Brother MFC-L8970CDW und HL-L8570CDW: Farblaser-Profiklasse mit 31 ipm
Nach langen neun Jahren am Markt hat Brother nun auch die gehobenen Farblaserdrucker der 31-ipm-Klasse vollständig erneuert. Die bislang auch als 9000er laufenden Serien bleiben jetzt vollständig im 8000er-Zahlenbereich und grenzen sich klar von der (später eingeführten) 40-ipm-Klasse um den MFC-L9670CDN ab.
Die nun gezeigten beiden Modelle ergänzen die bereits im März vorgestellten Basismodelle und bieten in erster Linie größere Toner mit niedrigeren Seitenpreisen, mehr optionale Papierkassetten und einen schnelleren ADF-Originaleinzug. Auf den ersten Blick kann man die Modellreihen durch die unterschiedlich gefärbten Bedienblenden erkennen. Ein dunkles Anthrazit steht für die Basisklasse und ein helles Grau für die gehobenen Serien mit mehr Erweiterungsmöglichkeiten.
Brother MFC-L8970CDW
An der Spitze der nun komplettierten 31-ipm-Klasse thront ab sofort der MFC-L8970CDW als Multifunktionsmodell mit Fax. Für rund 1.460 Euro löst er den MFC-L9570CDW ab und erweitert den MFC-L8730CDW nach oben.
Druckwerk
Wie schon bei den Einstiegsmodellen setzt Brother auf eine klassische Lasereinheit (statt einer LED-Zeile), die die Bildtrommel belichtet. Die native Druckauflösung wird mit 600 dpi angegeben, wobei durch Optimierungsverfahren auch 2.400 dpi in Druckrichtung erzielbar sind.
Das Druckwerk bietet eine Geschwindigkeit von 31 ipm in S/W und in Farbe. Beim automatischen Duplex-Druck geht es mit 20 ipm (also zehn beidseitig bedruckten Blättern je Minute) jedoch deutlich rasanter zur Sache als noch bei der 2017er-Generation, für die lediglich 14 ipm galten.
Die erste Druckseite soll aus dem Bereitschaftsmodus in knapp unter zehn Sekunden im Ausgabefach liegen. Das ist zwar ein solider, wenngleich aber auch nicht überragender Wert, der für S/W und Farbe gleichermaßen gilt.
Papierzuführungen und Formate
Standardmäßig gibt es eine fest installierte 250-Blatt-Papierkassette (Normalpapier bis 105 g/m², ab DIN A6) sowie eine Universalzufuhr für 50 Blatt, die auch Grammaturen bis 163 g/m² verarbeiten kann.
Ein gewaltiger Unterschied zu den Basismodellen (also beispielsweise zum MFC-L8730CDW) betrifft jedoch die Optionen. Zu den beiden erweiterbaren 250-Blatt-Kassetten (Bestellnummer "LT-350CL") lassen sich an den MFC-L8970CDW ergänzend oder alternativ auch bis zu zwei große 520-Blatt-Kassetten (Bestellnummer "LT-360CL") anstecken. Das maximale Papiervolumen steigt so auf beeindruckende 1.840 Blatt aus allen sechs möglichen Zuführungen. Für die vier Zusatzkassetten gilt DIN A5 als kleinstmögliches Format. Ja, bei den Vorgängern ging da noch mehr. Wer das weiterhin benötigt, muss nun zur 40-ipm-Klasse greifen.
Der automatische Duplexdruck ist generell aus allen Zuführungen möglich, jedoch auf das Format A4 und mit Grammaturen zwischen 60 und 105 g/m² beschränkt. Alle anderen Formate lassen sich mit dem originalen Windows-Treiber auch in einem manuellen Modus beidseitig bedrucken. Randloser Druck ist systembedingt bei Laserdruckern nicht möglich.
Scanner und ADF
Über das Flachbett lassen sich Originale bis A4 mit bis zu 1.200 dpi einlesen. Das Highlight in der Klasse (bei Brother) ist jedoch der noch leistungsstärkere Dual-Duplex-Originaleinzug beim MFC-L8970CDW. Dieser ist für bis zu 80 Blatt ab dem Format A6 ausgelegt.
