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HP EvoMore-Tintenpatronen: Nachhaltig? Für die Umwelt oder als Einnahmequelle?

von Ronny Budzinske

Mit den neuen "EvoMore"-Tintenpatronen stellt sich HP als besonders nachhaltig dar - dank eines halbierten relativen CO₂-Fußabdrucks im Vergleich zu den Standardpatronen. Ursächlich dafür ist jedoch weitgehend die Verdopplung der Reichweiten. Neu ist diese "Idee" nicht: Bislang hieß das einfach nur "XL" - und hatte zur Verblüffung sogar einen höheren Recyclinganteil und teilweise noch mehr Tinte. Ach, und ... teurer wird's auch.

Bereits seit November letzten Jahres sind die ersten Officejet-Pro-Bürotintendrucker der neuesten Generation von HP auf dem Markt. Etwas verwunderlich war schon bei der Vorstellung, dass es keine XL-Patronen (mit hoher Reichweite) mehr geben soll und man stattdessen auf später erscheinende "EvoMore"-Patrone vertröstet wurde.


Diese sollten zwar ähnliche Reichweiten wie die bislang üblichen XL-Versionen aufweisen, jedoch wurden noch keine Preise genannt. Nachhaltiger sollen diese allerdings sein - das symbolisiert schon die scheinbar ungebleichte Umverpackung. Als Kennzeichnung hat HP das kleine "e" gewählt, welches einfach an die dreistellige Patronennummer drangeklebt wird - einen Zusammenhang mit "HP+" gibt es übrigens nicht.

Katze im Sack

Die zunächst fehlenden Preise für die "EvoMore"-Kartuschen haben sich durchaus als ein Problem dargestellt. Fast alle HP-Tintendrucker, wie auch die der Serie um den Officejet Pro 9132e, lassen sich mit einem "Instant Ink"-Tintenabo nutzen. Damit muss man sich dann über die tatsächlichen Preise der Kartuschen keine Gedanken mehr machen. Bei der neuen Business-Serie mit PCL- und PostScript-Unterstützung um den Officejet Pro 9130b (diese erschien bereits im Oktober 2023) sieht das aber anders aus.

Für die "b"-Serie ist die Buchung eines Tintenabos nämlich ausgeschlossen. Man ist somit auf im Handel erhältliche Patronen angewiesen und konnte bislang nur die kleinen Patronen wählen, die nicht nur eine geringe Reichweite aufweisen, sondern ja in der Regel auch teurer sind.

Kostenvorteil der großen Patrone entfällt

Die Antwort zu genau dieser Frage konnte HP nun (im April 2024) endlich auflösen. Leider macht sich hier aber bereits erste Ernüchterung breit. Während man bislang herstellerübergreifend beim Kauf der größeren Patronen (bezogenen auf die Reichweite) mit einem Vorteil bei den Folgekosten von zehn bis dreißig Prozent rechnen konnte, fällt dieser Effekt bei "EvoMore" (nahezu) komplett weg.

Sämtliche "EvoMore"-Patronen, sowohl der Serie 924 (8100er-Drucker) als auch der Serie 937 für die gehobenen 9100er-Drucker sind nahezu auf den Cent genau doppelt so teuer wie die Standardpatronen. Der Fakt an sich ist noch nicht ungewöhnlich. Haarig wird es erst, wenn man die Reichweiten betrachtet. Diese sind mit einer kleinen Ausnahme aber ebenfalls "nur" doppelt so hoch. Lediglich die Farbtinten für die "großen" Officejets bieten zusätzliche 50 Seiten Reichweite - aber das ist wohl kein "Versehen", dazu später mehr.

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Deutlich höhere Seitenpreise mit "e"-Patronen, günstigere mit "Standardtinten"

Die "e"-Schwarztinte der 937er-Serie kostet nunmehr also stolze 88 Euro für 2.500 Seiten. Bei den Vorgängerserien sind es 56 Euro, für jedoch "nur" 2.000 Seiten. Die Teuerungsrate ist bei diesem Generationenwechsel enorm. Bei den Standardpatronen sieht die Sache, relativ gesehen, anders aus. Anstatt 36 Euro für 1.000 Seiten sind es nun 44 Euro für 1.250 Seiten - im Bezug zur Seitenleistung ist das immer eine Preissenkung. Wer selten druckt und generell zu den kleinen Patronen greift, spart tatsächlich etwas Geld - kommt aber nicht in den "Genuss" der "nachhaltigen" Patronen. Dieser Trend ist auch bei den anderen Kartuschen zu betrachten.

