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Test Brother MFC-J6910DW: Wuchtiger Bruder

von Florian Ermer
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Druckerchannel nimmt das neue A3-Multifunktionsgerät von Brother unter die Lupe und zeigt in diesem ausführlichen Test alle Vor- und Nachteile des wuchtigen Bruders.

Wer ein A3-Multifunktionsgerät benötigt, kann sich entweder für hochpreisige Laser-Geräte entscheiden, die ab etwa 2.500 Euro zu haben sind, oder auf Tintenmultifunktionsgeräte setzen, die es bereits ab etwa 200 Euro gibt. Eine Auswahl unter verschiedenen Herstellern gibt's aber nicht, denn Brother ist in dieser Nische allein unterwegs. Nur HP hat noch ein A3-Multifunktionsgerät, den HP Officejet 7500A E910a, das zwar im Format A3 druckt, aber nur im Format A4 scannen und kopieren kann.

Seit Jahresanfang hat Brother drei neue A3-Tintemultifunktionsgeräte im Angebot, von denen Druckerchannel das Gerät mit Touchscreen, den Brother MFC-J6910DW unter die Lupe nimmt.

Brothers MFC-J6910DW lässt bei der Ausstattung kaum Wünsche offen. Neben zwei Papierzuführungen stehen Duplexer, DADF*1 und Fax zur Verfügung. Als Schnittstellen zur Verbindung mit dem PC stehen USB, Ethernet und Wlan bereit. Im Inneren werkeln vier separate Tintenpatronen.

Bei den Druckkosten kann der Brother jedoch nur teilweise überzeugen. Der Schwarzdruck ist mit deutlich unter zwei Cent preiswert, beim Fotodruck hingegen muss man tief in die Tasche greifen. Über 60 Cent bezahlt man für eine A4-Farbseite - zu viel für ein Multifunktionsgerät, das knapp 700 Euro kostet.

Hinzu kommen mehrere kleinere Mängel, die das Gesamtbild des hochpreisigen Tintenmultis trüben. So gibt es beispielsweise beim Grafikdruck auf Inkjetpapier unschöne Schmierstreifen und der automatische Dokumenteneinzug ist nur bei A4-Vorlagen duplexfähig.

Wer mit dem A3-Multifunktionsgerät von Brother liebäugelt, sollte sich außerdem über dessen Abmessungen im Klaren sein und genügend Platz auf dem Schreibtisch einplanen.

Druckerchannel-Fazit

Wer auf das A3-Format angewiesen ist und nur wenig druckt oder kopiert, der bekommt mit dem Brother MFC-J6910DW ein sehr günstiges Gerät, wenn man den Preis in Höhe von rund 700 Euro mit den Preisen der Laser-Geräte (ab etwa 2.500 Euro) vergleicht.

Schade, dass sich Brother nicht dazu überwinden konnte, die Seitenpreise beim Farbdruck niedrig zu halten. Daher rentiert sich der günstige Anschaffungspreis des Brothers nur dann, wenn man wenig druckt. Wer kein A3-Format benötig, bekommt bei der Konkurrenz A4-Geräte zu günstigeren Anschaffungs- und Unterhaltskosten.

Positiv hervorzuheben sind die günstigen Textdruckkosten, das einfache Papierhandlich und die markerfeste Tinte. Dem gegenüber stehen jedoch die wuchtigen Ausmaße und die stellenweise umständliche Bedienung.

*1
DADF = duplexfähige Dokumentenzufuhr, also eine Zufuhr, die beide Seiten eines Blattes einlesen und damit kopieren oder scannen kann.
Dieser Artikel wurde ohne generative KI erstellt.
28.04.11 10:29 (letzte Änderung)
1Wuchtiger Bruder
2Lieferumfang, Ausstattung und Modellvarianten
3Das Verbrauchsmaterial
4Die Druckkosten
5Der Platzbedarf
6Display, Bedienung und Schnittstellen
7Das Papierhandling
8Druckertreiber, Installation und Netzwerkfunktionen
9Textdruck: Qualität und Tempo
10Grafikdruck: Qualität und Tempo
11Fotodruck: Qualität und Tempo
12Tintenqualität: Marker-, Wasser- und Bleeding-Test
13Fotoscanqualität und Schärfentiefe
14Textscanqualität und Tempo
15Kopierqualität und Tempo
Technische Daten & Testergebnisse

191 Wertungen

 
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