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Erfolgreiche Wiederbelebung des Canon IP4000 Druckkopfes QY6-0049

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von
Urspr. Problem war:
Trotz einwandfreiem Druckbild kam Fehlermeldung: 5x orange blinkende LED
Bedeutung dieser Fehlermeldung beim IP 4000: Druckkopf fehlerhaft / nicht richtig eingebaut / Druckkopf defekt.
In Internet Foren wird empfohlen beim Druckkopf einen "Reset" durchzuführen.
D.h. im eingeschalteten Zustand: Patronen und Druckkopf ausbauen und anschließend wieder einsetzten. Dies führt scheinbar zu einem Reset.
Ich probierte dies mehrfach. Ergebnis bei mir jedoch: keine Besserung oder Änderung. 5x Orange LED blinkte immer noch und Drucker verweigerte jedes weitere Drucken.
Ging schon fast davon aus, dass der Druckkopf scheinbar nun defekt ist.

Erfolgreiche Lösung:
Folgende Schritte führten zu eine einwandfreien Wiederherstellung des Druckbetriebes und Druckkopfes. Wobei nicht gesagt werden kann, welcher der Schritte nun der entscheidende war.
Auffällig war bei dem o.g. Defekt auch, dass der kleine Schwarze Tintentank (ganz links) ausgelaufen war. An der Stelle wo die Patrone ihren Auslauf hat und an den Druckkopf andockt, war Tinte ausgelaufen und hatte sich eine kleine "Pfütze" neben dem Ansaugloch gebildet.

Folgende Schritte führtem zum Erfolg:

1. Grob-Reinigung des Druckkopfes unter fließendem Wasser (teilweise Warmwasser)

2. Feinreinigung:
Befüllen der Andockbereiche (bei den Ansauglöchern) mit destiliertem Wasser, welches mit einem Tropfen (pro Glas) Spüli versehen war. Die auf Untersetzen zum Ablaufen mehrere Stunden gestellt.
Anschließend auch Druchspülen in umgekehrter Richtung versuch. Auftröpfeln der Wasser-Spüli Lösung auf die Düsenöffnungen, wenn Druckkopf auf dem Kopf steht (gehalten wird).
Bei beiden Vorgängen zeigte sich jedoch kein wirklich sichtbares Durchlaufen der Flüssigkeit. Obwohl bei deinem älteren Druckkopf dies schon einmal zu beobachten war.

3. Klarspülen:
Wieder holen der o.g. Reinigungsvorgänge mit reinem, sauberen dest. Wasser um alle Spüli Reste zu entfernen
Bei beiden Vorgängen zeigte sich jedoch kein wirklich sichtbares Durchlaufen der Flüssigkeit. Obwohl bei deinem älteren Druckkopf dies schon einmal zu beobachten war.

4. Trockung:
Druckkopf kräftig ausschütteln und auf Küchenpapiertuch gestellt mind. 1 Tag trocknen lassen.

5. Drucker Vorbereitung (Reset), vor Einbau des Druckkopfes:
Drucker ausschalten (wenn an war) & Netzstecker herausziehen. Dann Druckereinschalttaste betätigen. U.U. blinkt dann grüne LED nochmal auf (Zeichen für Reststrom im Gerät).
Kurz warten. Dann wiedereinstecken des Netzkabels in Drucker und diesen Einschalten.

6. Druckkopf einsetzten und Klappen schließen, so dass Druckkopf in normale Parkpostion fährt.
Wichtig!: nur Druckkopf ohne Patronen zuerst einsetzen.
Denn: ist der Druckkopf dann in Parkpostion, zeigt sich bereits, ob die Aktion erfolgreich war, wenn keine Fehlermeldung mehr kommt und LED grün blinkt.
Dies war hier der Fall.

7. Patronen einsetzen:
Dann anschließend erst die Patronen einsetzen, Klappen schließen und Druckkopf wieder in Parkpostione fahren lassen. Wenn auch hier alles "grün" bleibt. SUPER!

8. Einwirkzeit:
Anschließend Drucker in eingeschaltetem Zustand erstmal für 2-4 od. 6 Stunden ohne zu Drucken stehen lassen. In der Hoffnung, dass die Tinte dann den Druckkopf langsam befüllt. Ggf. in Abständen von 1-2 h ein/aus schalten, um Befüllungsvorgang zu unterstützen oder beschleunigen.

