Brother MFC-J6975DW und MFC-J6977DW: Professionelle A3-Tintendrucker mit besonders hoher Reichweite
Nach etwas mehr als vier Jahren am Markt hat Brother jetzt seine vollständige MFC-J6000er-Serie erneuert. In dieser fassen die Japaner alle Bürotintendrucker mit A3-Funktion für Druck, Scan, Kopie und Fax zusammen.
Im Gegensatz zu den ebenfalls kürzlich eingeführten Modellen um den MFC-J6960DW gehören die Neuvorstellungen in dieser Runde jedoch der "Business Smart X"-Serie an. Als Zielgruppe eignen sich größere Arbeitsgruppen mit erhöhtem Druckaufkommen und Bedarf an einer Unterstützung von PCL, Postscript oder PDF. Dazu lassen sich über das Brother Solutions Interface (BSI) Drittanbieterlösungen direkt auf dem Bedienpanel umsetzen.
Auf einen Blick lassen sich die professionellen Geräte an der hellgrauen Bedienblende erkennen, die bei der einfacheren Basisserie in einem dunklen Anthrazit gehalten ist.
Neu kommen nun der MFC-J6975DW sowie der MFC-J6977DW, der eine weitere Kassette bietet. Die Modelle der Serie mit A4-Scanfunktion um den MFC-J5955DW verbleiben noch eine Weile im Portfolio und gehen in die von Grund auf erneuerte J5100er-Serie über. Dort wird bald auch der Nachfolger des HL-J6010DW (ohne Scanfunktion) landen, dem dabei allerdings auch die A3-Druckfunktion genommen wird.
Brother MFC-J6975DW und MFC-J6977DW
Das vermutlich interessanteste der beiden Modelle ist der MFC-J6975DW, für den Brother rund 650 Euro aufruft. Der Nachfolger des MFC-J6955DW dürfte wohl bald bei einem Straßenpreis von um die 500 Euro landen. Die A3-Funktion gilt für alle vier Grundfunktionen, also Druck, Scan, Kopie und Fax.
Dem zur Seite steht der MFC-J6977DW, der für rund 800 Euro den MFC-J6957DW ablösen wird und gegenüber dem etwas günstigeren Modell mit satten drei Papierkassetten ausgestattet ist. Einen weiteren Unterschied gibt es beim Tinten-Lieferumfang - der ist beim "Dreikassettler" spürbar großzügiger bemessen.
Gehäuse und Design
Das (Brother würde sagen "bewährte") Gehäuse wurde nicht grundlegend verändert. Durch die A3-Funktionalität kommen beide Modelle etwas wuchtig daher. Der Effekt verstärkt sich durch die nunmehr noch markantere "Ausbeulung" an der rechten Gehäusefront, hinter der sich die Tintenpatronen verstecken. Durch die massiv erhöhte Reichweite mit den neuen XL-Kartuschen ragen diese nochmals stärker heraus als bislang.
Die Bedienblende kommt (im Unterschied zu den Basisgeräten) in einem Grauton als Akzentfarbe einher und wirkt deutlich aufgeräumter als bislang. Bei gleicher Größe des nun mittig angebrachten Touch-Displays fehlt bei der neuesten Generation jedoch das Tastenfeld für die haptische Eingabe von Faxnummern oder der Kopienanzahl. Leider hat Brother die Chance nicht genutzt, um ein größeres Display zu verbauen, wie beispielsweise beim A4-Modell MFC-J5115DW.
Gleicher "Maxidrive" Druckkopf mit etwas mehr Tempo
Beim Druckwerk setzt Brother auf das, bereits mit den Vorgängern eingeführte, "Maxidrive": So nennt Brother das neue Drucksystem mit Tinten-Schlauchzuführung und einer besonders schnellen Ansteuerung samt flinkem Drucktempo in Normalqualität. Das gilt so auch für alle aktuellen und bereits angekündigten Tintendrucker der J6000er- und J5000er-Modellreihe.
