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Epson Workforce WF-36er WF-71er und WF-76er-Serie: Schnellere Workforce-Drucker mit höherer Seitenreichweite

von Ronny Budzinske

Epson aktualisiert seine Mittelklasse Bürodrucker für A4 und A3-Aufgaben und integriert neue Druckköpfe sowie ein neues Bedienpanel. Die Folgekosten sinken durch die höheren Seitenreichweiten leicht.

Hinweis: Für mindestens einen erwähnten Drucker ist der ausführliche Testbericht "Tintenprofis für den Büroalltag" verfügbar.
Hinweis: Für mindestens einen erwähnten Drucker ist ein Nachfolger "Test: Sechs Pigmenttinten-Multifunktionsgeräte fürs Büro 2017" sowie "Epson Workforce WF-7210DW, WF-7710DWF, WF-7720DTWF" verfügbar.

Epson stellt fünf neue Modelle der Workforce WF-Mittelklasse vor. Darunter vier Multifunktionsgeräte (jeweils in A4 und A3), sowie einen reinen A3-Tintendrucker. Gemein haben die Neuvorstellungen den Precisioncore-Druckkopf in Mikro-TFP-Bauweise. Das Drucktempo hat sich jedoch nur beim reinen Textdruck merklich erhöht, dafür kann man bei der Druckqualität einen Sprung erwarten. Mehr dazu im Abschnitt "neuer Druckkopf". Weiterhin zum Einsatz kommt die Durabrite-Ultra-Tinte, welche auf Normalpapier weitgehend wisch- und markerfest ist.

WF-36er-Serie (A4)

Den Anfang macht der WF-3620DWF, welcher den bisherigen Mittelklasse-Einstieg WF-3520DWF nach oben ergänzt. Wie bisher bietet das Modell ein Fax mit Duplex-ADF, welcher nunmehr 35 statt bisher 30 Seiten fassen kann. Die Papierkassette bleibt bei 250 Blatt und auch die manuelle Zufuhr von hinten für schwere Papiere oder auch Briefumschläge ist an Bord. Weiterhin lässt sich der Resttintenbehälter (soll rund 50.000 Seiten halten) vom Benutzer problemlos selbst tauschen lassen. Sowohl drahtgebundenes Ethernet als auch Wlan samt Wifi-Direkt Unterstützung gehören zum Standard. Zudem ist Epson Connect samt App für Android oder iOS integriert. Windows Phone wird hingegen weiterhin ignoriert.

Vereinheitlicht hat Epson dagegen das neue Bedienpanel. Wie alle neuen Multifunktionsgeräte ist der WF-3620 mit einem berührungsempfindlichen Display und einer Diagonalen von 2,5 (größere Modelle mit bis zu 4,3 Zoll) ausgestattet. Grundsätzlich gibt es daneben Tasten für grundlegende Funktionen wie Stopp, Schwarzkopie, Farbkopie und auch eine nummerische Tastatur für schnelle Nummerneingaben beim Faxen.

Der WF-3640DTWF ist neben dem größeren 3,5-Zoll-Display, wie gehabt, zusätzlich mit einer zweiten 250-Blatt-Papierzufuhr ausgestattet. Abgesehen davon sind die Geräte baugleich.

WF-71er- und WF-76er-Serie (A3+)

Gegenüber den bereits vor mehr als zwei Jahren vorgestellten A3-Modellen gibt es ein leichtes Facelift. Mit den Rundungen, die bereits die aktuellen A4-Modelle aufweisen, kommen die Drucker fürs Überbreite optisch etwas gefälliger daher. Damit kommt ebenfalls auch die manuelle Zufuhr für einzelne Blätter bis hin zum A3+-Format hinzu. Gegenüber dem abgelösten WF-7515 bietet der direkte Nachfolger WF-7610DWF die längst überfällige Duplexeinheit und den duplexfähigen Vorlageneinzug (DADF) für 35 Blatt.

Der WF-7620DTWF hebt sich mit einem größeren 4,3-Zoll-Touch-Display und der zweiten Papierzufuhr für weitere 250 Blatt im A3+-Format ab.

Als einziger neuer reiner Drucker ohne Scan-, Fax- oder Kopierfunktion löst der WF-7110DTW den WF-7015 ab. Das neue Design samt der Einzelblattzufuhr ist ebenfalls dabei. Zur Anzeige des aktuellen Status oder auch einfache Konfiguration gibt es erstmals auch ein kleines Display samt Tastensteuerung. Ansonsten bleibt es bei zwei Papierkassetten und Duplex-Unterstützung.