9. Prüfmuster drucken
Im hiesigen Fall zeigte sich, dass jetzt erst der Drucker zum "pumpen" begann, um Druckkopf mit Tinte zu füllen. Vorher während der Einwirkzeit (Pkt. 8.) war dies in der Deutlichkeit nicht erkennbar.

=> Ergebnis: Einwandfreies Druckbild des Prüfmusters.
Erfolgreiche Wiederbelebung des Druckers.

FAZIT: Drucker funktionert wieder einwandfrei. Leider kann ich nicht sagen, was bei mir genau dazu geführt hat, dass der Druckkopf nun wieder einwandfrei erkannt wird.
Aber es zeigt, das die 5x blinkende Orange LED Fehlermeldung nicht immer das "AUS" für Druckkopf bzw. ggf. Drucker sein muss.
Seite 1 von 3‹‹123››
von
das mechanische Reinigungs-Procedere hatte mit 100%iger Sicherheit null Einfluss
auf das (Wieder) -Erkennen des Druckkopfs;
diese Art von B200 Fehler(falscher Druckkopf oder Druckkopf einsetzen, obwohl drin) resultiert aus einem langsam sich häufendem Verschleiß des unter der rückwärtigen Platine befindlichen Chips...
die gute Nachricht wäre insofern also die, daß diese Art von Druckkopftod die Hauptplatine nicht mitschrottet...
die weniger gute, dass es einen neuen QY6-0049 -so überhaupt noch irgendwo erhältlich- erst ab mindestens € 120,00 zu kaufen gibt;
von den sogenannten "refurbishten" rate ich dringendst ab, da diese zum einen nichts anderes als alte Gereinigte sind und zum anderen schon früher einige HP geschrottet hatten...
er wird immer öfter wiederkommen, der "B200"...

und das
"beim Druckkopf einen "Reset" durchzuführen"
ist imho ein guter Witz und nicht mehr.
Beitrag wurde am 01.01.16, 19:55 vom Autor geändert.
von
Da muss ich uu4y recht geben... eventuell wäre das blinken auch nach einem tag warten, also nichts tun, verschwunden. Entscheidend ist ob es so bleibt. Und ob er nun ohne - auch nur die kleinste - lücke im düsentest druckt. Denn nur dann ist einwandreier fotodruck möglich.

Die für mich plausibelste erklärung geht so:
Die bubble jet köpfe verbrauchen sich tatsächlich mit der zeit, eine düse nach der anderen überhitzt und fällt aus, erst ohne auswirkung (weil noch ausreichend funktionierende vorhanden sind), irgendwann gibts streifen, und dann schaltet die elektronik denn kopf ganz ab, manchmal auch eine düsenreihe.
Ich vermute dass dann eine externe reinigung eventuell helfen KANN, soviele düsen zu reaktivieren, dass er nochmal erkannt wird...

Berichte bitte, wie es nach hundert seiten aussieht!
von
Mit einen Reset bezeichnet ein Zurücksetzen eines Gerätes in einen spezifizierten Zustand. Das kann man aber in der Regel nur bei "intelligenten" Systemen erreichen, diese Intelligenz sitzt nicht auf dem Druckkopf. Die dort enthaltende Elektronik ist nicht intelligent und wird einzig und allein durch die Hauptelektronik angesteuert. Durch stromlos schalten werden eher irgendwelche Kondensatoren in einen Zustand versetzt bei denen sie sich selbst heilen(soweit sie dazu ausgelegt sind), das ist dann aber mit "Alterung" der Bauteile einhergehend und ist meist nur von geringer Dauer. Oftmals sind allerdings auch Kontakte nicht mehr richtig leitfähig dann kann es durch mehrfaches Einsetzen des Druckkopfes dazu führen das dieses Problem kurzfristig löst. Ob das auch längerfristig auch funktioniert ist muss sich zeigen. Meist lässt sich so ein Fehler nur kurzzeitig vor dem endgültigen Aus beheben.
von
das von hjk genannte Heilvermögen betrifft nur Elkos = Elektrolytkondensatoren, davon befinden sich keine im Druckkopf selbst bzw. innen hinten auf der Platine;
im Druck-Schlitten dagegen sind schon Elkos verbaut, diese sind meines Wissens jedoch bei keinem Canon, den ich vor mir stehen hatte, defekt geworden;
Verschleiss durch Materialabtragung und der dadurch bedingte natürliche Ausfall von Düsen lässt sich im erweiterten Düsentest sehr gut erkennen;
dort werden für alle Farbdüsen statt Farbbalken Gitter gedruckt;
jeder fehlende senkrechte oder waagrechte Strich in einem Gitter ist eine verbrauchte(oder zugesetzte) Düse;
diese Art von Düsenausfall führt imho nicht dazu, daß Kurzschlüsse erzeugt und damit die Hauptplatine geschrottet werden kann;
Kurzschlüsse, durch welche die Hauptplatine geschrottet werden kann, werden (fast) ausschließlich durch aggressive Tinte, die den Düsenbereich zerstört, erzeugt... einige wenige Ausnahmen davon soll es zwar auch schon bei Verwendung von Originalpatronen gegeben haben;
sicher bin ich mir da aber eher nicht, weil schon eine einzige Fremdpatrone zwischendurch für o. g. ausreichen kann...
von
Vielen Dank für Eure Ergänzungen zu meinem Beitrag.

