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HP Pagewide-Serie: Bürotintendrucker mit festem Druckkopf werden eingestellt

von Ronny Budzinske

Das Ende der Bürodrucker mit seitenbreitem Druckkopf bei HP wurde eingeleitet. Modelle für die Formate A4 (Desktop) und A3 (Kopierer) werden eingestellt. Tinten und Ersatzteile sind für mindestens fünf Jahre gesichert.

Wie das IT-Fachhandels-Magazin "Channelpartner" von HP-Partnern erfahren hat, wird die Pagewide-Serie weitgehend eingestellt. Das betrifft die A4-Desktopdrucker, als auch das Marktsegment der eigentlich vielversprechenden A3-Kopierer - hier dominieren Laser mit großem Abstand.

Der dahinterliegende Gedanken ist die "Vereinfachung und Optimierung" des Drucker-Portfolios und damit zukünftige Investitionen. "Aus diesem Grund werden wir zukünftigen Investitionen auf unser LaserJet-Portfolio von A4- und A3-Hardware zu konzentrieren und den Verkauf der PageWide A3- und A4-Bürodruckportfolio-Produkte einstellen.", so der Pressesprecher Heiko Witzke gegenüber Druckerchannel auf Nachfrage.

Erhalten bleiben sollen demnach lediglich die A1-Großformatdrucker der "Pagewide XL-Serie".

Ersatzteile und Tinte mindestens für 5 Jahre

Ersatzteile soll es laut HP noch für mindestens fünf Jahre geben. Für Tintenkartuschen gilt generell die gleiche Frist, jedoch wird man diese kaum einstellen, solange die Nachfrage da ist. Die aktuellen A4-Modelle sind immerhin bereits fünf Jahre am Markt und haben eine entsprechend hohe installierte Basis.

Dazu der Unternehmenssprecher: HP wird für 5 Jahre nach dem Ende des Verkaufs weiterhin Teile und Verbrauchsmaterialien verkaufen, um die installierte Basis der PageWide A3- und A4-Produkte zu unterstützen. Selbstverständlich werden wir unsere Partner auch bei der Erfüllung bestehender Verpflichtungen mit begrenzten Lieferungen unterstützen. Ebenso wie beim Übergang zum neuen HP LaserJet Portfolio.

Einführung im Desktopbereich 2013

Bei HP wurde die Technologie mit feststehendem Druckkopf mit der "Officejet Pro X"-Serie im Oktober 2012 erstmals vorgestellt. Erste Modelle um den X476dw wurden in 2013 eingeführt.

Die derzeitige Bezeichnung "Pagewide" hat HP mit einer leichten Modellpflege im März 2016 mit dem Pro 477dw eingeführt. Seit dem gab es im A4-Segment keine Neuvorstellungen mehr.

Im Vergleich mit Laserdruckern hat Tinte beim Thema Emissionen und Stromverbrauch eindeutig Vorteil. Der Nachteil des geringeren Tempos von herkömlichen Tintendruckern ist mit einem seitenbreitem Druckkopf und Werten bis hin zu 100 ipm und mehr ebenfalls nicht mehr zutreffend.

Kopierer bis A3

Ursprünglich besonders interessant dürfte für HP der Ausbau der Technik bis hin zum A3-Geräten gewesen sein. Im Kopierer-Bereich spielten die Amerikaner bis vor kurzem keine große Rolle. Dazu wurden fast alle Laserdruckwerke vom japanischen Mitbewerber Canon zugekauft.

So stellte HP erst im Mai 2017 den HP Pagewide Pro 772dn als seinen ersten A3-Kopierer vor. Im gleichen Jahr gelang dann jedoch auch der Abschluss der Übernahme von Samsungs Druckersparte. Somit konnte die Emanzipation vom Zulieferer Canon auch mit dem Laserdruck fortgeführt werden. Samsung war im A3-Bereich stark aufgestellt.


Anfänge von Memjet

Bereits im Jahre 2010 machte das bis dahin unbekannte australische Unternehmen "Memjet" die Ankündigung für Tintendrucker mit feststehendem Druckkopf. Im Gegensatz zur "traditionellen" Konstruktion umspannt dieser die gesamte Druckbreite und muss lediglich am Papier vorbeigeführt werden - wie bei einem Laserdrucker. Die zeitraubenden Bewegungen in horizontaler Richtung entfallen somit.

Erste Bürodrucker hat man dann bereits in 2011 vorgestellt. Seitdem konzentriert man sich auf den industriellen Einsatz, besonders auf den Druck von Etiketten als OEM-Anbieter.

Vergleichbare Bürodrucker

Die vier großen Hersteller von Tintendruckern hatten und haben mittlerweile auch Modelle mit festem Druckkopf für den Büroeinsatz am Markt. Bezahlbare A4-Farbgeräte für den Schreibtisch gibt oder gab es jedoch fast ausschließlich von HP.

Brother (eingestellt)

Bei Brother hatte 2012 100-ipm-Modelle um den HL-S7000DN auf dem Markt gebracht. Die Serie wurde nach kleineren Aktualisierungen jedoch mittlerweile eingestellt.


Epson

Es folgte deutlich später Epson mit der "Workforce Enterprise"-Serie im Frühjahr 2017. Die technisch sehr aufwändigen Geräte spielen preislich ab 15.000 Euro jedoch in einer anderen Liga.

Canon (zukunft vage)

Als Nachzügler kam im März 2019 dann von Canon die WG7500-Serie auf dem Markt. Dabei handelt es sich um mit HP vergleichbare A3-Modelle, die sich am Markt nicht wirklich durchsetzen konnten. Man munkelt, dass der Vertrieb der Serie in Kürze eingestellt werden soll.

Dazu kommen noch einige recht exotische Hersteller, wie der japanische Anbieter RISO.

Einsatz aktuell

Geräte mit seitenbreitem Druckkopf finden derzeit vor allem im industriellen Einsatz, wie beim Labeldruck (z.B. Epson) Verwendung. Recht stark vertreten ist die Technik auch beim Produktionsdruck. Wichtige Spieler am Markt sind hier unter anderem Canon/Océ, Ricoh, Konica-Minolta oder Xerox.

Dieser Artikel wurde ohne generative KI erstellt.
17.07.21 08:28 (letzte Änderung)

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