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(aktual. am 27. Juli 2022)

Epson ReadyInk: Tintenbestellservice (doch nicht) am Ende

von Ronny Budzinske

Epson verschickt aktuell Kündigungsschreiben für seinen automatischen Tinten-Bestellservice "ReadyInk". Wie sich nun herausgestellt hat, handelt es sich dabei um einen Systemfehler.


In einer E-Mail an Benutzer des 2017 vorgestellten Tintenbestellservice "ReadyInk" verschickt Epson gerade ein Kündigungsschreiben. In der uns vorliegenden Nachricht vom 26. Juli 2022 heißt es lapidar „Der ReadyInk Bestellservice ist in ihrem Land nicht länger verfügbar.

Dabei ist "ReadyInk" nicht mit dem in 2020 eingeführten ReadyPrint-Konzept zu verwechseln. Dieses beinhaltet in der "Ecotank"-Version eine MPS-Komponente mit Mietgerät und festen Seitenkontingenten, mit "Flex" ein Tintenabo, wie man es von HPs populärem "Instant Ink" kennt und schließlich "Go".

"ReadyPrint Go" als gleichwertiger Ersatz

Bei "ReadyPrint Go" und "ReadyInk" handelt es sich mehr oder weniger um den gleichen Dienst. Dabei übermittelt der Drucker einem Epson-Server stetig den Tintenstand und löst eine Neubestellung von Tintenpatronen aus. Diese müssen dann ganz regulär bei Bedarf bezahlt werden. Eine Abrechnung nach Seitenkontingenten ist nicht vorgesehen.

Epson weist in seiner Mail darauf hin, dass anstehende Bestellungen gelöscht und keine neuen mehr ausgelöst werden. Interessanterweise gibt es kein Hinweis auf die gleichwertige Alternative im Rahmen von "ReadyPrint Go."

"ReadyInk" im Test

Kurz nach der Vorstellung von "ReadyInk" haben wir den Dienst getestet und bemängelt, dass Epson zum damaligen Zeitpunkt stehts die Standardpatronen mit geringer Reichweite und einem höheren Seitenpreis als eventuelle XL-Versionen liefert.

Selbst mit großen Patronen oder Multipacks sollte man sich jedoch gut überlegen, ob man "ReadyPrint Go" bei Epson abschließt. Zwar liefert der Druckerhersteller Versandkostenfrei, jedoch ausschließlich zu recht hohen UVP-Preisen. Als grobe Faustregel lässt sich beim Onlinekauf über einen Preisvergleich oftmals 20 bis 25 Prozent einsparen.

Epsons "ReadyPrint Go"


"ReadyPrint Flex" zumeist günstiger

Deutlich interessanter aus unserer Sicht ist dagegen das Tintenabo "ReadyPrint Flex", bei dem man monatliche Seitenpakete erwirbt und unabhängig vom Tintenverbrauch drucken kann. Für knapp zwei Euro monatlich kann man 30 Seiten drucken. Ein ungenutztes Kontingent kann bis zu zwei Monate übertragen werden.

Den Dienst gibt es allerdings für deutlich weniger Drucker, dazu zählen jedoch sogar die aktuellen A3-Drucker, wie der Workforce WF-7840DTWF oder der günstige XP-2150.

Es gibt auch Pakete bis hoch zu 500 Seiten monatlich für dann üppige 19 Euro - nach zwei bis drei Jahren hätte man dann jedoch so viel Geld ausgegeben, dass man auch gleich für einen ordentlichen Tintentanker entscheiden könnte, der in Folge deutlich günstiger ist.

Epsons "ReadyPrint Flex" im Vergleich mit HP "Instant Ink"

27.07.22 08:56 (letzte Änderung)

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