Anbei noch ein Bild vom Düsentest, Ergebnis nach Wiederbelebung.
Canon Pixma IP4000

@uselyuseful4you
Wo ist denn der "erweiterten Düsentest" zu finden?
Im Treiber-Software Menü unter "Wartung" gibt es bei mir nur noch die Musterausdrücke für die Druckkopfausrichtung. Ist das damit gemeint?
Beitrag wurde am 02.01.16, 11:44 vom Autor geändert.
von
Danke für die Hilfseiten >sep

Anbei der erweiterte Drucktest und die Statusseite im jetzigen Zustand.
Ich kann auf der Ergebnisnseite vom erweiterten Drucktest keine Mängel erkennen.

(Anmkerung: die Lochmarken auf den Seiten stammen vom gelochten Blatt)
von
Nicht nur ELkos sind selbstheilend auch andere Kondensatoren (z.B. Folien) können das zum Teil.
von
@hjk + uu4y
Ich meinte übrigens mit "abschalten" kein intelligentes system, sondern nur die tatsache dass die elektronik des druckers auf den zustand des kopfs reagiert, zB durch fehlerblinken. Und es kam bei mir vor, dass zB testschwarz oder ein anderer kanal ganz verschwunden ist, aber nach wechsel aktionen genauso unerwartet wieder da war (aber selten, meistens war nichts mehr zu retten)
Was ist aber "normaler" verschleiß bei den canon köpfen..?.. Ich denke prinzipiell verbrannte düsen, nur eben langsam über die betriebszeit, statt plötzlich zB durch schlechte patronen oder gestörten tintenfluss. Und es könnte wohl sein, dass der drucker bei bestimmten werten des druckkopfs (zB temperatur, aber eventuell auch die anzahl bereits ausgefallener düsen - die sind ja alle elektronisch angesteuert) die fehlermeldung rausgibt bzw das weiter drucken unterbindet. Bis er andere werte erhält... und hoffentlich keinen kurzschluss..

@bindrucken
Was auch immer da geklemmt hat, glückwünsch zum neuen alten druckkopf.

Interessant ist übrigens der punkt "CH=00026".
Demnach wurde der druckkopf 26 mal gewechselt... kann heißen: 26 neue seit betrieb (wohl eher nicht ;O) oder auch: 26 mal raus und rein während dieser aktion...?!
von
WIEDERBELEBUNG LEIDER nur von KURZER DAUER

Tja, nun nach knapp 2 Wochen Betrieb muss ich leider @hjk recht geben. Der Fehler kam wieder und der Drucker verweigert jedes weitere drucken.

Besonders ärgern dabei tut mich, dass das Druckbild bis zuletzt einwandfrei war. Hatte davor noch drei Bilder auf A4 ausgedruckt - ohne Steifen oder sonstige Probleme. Und dann plötzlich wieder diese blöde Fehlermeldung.
Auch ein erneuter kurzzeitiger Aus- und Wiedereinbau des Druckkopfes brachte jetzt keine Änderung.
Das wars dann wohl.
Zugleich, wegen des einwandfreien Druckbilds, werde ich den Gedanken nicht los, ob hier nicht doch vom Herstellen ein vorprogrammiertes Ende eingestellt ist nach einer best. Laufzeit oder Menge an Ausdrucken.
Was für eine Ressourcenverschwendung.

Welche Tintenstrahler sind Eurer Meinung nach zur Zeit am besten von der Langlebigkeit und Kosten her?
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