Vorstellung: Maxidrive-Druckwerk
Je Farbkanal werden 420 Piezo-Düsen genutzt, die mit einem nativen Abstand von 1/300 Zoll (300 dpi) angeordnet sind. Der ähnlich aufgebaute Epson "Precisioncore"-Druckkopf kommt bei den höherwertigeren Geräten (mit 4 Chips) dagegen sogar auf 800 Düsen je Kanal und nativen 600 dpi.
Canon und HP erzielen mit thermischen Druckköpfen teilweise sogar 1.200 dpi.
Druckgeschwindigkeit
Wie auch schon bei den günstigeren Geräten hat Brother an der Druckgeschwindigkeit etwas nachgebessert. Statt bislang glatten 30 ipm beim Farb- oder S/W-Druck im A4-Format, schaffen die Neulinge nun "üppige" 31 ipm in S/W. Damit deplatziert Brother die Konkurrenz mit beweglichem Druckkopf nochmals deutlich. Epson schafft mit dem Ecotank Pro ET-16685 oder auch dem Workforce Pro EM-C7100DWF immerhin 25 ipm, HP (derzeit kein ähnliches Modell mit PCL im Sortiment) macht bei 22 ipm Schluss. Canon hat derzeit keine vergleichbaren A3-Bürodrucker im Portfolio.
Das Geheimnis der hohen Geschwindigkeit bei Brother ist der A4-Druck im Querformat. Das Papier wird also nicht mit der kurzen Seite in den Schacht gelegt, sondern quer in A3-Breite. Das haben die meisten hochpreisigen Kopierer auch so gelöst und führt zwar zu etwas längeren Druckwegen aber eben weniger Zeilenvorschüben.
Entsprechend tiefer folgt dann allerdings der Fall beim A3-Druck - wenn man das überhaupt so drastisch ausdrücken möchte. Im Überformat erzielen beide Neulinge genau die 14 ipm in Farbe und S/W, die bereits für die Vorgänger galten.
Als ziemlich schnell lässt sich auch das Duplex-Drucktempo bezeichnen. Sowohl in S/W als auch in Farbe lassen sich 22 ipm erzielen. Das sind dann elf beidseitig bedruckte Blätter im A4-Format und in jeder Minute - und damit zehn Prozent mehr als bei den Vorgängern. Interessant ist, dass die Taktrate im A3-Format unverändert bei 14 ipm verharrt. Das Wenden einer Seite im Überformat geht somit genau so schnell, wie der Einzug von einem weiteren Blatt. In Papierbögen ausgedrückt können die Geräte somit sieben A3-Drucke je Minute ausgeben. Zulässig ist der Duplexdruck zudem auch im A5-Format; A6 ist dagegen nicht möglich.
Papierzuführungen
Die Papierzuführungen gehören zu den wenigen Unterschieden zwischen den beiden Modellen. Als Basis bieten diese eine nahezu universal nutzbare Standardkassette (250 Blatt) sowie die hintere Universalzufuhr in offener Bauweise für bis zu 100 Blatt. Zulässig sind jeweils Medien vom Recyclingpapier über Normalpapier, Fotopapier (bis 220 g/m²) und auch Umschläge. Formatseitig geht es bei 9 x 13 cm los und endet beim A3-Format. Das nochmals etwas größere A3+, welches von vielen Epson-Druckern unterstützt wird, bleibt dagegen bei Brother-Druckern noch immer außen vor.
Zusätzlich bietet der MFC-J6975DW eine weitere und der MFC-J6977DW sogar zwei weitere Papierkassetten mit einer Kapazität von jeweils 250 Blatt. Eingelegt werden kann in diese jedoch ausschließlich Normalpapier in den Formaten DIN A4 oder A3. Weitere Kassetten lassen sich nicht anstecken; genau so wenig vorhandene abnehmen, da diese fest miteinander verbunden sind. Man sollte also schon direkt beim Kauf wissen, was man (jetzt oder zukünftig) braucht. Das ist ein Punkt, den Epson beim (zugegebenermaßen) teureren Workforce Pro EM-C7100DWF besser gelöst hat.
Einzelne Banner mit einer Länge von bis zu 120 Zentimetern lassen sich bei beiden Modellen übrigens auch in die Universalzufuhr einlegen und bedrucken.
