1. DC
  2. Tests & Artikel
  3. News
  4. HP Sprocket Studio

HP Sprocket Studio: Konkurrenz für Canons Selphy-Fotodrucker

von Ronny Budzinske

HP stellt mit dem "Studio" ein neues Mitglied aus der Sprocket-Familie vor. Der besonders schlicht gehaltene mobile Fotodrucker basiert allerdings auf einer anderen Technik und ist der Gegenentwurf zu Canons Selphy-Serie, hat dieser jedoch nur wenig entgegenzusetzen.


Vor fast 3 Jahren hat HP seinen ersten Drucker der Sprocket-Serie vorgestellt. Der Erfolg war offenbar groß genug, dass im Verlauf weitere Modelle folgten und mittlerweile auch Canon mit Zoemini auf den Zug aufgesprungen ist.

Thermosublimation mit Farbband statt ZINK

Nun stellt HP den 150 Euro teuren Sprocket Studio vor und eines fällt sofort auf: Der Neuling ist viel größer als sonst und kann nun auch in Postkartengröße drucken. Das bisher "größte" Modell, der Sprocket Plus, kommt auf höchstens 5,8x8,6 cm. Der Studio bedruckt Fotos in einer Größe von 4x6 Zoll (in etwa 10x15 cm).

Statt speziellem ZINK-Papier kommt nun auch ein Farbband samt Spezialpapier zum Einsatz. Ganz so wie man es von Canons Selphy-Drucker kennt. Wie bei dieser Technik der Thermosublimation üblich, wird das Papier dabei vier Mal durch das Gerät gezogen und nacheinander mit den Farbschichten in Magenta, Cyan und Gelb bedruckt. Als letzte Schicht kommt ein transparenter Schutzfilm als Überzug drauf.

Bei dieser Technik wird mit einer Auflösung von recht wenig wirkenden 300 dpi gedruckt. Im Unterschied zu einem Tintendruck kann jedoch jeder Druckpunkt mit 8 Bit (256) Abstufungen ausgegeben werden. Für ein sehr helles Magenta muss also nicht mit kleinen Tropfen gemischt werden - die Farbe kann direkt vom Drucker "erzeugt" werden. Technikbedingt ist dabei nur der Randlosdruck auf zwei Seiten möglich. Die anderen beiden Seiten können durch das Abreißen einer Perforation entfernt werden.

Das Gehäuse besteht aus dem Druckwerk und einer angesteckten Papierkassette - diese lässt sich grundsätzlich für den Transport auch entfernen und separat verstauen.


Kaum mobil - Powerbank als Akku

Nicht wirklich verständlich ist, dass der Studio selbst nicht mit einem Akku ausgestattet ist. Der Drucker wird als Standard über einen proprietären Anschluss mit einem Steckernetzteil verbunden. Wer auch von unterwegs drucken möchte, benötigt eine spezielle Powerbank, die allerdings 90 Euro kosten soll. Diese steckt jedoch nicht direkt am Gerät, sondern ist (wie das Netzteil) baumelnd über ein Kabel verbunden. Damit soll dann der Druck von 40 Fotos (eine Farbkartusche) möglich sein. Immerhin bietet die Powerbank einen USB-Anschluss zum Laden von anderen Geräten, was jedoch die Laufzeit am Drucker minimieren dürfte.

Zwischenzeitlich hat auch Canon auf so eine Lösung gesetzt. Bei den "aktuellen" Selphys wird der Akku jedoch bequem an den Drucker gesteckt und kostet zudem mit 55 Euro fast die Hälfte.

Der Drucker samt Papierkassette, Kabel und auch Powerbank lassen sich in einer separat erhältlichen Tasche transportieren.

