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Druckertest Ricoh SP 150 (Drucker) und Ricoh SP 150 SU (MFP): Schlichte Mini-Laser für zu Hause

von Martin Neumann

Druckerchannel testet zwei kleine S/W-Laser-Drucker von Ricoh, die besonders niedrige Hardware-Preise haben und zudem im Unterhalt mit den Originaltonern günstiger arbeiten als die Konkurrenz.

Die beiden Desktop-S/W-Laser Ricoh SP 150 (Drucker) und Ricoh SP 150 SU (Multifunktionsgerät) sind besonders günstig, kompakt und verursachen im Vergleich zur Konkurrenz besonders niedrige Druckkosten. Allerdings sind die Drucker sehr einfach ausgestattet: Es gibt nur wenige Funktionen, wenige Einstell- und Verbindungsmöglichkeiten (kein Wlan oder Ethernet), keinen ADF oder Duplexdruck.

Die beiden Ricoh-Drucker unterscheiden sich lediglich durch den Scanner, den der SP 150 SU mitbringt. Ansonsten sind sie fast baugleich und drucken genau so schnell wie die Drucker von Ricohs SP213-Serie, nämlich 22 Seiten in der Minute.

Neben den beiden vorgestellten Geräten gibt es noch zwei weitere Ausführungen: Den Ricoh SP 150w (Drucker) und den Ricoh SP 150 SUw (Multifunktionsgerät). Sie sind baugleich mit den beiden Testgeräten, bieten aber zusätzlich noch Wlan an. Kaufpreis und Erscheinungsdatum sind noch nicht bekannt.

Die wichtigsten Daten zu den Testgeräten
Ricoh SP 150Ricoh SP 150 SU
Preis (UVP, ca.)80 Euro140 Euro
FunktionenDruckenDrucken, Kopieren, Scannen
Drucktempo22 ppm22 ppm
DuplexdruckNeinNein
AnschlussmöglichkeitenUSB-KabelUSB-Kabel
Papierkapazität50 Blatt50 Blatt
Tonerkapazität700 Seiten (Starter), 1.500 Seiten
© Druckerchannel (DC)

Druckerchannel-Test

Der ungeschützte Papierschacht beider Laserdrucker fasst nur 50 Blatt, was deutlich zu wenig ist für Geräte, die 22 Seiten in der Minute ausgeben. Papierfächer zum Nachkaufen gibt es nicht. Auch verstehen die Drucker keine Druckersprache wie PCL oder PostScript, sondern bekommen die Daten per GDI*1 vom angeschlossenen PC.

Andere Geräte derselben Preisklasse bieten zwar mehr Ausstattung, dafür sind sie im Unterhalt deutlich teurer - der Samsung Xpress M2070 beispielsweise hat einen mehr als doppelt so hohen Seitenpreis.

Der SP 150 hat einen einzigen Button zum An- und Ausschalten, das Multifunktionsgerät dazu noch einen "Kopieren"-Button. Es wird deutlich, dass Ricoh die Bedienung so simpel wie möglich halten will. Für Gelegenheitsdrucker ist das sicherlich ausreichend. Drucker, die mehr Einstellmöglichkeiten und Funktionen (Duplexdruck, ADF, Ethernet) haben, kosten oft auch deutlich mehr als die rund 90 Euro Straßenpreis, für die der Ricoh-Multifunktionsdrucker zu haben ist.

Auf der Installations-CD befindet sich neben dem Druckertreiber auch ein Statusmonitor, der den Tonerfüllstand und aktuelle Druckaufträge anzeigt. Von diesem Programm aus können User auch Drucken, Scannen oder Kopieren. Nutzer können den Scanner auch über den TWAIN-Treiber steuern. Dieser bietet, im Gegensatz zum Statusmonitor-Scan, eine Scanvorschau.

Der Scanner des SP 150 SU

Im Statusmonitor hat man die Möglichkeit, mehrere Scans zu einem PDF zu verknüpfen. Wenn man mehr als ein paar Dokumente einscannen will, ist diese Funktion aber zu unübersichtlich, da man das Fenster nicht vergrößern kann und man schnell die Übersicht verliert.

Die Qualität der digitalisierten Scandokumente ist zufriedenstellend: Die Bilder sind recht scharf dargestellt und Farben sehen aus, wie auf dem Original. Allerdings sind die Farben etwas zu blass.

Anders bei Kopien: Textkopien sehen noch vernünftig aus - bei Grafiken oder Fotos versagt Ricohs SP 150 SU. Die Kopien sind streifig, viel zu dunkel und haben mit dem Original nicht mehr viel gemeinsam. Da es sich um einen CIS-Scanner handelt, liest der Ricoh SP 150 SU nicht plan aufliegende Gegenstände unscharf ein.

Die Druckgeschwindigkeiten

Die Leistung der Geräte ist konstant und ausreichend gut. Bei alltäglichen Druckjobs erreichen beide Drucker Geschwindigkeiten von etwa 16 ipm ohne größere Ausreißer. Auch beim Grafikdruck sind die Druckgeschwindigkeiten durchweg ordentlich.