Randlosdruck
Obwohl sich die Drucker an professionelle Büroanwender richten, ist auch der randlose Druck möglich. Die Option wird auf Normalpapier und auch auf Fotopapier angeboten und gilt für die gängigen Formate zwischen 9x13 Zentimeter und DIN A3.
Scanner und ADF
Beim Scanner sind beide Modelle wieder gleichauf. Das Flachbettmodul ermöglicht das Digitalisieren von bis zu A3 großen Vorlagen mit einer optischen Auflösung von maximal 1.200 dpi. Beim Scan von mehreren Vorlagen in einem Schwung über den ADF gelten 600 dpi als Obergrenze und ebenfalls A3 als größtmögliches Format - "A3+" ist auch beim Scan nicht möglich.
Als kleinstes Scanformat für den ADF-Aufsatz gilt dagegen bereits DIN A6. Die Kapazität des Einzugs ist mit 50 Blatt für diese Klasse vielleicht doch etwas knapp bemessen. Dieser Wert gilt für Standardpapier mit 80 g/m². Maximal zulässig sind auch stärkere Originale bis hin zu 120 g/m². Sowohl die Vorder- als auch die Rückseite werden (wie bei allen aktuellen J6000er-Modellen) in einem Zug eingelesen - also Dual-Duplex oder auch Single-Pass genannt. Gleiches gilt übrigens auch für den HP Officejet Pro 9730e - der kann Stapel mit Originalen jedoch nur bis A4 verarbeiten und erledigt A3 nur über das Flachbett.
Der Epson-Ecotank aus dieser Klasse, also der Ecotank ET-16685, muss Originale immer mechanisch wenden - das kostet Zeit und im Zweifel auch Präzision. Erst der teure Epson Workforce Pro EM-C7100DWF kann das, was auch Brother als Standard bietet.
Unverständlich ist dagegen, dass die neuen "Business Smart X"-Modelle beim doppelseitigen Scannen etwas langsamer wurden. Im Simplex-Modus gelten weiterhin 25 ipm in Farbe und S/W im A4-Modus und 17 ipm in A3 - das ist nicht schlecht, jedoch etwas langsamer als das Druckwerk ausgeben könnte. Im Duplexmodus stellt sich die Sache allerdings anders dar: Anstatt der mechanisch möglichen 50 ipm schaffen beide Brother-Modelle dann "nur" noch 30 ipm, also entsprechend 15 beidseitige Originale je Minute. Das sind damit sogar sechs ipm weniger als die Vorgänger und somit auch beim, im Sortiment verbleibenden, MFC-J6959DW mit seiner Rollendruckeinheit.
Nochmals schwächer sind die Leistungsdaten beim Kopieren. Über den ADF lassen sich bis zu 25 einseitige Vorlagen in S/W und lediglich 16 in Farbe duplizieren. Im vollständig doppelseitigen Modus sind dann gerade mal 13 ipm in Farbe möglich - das sind dann etwas weniger als 10 Sekunden "Bearbeitungszeit" für jedes Blatt. Diese Angaben gelten übrigens lediglich für DIN A4 - in A3 dauert es aufgrund des längeren Papierwegs noch länger.
Scans können zu einem Computer oder aber auch ins Netzwerk oder in die Cloud versendet werden. Weiterhin ist auch der direkte Versand via E-Mail-Server (SMTP) möglich. Über diesen lassen sich zudem auch empfangene Faxe automatisiert weiterversenden. Neu hinzugekommen ist die moderne E-Mail-Authentifizierung über "oAuth 2.0". Insbesondere für Nutzer eines Microsoft-Exchange-Servers ist oder wird das kurzfristig unabdingbar sein. Nach aktuellem Stand wird es für die Vorgänger und offenbar auch für den MFC-J6959DW keine dafür notwendige Firmware-Aktualisierung geben.