Druck nur über Bluetooth

Der HP setzt bei der Dateneingabe komplett auf seine "HP Sprocket App". Die Verbindung geschieht dabei grundsätzlich über Bluetooth 5.0 - wie auch bei den kleineren Geräten mit ZINK-Technik. Dabei können maximal drei Benutzer gleichzeitig eine Verbindung auf bauen und Fotos drucken. Eine "Shuffle"-Funktion mit mehreren Fotos auf einem Druck, die Canons bei einigen Selphys verbaut hat, gibt es nicht.

Die App ist ausschließlich für Android und iOS erhältlich. Standards von Mopria, Google Cloudprint oder Airprint werden nicht unterstützt. Im Gegensatz zu den Selphys kann daher auch kein Druck vom Computer oder über eine Speicherkarte erfolgen - für letzteres fehlt auch ein Bedienfeld mit Display.

Verbrauchsmaterial und Seitenpreis

Der Sprocket-Studio braucht (neben Strom) spezielles Fotopapier und ein Farbband zum drucken. Mit dem Lieferumfang sind 10 Fotos möglich. Im Nachkauf gibt es das Set für 80 Fotos und einem Preis von rund 32 Euro. Darin enthalten sind 2 Farbbänder (je 40 Drucke) und ein Packen Fotopapier - im Gerät selbst finden immer nur 20 Blatt seinen Platz.

Bei Canon ist dies ähnlich gelöst, jedoch bietet das Set für 38 dort zwei mal 54 Blatt und erreicht einen gesicherten Preis von rund 35 Cent je Foto. Beim HP werden hier 41 Cent fällig, was den Drucker bei den Folgekosten fast 20 Prozent teurer ausfallen lässt. Es wird keine Farbe für die Reinigung verbraucht.

HP Sprocket Studio vs. Canon Selphy CP1300
HP Sprocket StudioCanon Selphy CP1300
Preis
(UVP inkl. MwSt.)
150 Euro140 Euro
Format101,6 x 152,3 mm
(4x6")
100 x 148 mm
Randlosdruckan zwei Seiten, sonst durch Abreißstreifen
DrucktechnikThermosublimation, 300 dpi, 256 Stufen je Farbe
Cyan, Magenta, Gelb und Schutzschicht
Display und BedienfeldneinKlappbares 3,2 Zoll-Display (8,1 cm)
Tastenfeld
Verbindungnur Bluetooth 5.0USB, Wlan
SD-Karte, USB-Stick, Pictbridge
Druck vom PC / Macneinüber USB oder Wlan
/ über Airprint
Druck von Mobilgerätenüber HP-App (Android oder iOS)
3 Geräte gleichzeitig
über Canon-App (Android oder iOS)
8 Geräte gleichzeitig
Akkuoptional, Powerbank (lose)
90 Euro für 40 Seiten
optional, ansteckbar
55 Euro für 54 Seiten
Größe16,9 x 27,3 x 6,8 cm
930 Gramm
18,1 x 32,0 x 6,3 cm (13,6 ohne Papierfach)
960 Gramm
Farbband und Papier
Papierbox20 Blatt20 Blatt
Tinte und Papier im Lieferumfang10 Blattkeines
Farbband und Papier
(größte Packung)
Studio Pack (32 Euro, 80 Blatt)
2 Farbbänder, je 40 Blatt
RP-108 (38 Euro, 108 Seiten)
2 Farbbänder, je 54 Blatt
Seitenpreis mit größtem Paket
Farbband und Papier
41,2 Cent35,1 Cent
Alle Datentechnische Daten
© Druckerchannel

Fazit

Von den technischen Daten macht der Sprocket Studio gegenüber dem Selphy CP1300 von Canon keine herausragende Figur. Der Japaner ist kompakter, günstiger, vielfältiger und ermöglicht niedrigere Folgekosten.

Für den HP sprich lediglich sein klares Design - aber das ist Ansichtssache. Besondere Ausstattungsmerkmale lassen sich nicht erkennen. Lediglich die Bluetooth-Verbindung dürfte im rein mobilen Einsatz etwas unkomplizierter sein, als Canons Wifi-Direkt - selbst wenn dieses ohne Passwort auskommt.

