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HP Neverstop Laser 1001nw, MFP 1201n und 1202nw: Tonertankdrucker nun auch in Deutschland

von Ronny Budzinske

Nach Tintentankdruckern stellt HP nun auch Laserdrucker mit Toner-Befüllung aus Flaschen vor. Die nicht ganz günstigen Geräte sind recht einfach und beherrschen keinen Duplex. Die Folgekosten sind für einen Laser konkurrenzlos niedrig - nur mit Tinte geht's noch billiger.

Bereits im Sommer 2019 hat HP in Osteuropa den ersten Tonertankdrucker unter dem Markendach "Neverstop" (zu Deutsch unterbrechungsfrei) vorgestellt. Jetzt hat HP die weltweite Einführung angekündigt, darunter in Deutschland.


Dabei gibt es keine herkömmlichen Tonerkartuschen mehr, die in den Drucker eingesetzt werden. Stattdessen wird Toner aus Nachfüllkits in einen Tank im Druckerinneren gefüllt. Im Gegenzug für die günstigen Folgekosten sind die Drucker recht hochpreisig, bei einfacher Funktionalität. Lohnenswert ist das ganze daher nur für Vieldrucker, die auch ohne Duplexdruck, ADF oder großes Display auskommen.

Das Prinzip ähnelt dem von Tintentankdruckern (Epson Ecotank, Canon Megatank, HP Smart Tank). Im Vergleich mit diesen, drucken die Neverstop-Modelle derzeit jedoch ausschließlich in S/W und haben etwas höherere Folgekosten. Mitbewerber Epson hatte Anfang vergangenen Jahres bereits S/W-Tintentankdrucker gezeigt.

HP Neverstop Laser MFP 1202nw und 1201n: Multifunktions-S/W-Drucker

Unter den drei neuen Drucker der Serie, gibt es mit dem Neverstop Laser MFP 1202nw (rund 330 Euro) und MFP 1201n gleich zwei Multifunktionsdrucker. Beide Modelle dürften grob der Laser 135-Serie mit HP-Druckwerken (ehemals Samsung) entsprechen. Der Unterschied besteht lediglich in der fehlenden Wlan-Funktionalität beim MFP 1201n. Gegenüber ähnlich ausgestatteten Druckern liegt man preislich um den Faktor 2 bis 3 höher.

Die 3-in-1-Drucker selbst sind von einfachster Natur und sind vom Außendesign sehr stark an die kantigen Officejet-Farb-Bürotintendrucker orientiert.

Papierzufuhr

Immerhin gibt es ein vor Staub geschütztes Papierfach mit einer Kapazität von ordentlichen 150 Blatt. Standardpapier bis zu 120 g/m² oder HP-Spezialmedien mit bis zu 200 g/m² sollen sich dabei in geringere Kapazität bedrucken lassen. Ein Einzelblatteinzug für den sporadischen Druck von Briefumschlägen oder Etiketten gibt es nicht. Tragischer ist jedoch der Verzicht auf eine Duplexeinheit für den automatischen doppelseitigen Druck. Auf der Papierablage finden bis zu 100 Blatt Platz.

Drucktempo

Die Geräte schaffen in normaler Qualität ein Drucktempo von 20 ipm. Die erste Druckseite soll dabei in knapp 8 Sekunden, und aus dem Stromsparmodus in 14 Sekunden zu Papier gebracht werden - keine Spitzenwerte. Das Druckwerk stammt aus eigener Produktion, wie bei allen aktuellen "Laser"-Modellen. Die etwas höher angesiedelte "Laserjet"-Reihe verwendet im Normalfall Canon-Druckwerke.

Scanner und Bedienung

Die aktuellen Multifunktionsmodelle sind lediglich mit einem Flachbettscanner erhältlich. Ein Originaleinzug für das Scannen von mehrseitigen Dokumenten gibt es nicht. Die optische Auflösung des Farbsensors liegt bei den üblichen 600 dpi.

Die Steuerung der Scan- und Kopierfunktion erfolgt über ein monochromes Segment-Display und einem beleuchtete Folien-Tastenfeld.

Anschlüsse und Sprachen

Generell handelt es sich um GDI-Drucker, ohne Unterstützung von PCL oder Postskript. Damit ist man auf dezidierte Treiber von HP angewiesen, die in der Regel auch langfristig für gängige Systeme von Windows, Mac und Linux zur Verfügung stehen. Der Arbeitsspeicher beträgt 64 MByte.

Anschlussseitig gehört USB und löblicherweise Ethernet zum Standard. Der MFP 1202nw kann zudem drahtlos über Wlan (nur im 2,4-Ghz-Band) und ohne Umwege über Wifi-Direkt angesprochen werden.

Bei einer Netzwerkinstallation stehen alle gängigen Standards von Airprint (Apple), Google Cloud-Print und Mopria zur Verfügung. Sowohl für iOS als auch für Android gibt es zudem die "HP Smart App". Ein Plug-In ermöglicht zudem einen erweiterten Druckertreiber unter Android.


HP Neverstop Laser 1001nw: S/W-Drucker ohne Scanner

Für eine recht geringe Ersparnis bietet HP mit dem Neverstop 1001nw (280 Euro) weiterhin einen reinen Drucker ohne Scanner an. Die Basis entspricht grob dem HP Laser 107w, der knapp unter 100 Euro kostet.

Das Druckwerk mit einem Tempo von 20 ipm und die 150-Blatt-Papierkassette ist identisch. Es gibt dieses Modell ausschließlich in der "nw"-Version mit Ethernet und Wlan.

