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Brother MFC-J5945DW, HL-J6000DW, HL-J6100DW, MFC-J6945DW und MFC-J6947: Bürodrucker für den professionellen Einsatz

von Ronny Budzinske

Die Japaner bringen vier neue Multifunktionsdrucker und erstmalig einen Farb-Tintendrucker ohne Scanner. Allesamt mit A3-Druck und PCL/PS-Unterstützung und besonders großen Tintenpatronen.

Hinweis: Für mindestens einen erwähnten Drucker ist ein Nachfolger "Brother MFC-J6957DW, MFC-J6955DW, MFC-J5955DW und HL-J6010DW" verfügbar.

Brother will es wissen und aktualisiert einen Teil seiner erst 2017 vorgestellten Bürotintendrucker. Üblicherweise sind solche Geräte länger am Markt. Eine Aktualisierung gibt es vorerst für die Drucker im weißen Gehäuse mit PCL und Postscript und wischfester Pigmenttinte für den professionellen Einsatz.

Brother HL-J6000DW und HL-J6100DW

Einen Brother Farbtintendrucker mit dem Kürzel "HL" gab es bisher noch nie. Abgesehen von einigen High-End-S/W-Tintendruckern der HL-S-Serie setzen die Japaner in dem Bereich ausschließlich auf Multifunktionsgeräte - bislang.

Mit den beiden Modellen HL-J6000DW sowie HL-J6100DW geht es bei Brother ab rund 400 Euro und 470 Euro los. Die erstmals reinen Farbdrucker entsprechen vom Druckwerk her weitgehend den bisher bekannten Modellen wie den bei uns mit gut getestetem MFC-J5730DW. Das bedeutet ein Drucktempo von 22 ipm in S/W und bis zu 20 ipm im Farbmodus nach ISO-Messung in Standardeinstellung auf Normalpapier. Das sind ähnliche Werte wie z.B. ein Epson WF-C5290DW oder auch der HP 8210.

Als Besonderheit bleibt, dass A4-Papier grundsätzlich im Querformat eingelegt und auch bedruckt wird. Somit benötigt der Drucker weniger Druckkopfdurchläufe, die dafür etwas länger ausfallen. Alle Kassetten lassen sich erweitern, um auch A3-Papier aufzunehmen. Erwartungsgemäß sollte sich das Drucktempo damit in etwa halbieren.


Die Anzahl der Kassetten sind auch der einzig technische Unterschied der beiden Geräte. Während der "kleine" J6000DW bereits mit zwei Schubladen ausgestattet ist, gibt es beim J6100DW gleich drei Kassetten. Die Entscheidung, welche Anzahl benötigt wird, sollte vor dem Kauf getätigt werden: Eine Erweiterung ist nachträglich nicht mehr möglich. Etwas ärgerlich ist auch, dass alle Schubladen lediglich für jeweils 250 Blatt ausgelegt sind. Ein Rieß Papier (500 Blatt) muss stets aufgeteilt werden.

Beide Modelle haben jedoch zusätzlich eine hintere Multifunktions-Zufuhr für 100 Blatt. Neben dem A3- und A4-Format können auch A5-Medien automatisch doppelseitig bedruckt werden. Im Gegensatz zu konkurrierenden Geräten von Canon oder Epson bieten die Brother-Modelle auch den randlosen Druck.

Anschlusstechnisch gibt es keine Überraschungen: mit USB, Ethernet und Wlan ist alles dabei. Einschließlich Wifi-Direkt sowie Airprint, Google Cloudprint und Mopria. Für Wartungsaufgaben am Gerät ist ein 2,7-Zoll-Touchscreen verbaut. Dieses kann auch dazu genutzt werden, um Fotos oder PDF-Dokumente direkt vom Gerät zu lesen und zu verarbeiten. Generell versteht der Drucker neben PDF auch Postscript und PCL.

Brother MFC-J5945DW

Multifunktional starten die neuen Modelle mit dem MFC-J5945DW für rund 470 Euro. Der Nachfolger des MFC-J5930DW bietet dabei technisch auf dem ersten Blick wenig Neues und ist mit zwei Papierkassetten sowie der hinteren Zufuhr ausgestattet.

Druckspezifische Daten entsprechen der J6000er-Serie. Während der Drucker generell bis zu A3 unterstützt, geht der Scanner "lediglich" bis A4. Dafür ist dieser mit einem Dual-Duplex-ADF für 50 Blatt ausgestattet und ermöglicht automatische Duplex-Kopien bis runter ins Format A5 - das ist nicht unbedingt üblich. Ein Scantempo ist derzeit nicht in Erfahrung zu bringen.