Display & Bedienung
Optische und für die Bedienung relevante Veränderungen gibt es beim Bedienpanel. Dieses ist zwar weithin im Winkel neigbar und setzt auf einen Farb-Touchscreen mit einer unveränderten Diagonalen von 8,8 cm, jedoch nunmehr ohne eine physische Tastatur. Ob das ein Rückschritt ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Die Eingabe von Faxnummern erfolgt bei der neuen Generation immer auf dem Display selbst. Ärgerlich ist, dass man die Umstellung nicht auch gleich mit einem größeren Bildschirm ausgeglichen hat, wie es beim A4-Modell MFC-J5115DW (oder MFC-J5117DW) geschehen ist.
In jedem Fall wirkt die Blende mit dem jeweils mittig angebrachten Display nun deutlich aufgeräumter und moderner. Immerhin bleibt es bei einem physischen Ein-/Aus-Schalter (links) und den (üblichen) drei Navigations-Sensortasten für die Funktionen "Zurück", "Startseite" und "Druckabbruch". Diese geben allerdings keine haptische Rückmeldung. Das Auslösen von Aktionen (also beispielsweise einer Kopie) erfolgt weiterhin immer vom Display selbst aus.
Anschlüsse und Sprachen
Anschlussseitig bleibt es zunächst bei USB (2.0) sowie Ethernet und WLAN. Immerhin werden auch das 5-GHz-Band sowie der neueste Verschlüsselungsstandard WPA 3 unterstützt - es bleibt aber beim etwas angestaubten Wifi-4-Standard - also 802.11 a/b/g/n mit eher niedrigeren (aber ausreichenden) Geschwindigkeiten. Eine spontane Verbindung kann zudem über Wifi-Direkt aufgebaut werden.
Frontal (auf der linken Seite) ist ein zusätzlicher USB-Hostanschluss untergebracht. Auf verbundene Datenträger lassen sich ausgeführte Scans ablegen. Abgelegte Fotos oder Dokumente (Bilder oder komplexe PDF-Dateien) können direkt ausgelesen und ausgedruckt werden.
Beide Modelle beherrschen PCL 6 (enthält PCL 5) als Standard-Seitenbeschreibungssprache sowie Emulationen von Postscript (BR-Script 3) sowie PDF-Direkt in der aktuellen Version 2.0. Letztere kann übrigens auch nativ für den Druck über IPP-Klassentreiber (Mopria) unter Windows verwendet werden.
Neben Mopria werden auch Airprint und IPP Everywhere (1.1) unterstützt. Mit diesen Standards lässt es sich auch komplett ohne eigenen Treiber drucken. Für Windows 11 wird dafür auch eine PSA-App bereitgestellt, die Microsoft (spätestens bei Neuinstallationen ab Juli 2026) unaufgefordert aufspielt.
Authentifizierung und "Brother Solutions Interface" (BSI)
Als Abgrenzung zu den einfacheren Modellen erlaubt die "Business Smart X"-Serie auch die Nutzung vom Brother Solutions Interface (BSI). Darüber lassen sich Drittanbieterlösungen direkt auf dem Bedienpanel implementieren und ansteuern. In der Regel handelt es sich dabei um eine Cloud-Dokumentenverwaltung. Zur Authentifizierung von Benutzern ist zudem in der Bedienblende ein NFC-Modul verbaut, was mit einem entsprechenden Symbol markiert ist.
Die Modellreihe lässt sich zudem über kostenpflichtige Upgrades seitens Brother erweitern. Dazu zählen der sichere Druck oder auch die Anpassung der Display-Bedienoberfläche mittels "Custum UI". Ähnlich funktioniert das auch mit ausgewählten Laserdruckern und Dokumentenscannern von Brother.
