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Test Canon Imageprograf Pro-300 vs. Epson Surecolor SC-P700: Auf die feine Art

von Olaf Klee, Ronny Budzinske
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Druckerchannel hat A3-FineArt-Drucker von Canon und Epson mit Pigmenttinten unter die Lupe genommen. Die Konzepte sind unterschiedlich. Einen eindeutigen Sieger über alle Disziplinen hinweg gibt es nicht. "Sehr gute" Fotos schaffen Beide ohne Mühe.

Für den schnellen Fotodruck gibt es zahlreiche Geräte, die auch ohne großen Aufwand beachtliche und "schöne" Ergebnisse liefern. Das geht sogar mit niedrigen Folgekosten schon ab 300 Euro los. Hier braucht es oftmals gar keinen dedizierten Fotodrucker.

Wenn es auf Feinheiten ankommt, stoßen solche "Einstiegsdrucker" jedoch schnell an ihre Grenzen. Auch Anforderungen, die eine äußerst genaue Farbwiedergabe, feine Nuancen oder auch eine besondere Haltbarkeit verlangen, werden diese kleinen Alleskönner nicht mehr gerecht. Sie sind oft in der Auswahl auf wenige Papiere begrenzt - starke FineArt-Medien werden nur mit Komplikationen oder gar nicht eingezogen.

Genau hier stellen die zwei Drucker im Test den Einstieg in den hochwertigen Druck dar. Im Duell steht der Imageprograf Pro-300 von Canon mit dem Epson Surecolor SC-P700.

HP ist im LFP-Format zwar stark vertreten, hat sich aus dem A3-Segment jedoch schon lange zurückgezogen. Weitere Hersteller sind ebenfalls nur in übergroßen Formaten ab A1 vertreten.

Beide Drucker arbeiten mit Pigmenttinten, die auf matten Medien eine tolle Sättigung erzielen können, auf Glanzpapieren jedoch oft mit störenden Effekten zu kämpfen haben. Sowohl Canon als auch Epson haben jedoch Mittel gefunden, diese Probleme zu umgehen.

Der größte Vorteil der Pigmenttinten ist jedoch die Haltbarkeit. Unter Idealbedingungen im Album sollen Drucke um die 150 bis über 400 Jahre halten - ohne eklatante Qualitätseinbußen aufzuweisen. In offenen Umgebungen mit Licht- und Ozon-"Einstrahlung" darf man gerne mit 75 und etwas mehr Jahren rechnen. Hier liegt es aber mehr am Papier und weniger an den Tinten.

Günstig ist der Spaß jedoch nicht! So ein Drucker kostet mindestens 700 Euro. Für einen Ausdruck kann man locker einen Euro dazurechnen - nur für die Tinte! Papier kommt noch dazu - und das kann sehr teuer sein! Die Belohnung hält man dann - nach einigen anfänglichen Mühen - in der Hand. Ein solches Bild bekommt man nicht in der Drogerie. Auch die Möglichkeiten der Gestaltung und Ausarbeitung kann kaum ein Dienstleister in diesem Umfang leisten. Das ist der Preis, der für ein schönes Ergebnis zu entrichten ist.

Druckerchannel-Fazit

Im Test stellte sich heraus, dass beide Testkandidaten "sehr gute" Resultate abliefern können. Es sind die kleinen Feinheiten, die den Unterschied machen. Auf Glanzpapieren sehen wir den Canon Imageprograf Pro-300, wegen des homogeneren Glanzes leicht vorne. Epson hat beim SC-P700 jedoch ordentlich nachgebessert. Der Surecolor zeigt nach wie vor Schwächen beim Glanzunterschied, kann allerdings aus dem Stehgreif die eindrucksvolleren Ergebnisse bereitstellen. In Punkto mattes Papier verweist der Epson den Canon, der etwas zu dezent herangeht, klar auf den zweiten Platz.

Beide Hersteller gehen hier ihren eigenen Weg. Einen rustikalen Partner von Canon oder - weil der Platz nicht mehr erlaubt - der schlanke Vertreter aus dem Hause Epson. Die Druckkosten liegen bei beiden Geräten in etwa auf demselben Niveau.



Der Canon Imageprograf Pro-300

Canon versteht es wertig anmutende Geräte zu bauen. Dies unterstreicht auch der Pro-300 ganz eindeutig. Die Verarbeitung ist erstklassig. Alle Klappen, Zuführungen und Bedienelemente lassen keine Zweifel offen. Es klappert oder hakt nichts. Zu bemängeln ist allerdings die wuchtige Bauform - da ist sogar der A2-Drucker von Epson kompakter.