Für die Steuerung am Gerät sowie der Verarbeitung von Scans oder anderen Workflows gibt es einen 3,7-Zoll-Touchscreen.

Der auffälligste Unterschied zum Vorgänger sind die deutlich vergrößerten Patronen, die zu günstigen Folgekosten führen. Mehr dazu weiter unten in diesem Bericht.

Brother MFC-J6945DW und MFC-J6947DW

Die J6000er-Serie bleibt vollwertigen A3-Geräten vorbehalten. Den Einstieg macht der MFC-J6945DW für rund 570 Euro, der den MFC-J6935DW ablösen wird. Für 100 Euro Aufpreis gesellt sich ab sofort der MFC-J6947DW dazu, der dann eine weitere Papierkassette hat.

Beide Modelle benötigen nach oben hin etwas mehr Platz, da hier ein Scanner für bis zu A3-große Scan- oder Kopieraufgaben ausgelegt ist. Ansonsten entsprechen die Daten dem MFC-J5945DW.

Der MFC-J6947DW ist, wie bereits der HL-J6100DW, mit einer dritten Papierkassette ausgestattet und kommt zusammen mit der obligatorischen 100-Blatt-Multifunktionszufuhr auf bis zu 750 Blatt Normalpapier. Eine Erweiterung - gerade auch um 500-Blatt-Kassetten - ist nicht vorgesehen. Hier zeigt sich zum Beispiel der Epson Workforce Pro WF-C5790DWF vielseitiger, wenn man jedoch auf jegliche A3-Funktion verzichten muss.

Brother PCL/PS Bürotintendrucker
Brother
HL-J6000DW
Brother
HL-J6100DW
Brother
MFC-J5945DW
Brother
MFC-J6945DW
Brother
MFC-J6947DW
ca. Preis
inkl. MwSt.
400 Euro470 Euro470 Euro570 Euro670 Euro
DruckfunktionA3 (aus Kassette und offener Zufuhr)
Scan, Kopie, FaxneinA4A3 (Flachbett und ADF)
Tempo22 ipm in S/W 20 ipm in Farbe
Offene Papier-
zufuhr
100 Blatt
Papierkassetten2x250 Blatt3x250 Blatt2x250 Blatt2x250 Blatt3x250 Blatt
Weitere Papier-
kassetten
nicht erweiterbar
Duplex / Randlosja / ja
ADF50 Blatt Dual-Duplex
Display2,7 Zoll Touchscreen3,7 Zoll Touchscreen
AnschlüsseUSB, Ethernet, Wlan, USB-Host
SprachenPCL6, PS, PDF, XPS
Tintenkapazität
Schwarz
je max. 6.000 Seiten
(2.250 im Lieferumfang)
Tintenkapazität
Farbe
je max. 5.000 Seiten
(970 im Lieferumfang)
Alle Datentechnische Daten
© Druckerchannel (DC)

Verbrauchsmaterial und Folgekosten

Schon die Ausbuchtung an der rechten Druckerseite zeigt, das Brother hier mehr Platz für die Tintenpatronen benötigt. Folgerichtung kommen hier neue Kartuschen der Serie LC-3239XL, LC-3237 zum Einsatz, welche in XL-Ausführung nunmehr satte 6.000 Seiten in Schwarz (bisher 3.000 Seiten) und je Farbe für üppige 5.000 Seiten (bisher nur 1.500 Seiten) reichen sollen.

Generell kommt weitgehend wischfeste Pigmenttinte für Schwarz und Farbe zum Einsatz. Recht ordentlich hat Brother dabei auch den Lieferumfang aller neuen Modelle gestaltet. Erst nach rund 2.250 Seiten schwarzem Text oder 975 Farbseiten fällt ein Nachkauf an. In dieser Klasse legt die Konkurrenz zumeist kleinere Kartuschen bei.

Die Patronen entsprechen in etwa denen der neuen All-In-Box-Drucker, wie dem MFC-J1300DW, weisen die gleiche Reichweite auf, kosten jedoch fast das doppelte. Dafür sind die Geräte auch deutlich leistungsfähiger.

Weiteres Verbrauchsmaterial gibt es nicht: Also auch keinen vom Benutzer selbst wechselbaren Resttintenbehälter. Dieser ist aktuell vornehmlich Epson-Druckern sowie einigen HP-Pagewide-Modellen vorbehalten.