Neben dem Scanner (und damit auch der Kopierfunktion) hat HP lediglich am Display eingespart. Da bei einem reinen Drucker am Bedienpanel ohnehin kaum Interaktionen anfallen, gibt es lediglich Status-LEDs für die Bereitschaft und der Verbindung. Das Tastenfeld beschränkt sich auf dem Druckabbruch und dem Verbindungsaufbau.

HP Neverstop
HP Neverstop
MFP 1202nw
HP Neverstop
MFP 1201n
HP Neverstop
1001nw
Preis (UVP, ca.)330 Euro310 Euro280 Euro
FunktionS/W-Drucken, Scannen, S/W-KopierenS/W-Drucken
Drucktempo
(Kopiertempo)
20 ipm
(14 ipm)
20 ipm
Papierzufuhr150-Blatt-Kassette
(bis 120 g/m²)
Duplexdruckneinnein
Scanner600 dpi
(nur Flachbett, kein ADF)
nein
AnschlüsseUSB, Ethernet, Wlan, Wifi-DirektUSB, EthernetUSB, Ethernet, Wlan, Wifi-Direkt
StandardsAirprint, Mopria, HP Connect, Google CloudPrint
Nachfüll-KitKartusche zum Nachfüllen für 2.500 Seiten (18,50 €)
oder im Doppelpack für 37,50 (12 Prozent Ersparnis)
(nicht im Lieferumfang enthalten)
Bildtrommelfür 20.000 Seiten nach ISO
enthält Toner für 5.000 Seiten, rund 85 Euro
(im Lieferumfang enthalten)
Alle Datentechnische Daten
© Druckerchannel (DC)

Verbrauchsmaterial, Befüllvorgang und Statusanzeige

Alle drei Neverstop-Modelle verwenden als Verbrauchsmaterial zum einen Toner und in größeren Abständen (alle 20.000 Seiten) eine neue Bildtrommel. Beim Kauf (und Nachkauf) ist die bereits mit Toner für 5.000 Seiten ausgestattet. Ein Nachfüll-Kit liegt dem Drucker nicht bei.

Ein Nachfüll-Kit 143A enthält Toner für 2.500 Seiten, kostet lediglich 18,50 Euro und ist durch einen Chip geschützt. Für die Bildtrommel müssen 85 Euro ausgegeben werden. Mit einem Tonersensor erkennt der Drucker, wie viel Toner noch im Gerät ist, und ob "Platz genug" ist, diesen nachzufüllen. Sichtbar ist dies an einer frontal angebrachten Statusanzeige. Es wird zudem das Tonerdoppelpack 143AD für 37,50 Euro geben. Das macht eine Ersparnis von rund zwölf Prozent.

Befüllvorgang

Der Vorgang des Befüllens ist zweistufig aufgebaut: Als erstes legt man die Einfüllöffnung frei und steckt das Nachfüll-Kit in das Loch. Mit einem elektronischen Chip wird vom Drucker erkannt, dass die eingesetzt Kartusche kompatibel ist und die Bildtrommel ausreichend Toner aufnehmen kann (Symbol +1 oder +2). Ist dem so, schaltet ein kleiner Motor die Befüllöffnung frei und der Benutzer muss die Kartusche 180 Grad drehen und von oben den Toner in das Gerät drücken - fertig. Der Vorgang soll nicht länger als 15 Sekunden dauern.

Befüllvorgang: Der ganze Vorgang soll laut HP nicht länger als 15 Sekunden dauern. Das Video ist in englischer Sprache.

Inwiefern nun das geleerte Kit frei von Tonerresten ist, muss ein späterer Test zeigen. Die Luft, die beim "Hineinpressen" des Toners in den Drucker entweicht, soll über die Bildtrommel geleitet werden, die dann durch integrierte Filter frei von Tonerstaub sein soll.

Folgekosten im Vergleich

Das Neverstop-System ist derzeit einmalig an Markt. Im Vergleich zu allen anderen Laserdruckern in dieser Klasse, liegen die Druckkosten um den Faktor zwei niedriger. Geräte mit ähnlicher Ausstattung liegen beim Preis je gedruckter Seite schnell um den Faktor fünf und höher.

Unterboten werden die Druckkosten jedoch klar von Tintentankdrucker, die es aktuell von Epson oder auch Canon in S/W-Versionen gibt. Zu erwähnen ist jedoch ein in der Regel etwas unschärferer Textdruck bei Tintengeräten und die fehlende Wischfestigkeit beim Canon-Pixma-Modell.

Verfügbarkeit und Garantie

Die Neverstop-Serie startet in Deutschland ab Mai 2020. HP gewährt eine Garantie von 12 Monaten ab Kauf.

*1
Diese Tabelle wird automatisch aktualisiert.

Preise

Alle Preise sind Preisempfehlungen der Hersteller (UVP).

Kosten & Starterreichweite

In die Druckkosten kalkulieren wir anteilig verbrauchte Materialien auch nur anteilig hinein. Weiterhin berücksichtigt Druckerchannel die Starterreichweiten - diese werden vom Druckvolumen abgezogen und reduzieren somit die durchschnittlichen Seitenkosten.

*2
ISO-Textdokument (ISO 19752): A4-Textdokument (nur schwarz) auf Normalpapier in Standardqualität.
15.04.20 07:36 (letzte Änderung)
Technische Daten

5 Wertungen

 
1
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