Während die Basisklasse noch vergleichsweise gemächlich scannt, legt sich die gehobene Klasse mit 35 ppm (in Duplex dann 70 ipm) im Farbmodus und mit nochmals flinkeren 50 ppm (oder 100 ipm doppelseitig) ziemlich ins Zeug.
Display, Bedienung und Scanziele
Eines der Unterscheidungsmerkmale zeigt sich auch beim Display. Dem MFC-L8970CDW spendiert Brother ein großes 17,6-cm-Touchdisplay mit etwas veränderter Oberfläche. Die fest angewinkelte Bedienblende enthält ebenfalls keine physischen Zifferntasten mehr, wodurch alle Zahleneingaben über das Display erfolgen müssen. Auf diese Herangehensweise stellt Brother sukzessive bei allen Neuvorstellungen um.
Bei den Scanzielen gibt es weiterhin die Vollausstattung: Neben SMB (v3), FTP und PC (via Brother iPrint&Scan) gehört auch E-Mail per SMTP mit aktueller "OAuth 2.0"-Authentifizierung (Pflicht für moderne Exchange-Umgebungen) zum Standard. Überwachte E-Mail-Adressen für den autonomen Direktdruck von PDF- oder Office-Anhängen sind ebenfalls an Bord.
Schnittstellen, Speicher, Kompatibilität und BSI
Großzügiger ist Brother zudem beim Arbeitsspeicher, der mit einem Gigabyte doppelt so groß ausfällt wie in der Basisklasse. Notwendig ist das unter anderem für die Nutzung von Drittanbieteranwendungen oder Apps von Brother, die direkt auf dem Gerät laufen und über das Display gesteuert werden. Systemadministratoren nutzen dazu die BSI-Entwicklerplattform - das "Brother Solutions Interface". Über einen rückseitigen USB-Anschluss lässt sich zudem auch ein Speicherstick anstecken, auf dem dann Aufträge oder andere Vorlagen zwischengespeichert werden können.
Passend dazu ist auch ein NFC-Kartenleser für eine sichere Benutzerauthentifizierung direkt ab Werk integriert. Auf Wunsch können Druckaufträge erst dann ausgeführt werden, wenn der "gewünschte" Anwender direkt vor dem Gerät steht und sich quasi ausweisen kann.
Die Netzwerkanbindung erfolgt wahlweise über Gigabit-Ethernet oder WLAN (Wifi 4 mit WPA3, 2,4 und 5 GHz). Unterstützt werden zudem Emulationen von PCL 6 (enthält PCL 5), Postscript 3 sowie direkter PDF-Druck in der Version 2.0. Microsoft-Kunden können zudem den Cloud-Druckdienst "Universelles Drucken" nutzen.
Eigene Druckertreiber bietet Brother für Windows-Systeme. Zur Wahl stehen ein BR-Script3 (die Postscript-Emulation) und PCL XL - also kein PCL 5. Apple-Systeme werden standardmäßig über Airprint und neuere Windows-Systeme auch über Mopria bedient.
Brother HL-L8570CDW (ohne Scanner)
Wer in seinem Büro oder am Arbeitsplatz keine Scan- und Kopierfunktion benötigt, greift zum rund 710 Euro teuren reinen Drucker. Der HL-L8570CDW löst dazu den HL-L9310CDW ab.
Das Druckwerk, die großzügigen Papierspezifikationen, der Speicherausbau sowie die BSI-Integration und der NFC-Chip sind absolut identisch mit dem großen MFC-Multifunktionssystem. Die Bedienung erfolgt hier mangels Scan-Funktionen logischerweise über ein etwas kompakteres 6,8-cm-Touchdisplay.