Die Druckqualität

Wie die meisten Laserdrucker weisen auch Ricohs Heimgeräte randscharfe und gut lesbare Textdrucke auf. Unter dem Mikroskop ist erkennbar, dass die Drucker Texte relativ gut darstellen. Beim Entwurfsmodus (Draftmodus) ist fast kein Unterschied zu den anderen Modi zu sehen - mit bloßem Auge erkennt man aber, dass der Text etwas heller dargestellt ist und die Laserdrucker so Toner sparen.

Beim Grafik- und Fotodruck schwächeln die beiden Ricoh-Drucker allerdings. Die ausgedruckten Dokumente sind - wie auch die Kopien - streifig und unschön anzusehen.

Verbrauchsmaterialien und Druckkosten

Wie bei vergleichbaren Ricoh-Geräten gibt es zwei verschiedene Tonerkartuschen, die jeweils 700 und 1.500 Seiten schaffen. Die kleinere Kartusche, die im Handel 30 Euro (UVP) kostet, liegt den Geräten bei Auslieferung bei. Die größere kostet 40 Euro (UVP).

Bildtrommel, Resttonerbehälter und Tonerkartusche sind in einem Behälter untergebracht. Das macht den Wechsel einfach - jedoch schmeißt jeder Nutzer alle 1.500 Seiten eine Bildtrommel in den Abfall.

Ricoh SP 150 - Verbrauchsmaterialien 05/2021*2
 Preis (UVP)
und Preisvergleich
Reichweite mit
'ISO-Textdokument'*3
Tonerkartusche, Schwarz
SP 150LELU35,70 €
ab 29,83 €1
700 Seiten
SP 150HC47,60 €
ab 48,71 €1
1.500 Seiten
© Druckerchannel (DC)

Eine Überraschung sind die für Laserdrucker dieser Preisklasse niedrigen Druckkosten. Kein Gerät der unmittelbaren Konkurrenz kann mithalten. Gerade der Ricoh SP 150, der im Handel nur knapp 60 Euro kostet, gehört damit zu den günstigsten S/W-Laserdruckern seiner Klasse.

Druckkostenanalyse 05/2021*2
Seitenpreis mit
'ISO-Textdokument'*3 (10.000 Seiten)
  
Ricoh SP 150-Serie
 
 
3,0 ct
Kyocera FS-1220MFP (MFP)
 
 
4,1 ct
Dell B1160 (Drucker)
 
 
4,1 ct
Brother HL-1112 (Drucker)
 
 
4,6 ct
HP Laserjet Pro MFP M125a (MFP)
 
 
4,8 ct
Samsung Xpress M2070 (MFP)
 
5,4 ct
© Druckerchannel (DC)

Druckerchannel-Fazit

Die Ricoh-Geräte sind für kleine Büros oder Heimanwender geeignet, die einen kompakten und günstigen S/W-Laser suchen, der auch im Unterhalt nicht zu teuer ist.

Wegen der mageren Ausstattung sind die Drucker aber nur dann zu empfehlen, wenn man auf ADF, Fax, Wlan, Netzwerk und PCL verzichten kann. Für höhere Druckvolumen eignen sich die Geräte nicht, dafür ist der Papierschacht zu klein.


Das ist positiv aufgefallen:

  • besonders niedrige Unterhaltskosten
  • niedrige Anschaffungskosten
  • einfache Bedienung
  • einfache Installation der Verbrauchsmaterialien
  • recht hohe Druckgeschwindigkeiten
  • ordentliche Textdruckqualität

Das ist negativ aufgefallen:

  • zu kleines, nicht staubgeschütztes Papierfach
  • kein Ausgabeschacht
  • nur USB, kein Wlan oder Ethernet
  • kein automatischer Duplexdruck

*1
Bei GDI-Druckern übernimmt der angeschlossene PC die komplette Aufbereitung des Druckauftrags. Das kann zu längeren Wartezeiten führen, bis ein Druckauftrag beim Drucker ankommt und das Gerät losdruckt.
*2
Diese Tabelle wird automatisch aktualisiert.

Preise

Alle Preise sind Preisempfehlungen der Hersteller (UVP).

Kosten & Starterreichweite

In die Druckkosten kalkulieren wir anteilig verbrauchte Materialien auch nur anteilig hinein. Weiterhin berücksichtigt Druckerchannel die Starterreichweiten - diese werden vom Druckvolumen abgezogen und reduzieren somit die durchschnittlichen Seitenkosten.

*3
ISO-Textdokument (ISO 19752): A4-Textdokument (nur schwarz) auf Normalpapier in Standardqualität.
R
Rückgabe/Return: Dieses Verbrauchsmaterial ist nur für eine Verwendung zugelassen und muss anschließend zum Hersteller zurückgesendet werden.
LU
Dieses Verbrauchsmaterial gehört zum Lieferumfang des Druckers
10.10.16 15:53 (letzte Änderung)
Technische Daten & Testergebnisse

77 Wertungen

 
1
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