Ein Kostenvergleich mit A3-Modellen ist nicht einfach. Für den aufgerufenen Preis gibt es in dieser Klasse nur wenig Konkurrenz. Allenfalls wäre hier der HP Officejet Pro 7740 zu nennen, der jedoch nur einen A4-ADF aufweist. Ohnehin vermarktet Brother seine Drucker oft auch als A4-Geräte mit dem Extra der A3-Fähigkeit.

In diesem Vergleich hat sich Brother genau an den nahen Konkurrenten Epson mit dem WF-C5790DWF gehalten. Die Folgekosten gleichen sich centgenau. Deutlich günstiger beim Textdruck wird es erst mit dem noch teureren WF-6090DWF. Canon hat aktuell keine Drucker mit PCL/PS im Angebot, während die HP-Officejet- und Pagewide-Modelle alle etwas teurer im Unterhalt sind. Wer unbedingt PCL/PS benötigt, bekommt bei den Amerikanern aber auch deutlich günstigere Modelle unter 200 Euro.

Druckkostenanalyse 08/2022*1
Seitenpreis mit
'ISO-Farbdokument'*2 (100.000 Seiten)
Seitenpreis mit
'Schwarzanteil aus ISO-Farbdokument'*3 (100.000 Seiten)
   
Epson Ecotank ET-16500 (kein PCL/PS)
 
 
0,6 ct
 
 
0,2 ct
Brother DCP-J1100DW und MFC-J1300DW (A4, kein PCL/PS)
 
 
3,1 ct
 
 
0,7 ct
Epson Workforce Pro WF-6090DW und WF-6590DWF (A4)
 
 
5,1 ct
 
 
0,9 ct
Brother HL-J6000DW, HL-J6100DW und MFC-J5945DW, MFC-J6945DW, MFC-J6947DW
 
 
5,8 ct
 
 
1,3 ct
Canon Maxify iP4150 und MB5150, MB5450 (A4, kein PCL/PS)
 
 
6,8 ct
 
 
1,4 ct
Epson Workforce Pro WF-C5290DW und WF-C5790DWF (A4)
 
 
6,9 ct
 
 
1,4 ct
HP Pagewide Pro 452dw und 477dw (A4)
 
 
7,0 ct
 
 
1,4 ct
Brother MFC-J6935DW (Vorgänger)
 
 
7,3 ct
 
 
1,5 ct
Brother MFC-J5330DW, MFC-J5730DW und MFC-J5930DW (A4 Scan, kein PCL/PS)
 
 
7,3 ct
 
 
1,5 ct
HP Officejet Pro 7740
 
 
8,6 ct
 
 
1,9 ct
HP Officejet Pro 8210 und 8730, 8740 (A4)
 
 
8,6 ct
 
 
1,9 ct
Kyocera Ecosys M6035cidn (A4, Laser)
 
 
9,1 ct
 
 
1,6 ct
Epson Workforce WF-7210DWF, und WF-7720DTWF, WF-7710DWF (kein PCL/PS)
 
 
10,9 ct
 
 
2,4 ct
Brother MFC-L8900CDW (A4, Laser)
 
 
11,9 ct
 
 
1,5 ct
Oki MC573dn (A4, Laser)
 
 
14,1 ct
 
 
2,0 ct
HP Color Laserjet 500 M570dw (A4, Laser)
 
 
15,0 ct
 
 
2,2 ct
Lexmark CX517de (A4, Laser)
 
16,8 ct
 
2,5 ct
© Druckerchannel (DC)

Verfügbarkeit und Garantie

Alle drei Multifunktionsmodelle und die beiden neuen Drucker sind ab sofort im Handel erhältlich und sind Brother-typisch mit einer dreijährigen Garantie abgesichert. Um diese in Anspruch zu nehmen ist keine Registrierung kurz nach dem Kauf nötig.

*1
Diese Tabelle wird automatisch aktualisiert.

Preise

Alle Preise sind Preisempfehlungen der Hersteller (UVP).

Kosten & Starterreichweite

In die Druckkosten kalkulieren wir anteilig verbrauchte Materialien auch nur anteilig hinein. Weiterhin berücksichtigt Druckerchannel die Starterreichweiten - diese werden vom Druckvolumen abgezogen und reduzieren somit die durchschnittlichen Seitenkosten.

*2
ISO-Farbdokument (ISO/IEC 24712): A4-Farbdokument (fünfseitig) auf Normalpapier in Standardqualität.
*3
Schwarzanteil aus ISO-Farbdokument (ISO/IEC 24712 (nur SW)): Mit diesem fünfseitigen Dokument sind Tintendrucker und Farblaser getestet.
18.10.18 10:10 (letzte Änderung)
Technische Daten

24 Wertungen

 
1
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