Trotz Preisanhebungen der Kartuschen für die Vorgängerserie in der jüngsten Zeit sind die neuen Drucker mit "EvoMore" beim Nachkauf der größten Patronen durchgehend teurer im Unterhalt. Dabei haben wir die jeweiligen (Achtung Spoiler!) früher erhältlichen und noch größeren XXL-Schwarz-Patronen gar nicht einberechnet.

Druckkostenanalyse 05/2024*1
Seitenpreis mit
'ISO-Farbdokument'*2 (50.000 Seiten)
Seitenpreis mit
'Schwarzanteil aus ISO-Farbdokument'*3 (15.000 Seiten)
   
HP Officejet Pro 9020e (mit XL)
 
 
10,5 ct
 
 
2,6 ct
HP Officejet Pro 9130e (mit EvoMore)
 
 
13,9 ct
 
 
3,3 ct
HP Officejet Pro 8020e (mit XL)
 
 
14,1 ct
 
 
5,4 ct
HP Officejet Pro 8130e (mit EvoMore)
 
16,2 ct
 
5,7 ct
Copyright Druckerchannel.de

Derzeit keine EvoMore-Multipacks

Der Preisvorteil durch große Patronen fällt also (weitgehend) flach. Aber was ist denn mit Mehrfachpackungen? Schließlich sind sogenannte "Multipacks" eine gängige Möglichkeit zu etwas niedrigeren Preisen. Und ja, auch für die neuen Officejet-Druckergenerationen gibt es weiterhin solche Packungen, aber nur noch für die Standard-Füllmengen und ohne Preisvorteil, für rund 70 (8100er-Serie) und satte 130 Euro für die 9100er-Officejets.

Kauft man die jeweiligen Sets der "EvoMore"-Patronen einzeln nach, fallen Kosten von über 140 Euro für die 8100er-Druckerserie und äußerst üppige 260 Euro für die gehobene 9100er-Serie an. So teuer war Tinte für Tintendrucker in dieser Leistungsklasse selten bis nie.

Tu' was gutes für die Umwelt ... !?

Gut, Kosten lassen sich ohne Abo nicht mehr sparen. Aber da war ja noch das Thema Nachhaltigkeit, auf die HP bei "EvoMore" besonders großen Wert gelegt hat. Dazu gibt es ab sofort auch eine schicke Portalseite. In sozialen Netzwerken brüstet man sich sogar mit den nachhaltigsten Kartuschen von HP überhaupt - aber stimmt das denn?

Allein die gewählten Begriffe können jemanden etwas stutzig werden lassen. Das Hauptaugenmerk hat man auf größere Reichweiten und somit auf eine längere Verweildauer im Drucker gelegt. Klar, eine Patrone mit doppelter Füllmenge benötigt in der Regel nicht die doppelten Ressourcen bei der Herstellung und muss (theoretisch) nur halb so häufig ausgetauscht werden - das ist eindeutig ein Punkt.

Aber das ist doch kein neuer Ansatz!? Schon bislang gab es XL-Patronen mit höherer Reichweite. Epson bietet sogar Patronen für bis zu 10.000 Seiten an - das ist die vierfache Reichweite. Wenn die Seitenleistung in dem Fall offenbar keine Besonderheit ist, wie schafft HP es dann, die Patronen so besonders nachhaltig zu machen?

Patronen mit recyceltem und recyclebarem Plastik

Ein Anhaltspunkt könnte das verwendete Plastik sein - HP wirbt oft mit hohen Recyclinganteilen. Die großen Müllberge, die leere Tintenpatronen aller Hersteller verursachen, müssen ja für irgendetwas gut sein. HP ist besonders laut darin zu verkünden, dass man davon viel zurücknimmt und tatsächlich recycelt. Wir vom Druckerchannel haben uns den Prozess (auf Einladung) vor Jahren in Bayern selbst angesehen und haben tatsächlich den Eindruck, dass man sich hierbei große Mühe und Sorgfalt gibt.

So verwendet HP Plastik von ausgedienten Druckern, Scannern, Computern und eben auch Toner- und Tintenpatronen für die Herstellung von neuen Geräten oder eben Kartuschen. Durchaus löblich ist in dem Zusammenhang die Transparenz, die der weltweit größte Druckerhersteller dabei an den Tag legt. Auf einer speziellen Webseite lassen sich für einige Produktkategorien die aktuellen Recyclingbestandteile in Prozentwerten einsehen.

Weniger ist mehr?

