein Risiko für ihn ist, da er dann selbst für den Zustand der Drucke verantwortlich ist und selbst überprüfen muss, ob Farbausfälle stattfinden.

materialinfo:FEHLER

Die Druckkosten

Bei diesen Druckern von Brother und HP zeigt sich: Wer am Kaufpreis spart, zahlt oft hinterher mehr. Beide Geräte drucken ziemlich teuer - so teuer, dass die Druckkosten in beiden Fällen das stärkste Argument gegen den Kauf eines der beiden Multifunktionsgeräte ist. Bei beiden Laser-MFPs im Test kostet ein Satz neuer Toner mehr als das eigentliche Gerät - und der wird bei normalem Gebrauch schon nach ein paar Wochen fällig. Tintendrucker weisen hier oft ein besseres Verhältnis auf, besonders im Preissegment um die 300 Euro.

Deswegen sollten sich Interessenten den Kauf eines preisgünstigen Laserdruckers gut überlegen. Vergleichbare Tintendrucker bieten oft sogar noch mehr Funktionen und arbeiten viel sparsamer. Nur mehr als doppelt so teure Laser-MFPs wie der Kyocera Ecosys M6026cdn können mit der Tintenkonkurrenz gerade noch mithalten. Der Kyocera-MFP kostet knapp 870 Euro (UVP).

Druckkostenanalyse 07/2026*2
Seitenpreis mit
'Schwarzanteil aus ISO-Farbdokument'*3 (25.000 Seiten)
Seitenpreis mit
'ISO-Farbdokument'*4 (25.000 Seiten)
   
Referenzmodell: Epson Workforce Pro WF-5620 (TINTE)
 
 
1,6 ct
 
 
7,2 ct
Referenzmodell: Kyocera Ecosys M6026cdn (LASER)
 
 
1,7 ct
 
 
10,3 ct
Referenzmodell: HP Officejet Pro 8720 (TINTE)
 
 
2,2 ct
 
 
10,5 ct
Brother DCP-9017CDW
 
 
3,7 ct
 
 
19,6 ct
HP Color Laserjet Pro MFP M274n
 
4,2 ct
 
22,0 ct
© Druckerchannel

*1
Die 700 Seiten entsprechen der ISO-Norm. Im alltäglichen Druck könnten es auch deutlich weniger Seiten sein.
*2
Diese Tabelle wird automatisch aktualisiert.

Preise

Alle Preise sind Preisempfehlungen der Hersteller (UVP).

Kosten & Starterreichweite

In die Druckkosten kalkulieren wir anteilig verbrauchte Materialien auch nur anteilig hinein. Weiterhin berücksichtigt Druckerchannel die Starterreichweiten - diese werden vom Druckvolumen abgezogen und reduzieren somit die durchschnittlichen Seitenkosten.

*3
Schwarzanteil aus ISO-Farbdokument (ISO/IEC 24712 (nur SW)): Mit diesem fünfseitigen Dokument sind Tintendrucker und Farblaser getestet.
*4
ISO-Farbdokument (ISO/IEC 24712): A4-Farbdokument (fünfseitig) auf Normalpapier in Standardqualität.
Dieser Artikel wurde ohne generative KI erstellt.
05.09.16 09:12 (letzte Änderung)
1Preiswerte Laser-MFPs - mit richtig teurem Toner
2Verbrauchsmaterialien und Druckkosten
3Die Druckgeschwindigkeiten
4Die Druckqualität bei Texten
5Die Druckqualität bei Grafiken
6Die Druckqualität bei Fotos
7Die Scanner: Bedienung, Qualität und Geschwindigkeiten
8Kopieren: Geschwindigkeiten und Qualität
9Die Bedienung: Druckertreiber und Touchscreen
Technische Daten & Testergebnisse

11 Wertungen

 
1

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Alle Preise enthalten die derzeit gültige MwSt. und verstehen sich zzgl. Versandkosten. Der Preis sowie die Verfügbarkeit können sich mittlerweile geändert haben. Weiß hinterlegte Preise gelten für ein baugleiches Gerät. Alle Angaben ohne Gewähr.

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