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Test HP Officejet Pro X576dw MFP (Update mit Serienmodell): Laser-Killer

von Florian Heise
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Tintendrucker arbeiten mit angezogener Handbremse, denn der Druckkopf muss sich für jede Druckzeile übers Papier hin und her bewegen. Diese Bremse hat HP gelöst und zeigt Drucker und Multifunktionsgeräte mit beeindruckendem Tempo.

Hinweis: Für mindestens einen in diesem Artikel erwähnten Drucker ist ein Nachfolger "Druckertest: HP Pagewide Pro 477dw" verfügbar.

Vor rund einem Jahr hat Lomond mit dem Evojet Office (Memjet) einen Drucker mit A4-breitem Druckkopf und extrem hoher Geschwindigkeit auf den Markt gebracht. Nun folgt HP mit vier Modellen, die Anfang 2013 auf den Markt kommen sollen. Anders als bei Lomond punkten die Geräte mit umfangreicher Ausstattung und es sind auch Multifunktionsvarianten verfügbar:

Im Test hat Druckerchannel ein Vorserienmodell (mittlerweile das serienreife Modell) des Officejet Pro X576dw, der als Multifunktionsgerät drucken, scannen, kopieren und faxen kann. Die Ausstattung ist gut: Der duplexfähige Dokumenteneinzug nimmt bis zu 50 Blatt Papier entgegen. In die Papierschublade passt ein komplettes Ries (500 Blatt), an der linken Seite gibt es einen zusätzlichen Einzug für 50 Blatt. Dank des großen Touchscreens und der übersichtlichen Menüstruktur ist die Bedienung am Gerät besonders einfach - so lassen sich auch umständlichere Aufgaben, wie etwa "einseitige Vorlagen doppelseitig kopieren" mit wenigen Fingertipps erledigen. Bei vielen anderen Geräten sind solche Aufgaben zwar auch möglich, werden aber in der Regel nicht genutzt, weil der Anwender sie nicht findet oder nicht versteht.

Test des Serienmodells: Weniger Streifenbildung als beim Vorserienmodell.

Die Innovation bei den neuen Modellen steckt im Druckkopf: Der muss sich nicht mehr hin und her bewegen, um die Tintentropfen aufs Papier zu bringen, denn er ist so breit wie ein A4-Blatt. Das erhöht das Drucktempo um ein Vielfaches - im Idealfall waren es bei uns im Testlabor bis zu 75 Seiten, die der Officejet pro Minute bedruckte. Die ISO-Geschwindigkeit liegt bei immer noch extrem schnellen 42 ppm in S/W und Farbe. Das maximale Tempo von Tinten-Multifunktionsgeräten lag bislang bei 21 S/W- und 18 Farbseiten pro Minute.

Das macht die Konkurrenz

Ein ähnlich schnelles Tempo wie die Officejet Pro X-Modelle kann nur der Lomond Evojet Office vorlegen, dessen Ausstattung indes zu wünschen übrig lässt. Zudem gibt es ihn bislang nicht als Multifunktionsgerät.

Mehr als doppelt so schnell, nämlich 100 ppm, soll der Brother-Tintendrucker werden, der schon seit längerem angekündigt ist und im November 2012 auf den Markt kommen soll. Der kann allerdings ausschließlich in schwarz drucken und eine Multifunktionsvariante gibt es, wie bei Lomond, nicht.

Druckerchannel-Fazit

Fünf Jahre hat es gedauert, bis sich HP dazu durchgerungen hat, die HP-Edgeline-Technologie*1 in einem "bezahlbaren" Multifunktionsgerät unterzubringen. "Bezahlbar" bedeutet hier rund 850 Euro für das getestete Top-Modell HP Officejet Pro X576dw. Farblaser-Multifunktionsgeräte, die um die 40 Seiten pro Minute bedrucken, kosten mindestens das Vierfache.

Die HP Officejet Pro X-Serie druckt extrem schnell. Auch die Unterhaltskosten bewegen sich nochmals deutlich unter den bislang günstigsten Tintenmultifunktionsgeräten (HP Officejet Pro 8600 und Epson Workforce Pro).

Für jeden, der professionell arbeitet, können die Pro-X-Modelle eine lohnende Anschaffung sein. Die Geräte fühlen sich im Einzelbüro großen Druckjobs genauso gewachsen, wie den Anforderungen von bis zu zehn Mitarbeitern im Arbeitsteam. Selbst wenn er mit einem Druckjob beschäftigt ist, steht er parallel für Scan- und Faxarbeiten bereit. Das hohe Drucktempo erreicht in dieser Preisklasse kein Tinten- oder Laser-Multifunktionsgerät. Beim Kopieren und Scannen erreicht er keine Temporekorde, liegt aber auch hier über dem Niveau seiner Konkurrenten.

Das ist positiv aufgefallen

  • Extrem schneller Druck in S/W und Farbe
  • scannen per "Webscan"
  • professionelles Printer-Management über den Webserver. So kann man zum Beispiel das Kopieren in Farbe verbieten oder den Druck vom USB-Stick unterbinden
  • hohe Patronenreichweiten mit 9.200 S/W- und 6.600 Farbseiten
  • niedrige Druckkosten
  • 500-Blatt-Papierkassette, auf 1.000 Blatt erweiterbar
  • sehr einfache Bedienung über 4,3-Zoll großes Touchscreen
  • keine Lüftergeräusche wie beim Laser
  • keine weiteren Verbrauchsmaterialien außer den vier Tintenpatronen
  • Duplexer wendet Papier intern
  • face-down-Ablage wie bei einem Laserdrucker (mit korrekter Sortierung)

Das ist negativ aufgefallen

  • Beim Kopieren vergleichsweise langsam
  • arbeitet recht laut
  • Webscan ist standardmäßig deaktiviert - Aktivierung ist umständlich
  • kein Randlosdruck
  • kein CCD-Scanner
  • kein "Ablage-voll"-Sensor
  • leicht streifige Ausdrucke

*1
HP-Edgeline-Geräte waren Kopierer mit Tintentechnologie und starrem Druckkopf. HP hat die Geräte aber wieder vom Markt genommen.
01.03.16 11:52 (letzte Änderung)
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1Laser-Killer
2Ausstattung, Bedienung und Modellvarianten
3Die Verbrauchsmaterialien
4Die Druckkosten
5Die Druckgeschwindigkeiten
6Druckqualität: Fotos, Grafiken und Texte
7Tintenqualität: Marker-, Wasser- und Bleeding-Test
8Kopieren: Tempo und Funktionen
9Scanqualität und Schärfentiefe
10Treiber und Webserver
Technische Daten & Testergebnisse

318 Wertungen

 
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