Genau das hat sich Druckerchannel natürlich nicht nehmen lassen. Interessant ist, dass sich beim Blick darauf herausstellt, dass die "EvoMore"-Patronen allesamt weniger recyceltes Plastik beinhalten, als die Standardpatronen mit niedriger Füllmenge und auch als die XL-Patronen für die vorherige und weitgehend ähnliche Officejet-Generation. Sogar die "Instant Ink"-Patronen sind aus mehr Altmaterial "geschnitzt".

Sieht man von der Tinte mal ab, bestehen die anderen "weniger nachhaltigen" (z.B. Standard-) Patronen aus bis zu 7,5 Prozentpunkten mehr recyceltem Plastik - nanü, was ist da denn los? Nun sollte erwähnt werden, dass dieser Wert nicht alles ist. Emissionen werden auch bei anderen Bestandteilen, der Umverpackung, der Tinte, dem Transportweg oder auch dem späteren Recycling ausgestoßen - und diese können ja durchaus niedriger sein.

HP hat uns die Zahlen auf Nachfrage nochmals bestätigt und verweist auf einen laufenden Prozess. So lassen die Rücklaufquoten bei den neuen Kartuschen derzeit keine höheren Recyclinganteile zu.

Um den Anteil an recyceltem Material weiter zu erhöhen sind wir auf einen deutlich erhöhten Rücklauf der gebrauchten Patronen angewiesen. In Ländern wie Österreich ist die Rücklaufrate heute bereits um ein Vielfaches höher als in Deutschland.HP, auf Anfrage von Druckerchannel

Niedrigeres Treibhauspotential? Eindeutig Jain!

Nun kann man zu recht einwenden, dass der Recylinganteil nicht unbedingt maßgeblich ist. Schließlich lassen sich die Quoten auch leicht von einer zur anderen Produktkategorie hin und herschieben. Wie sieht es denn mit dem verursachten CO2-Ausstoß aus?

Und auch bei diesem Punkt lässt HP einen Blick in die Karten zu. In einer Studie zur neuen Patronenserie stellt der Druckerhersteller sauber aufgelistet dar, wie viel CO2 bei der Produktion, dem Vertrieb sowie beim Recycling nach der Nutzung ausgestoßen wird. Angegeben wird dieser Wert für CO2-Mengen als Treibhauspotential ("Greenhouse Warming Potential", GWP) in Kilogramm. Nicht einberechnet ist dabei jedoch die bei der Nutzung durch den Endkunden ausgestoßene Menge von CO2.

Die Berechnung erfolgte durch das unabhängige Unternehmen CarbonNeutral und dürfte einer Prüfung wohl Stand halten. Der ermittelte Wert wurde letztendlich noch auf die Reichweite der Patronen normiert - also heruntergerechnet auf Kilogramm (CO2) je 1.000 nutzbarer Druckseiten nach ISO-Standard.

Und genau hierbei sehen die "EvoMore"-Kartuschen tatsächlich ganz gut aus. Im Vergleich mit den Standardpatronen kann man durchaus bis zu 50 Prozent reduzierte CO2-Emissionen erkennen. Und sogar im Vergleich mit den XL-Kartuschen der Vorgänger haben sich die Werte in der Regel (mit einer Ausnahme) verbessert. Ziel erreicht, sollte man meinen, oder?

An den Werten fällt insgesamt sehr klar auf, dass die Unterschiede von "XL" und "e" in einigen Fällen niedrig bis nicht vorhanden sind. Insbesondere die 937e-Kartusche stößt im Lebenslauf seitens HP 0,34 Kg aus, während die "alte" XL-Kartusche mit 0,35 Kg ganz dicht folgt. Den Unterschied macht hier die Normierung. Und genau hier machen sich die 50 Seiten zusätzlicher Reichweite für HP echt bezahlt - in absoluten Zahlen sind beide Patronen gleichwertig.

XL-Patronen der Vorgänger vom Markt genommen

Da hat HP aber nochmals Glück gehabt, dass die Vorgängerdrucker nicht noch größere Patronen gehabt haben - das hätte sich zumindest für diese Statistik sicher nicht gut gemacht.

Nunja... man könnte meinen, dass man dafür bereits frühzeitig Vorkehrungen getroffen hat. Vielleicht hat es sich auch zufällig gefügt - man weiß es nicht. Für die gehobenen Drucker der jeweiligen Serien gab es "früher" mal Schwarz-Kartuschen, die noch mehr Tinte enthielten. Das war für den Officejet Pro 8022e die 917XL (1.500 Seiten, zuletzt 53,99 €) und für den populären Officejet Pro 9022e die 967XL (3.000 Seiten, zuletzt 57,99 €). Beide Kartuschen wurden (die 917XL Ende 2022 bzw. die 967XL im Herbst 2023) aus dem HP-Store verbannt und sind mittlerweile im Handel flächendeckend nicht mehr erhältlich.

