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Roland DG: Brother bietet für Großformat- und Industriedruckerhersteller

von Ronny Budzinske

Am Druckermarkt scheint sich eine Übernahme von "Roland DG" durch Brother anzubahnen. Beide japanischen Unternehmen könnten sich durchaus ergänzen. Brother, bislang eher als Bürodruckerhersteller wahrgenommen, würde sein Portfolio um Drucker für industrielle Anwendung und auch den Plakat- und Fotodruck erweitern.

Erst im Februar 2024 wurde bekannt, dass der japanische Spezialdruckerhersteller Roland DG (Roland Digital Group) im Rahmen eines Management-Buy-out (MBO) übernommen, von der Börse genommen und somit in ein Privatunternehmen umgewandelt werden sollte.

Roland DG Logo

Dazu wurde vom bisherigen Anteilseigner, der US-amerikanischen "Taiyo Pacific Partners" bereits am 19. Januar 2024 die Firma "Taiyo XYZ Group, L.P." (kurz XYZ) gegründet. Den stimmberechtigten Aktionären (Halter der Stammaktien) wurde dabei ein Angebot von ¥ 5.035 gemacht - das entspricht einem Aufschlag von rund 30 Prozent gegenüber dem Tageschlusspreis vom 9. September 2023. Das Management hat entsprechend eine Empfehlung für die Annahme des Angebotes ausgesprochen.

Ursprünglich gehörte der Druckerhersteller "Roland DG" zum renommierten Musikgeräte-Hersteller Roland, wurde jedoch in 2014 u.A. durch "Taiyo Pacific Partners" im Rahmen eines MBO ausgegliedert.


Brother kontert mit "feindlichem" Übernahmeangebot

Bereits am 13. März dieses Jahres hat nun jedoch der ebenfalls japanische Druckerhersteller "Brother" bekannt gegeben, dass man ebenfalls an "Roland DG" interessiert ist und den stimmberechtigten Aktionären einen nochmals um über drei Prozent höheren Betrag von dann ¥ 5.200 je Anteilsschein bietet.

Als Reaktion darauf zeigt sich "Roland DG" überrascht, da man nicht vorab von Brother informiert wurde. Das Angebot soll jedoch geprüft werden. Wenn die Transaktion erfolgt, hätte diese einen Wert von rund 64 Milliarden Yen oder umgerechnet rund 389 Millionen Euro.


Portfolio und Synergien

Während sich Brother seit vielen Jahrzehnten auf das Geschäft mit Bürodruckern konzentriert hat, jedoch stetig auch vertikale Lösungen für Spezialanwendungen auf den Markt gebracht hat, handelt es sich bei "Roland DG" um ein hoch-spezialisiertes Unternehmen für Drucker industrieller Anwendungen, dem Großformatdruck für Plakate und Fotos, dem Textildruck, aber auch Graviermaschinen und Schneideplotter.

Während es bereits seit längerem Textildrucksysteme von Brother gibt, sind die Japaner erst vor einem Jahr in den Markt mit Großformatdruckern eingestiegen. Dazu wurde mit dem WF1-L640 ein erstes Modell vorgestellt, welches offenkundig bereits in Zusammenarbeit mit Roland entstanden ist. Der Spezialdruckerhersteller hat ein nahezu baugleiches Modell im Portfolio, welches auf einen neu entwickelten Brother-Druckkopf setzt.

Brother sieht großes Potenzial in Großformatsystemen mit "Eco-Solvent"-Tinten sowie auch im Bereich der Latex-Tinten. Letztere dürften für Roland der Grund gewesen sein, auf Brother-Druckköpfe zu wechseln. Zuvor brachte Epson, als wichtiger Lieferant für Druckköpfe in Roland-Geräten, eine Modellserie unter eigenen Name für "Resin"-Tinten (vergleichbar mit Latex) auf den Markt. Es ist wahrscheinlich, dass Epson diese Technik zunächst exklusiv nutzen möchte. Stark vorangetrieben wurde diese Technologie von HP.

Dieser Artikel wurde ohne generative KI erstellt.
10.05.24 07:51 (letzte Änderung)

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