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CDs und DVDs richtig beschriften: Brennen statt drucken: Lightscribe

von Stefan Wischner

Eine ungewöhnliche Methode zur Beschriftung von CD- oder DVD-Rohlingen kommt komplett ohne Drucker aus. Stattdessen braucht es einen CD-/DVD- oder Bluray-Brenner, der Lightscribe-fähig ist – oft zu erkennen am entsprechenden Logo auf der Frontblende des Laufwerks. Diese Technik erlaubt es, auf an der Oberseite speziell beschichteten Rohlingen Texte oder Grafiken mit Hilfe des Lasers im Laufwerk einzubrennen. Der Rohling muss dazu nur verkehrt herum in das Laufwerk eingelegt werden. Die verwendete Labeling-Software – ebenfalls Lightscribe-fähig – spricht den Brenner dann mit Hilfe eines zwischengeschalteten Treibers wie einen Drucker an.

Qualität: Nicht jedermann's Geschmack

Das Ergebnis ist eine im Vergleich zum herkömmlichen Druck recht kontrastarme, einfarbige Beschriftung, die ein wenig einem Hologramm ohne dessen 3D-Effekt ähnelt. Vor allem kleine Schriften lassen sich nicht sonderlich gut erkennen.

Wegen der unbefriedigenden Qualität und dem zudem quälend langsamen Beschriftungsvorgang von 30-45 Minunten pro Scheibe hat diese Technik sich nicht wirklich als Altarnative zu Klebelabels und Direktdruck durchsetzen können. Lightscribe-Labeling ist dennoch wegen der einfachen Handhabung und dem recht individuellen Design der Scheiben interessant.

Lightscribe: So geht's

Sie benötigen:

  • Einen Lightscribe-fähigen CD-, DVD- oder Bluray-Brenner
  • Die Lightscribe-System-Software (LSS)
  • Rohlinge mit Lightscribe-Oberfläche
  • Ein Labelprogramm, das Lightscribe unterstützt

Als erstes ist die Lightscribe-Systemsoftware (LSS) zu installieren, die eine Art Treiber darstellt. Es gibt sie für Windows, Mac-OS und diverse Linux-Distributionen auf der offiziellen Lightscribe-Downloadseite. Allerdings lässt sie sich nicht wie ein Universal-Druckertreiber von beliebigen Anwendungen aus ansteuern. Das können nur Lightscribe-fähige Design-Programme. Lightscribe selber bietet hierfür kostenlos den recht ordentlichen Lightscribe Template Labeler an. Auch die Labelprogramme aller größeren Brennsuites, etwa von Nero oder Roxio wissen mit Lightscribe-Brennern umzugehen.

Je nach verwendetem Programm ist anfangs als Grundformat "Lightscribe" auszuwählen. Die Beschriftung gestaltet man mit Text und Grafik dann wie gewohnt im Rahmen der Möglichkeiten der jeweiligen Editor-Software. Die Verwendung von Farben sollten Sie dabei zumindest für Text tunlichst vermeiden, da alles außer Schwarz nachher nur für einen schwachen Kontrast sorgt. Grafiken konvertieren Sie am besten zuerst mit einem geeigneten Grafikprogramm in Monochrom oder Graustufen. So erhalten Sie in der Regel ein besseres Ergebnis und können zudem schon recht gut abschätzen, wie das Bild nachher auf dem Rohling wirkt.

Ist das Design fertiggestellt, "drucken" Sie es wie gewohnt. Legen Sie zuvor den Lightscribe-Rohling (der durchaus vor dem Beschriften schon Daten enthalten darf), verkehrt herum, also mit der Beschriftungsseite nach unten, in das Laufwerk und starten dann die Druckausgabe.

Übrigens: Auf dem Innenring der Lightscribe-Rohline sind detaillierte Index-Marken angebracht, die zur exakten Positionsbestimmung dienen. Daher ist es durchaus möglich, einen Rohling in mehreren Durchläufen zu beschriften. Sie können also nachträglich zum Beispiel Text ergänzen. Unter Umständen kann auch das zweimalige Brennen ein und derselben Beschriftung oder Grafik den Kontrast merklich erhöhen – auf Kosten der verdoppelten Brennzeit natürlich.

Tipp: Lightscribe-fähig beschichtete Rohlinge gibt es in unterschiedlichen Grundfarben. Bei dunkleren (zum Beispiel roten) fällt der Kontrast deutlich schwächer aus als beispielsweise bei goldfarbenen Oberflächen.

Lightscribe: Pro und Kontra

Vorteile

  • wischfeste Beschriftung
  • kein Drucker notwendig
  • simple Handhabung

Nachteile

  • recht kontrastarmer Monochrom-Look
  • extrem langsamer Beschriftungsvorgang
  • benötigt spezielles Laufwerk und Spezial-Rohlinge
Dieser Artikel wurde ohne generative KI erstellt.
07.03.12 08:55 (letzte Änderung)
1Alternativen zum Handgekritzel
2Direktdruck auf beschichtete Rohlinge
3Klebelabels: für Bastelfreudige
4Brennen statt drucken: Lightscribe
5Software zum Beschriften von Rohlingen
6Fazit: Die beste Methode zur CD-Beschriftung

24 Wertungen

 
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