Für die 9100er-Serie heißt das, dass die "EvoMore"-Patrone mit ihren 2.500 Seiten in S/W nun der CO2-Sieger ist, aber eben (höchstwahrscheinlich) auch nur, weil die XL-Patrone für 3.000 Seiten eingestellt wurde und man nun mit der 2.000-Seiten-Kartusche 963XL vergleichen "muss".

Bei der 8100er-Serie verhält es sich analog dazu.

Recyclinganteile und CO2-Emissionen (ohne Nutzung) im Vergleich 04/2024
Anteil Recycling-Plastik
(Gewicht vom Plastik)
Anteil Recycling-Plastik
(Gewicht von der Gesamtpatrone ohne Tinte)
Global Warming Potential (GWP)

absolut, in CO2
Global Warming Potential (GWP)

relativ, in CO2
9000er-Serie
Schwarzpatrone 93712,7%11,7%0,68 Kg
(1.250 Seiten)
0,54 Kg
(je 1.000 Seiten)
Schwarzpatrone 937e "EvoMore"11,6%9,8%0,74 Kg
2.500 Seiten)
0,29 Kg
(je 1.000 Seiten)
Schwarzpatrone 937 "Instant Ink"11,6%9,8%k.A.
Schwarzpatrone 963XL (Vorgänger)12,7%11,7%0,72 Kg
(2.000 Seiten)
0,36 Kg
(je 1.000 Seiten)
Schwarzpatrone 967XL (Vorgänger)12,7%11,7%abgekündigt
(3.000 Seiten)
je Farbpatrone 93713,4%12,4%0,55 Kg
(800 Seiten)
0,68 Kg
(je 1.000 Seiten)
je Farbpatrone 937e "EvoMore"13,1%11,6%0,56 Kg
(1.650 Seiten)
0,34 Kg
(je 1.000 Seiten)
je Farbpatrone 937 "Instant Ink"13,1%11,7%k.A.
je Farbpatrone 963XL (Vorgänger)13,4%12,4%0,56 Kg
(1.600 Seiten)
0,35 Kg
(je 1.000 Seiten)
8000er-Serie
Schwarzpatrone 92459,9%51,2%0,56 Kg
(500 Seiten)
1,12 Kg
(je 1.000 Seiten)
Schwarzpatrone 924e "EvoMore"49,2%43,7%0,61 Kg
(1.000 Seiten)
0,61 Kg
(je 1.000 Seiten)
Schwarzpatrone 924 "Instant Ink"54,6%43,7%k.A.
Schwarzpatrone 912XL (Vorgänger)59,9%51,2%0,61 Kg
(825 Seiten)
0,74 Kg
(je 1.000 Seiten)
Schwarzpatrone 917XL (Vorgänger)59,9%51,2%abgekündigt
(1.500 Seiten)
je Farbpatrone 92461,8%51,7%0,56 Kg
(400 Seiten)
1,40 Kg
(je 1.000 Seiten)
je Farbpatrone 924e "EvoMore"52,9%48,0%0,56 Kg
(800 Seiten)
0,70 Kg
(je 1.000 Seiten)
je Farbpatrone 924 "Instant Ink"52,9%48,0%k.A.
je Farbpatrone 912XL (Vorgänger)61,8%51,7%0,56 Kg
(825 Seiten)
0,68 Kg
(je 1.000 Seiten)
Copyright Druckerchannel.de

Quellen von HP

Weitere Vorteile von EvoMore

Gut, die Sache mit dem CO2 ist nicht so ganz eindeutig. "EvoMore" hat aber noch weitere Vorteile. Lassen wir auch einfach mal die vergebenen Zertifikate UL ECOLOGO®, Amazon Climate Pledge Friendly sowie CarbonNeutral® bei Seite ...

Der Karton für die Verpackung (die Patrone ist im Inneren, wie bei fast allen Tintenpatronen, nochmals foliert) besteht zu 90 Prozent aus recycelten Fasern - lediglich zehn Prozent sind neu hinzugefügt. Der Karton in Gänze ist dann nach der Nutzung voll recyclingfähig und ist frei von Plastik oder einer Blisterhülle. Warum die Farbkennung auf jeder Packung dann allerdings so fett sein muss, ist unklar - ein kleiner Kreis in Gelb, Cyan, Magenta oder Schwarz hätte sicher auch gereicht.