| Farblaser-Bürodrucker von Brother, 31-ipm-Klasse, gehoben (2026) | ||
|---|---|---|
Neu | Neu
| |
| Preis | ca. 1.460 Euro | ca. 710 Euro |
| Format und Funktionen (✓ Ja / ✗ Nein) | A4 ✓ Farbe ✓ Drucken ✓ Scannen ✓ Dual-Duplex-ADF ✓ Kopieren ✓ Faxen ✓ | A4 ✓ Farbe ✓ Drucken ✓ Scannen ✗ Kopieren✗ Faxen✗ |
| Vorgänger | MFC-L9570CDW | HL-L9310CDW |
| vereinfachte Version mit kleineren Tonern und weniger Papieroptionen Vorstellung | Neu Neu | Neu |
| Leistung und Ausstattung | ||
| Druckwerk | Laser, 600 dpi nativ, 4-Farb | |
| Drucktempo (Simplex) S/W und Farbe | 31,0 ipm | |
| Drucktempo (Duplex) S/W und Farbe | 20,0 ipm (10 ppm) | |
| Erste Druckseite (aus Sleep) | 9,9 Sekunden (S/W oder Farbe) | |
| Papierkassette | 1x 250 Blatt (60 bis 105g/m², ab A6, Normalpapier) | |
| Universalzufuhr | 50 Blatt (60 bis 163 g/m², z.B. Normalpapier oder spezielles Glanzpapier) Mindestformat: 76,2 x 116 mm Maximalformat: 216,0 x 355,6 mm | |
| optionale Papierkassetten | 2x 250 Blatt (60 bis 105g/m², ab A5, Normalpapier) Bestellnummer: LT-350CL - und - 2x 520 Blatt (60 bis 105g/m², ab A5, Normalpapier) Bestellnummer: LT-360CL Insgesamt bis zu 1.840 Blatt (3 Kassetten und Universalzufuhr) | |
| Papierausgabe | 150 Blatt (Face-Down) oder 1 Blatt Face-Up | |
| Duplexdruck / Randlosdruck | nur A4 (und internationale Varianten), bis 105 g/m² / nein | |
| Scanner | 1.200 dpi, CIS-Sensor (600 dpi über ADF) Vorlagenglas: bis 215,9 x 297,0 mm | (kein Scanner) |
| ADF-Scanner | Dual-Duplex-ADF (2 Scanzeilen) 80 Blatt bis zu 105 g/m² (A4, A5, A6, ab 105 x 148 mm) | (kein Scanner) |
| ADF-Tempo Simplex / Duplex | 70 ipm (35 ppm) in Farbe 100 ipm (50 ppm) in S/W | (kein Scanner) |
| Scanziele | E-Mail (TLS 1.3, OAuth 2.0), PC, SMB (v2/3), USB-Host | (kein Scanner) |
| OCR / durchsuchbare PDF-Dokumente | nur über Software | (kein Scanner) |
| Display | 17,6 cm Farb-Touchscreen ohne Nummernfeld (fester Winkel, nicht neigbar) | 6,8 cm Farb-Touchscreen ohne Nummernfeld (fester Winkel, nicht neigbar) |
| Brother BSI (Erweiterungsplattform | ja | |
| Speicher | 1.024 MByte Arbeitsspeicher (nicht erweiterbar) Jobspeicher über rückseitigen USB-Anschluss | |
| Druckersprachen | PCL 6, PCL 5, PS Level 3 (BR-Script 3), PDF (2.0) | |
| Druck von USB-Sticks | Bilddateien (z.B. JPEG), PDF (bis 2.0), eigene TIFF-/ PRN-Dateien | |
| Druck von empfangenen E-Mail-Anhängen | Bilddateien (z.B. JPEG), PDF (bis 2.0), Microsoft-Office-Dokumente (vermutlich Word, Excel, Powerpoint) | |
| Anschlüsse | USB, USB-Host, GB-Ethernet, WLAN (802.11 b/g/n, Wifi4)2,4/5,0 GHz, WPA 1/3), Wifi-Direkt | |
| sicherer Druck (Ausgabe nach Verifizierung) | ja, Authentifizierung über NFC | |
| Standards | Mopria, Airprint, ChromeOS, IPP Everywhere, Microsoft Universal Print Scannen: TWAIN, WIA, ICA, SANE | Mopria, Airprint, ChromeOS, IPP Everywhere, Microsoft Universal Print |
| Verbrauchsmaterial | ||
| Tonerserie | Serie TN627, TN625 | |
| Toner im Lieferumfang | 7.500 Seiten für Schwarz 6.500 Seiten je Farbe | |
| Tonergrößen | Schwarz: 3.000 (140 €) / 5.500 (150 €) / 7.500 Seiten (160 €) / 10.000 Seiten (175 €) Farbe: je 1.800 (120 €) / 4.500 (250 €)/ 6.000 Seiten (330 €) / 10.000 Seiten (430 €) | |
| Weiteres Material | DR625CL, Bildtrommel, alle Farben (50.000 Seiten, 185 €) BU635CL, Transfereinheit (100.000 Seiten, 70 €) WT-229CL, Resttonerbehälter (50.000 Seiten, 25 €) FD-5000, Fixiereinheit (100.000 Seiten, 200 €) PF-M5000, Aufnahmerollen für Universalzufuhr (50.000 Seiten, 75 €) | |
| Sonstiges | ||
| monatliches Druckvolumen | 7.500 Seiten (einmalig bis zu 80.000 Seiten) | |
| Garantie | 3 Jahre | |
| Alle Daten | technische Daten | |
| © Druckerchannel | ||
Verbrauchsmaterial und Folgekosten
Interessant wird es bei den Verbrauchsmaterialien, denn hier zeigen die Profimodelle, warum sich der Aufpreis auf lange Sicht auszahlt. Dazu muss jedoch auch viel gedruckt werden.
