HP Boise: Die Wiege vom Laserjet wird geschlossen
Der ewige Drucker-Weltmarktführer HP befindet sich mal wieder in einer Phase der Umstrukturierung und Konsolidierung.
So sollen bis 2028 weltweit bis zu 8.000 Stellen gestrichen und zum Teil durch KI ersetzt werden. Dabei will man sich auch auf weniger und entsprechend größere Standorte konzentrieren.
Wie kürzlich bekannt geworden ist, wird dies auch "HP Boise" treffen. Auf dem Campus des PC- und Druckergiganten im US-amerikanischen Bundesstaat Idaho sind derzeit noch rund 1.100 Mitarbeiter beschäftigt. Bis Ende 2027 soll damit aber Schluss sein und der traditionsreichen Standort vollständig aufgegeben werden.
Eröffnet in 1973, wurde in Bois ab den späten 1970er Jahren zum Zentrum der erfolgreichen Laserjet-Modellreihe. Der erste Laserdrucker wurde 1980 unter dem kryptischen Namen "2680A" vorgestellt und dann 1984 der legendäre Ur-Laserjet (Modellnummer "2686A").
Erster Laserjet 1984 aus Boise
Erst kürzlich wurde das 40. Jubiläum gefeiert. Auch wenn die Druckwerke selbst zumeist von Canon und seltener auch von Ricoh zugeliefert wurden, fand immer auch eine eigene Entwicklung und Anpassung statt. Zuletzt hat sich HP stärker auf Lösungen für Drucker konzentriert. Die Produktion oder besser Endmontage dürfte schon seit langem zu großen Teilen nach Fernost verschoben sein und mittlerweile vermutlich zu größtenteils durch Canon selbst durchgeführt werden. Die Kooperation der beiden Druckerhersteller hält noch immer und wurde sogar verfestigt.
Im Gegensatz dazu wurde die Technologie für den Tintendrucker vorrangig in Vancouver (nicht das in Kanada, sondern das im US-Bundesstaat Washington) entwickelt. Das erste kompakte und bezahlbare Gerät, der Thinkjet (Modellnummer 2225), feierte ebenfalls 2024 das vierzigste Jubiläum.
Verlagerung nach Corvallis und Vancouver (WA)
Die Aktivitäten, die aktuell in Boise beheimatet sind, sollen zukünftig in die Hubs nach Corvallis (Oregon) und in den kürzlich vergrößerten und modernisierten Standort in Vancouver verlagert werden. HP betont, dass man sich die Entscheidung nicht leicht gemacht habe und man sich des Einschnitts für die betroffenen Mitarbeiter bewusst sei.
40 Jahre HP Laserjet 40 Jahre HP Thinkjet HP Laserjet: "Canon Inside"


