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Test Büro-Multifunktionsgeräte der Mittelklasse: Display, Bedienung und Schnittstellen

von Florian Ermer

Hinweis: Für mindestens einen in diesem Artikel erwähnten Drucker ist ein Nachfolger " Neue Canon-Maxify-Multifunktionsgeräte und -Drucker" sowie " HP Officejet Pro 6900-Serie" sowie " Epson Workforce WF-2700er-Serie" verfügbar.

Gerade Multifunktionsgeräte sollten sich einfach und intuitiv bedienen lassen, ohne dass man zuerst die Handbücher studieren muss. Die drei Hersteller verfolgen an dieser Stelle unterschiedliche Konzepte. HP verzichtet vollständig auf Tasten und setzt auf ein Touchscreen, Epson kombiniert ein herkömmliches Tastenfeld mit einem berührungssensitiven Display. Lediglich Canon verzichtet ganz auf einen Touchscreen.

Bedienfeld des Canon Maxify MB2050

Als einzigen Testkandidaten schickt Canon den Maxify ohne Touchscreen ins Rennen. Insgesamt ist das Bedienkonzept gelungen - auch ohne Handbuch-Studium findet man sich schnell zurecht. Das 2,4 Zoll große Display ist zwar etwas klein, hat jedoch eine gute Qualität, weswegen man auch kleine Schriften noch gut entziffern kann.

Störend ist jedoch, dass das Canon-Multifunktionsgerät relativ hoch gebaut ist und sich weder das Bedienpanel noch das Display schwenken lassen. So kann es vorkommen, dass Reflektionen im Display die Lesbarkeit erheblich erschweren. Links unten hat Canon eine USB-Host-Schnittstelle verbaut, damit man vom USB-Stick drucken oder auf einen USB-Stick scannen kann. Einen Kartenleser gibt es indes nicht.

Bedienfeld des Epson Workforce WF-2660DWF

Epson verfolgt einen etwas anderen Ansatz als Canon und spendiert dem Workforce ein berührungsempfindliches Display. Dazu gibt es einen Mix aus Tastenfeld und Sensortasten, was insgesamt nicht ganz stimmig ist. Um das Scrollen in den Menüs auf dem 2,7 Zoll großen Display zu vereinfachen, hat Epson an der rechten Seite zwei Sensor-Pfeiltasten verbaut. Zusätzlich gibt es daneben zwei Tasten, mit denen man zurück oder ins Hauptmenü kommt und ein vollständiges Ziffernfeld. Dies sind jedoch echte Hardware-Tasten mit Druckpunkt. Bei der Bedienung wechselt man daher ständig zwischen Tasten mit Druckpunkt und Sensortasten oder Eingaben am Touchscreen hin und her. Insgesamt ist das Bedienfeld aber gut strukturiert und nach kurzer Eingewöhnungszeit geht die Bedienung auch hier einfach von der Hand.

Das Bedienfeld ist, wie auch beim Canon, nicht klappbar. Hinzu kommt der Glanzplastik-Rahmen um das Display, der eventuelle Spiegelungen verstärkt. Die Auflösung des Displays ist recht grob. Darüber hinaus besitzt der Workforce weder eine USB-Host-Schnittstelle, noch einen Kartenleser.

Bedienfeld des HP Officejet Pro 6830

Als einziges Gerät im Test kommt der Officejet nur mit einem Touchscreen daher und kommt bis auf den Anschalter ohne Hardware-Tasten aus. Das Bedienkonzept ist einfach und man kann bequem durch die Menüs scrollen, wie man es vom Smartphone gewohnt ist. Die Displayqualität ist auf dem Niveau des Canons und die Größe von 2,7 Zoll ist gerade so ausreichend. Wer große Finger hat, tut sich beim Tippen von Nummern deutlich schwerer als bei den beiden Konkurrenten, die mit einem Tasten-Nummernfeld daherkommen.

Insgesamt ist die Bedienung intuitiv und geht leicht von der Hand. Der Vorteil gegenüber den Konzepten von Canon und Epson ist, dass man lediglich am Touchscreen die Einstellungen vornimmt und nicht über die gesamte Breite des Bedienfelds hin und her springen muss. Leider lässt sich auch das HP-Panel nicht klappen und ist zudem mit billigem Glanzplastik umrandet. Dieses verkratzt einerseits recht schnell und andererseits verstärkt es Spiegelungen bei ungünstigem Lichteinfall. Die USB-Hostschnittstelle befindet sich, wie auch beim Canon, an der Vorderseite des Druckers.

Schnittstellen

In Sachen Schnittstellen können die Geräte nicht vollständig überzeugen. Canon verzichtet auf kabelgebundenes Lan (Ethernet) und Epson verbaut keine USB-Host-Schnittstelle. Bei allen drei Geräten fehlt ein Speicherkartenleser. Keine Wünsche bleiben bei den kabellosen Druckfunktionen übrig. Die Geräte lassen sich per Wlan ins Netzwerk einbinden, unterstützen WiFi-Direct und die proprietären Dienste von Apple (AirPrint) und Google (CloudPrint).

Daten zur Bedienung, zum Display und zu den Schnittstellen
Canon Maxify MB2050Epson Workforce WF-2660DWFHP Officejet Pro 6830
Bedienung am Display
Vorschaudisplay
(Diagonale)
2,4 Zoll (6,1cm)2,7 Zoll (6,9 cm)2,7 Zoll (6,9 cm)
Touchscreenneinjaja
Bewertung der Bedienung++++
USB-Host-Schnittstelle / Kartenleser
Kartenleserneinneinnein
Pictbridge / USB-Sticknein / janein / neinnein / ja
Scan auf USB-Stickja (JPG / PDF)neinja (JPG / PDF / TIFF (S/W))
Druck von USB-Stickja (JPG), PDF nur wenn vom Gerät selbst erzeugtneinja (JPG)
Schnittstellen / Konnektivität
USBjajaja
Ethernetneinjaja
Wlanjajaja
Airprint / Cloudprintja / jaja / jaja / ja
WiFi-Directjajaja
© Druckerchannel (DC)

Die Geräte von Canon und HP sind zwar mit einer USB-Host-Schnittstelle ausgestattet, jedoch lassen sich davon nur Fotos im JPG-Format drucken, nicht jedoch das für Dokumente häufig benutzte PDF-Format. Der Canon kann zwar PDFs drucken, aber nur wenn das Gerät sie selbst gescannt hat. In der Praxis wird das nur höchst selten vorkommen, dass man eine Datei als PDF auf einem USB-Stick ablegt und diese dann später am Gerät ausdrucken möchte.

05.05.15 09:28 (letzte Änderung)
1Drei einfache Büro-AIOs für unter 170 Euro
2Die Testkandidaten im Überblick
3Das Verbrauchsmaterial
4Die Druckkosten
5Display, Bedienung und Schnittstellen
6Das Papierhandling
7Installation, Druckertreiber und Netzwerkfunktionen
8Faxfunktionen
9Textdruck: Qualität und Tempo
10Grafikdruck: Qualität und Tempo
11Fotodruck: Qualität und Tempo
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13Kopieren: Handling, Qualität und Tempo
14Scanqualität und Schärfentiefe
15Der Strombedarf
Technische Daten & Testergebnisse

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