| Brother Business-Inkjet A3 ("Profiklasse", Business Smart-X-Serie, 2026) | |||
|---|---|---|---|
ab Jun | ab Jun | ![]() (bleibt im Sortiment) | |
| UVP | ca. 650 Euro | ca. 800 Euro | ca. 890 Euro |
| Funktionen | A3 (Druck und Scan) ✓ Farbe ✓ Scannen mit ADF ✓ Dual-Duplex-ADF ✓ Kopieren ✓ Faxen ✓ | ||
| Brother Solution Interface (BSI) | ja | ||
| Vorgänger | MFC-J6957DW | MFC-J6955DW | (bleibt im Sortiment) Vorstellung |
| einfache Versionen (kleinere Patronen, ohne PCL/PS/PDF, ohne BSI) Vorstellung | — | ||
| Version ohne Scanner | HL-J5113DW (nur A4, folgt im Spätsommer) | — | |
| Druckwerk | |||
| Druckkopf | "Maxidrive" Piezo 4 x 420 Düsen | ||
| Simplex-Drucktempo A4: S/W / Farbe (Druck im Querformat) | 31 ipm / 30 ipm | 30 ipm / 30 ipm | |
| Erste Druckseite | 4,6 Sekunden (in Farbe, aus dem Standby) | ||
| Duplex-Drucktempo A4: S/W / Farbe (Druck im Querformat) | 22 ipm / 22 ipm (entspricht 11 ppm) | 21 ipm / 20 ipm (entspricht 10 ppm) | |
| Simplex-Drucktempo A3: S/W / Farbe | 14 ipm / 14 ipm | k.A. | |
| Duplex-Drucktempo A3: S/W / Farbe | 14 ipm / 14 ipm (entspricht 7 ppm) | k.A. | |
| Papierverarbeitung | |||
| Papierzufuhr (bis A3) | 3x250 Blatt Kassetten & 100-Blatt-Einzug (die 2. und 3. Kassette kann nur mit A4/A3-Normalpapier bestückt werden) | 2x250 Blatt Kassetten & 100-Blatt-Einzug (die 2. Kassette kann nur mit A4/A3-Normalpapier bestückt werden) | 1x250 Blatt Kassette, 1x500 Blatt Kassette & 100-Blatt-Einzug Rollenzufuhr mit Schneideeinheit (bis 210 x 2.700 mm, anstatt der zweiten Kassette) |
| Papierzuführungen (maximal) | 850 Seiten (3 Kassetten, nicht erweiterbar) | 600 Seiten (2 Kassetten, nicht erweiterbar) | 850 Seiten (2 Kassetten, nicht erweiterbar) |
| Bannerdruck (1 Blatt) | bis 29,7 x 120,0 cm (Universalzufuhr) | über integrierte Rollenzufuhr | |
| Kleinstes Format | 8,9 x 13 cm (Kassette 1 oder Universalzufuhr) | ||
| Duplexdruck | u.a. A3, A4, A5 (nur Normalpapier oder Recyclingpapier) | ||
| Papiergewicht | bis zu 220 g/m² (Kassette und manueller Einzug) | ||
| Randlosdruck | ja (bis A3, ab 9x13cm) | ||
| Scanner | |||
| Sensor | Flachbett: 1.200 dpi, CIS (bis A3) ADF: 600 dpi, CIS (bis A3) | ||
| ADF | 50 Blatt Dual-Duplex-ADF (2 Scanzeilen), bis 120 g/m² | ||
| ADF-Formate | A3, A4, A5, A6 | ||
| ADF-Tempo, A4 Farbe, Simplex / Duplex | 25 ppm / 30 ipm = 15 ppm | 25 ppm / 36 ipm = 18 ppm | |
| ADF-Tempo, A3 Farbe, Simplex / Duplex | 13 ppm / 17 ipm = 8,5 ppm | k.A. | |
| Scanziele | PC, FTP, SMB (v3), E-Mail (SMTP, oAuth 2.0), USB-Stick | PC, FTP, SMB (v3), E-Mail (SMTP, KEIN oAuth 2.0), USB-Stick | |
| Anschlüsse, Treiber & Ergonomie | |||
| Schnittstellen | USB, Ethernet, WLAN (5/2,4 GHz, WPA 2/3, IEEE 802.11a/b/g/n), Wifi-Direkt, USB-Host (PDF/Bilder/Fotos) | ||
| Druckersprachen & Speicher | PCL 5, 6, PDF 2.0, PS 3 (Emulation) 1.024 MBytes | PCL 5, 6, PDF 1.7, PS 3 (Emulation), XPS 512 MBytes | |