Neuer Druckkopf

Alle neuen Drucker arbeiten mit den neuen Precisioncore-Druckköpfen in Mikro-TFP-Bauweise. Epson hat dabei zwei Druckchips verbaut, was zu 800 Schwarzdüsen und je 256 Farbdüsen (bisher 384 und 3x128) führt - welche sich damit grob verdoppeln. Während sich das Tempo beim reinen S/W-Textdruck bei den A4-Modellen von 15 ipm um mehr als ein viertel auf 19 ipm (18 ipm bei den A3-Modellen) erhöht, können die neuen Drucker beim Farbdruck auf Normalpapier mit zehn statt bisher 9,2 ipm nur wenig profitieren. Dies wird dem geringeren Druckbereich der Farbdüsen (0,44 Zoll statt bisher 1 Zoll) geschuldet sein, wodurch mehr zeitintensive Zeilenvorschübe notwendig sind.

Dafür wird jedoch die Qualität, zumindest im Normaldruck, profitieren. Statt bisher mit 360 dpi können nun 600 dpi in einem Durchgang gedruckt werden. Das ergibt eine feinere Textdarstellung, was sich auch auf einem besser lesbaren Spardruck auswirken wird. Ganz neu ist dies jedoch nicht. Bereits der WP-4535 arbeitet mit 600 dpi, Canon und HP mit ihren thermischen Druckköpfen arbeiten bereits seit langem damit.

Höhere Reichweite: Verbrauchsmaterial & Druckkosten

Der neue Druckkopf bringt diesmal wieder neue Patronen mit sich. Die Patronen der T130er-Serie haben damit nach für Epson rekordverdächtigen vier Jahren ausgedient. Die neuen Kartuschen hören auf die Nummer "27" und sind neben einer größeren XL nunmehr auch in einer XXL-Version erhältlich. Bei einer ISO-Schwarzreichweite von bis zu 2.200 Seiten wird sich die Ausdauer damit mehr als verdoppeln (bisher 940 Seiten). Die Farbpatronen kommen auf eine kombinierte Reichweite von 1.100 - das sind rund 50 Prozent mehr als die 750 Seiten bisher.

Leider spiegelt sich das nicht linear in den Folgekosten wieder. Während die S/W-Textseite deutlich günstiger wird, werden die reinen Farbkosten sogar leicht steigen. Kombiniert wird eine gemischte ISO-Seite jedoch fast zehn Prozent günstiger als bisher zu Papier gebracht werden können.

Im Vergleich kann Epson damit nur die MX-Serie von Canon deutlich abhängen. Gegenüber Brother ist man nur beim S/W-Druck günstiger - kombiniert liegt man etwas drüber. Topmodelle von HP, wie der Officejet 8600 Plus oder auch der WP-4535 aus dem eigenen Haus drucken jedoch nochmals merklich günstiger.

Druckkostenanalyse 05/2022*1
Seitenpreis mit
'ISO-Farbdokument'*2 (15.000 Seiten)
Seitenpreis mit
'Schwarzanteil aus ISO-Farbdokument'*3 (15.000 Seiten)
   
Epson Workforce Pro WP-45er-Serie
 
 
7,4 ct
 
 
1,6 ct
Brother DCP/MFC-J6000er Serie
 
 
7,6 ct
 
 
1,6 ct
HP Officejet Pro 8600 Plus N911g
 
 
8,8 ct
 
 
1,9 ct
Brother DCP/MFC-J4000er Serie
 
 
9,1 ct
 
 
3,2 ct
Epson Workforce WF-36/WF-71/WF-76er Serie
 
 
10,6 ct
 
 
2,4 ct
Epson Workforce WF-35er-Serie
 
 
11,4 ct
 
 
3,3 ct
HP Officejet 6700 Premium H711n
 
 
11,5 ct
 
4,0 ct
Canon Pixma MX925
 
11,9 ct
 
 
3,0 ct
© Druckerchannel (DC)

Preise & Verfügbarkeit

Alle Neuvorstellungen sollen noch im März erhältlich sein. Der WF-3520DWF bleibt als Einstiegsmodell erhalten. Die von Epson empfohlenen Preise sind mit 230 und 280 Euro für die A4-Modelle sowie 330 und 430 Euro für die A3-Multifunktionsmodelle - allesamt traditionell recht hoch angesetzt. Im Handel dürften diese deutlich günstiger zu haben sein. Der WF-7110DTW als reiner Drucker wird für rund 280 Euro zu haben sein.

*1
Diese Tabelle wird automatisch aktualisiert.

Preise

Alle Preise sind Preisempfehlungen der Hersteller (UVP).

Kosten & Starterreichweite

In die Druckkosten kalkulieren wir anteilig verbrauchte Materialien auch nur anteilig hinein. Weiterhin berücksichtigt Druckerchannel die Starterreichweiten - diese werden vom Druckvolumen abgezogen und reduzieren somit die durchschnittlichen Seitenkosten.

*2
ISO-Farbdokument (ISO/IEC 24712): A4-Farbdokument (fünfseitig) auf Normalpapier in Standardqualität.
*3
Schwarzanteil aus ISO-Farbdokument (ISO/IEC 24712 (nur SW)): Mit diesem fünfseitigen Dokument sind Tintendrucker und Farblaser getestet.
01.03.14 14:33 (letzte Änderung)
Technische Daten

36 Wertungen

 
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