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Int’l ITC vs HP: Unberechtigte Verwendung des EPEAT-Labels?

von Ronny Budzinske

Für viele Tinten- und Laserdrucker verwendet HP das Umweltlabel "EPEAT". Nun ist der "International Imaging Technology Council" der Meinung, dass der Druckerhersteller die Kriterien nicht vollständig erfüllt. Strittig ist ein Punkt, welcher die "Unterbindung von Drittanbietermaterialien" untersagt. HP selbst unterbindet jedoch nicht die Aufbereitung.

Der International Imaging Technology Council (kurz "Int’l ITC") legt beim Global Electronics Council (kurz GEC) Beschwerde gegen die Verwendung des "EPEAT" Umweltlogos bei einigen HP-Druckern ein.

Der eher im nordamerikanischen Bereich tätige Verband "Int’l ITC" setzt sich vorwiegend für die Belange der Aufbereiter von Tinten- und Tonerkartuschen, Händlern und externen MPS-Anbietern ein - quasi das Pendant zur europäischen "ETIRA".

Der "GEC" wiederum legt das Umweltsiegel "EPEAT" auf, mit dem in einem dreistufigen System ("Bronze", "Silber" & "Gold") Geräte mit guter Umweltverträglichkeit gekennzeichnet werden können. Für die Vergabe und Nutzung des Labels fallen Lizenz- und Zertifizierungsgebühren an.

Strittiges Kriterium 4.9.2.1

Für die verschiedene Produktgattungen gibt es unterschiedliche Kriterien - so auch für "bildgebende Geräte", also Drucker und Multifunktionsgeräte. Der Grund für den Anstoss des "Int’l ITC" ist dabei der Punkt "4.9.2.1" im Kriterienkatalog. Dieser besagt, dass die Hersteller die Verwendung von Drittanbietermaterialien nicht unterbinden dürfen.

In der aktuellen Beschwerde wird HP aber genau das vorgeworfen und HP dürfte nach Meinung des Interessenverbands "Int’l ITC" somit auch keine EPEAT-Zertifizierung erhalten.

Von allen gelisteten HP-Druckern bezieht man sich dabei zunächst auf Drucker mit "HP+" und der Funktion der "Dynamischen Sicherheit". HP schreibt dazu selbst, dass Materialien, die keinen "originalen HP-Chip" enthalten, aktiv vom Drucker abgewiesen werden. Diese Funktionsweise wird sogar mit stetigen Firmwareupdates nachgeschärft. Beim "HP+"-Programm sind sogar ausschließlich Originalkartuschen für die gesamte Lebensdauer notwendig.

Eine Reaktion des "GEC" liegt noch nicht vor. Fraglich ist jedoch, wie man den Passus genau interpretieren kann.

Aufbereitete Kartuschen mit Originalchip laut HP zulässig

HP selbst hat seit einiger Zeit seine Kommunikation der "dynamischen Sicherheit" etwas abgeändert und weist explizit darauf hin, dass die Verwendung von aufbereiteten Kartuschen, die einen originalen HP-Chip verwenden zulässig sind. Dies gilt für die "eigenen" "Evocycle"-Tonerkartuschen aber auch für Fremdanbieter im Allgemeinen.

Das Problem an der Sache ist jedoch, dass Dritte aufgebrauchte Kartuschen kostenintensiv einsammeln müssen, um an den Chip zu gelangen, was die Menge stark einschränkt. HP verkauft diese nicht an Aufbereiter und ermöglicht auch nicht die Rücksetzung des Zählerstands. Zudem sorgt das für Kunden sehr einfache und bequeme HP-Sammelprogramm ("Planet Partner") dafür, dass das Angebot an Leerkartuschen weiter reduziert wird.

Aktuell zerlegt HP Teile von eingesammelten Tinten- und Tonerkartuschen und verwendet die Materialien für neue Produkte. Dieses Evocycle-Programm ist derzeit jedoch auf recht wenige Kartuschen beschränkt. Es ist davon auszugehen, dass dieses zukünftig stark ausgeweitet wird.

Dieser Artikel wurde ohne generative KI erstellt.
25.05.23 21:12 (letzte Änderung)

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