| treiberloses Drucken | Airprint, Mopria, IPP Everywhere 1.1, Microsoft Universelles Drucken (Cloud) | Airprint, Mopria, IPP Everywhere | |
| treiberloses Scannen | Airprint, Mopria (eSCL) | ||
| NFC (zur Authentifizierung | ja (in der Bedienblende integriert) | ||
| Display | 8,8-cm-Touchscreen ohne Tastenfeld | 8,8-cm-Touchscreen mit Tastenfeld | |
| Tinten | |||
| Tintenabo | (nur für die einfacheren Modelle) Brother bietet ein MPS-Programm | ||
| Tinten | wischfeste Pigmenttinten Serie LC-528, LC-527 | wischfeste Pigmenttinten Serie LC-427 | |
| Reichweite Schwarz | 12.000 (LC-528XL), 6.000 (LC-528), 3.000 (LC-527XL) oder 1.300 Seiten (LC-527) | 6.000 (LC-427XL) oder 3.000 Seiten (LC-427) | |
| Reichweite Schwarz (Lieferumfang) | 5.400 Seiten | 2.400 Seiten | 2.250 Seiten |
| Reichweite Farbe | je 10.000 (LC-528XL), 5.000 (LC-528), 2.000 (LC-527XL) oder 900 Seiten (LC-527) | je 5.000 (LC-427XL) oder 1.500 Seiten (LC-427) | |
| Reichweite Farbe (Lieferumfang) | 3x 3.900 Seiten | 3x 2.000 Seiten | 3x 975 Seiten |
| wechselbarer Resttintenbehälter | nein | ||
| Garantie | 3-Jahre-Vor-Ort-Service | ||
| Weitere Daten | technische Daten | ||
| © Druckerchannel | |||
Verbrauchsmaterial und Folgekosten
Das Highlight für Vieldrucker sind die neuen Tintenpatronen. Nachdem Brother schon die "kleineren" A3-Modelle auf 6.000 Seiten mit einer schwarzen Tinte und 5.000 Seiten mit den farbigen aufgebohrt hat, gelten für die neue Profiserie nochmals doppelte Reichweiten.
Die Patronen der Vorgängerserie (und beim MFC-J6959DW) lassen sich nicht mehr verwenden. Dafür passen nun die normalen und die XL-Patronen der Serie LC-527, die man bereits von der neuen J4000er-Serie kennt. Zusätzlich wurde bereits die neue Serie LC-528 eingeführt, die in den neuen J6000ern und den kommenden J5000ern eingesetzt werden kann. Speziell für die beiden A3-Geräte der "Business Smart X"-Serie gibt es zusätzliche XL-Kartuschen, mit denen man dann auf die genannte Reichweite kommt.
Mit den auch physisch deutlich größeren Patronen lassen sich dann 12.000 Seiten in S/W und bis zu 10.000 Seiten in Farbe bedrucken. Das ist erstaunlicherweise deutlich mehr als das, was mit einem Ecotank ET-16685 geht. Leicht übertroffen wird damit sogar der Hochleistungs-Patronendrucker Workforce Pro EM-C7100DWF.
Alle Patronen beinhalten pigmentierte Tinte, die auf Normalpapier und anderen matten Medien weitgehend wischfeste Ausdrucke ermöglicht. Für den Druck auf Glanzpapier ist diese "Bürotinte" dagegen eher weniger gut geeignet, aber durchaus für seltene Ausdrucke verwendbar.
Als durchaus großzügig lässt sich der Lieferumfang der Drucker bezeichnen: Beim MFC-J6975DW (zwei Papierkassetten) sind das Patronen für 2.400 Seiten in S/W oder kombiniert 2.000 Seiten in Farbe. Beim größeren MFC-J6977DW legt Brother noch größere Patronen bei, die nach der Initialisierung auf 5.400 Seiten in Schwarz oder kombinierten 3.900 Seiten in Farbe kommen. Anschließend bedarf es Nachkauftinte.