Aktualisierung vom 10.7.2019, 10:10 Uhr

In der ersten Fassung dieses Artikels stand, dass die Papierkassette nicht vom Drucker abgesteckt werden kann - dies ist falsch und wurde im Text korrigiert.

Dieser Artikel wurde ohne generative KI erstellt.
11.07.19 15:04 (letzte Änderung)
Technische Daten

21 Wertungen

 
1

Offenlegung - Provisionslinks

Wir erhalten bei einer Vermittlung zum Kauf oder direkt beim Klick eine Provision vom Anbieter.

Alle Preise enthalten die derzeit gültige MwSt. und verstehen sich zzgl. Versandkosten. Der Preis sowie die Verfügbarkeit können sich mittlerweile geändert haben. Weiß hinterlegte Preise gelten für ein baugleiches Gerät. Alle Angaben ohne Gewähr.

Forum Aktuell
10:25
10:10
09:07
18:31
12:48
Artikel
15.04. Canon Imageformula Garantie: Bis zu fünf Jahre Garantie auf Canon-​Scanner
14.04. Epson LX-​C10060 (Japan): Neuaufgelegter 100-​ipm-​Tintendrucker
10.04. Epson Workforce DS-​530III: Dokumentenscanner für den Arbeitsplatz mit erhöhtem Durchsatz
09.04. HP Workpath Premium: HP-​Drucker lassen sich nun auch in "Uniflow Online" einbinden
08.04. CVE-​2026-​34980 und 34990: Sicherheitslücke im freien Linux-​Drucksystem "CUPS"
02.04. Epson ReadyPrint Flex 2026/04: Preiserhöhung für Tintenabo-​Tarife mit monatlich 30 bis 500 Inklusivseiten
02.04. Kyocera "LongLife Units": Zehn Jahre Garantie beim Ecosys PA4500x auf ausgewählte Teile
01.04. Epson Workforce ES-​550W und ES-​590W: Flinke Dokumentenscanner mit und ohne autarkem "ScanWay"
30.03. Louie Pastor: Neuer CEO bei Xerox -​ Bandrowczak tritt ab
27.03. Canon Maxify GX1051 und GX2051: Pigmenttinten-​Einstiegstanker nun mit (noch) größeren Flaschen
26.03. Kyocera TK-​1300, TK-​1310 und TK-​3420: Kleinere und größere Tonerkartuschen für Ecosys-​Monolaser
25.03. HP Imagine 2026: Neue Laserjet 4000er-​Monolaser und Enterprise-​Modelle
Beliebte Drucker
Neu   Kyocera Taskalfa MZ9500ci

Multifunktionsdrucker, A3 (Laser/LED)

Neu   Kyocera Taskalfa MZ7500i

S/W-Multifunktionsdrucker, A3 (Laser/LED)

Neu   Kyocera Taskalfa MZ10500i

S/W-Multifunktionsdrucker, A3 (Laser/LED)

Neu   Kyocera Taskalfa MZ9500i

S/W-Multifunktionsdrucker, A3 (Laser/LED)

ab 828,99 €1 Epson Ecotank ET-5855

Multifunktionsdrucker (Pigmenttinte)

ab 152,89 €1 Canon Maxify MB5150

Multifunktionsdrucker (Pigmenttinte)

ab 368,89 €1 Epson Ecotank ET-4950

Multifunktionsdrucker (Tinte)

ab 299,99 €1 Canon Maxify GX4050

Multifunktionsdrucker (Pigmenttinte)

ab 374,89 €1 Canon i-Sensys MF667Cdw

Multifunktionsdrucker (Laser/LED)

ab 468,99 €1 Epson Ecotank ET-3850

Multifunktionsdrucker (Tinte)

Merkliste

×
Drucker vergleichen