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Epson 2022: Produktausblick und Ziele zur Ressourceneinsparung

von Ronny Budzinske

Der japanische Druckerhersteller sieht sich als Vorreiter beim Umweltschutz. Aus Sicht von Epson ist der Laserdruck nicht nachhaltig. Das Produktportfolio soll noch in diesem Jahr mit neuen Ecotank- und Workforce-Modellen vervollständigt werden. Hinzu kommen auch weitere Drucker mit "Linehead"-Technologie.

Aus "Gründen" konnte das alljährliche Frühjahrstreffen von Epson mit Journalisten auch in diesem Jahr nur online stattfinden. Eine Präsenzveranstaltung wird erst wieder für das kommende Jahr angepeilt - gleiches dachte man jedoch auch schon im Frühjahr 2021.


Umweltvision

Bei der digitalen Konferenz stellte Henning Ohlsson einen Überblick über das Erreichte sowie einen Ausblick auf Ziele und kommende Produkte vor - im Kreis von rund 50 Teilnehmern. Ohlsson ist in Personalunion Geschäftsführer von Epson Deutschland als auch Direktor für Nachhaltigkeit in der Europazentrale.

Epson hat sich selbst das Ziel gesetzt, bis 2030 CO2-neutral und bis 2050 sogar CO2-negativ zu werden. Man möchte also in Summe mehr CO2 aus der Atmosphäre herausholen als selbst zu emittieren. Bis dahin möchte man auf nicht-erneuerbare Rohstoffe (z.B. Öl oder Metall) komplett verzichten.

Kunststoffe könnten so z.B. mit Hilfe von durch Euglena-Einzellern gewonnenem "Paramylon" gewonnen werden. Altmetall könnte dagegen zu Pulver recycelt und dann wiederverwertet werden.

Aktuelle Maßnahmen sind zudem die Umstellung auf Ökostrom in sämtzlichen Produktionsanlagen und Verwaltungssitzen bis 2023. Neuerlich hat man Angekündigt, dass die Summe von 100 Mrd Yen (rund 790 Millionen Euro) investieren möchte, um Technologien und Materialien für nachhaltige Produkte zu entwickeln.

Weiterhin bekennt sich Epson auch zu den 17 globalen Nachhaltigkeitszielen der UN und verpflichtet sich diese einzuhalten. Diese beinhalten neben ökologischen auch soziale Aspekte.


Portfolio und Konkurrenz

Eine recht gewagte These ist die Aussage, dass sich Epson als einziger Anbieter, der ein durchweg nachhaltiges Drucker- und Kopierportfolio anbietet, sieht. Damit zeigt man auf Canon (WG-Serie) und HP (Pagewide), die sich beide nach kurzer Zeit von ihrer Kopierersparte auf Basis von Tintendruckern mit seitenbreitem Druckkopf (Linehead) getrennt haben. Die interne Konkurrenz zum margenträchtigen Lasergeschäft ist den beiden Mitbewerbern wohl zu groß geworden.

Der Seitenhieb zielt auch auch Kyocera ab. Das ebenfalls japanische Unternehmen engagiert sich bereits seit vielen Jahren für eine mehr Nachhaltigkeit seiner Produkte in Herstellung, Logistik und im Betrieb. Für diese Zwecke gibt es bereits seit langer Zeit einen Umweltbeauftragten. Bei Epson ist diese Stelle der "Nachhaltigkeitsmanagerin" mit Leonie Sterk besetzt.

Nach wie vor setzt Kyocera im Bürosegment jedoch ausschließlich auf Laserdrucker. Im Vordergrund stehen dabei Drucker und Multifunktionssysteme mit vergleichsweise günstigen Tonerkartuschen und lange haltbaren Bildtrommeln auf Keramikbasis.

Aus Sicht von Epson handelt es sich beim Laser/LED-Druck jedoch nicht um eine nachhaltige Technologie: In der Tat sind solche Geräte aufwendiger in der Produktion und vergleichsweise stromhungrig im Betrieb. Dafür jedoch auch zuverlässig und weit etabliert.

Epson setzt vermehrt auf Tintendrucker mit Tintentanks oder großen Patronen auf Basis von Tintenbeuteln (RIPS, "Replaceable Ink Pack System"), die eine hohe Reichweite bei reduzierter Umverpackung aufweisen.

Dennoch verkauft auch Epson noch viele einfache Tintendrucker mit gechippten Patronen und äußerst geringer Reichweite. So enthält eine 603-Farbpatrone für den Expression Home XP-2150 lediglich 2,4 Milliliter Tinte und wandert nach nur 130 gedruckten Seiten in den Müll. Darauf angesprochen wiegelt Epson ab und verweist darauf, dass diese Einstiegsmodelle an den Epson-Verkäufen keinen großen Anteil ausmachen. Vielleicht sollte man dann auch konsequent sein und den Vertrieb solcher Modelle einzustellen.

Kommende Drucker

Interessant ist der Ausblick auf kommende Neuvorstellungen. Ins Detail möchte man noch nicht gehen, nur soweit, dass vereinzelte aber bestehende "Lücken im Sortiment" der Workforce- (Bürodrucker mit Patronen oder Beuteln) und Ecotank-Modelle (Geräte mit Tintentanks) geschlossen werden sollen.

Hinzukommen sollen in dem Zusammenhang auch neue Drucker mit Linehead-Druckkopf. Ausgewählten Fachhändlern wurden diese schon gezeigt. Diese von HP unter dem Markennamen "Pagewide" populär gemachte Technik ermöglicht extrem schnelle Tintendrucker mit seitenbreitem Druckkopf, an dem lediglich das Papier vorbeigeführt werden muss. Derzeit setzt Epson solche Köpfe mit spezieller Anordnung bei industriellen Etikettendruckern oder auch äußerst hochpreisigen A3-Kopierern unter dem Markendach "Workforce Enterprise" ein.

Unklar ist, ob kurzfristig auch A4-Geräte mit dieser Technik für den Schreibtisch folgen werden. Warten wir es ab.

Aktualisiert am 22.4.2022

In der ursprünglichen Version war von einer CO2-Kompensation für in Deutschland vertriebene Ecotank-Drucker die Rede. Diese Aktion ist jedoch bereits im Jahr 2020 ausgelaufen.

Dieser Artikel wurde ohne generative KI erstellt.
22.04.22 12:34 (letzte Änderung)

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