Für einen besonders niedrigen Seitenpreis (und höchste Reichweite) empfehlen sich klar die 528er-Kartuschen, die zusammen allerdings in der "einfachen Ausführung" fast 400 Euro kosten. Im Handel dürfte sich der summierte Preis mittelfristig auf etwa 300 Euro einpegeln - nicht gerade wenig. Die nochmals glatt doppelt so großen 528XL-Kartuschen sind dagegen lediglich um fünfzig Prozent teurer und bieten im Idealfall rechnerisch einen Vorteil beim Seitenpreis von einem Viertel.
Nach wie vor nicht vorgesehen ist ein wechselbarer Resttintenbehälter für überschüssige Tinte, die bei Reinigungen oder dem exzessiven Randlosdruck anfällt. Bei der kommenden J5000er-Serie hat man an dieser Stelle nachgebessert.
Folgekosten beim Patronennachkauf
Die ermittelten Preise je gedruckter Seite sind durchaus als recht günstig anzusehen - gerade auch im Vergleich mit der Vorgängerserie. Allerdings bedarf es dafür auch der größeren und eben auch entsprechend hochpreisigen LC-528XL-Kartuschen.
Weniger gut sieht es für die Brother-Geräte im Vergleich zur Ecotank-Serie von Epson aus. Diese drucken für einen Bruchteil der Folgekosten bei einem ähnlichen Funktionsumfang der Drucker selbst. Was Epson mit dieser Serie allerdings nicht bietet, ist ein flinker Duplex-Scan. Zudem sind die A3-Tanker, wie der mehr oder weniger vergleichbare Ecotank ET-16885, mit erheblich höheren Investitionskosten verbunden. Der äußerst leistungsfähige Epson Workforce Pro EM-C7100DWF ist dagegen ebenfalls teurer und bietet dann (auf niedrigem Niveau) sogar höhere Folgekosten.
| Druckkostenanalyse 05/2026*2 | ||
|---|---|---|
| Seitenpreis mit 'ISO- | Seitenpreis mit 'Schwarzanteil aus ISO- | |
| Epson Ecotank Pro ET-16680 und ET-16685 (mit PCL/PS) | 0,9 ct | 0,2 ct |
| Epson Ecotank ET-16655, ET-16605 und ET-16150 (ohne PCL) | 1,0 ct | 0,2 ct |
| Epson Workforce Pro EM-C8100RDWF | 4,4 ct | 0,6 ct |
| Brother MFC-J6975DW und MFC-J6977DW | 5,1 ct | 1,2 ct |
| Epson Workforce Pro EM-C7100DWF | 7,0 ct | 1,0 ct |
| Brother MFC-J6957DW, MFC-J6955DW und HL-J6010DW (Vorgänger) | 7,1 ct | 1,5 ct |
| MFC-J6960DW und MFC-J6760DW (ohne PS/PCL) | 7,2 ct | 1,6 ct |
| © Druckerchannel | ||
Verfügbarkeit und Garantie
Die beiden neuen Druckermodelle sind bereits vereinzelt im Handel erhältlich. Brother gewährt, wie üblich, auf alle Drucker eine Garantie von 36 Monaten ab Kauf. Dazu ist keine Registrierung direkt nach dem Kauf nötig. Im Fehlerfall kann man dies problemlos nachholen. Idealerweise erledigt man das jedoch direkt nach dem Kauf - der einmalige Vorgang läuft dann in der Regel auch unkomplizierter ab.
Offenlegung - Provisionslinks
Wir erhalten bei einer Vermittlung zum Kauf oder direkt beim Klick eine Provision vom Anbieter.
Alle Preise enthalten die derzeit gültige MwSt. und verstehen sich zzgl. Versandkosten. Der Preis sowie die Verfügbarkeit können sich mittlerweile geändert haben. Weiß hinterlegte Preise gelten für ein baugleiches Gerät. Alle Angaben ohne Gewähr.
Preise
Alle Preise sind Preisempfehlungen der Hersteller (UVP).
Kosten & Starterreichweite
In die Druckkosten kalkulieren wir anteilig verbrauchte Materialien auch nur anteilig hinein. Weiterhin berücksichtigt Druckerchannel die Starterreichweiten - diese werden vom Druckvolumen abgezogen und reduzieren somit die durchschnittlichen Seitenkosten.