Zunächst einmal stattet Brother diese Serie mit deutlich mehr Toner im Lieferumfang aus: Im Karton liegen bei beiden Geräten ab Werk bereits Kartuschen für 7.500 Seiten in Schwarz und beachtliche 6.500 Seiten je Farbe. Bei gleichem Druckaufkommen erhöht sich somit die Dauer, bis überhaupt Ersatztoner nachbestellt werden muss.
Wenn die Starttoner leer sind, entfalten die Geräte ihr volles Potenzial: Exklusiv die beiden Profimodelle können die optionalen "XXL"-Tonerkartuschen der Serie TN627 für jeweils 10.000 Seiten in Schwarz und je Farbe aufnehmen. Neben den Standardgrößen (Serie TN625) stehen hier deutlich höhere Reichweiten zur Verfügung, mit denen sich die Folgekosten erheblich drücken lassen.
Wie immer gilt bei Brother die Trennung von Tonerkartuschen und Bildtrommel. Die Trommel muss erst nach rund 50.000 Seiten gewechselt werden, was die Menge an Abfall im Vergleich zu kombinierten Systemen reduziert. Eine neue Fixiereinheit und eine Transfereinheit stehen erst nach 100.000 Seiten an.
| Druckkostenanalyse 06/2026*2 | ||
|---|---|---|
| Seitenpreis mit 'ISO- | Seitenpreis mit 'Schwarzanteil aus ISO- | |
| Kyocera Ecosys MA3500c-Serie, und Ecosys PA3500cx | 11,0 ct | 1,9 ct |
| Brother MFC-L9570CDW und HL-L9310CDW (Vorgänger) | 12,0 ct | 1,6 ct |
| Lexmark CX635adwe & CS632dwe | 13,4 ct | 2,0 ct |
| Brother MFC‑L8970CDW und HL-L8570CDW (XXL-Toner) | 14,4 ct | 2,1 ct |
| Xerox Versalink C415 und C410 | 15,2 ct | 2,4 ct |
| Canon i-Sensys MF754Cdw II und LBP673Cdw II | 15,8 ct | 2,5 ct |
| HP Color Laserjet Pro MFP 4302- und Pro 4202-Serie | 16,1 ct | 2,7 ct |
| Brother MFC‑L8730CDW und HL-L8430CDW (Basismodelle) | 17,4 ct | 2,5 ct |
| Brother MFC-L8390CDW und HL-L8240CDW | 20,6 ct | 3,8 ct |
| © Druckerchannel | ||
Verfügbarkeit und Garantie
Die beiden neuen Profigeräte sind bereits im Handel erhältlich. Brother gewährt eine großzügige Garantie von 36 Monaten ab dem Kauf. Über den Fachhandel sind Erweiterungen bezüglich der Dauer und der Art der Garantie erhältlich. Über einen MPS-Vertrag lassen sich zudem auch die Folgekosten mehr oder weniger pauschal abdecken.
Offenlegung - Provisionslinks
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Preise
Alle Preise sind Preisempfehlungen der Hersteller (UVP).
Kosten & Starterreichweite
In die Druckkosten kalkulieren wir anteilig verbrauchte Materialien auch nur anteilig hinein. Weiterhin berücksichtigt Druckerchannel die Starterreichweiten - diese werden vom Druckvolumen abgezogen und reduzieren somit die durchschnittlichen Seitenkosten.











