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HP Laserjet: Auch zukünftig steckt zumeist "Canon Inside"

von Ronny Budzinske

HP wird wohl auch weiterhin an Canon als Zulieferer für einen großen Teil der A4-Laserdruckwerke festhalten. Margenträchtige A3-Geräte bleiben überwiegend selbst entwickelt - die Technologie dazu wurde einst von Samsung übernommenen. Zudem herausfordernd sieht man den Umgang mit Verbrauchsmaterialien von Drittanbietern.


Canon als Haus- und Hoflieferant

Bereits seit Jahrzehnten besteht eine Kooperation des US-amerikanischen Druckerherstellers HP mit dem japanischen Mitbewerber Canon.

Das Unternehmen aus dem Land der aufgehenden Sonne liefert bereits seit Anbeginn der "HP Laserjet"-Serie in der Mitte der 1980er-Jahre die Druckwerke samt der Kartuschentechnologie zu und liefert somit eine der wichtigsten Komponenten, die HP zum Weltmarktführer machen. Die Ansteuerung und die Software sind wohlgemerkt ohnehin von HP selbst entwickelt oder zumindest stark angepasst.

Im Gegensatz dazu steht die Tintendrucktechnologie von HP komplett auf eigenem Fuß. Das betrifft nicht nur Heim- und Bürogeräte, sondern auch Druckmaschinen und den Large-Format-Bereich.

Die große Abhängigkeit von HP im Laserbereich bringt Canon zwar gutes und sicheres Geld ein, wurde jedoch spätestens 2016 mit der Ankündigung von HP aufgerüttelt, dass man sich die Druckersparte von Samsung einverleiben möchte.

Traditionell wandern vor allem A4-Druckwerke aus Japan in die Laserjet-Geräte. Im A3-Segment war HP eher schwach aufgestellt. Canon möchte nicht selbst unnötige Konkurrenz für seinen Kernbereich der Imagerunner-Kopierer schaffen und hat HP daher nur kleinere Geräte zugestanden.

Neuer Schwung durch Samsung-Übernahme

Und genau hier kommt Samsung ins Spiel: Die Koreaner waren zum einen im Bereich der günstigen Laserdrucker (teilweise mit Marktanteilen um die 25 Prozent) gut aufgestellt, aber zum Schluss auch ein großer Spieler bei großen und margenträchtigen A3-Maschinen. Und genau darauf hatte es HP abgesehen: mehr Eigenständigkeit und ein vollständiges Portfolio in allen Segmenten.

Die Übernahme war dann letztendlich Ende 2017 in trockenen Tüchern und die Marke "Samsung" verwand zwei Jahre später mit der Integration der Druckerserien unter die HP-Flagge.

Recht schnell zeichnete sich für die Amerikaner offensichtlich jedoch ab, dass man mit einem zugekauften und bewährten A4-Portfolio besser fährt und hat die meisten auf der Samsung-Technologie basierenden Geräte abgekündigt und durch Canon-Druckwerke ersetzt.

Im A4-Segment verbleibt in jedem Fall die selbst entwickelte und durchaus innovative "Laserjet Tank"-Serie mit ressourcensparenden Tonerbeuteln und niedrigen Folgekosten, die aus der ähnlichen Neverstop-Serie hervorgegangen ist.

Ebenfalls mit eigener Technik durchstarten möchte man nun jedoch vorrangig im A3-Segment, was man mit der neuen "Laserjet Managed MFP der 800er- und 700er"-Serie auch eindrucksvoll demonstriert hat.

Canon bleibt wichtiger Partner

Wie das britische Fachmagazin "The Recycler" nun berichtet, wird es wohl auch zukünftig dabei bleiben, dass Canon Lieferant für die überwiegende Mehrheit der in HP-Laserdruckern verbauten Druckwerke bleibt.

Auf einer Analystenkonferenz des Management im Rahmen der aktuellen Präsentation der Geschäftszahlen wird HP zitiert mit:

Jede Entscheidung einer der Parteien, die Vereinbarung mit Canon nicht zu verlängern oder den Umfang der Vereinbarung einzuschränken oder zu reduzieren, könnte sich nachteilig auf die Nettoeinnahmen aus LaserJet-Produkten auswirken. Wir haben eine langjährige Geschäftsbeziehung mit Canon und gehen von einer Verlängerung dieser Vereinbarung aus.

Das ist eine klare Ansage für eine weitere Zusammenarbeit mit Canon, die somit wohl auch weiterhin einen Großteil von HPs A4-Flotte bestücken und noch immer für einen Teil des A3-Portfolios "verantwortlich" sein werden.

Marktanteile in seitlicher Bewegung

Rückblickend muss man wohl sagen, dass sich nicht in allen Teilen der gewünschte Erfolg der Samsung-Übernahme eingestellt hat. Stand Q3/2022 liegt der Marktanteil bei rund 38 Prozent. Nach einigen Höhen in der Zwischenzeit ist man wieder da angelangt, wo man zum Beginn der Übernahme bereits war. Wohlgemerkt: Die damaligen knapp vier Prozent Marktanteil der Koreaner teilen sich nun die Konkurrenten.

Herausforderungen

In dem Zuge erklärte HP weiterhin, dass das aktuelle Marktumfeld für HP weitere "Herausforderungen" darstelle, die sich zum einen auf anhaltende Lieferkettenprobleme, aber auch auf die vermehrte Verwendung von Drittanbieterkartuschen beziehen.

Für Letztere hat man sich jedoch mit "HP+" etwas einfallen lassen, um Kunden zum Kauf von Originalkartuschen zu leiten. Dazu werden vermehrt Laserjet-Drucker zu günstigeren Preisen angeboten, die die Nutzung von Fremdmaterial über das Internet überwachen und abweisen können.

Dieser Artikel wurde ohne generative KI erstellt.
09.12.22 13:00 (letzte Änderung)

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