Die Tasten haben einen angenehmen Druckpunkt und das Menü ist logisch aufgebaut. Der Papiereinzug klappte im Test stets ohne Fehl und Tadel. Falls nötig, schreitet jedoch die automatische Papierschräglagenkorrektur ein. Das "Pro" trägt dieser Drucker zurecht! Das Drucktempo ist ausreichend schnell, liegt aber in Relation zum Druckraster hinter dem Epson.

Das hat uns gefallen

Das hat uns weniger gefallen

Mehr gefällig? Der Imageprograf Pro-1000!

Wem das DIN A3+ Format nicht ausreicht, sollte sich den ähnlichen Imageprograf Pro-1000 ansehen. Bei diesem Boliden legt Canon noch ein "mehr" an Ausstattung mit in den Karton.

Neben dem Format sind die richtig großen Tintenpatronen mit jeweils 80 ml der größte Pluspunkt. Darunter auch eine zweite Grautinte und ein zusätzlicher Blauton.

Die Vorteile beim Pro-1000 unterstreicht Canon auch mit Extras wie einer Papier-Ansaugung zur Korrektur von nicht plan anliegendem Papier. Innovativ und kostspielig zugleich ist die Kompensation von Verstopfungen durch Ersatzdüsen, die bereitstehen.

Oben drauf gibt es zusätzlich einen austauschbaren Resttintenbehälter, welcher beim A3+ Modell eingespart wurde.

Pro-300 (im Test) ab 699 € *1 Pro-1000 (A2-Version) ab 994 € *1



Der Epson Surecolor SC-P700

Beim Epson Surecolor SC-P700 ist Leicht- und Miniaturbau Programm. Ja! Der Drucker ist kleiner und leichter als der Pro-300. Selbst der P900 als A2-Version ist in allen Dimensionen schlanker, als der kleinere Pro 300. Der Kontrapunkt liegt jedoch bei der Materialwahl. Alles ist etwas filigraner. Die Papierstütze sowie die Papierablagen wirken etwas labil. Auch die Patronenabdeckhaube ist im geöffneten Zustand in sich nicht stabil. Ob sich dies auf lange Sicht tatsächlich auf die Haltbarkeit auswirkt, kann von uns nicht beantwortet werden. Im Test ist der Drucker nicht auseinandergefallen und hat auch keine Teile oder Funktionen eingebüßt. Dafür ist das Display schön groß und setzt Anweisungen bei Berührung anstandslos um.

Überrascht hat uns dagegen der äußerst kräftige Druck auf Glanzpapier - das war bisher eine Domäne des Canons mit seinem "Chroma Optimizer". Generell druckt der Surecolor deutlich ausdrucksstärker und übertreibt es ab und an ein wenig. Die Wirkung der Drucke und das sehr feine Druckraster überzeugen jedoch.

Das hat uns gefallen

Das hat uns weniger gefallen

Mehr gefällig? Der Surecolor SC-P900!

Für das größere A2-Format hat Epson den Surecolor SC-P900 im Sortiment. Im Gegensatz zum Canon-Portfolio handelt es sich dabei weitgehend um den gleichen Drucker mit breiterem Einzug. Ein großer Vorteil sind die 50-ml-Kartuschen, die zwar doppelt so groß sind, wie beim A3-Modell, jedoch an die 80 ml vom Canon Pro-1000 oder auch dem Epson-Vorgänger SC-P800 nicht herankommen - schade!

Die Konstruktion ist nicht wesentlich stabiler ausgeführt, als beim A3-Modell, jedoch bleibt der SC-P900 sowohl in Tiefe, Höhe und sogar der Breite kompakter als der Pro-300 aus dem Test.

SC-P700 (im Test) ab 686 € *1 SC-P900 (A2-Version) ab 1.099 € *1

*1
Preise inkl. MwSt. und zzgl. Versandkosten. Der Preis sowie die Verfügbarkeit können sich mittlerweile geändert haben. Weiß hinterlegte Preise gelten für ein baugleiches Gerät. Alle Angaben ohne Gewähr.

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02.05.22 07:20 (letzte Änderung)
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1Auf die feine Art
2Gehäuse, Bedienkonzepte & Anschlüsse
3Medienverarbeitung und -flexibilität
4Das Verbrauchsmaterial
5Die Druckkosten
6Druckertreiber
7Farbmanagement und Farbprofile
8Fotodruck: Qualität auf Hochglanz-Medien
9Fotodruck: Qualität auf matten FineArt-Medien
10Fotodruck: S/W-Druck, Bronzing und Fazit
11Qualität beim Grafikdruck
12Foto- und Grafikdrucktempo
13Textdruck: Qualität und Tempo
14Marker- und Wassertropfen-Test
Technische Daten & Testergebnisse

2 Wertungen

 
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