Als Vorteil gegenüber den Standardpatronen hat HP bei "EvoMore" den Prozess für das Recycling von aufgebrauchten Kartuschen optimiert. Zwar liegt weiterhin nicht automatisch ein Beutel für den kostenlosen Rückversand bei, jedoch kann man diesen mit einem aufgedruckten QR-Code nun einfacher bestellen. Mit jedem Folienbeutel können dann bis zu sechs leere Patronen in einer Lieferung verschickt werden.

HP bewirbt die neuen Kartuschen auch damit, dass man als Ausgleich Bäume pflanzen möchte. Dazu hat man mit der Arbor Day Foundation einen Partner gefunden. Ohne Dazutun des Kunden passiert jedoch nichts. Damit ein Bäumchen eingepflanzt wird, muss man sich zunächst bei der exklusiven "HP EvoMore Community" registrieren (das wird gleich mit fünf Bäumen guttiert) und jedes mal den auf der "EvoMore"-Verpackung aufgedruckten Code eintippen und online übertragen. Hat man das geschafft, kann man man sogar nachverfolgen, wo der Baum gepflanzt wurde - eine Webcam ist auf diesen aber wohl (noch) nicht gerichtet.

Eine höhere Reichweite ist besser für die Umwelt

Alle Zahlen machen klar, dass eine hohe Reichweite von Druckerpatronen, solange denn genügend gedruckt wird (!), der Schlüsselfaktor zur Einsparung von Ressourcen und zur Reduzierung von Emissionen ist. Aus dieser Sicht ist es vollkommen widersinnig und unverständlich, dass HP die größten Schwarztinten für die ehemaligen Druckerserien vom Markt genommen hat. Man könnte den Eindruck bekommen, dass man hier eine künstliche Fallhöhe erzeugen wollte, damit die "neuen" Patronen besser dastehen - das ist schade.


Flaschen für Tintentankdrucker sind Meister der Effizienz

Im positiven Sinne geben Tintentank-Drucker vor, welchen Weg HP gehen sollte um nachhaltiger zu werden. Dafür hat man mit den "Smart Tank"-Druckern der 7000er- und auch der 5000er-Serie durchaus gute Modelle im Sortiment. Diese richten sich aufgrund ihrer Leistungsdaten und (nicht wischfesten) Tintenrezeptur jedoch kaum an Geschäftskunden.

Dass es besser geht, zeigen insbesondere Canon und auch Epson. So bleibt beim Maxify GX7050, der funktional weitgehend identisch mit dem Officejet Pro 9132e ist, nach 6.000 Druckseiten nur eine leere Tintenflasche aus einer Plastiksorte übrig. Beim nochmals etwas hochwertigeren Ecotank ET-5800 sieht es ähnlich aus - eine Flasche Pigmentschwarz ersetzt dabei mit 7.500 Seiten Reichweite sogar drei "EvoMore"-Kartuschen.

Für den HP (und auch anderen Patronen von Brother, Canon und Epson) braucht es dagegen mehrere e- oder XL-Patronen, die zudem jeweils aus festem Kunststoff, nicht wenig Metall und sogar elektronischen Schaltkreisen bestehen.

Ökologisch und ökonomisch geht sogar Hand in Hand

Druckt man in Farbe, hat sich der Tankdrucker bereits beim zweiten Patronenwechsel, der beim HP-Drucker fällig ist, ausgezahlt. Mit jeder folgenden Seite wird der Vorteil der Tankdrucker nochmals besser - was den Geldbeutel und den Ressourcenverbrauch angeht.

Tintentankdrucker mit Pigmentfarben fürs Büro

*1
Diese Tabelle wird automatisch aktualisiert.

Preise

Alle Preise sind Preisempfehlungen der Hersteller (UVP).

Kosten & Starterreichweite

In die Druckkosten kalkulieren wir anteilig verbrauchte Materialien auch nur anteilig hinein. Weiterhin berücksichtigt Druckerchannel die Starterreichweiten - diese werden vom Druckvolumen abgezogen und reduzieren somit die durchschnittlichen Seitenkosten.

*2
ISO-Farbdokument (ISO/IEC 24712): A4-Farbdokument (fünfseitig) auf Normalpapier in Standardqualität.
*3
Schwarzanteil aus ISO-Farbdokument (ISO/IEC 24712 (nur SW)): Mit diesem fünfseitigen Dokument sind Tintendrucker und Farblaser getestet.
R
Rückgabe/Return: Dieses Verbrauchsmaterial ist nur für eine Verwendung zugelassen und muss anschließend zum Hersteller zurückgesendet werden.
LU
Dieses Verbrauchsmaterial gehört zum Lieferumfang des Druckers
05.04.24 10:34 (letzte Änderung)

9 Wertungen

 
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