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Vergleichstest Schnelle Farblaser-Multifunktionsgeräte: Die Testsieger

von Frank Becker

Hinweis: Für mindestens einen in diesem Artikel erwähnten Drucker ist ein Nachfolger " Oki MC563dn" verfügbar.


Testsieger: Lexmark X748de

In nahezu allen Disziplinen konnte der Lexmark X748de gute bis sehr gute Ergebnisse liefern. Angefangen beim Arbeitstempo für Druck-, Kopier- und Scan-Aufgaben über die Druckqualität bis hin zu den Folgekosten kann sich das Multifunktionsgerät behaupten. Lediglich bei der Scanqualität und der Kopiergeschwindigkeit bewegt sich das Modell im Mittelfeld.

Die Druckgeräusche sind jedoch so laut, dass das Gerät nicht im Büro, sondern im Flur oder in einem separaten Raum stehen sollte.

Der große Touchscreen ist zwar fest im Gehäuse verbaut, doch durch die Positionierung an der Vorderseite bietet der Bildschirm für alle Nutzer (auch Rollstuhlfahrer) einen guten Blickwinkel. Die technischen Leistungsmerkmale wie Speicher, Schnittstellen sowie die Gerätefunktionen für Druck-, Kopier- und Scan-Aufgaben lassen bei der Arbeit mit der Maschine nichts vermissen. Beim Wechsel der Tonerkartuschen kann allerdings Tonerschmutz entstehen, der durch die Tonerübertagungswalze schnell auf Hände und Kleidung gelangen kann.

Der Farblaser überzeugt bei seiner Geräteausstattung durch seinen großen Papiervorrat. Neben einer weiteren 550-Blatt-Kassette bietet Lexmark für sein Modell sogar eine Großraumkassette mit einem Fassungsvermögen von 2.000 Blatt an.


Positiv

  • einfache Bedienung mit ergonomischen Touchscreen
  • großes Display mit 17,8 cm Diagonale
  • hohes Drucktempo
  • gute Druckqualität
  • geringste Druckkosten im Test
  • 550-Blatt-Papierkassette
  • Vorort-Garantie
  • CCD-Scanner
  • Festplatte
  • beleuchtete Papierablage

Negativ

  • Tonerkartuschen besitzen eine offene Tonerwalze
  • Druckt laut
  • Unschärfen beim Scannen
  • druckt MIC (Yellow Dots)
  • keine OCR-Software im Lieferumfang


Platz 2: HP Laserjet Enterprise 500 Color MFP M575f

In Sachen Tempo und Qualität kann der HP Laserjet Enterprise 500 Color MFP M575f ganz vorne mitspielen. Die Druckkosten sind jedoch recht hoch.

Bei der Geräteausstattung kann die Maschine vor allem durch das große, schwenkbare Display überzeugen. HP verzichtet ganz auf die klassischen Hardware-Tasten mit Zahlenblock. Die Bedienung ist eher mit einem Tablet-PC vergleichbar.

Beim Wechsel der Verbrauchsmaterialien muss man nur die Gehäuseklappe an der Vorderseite öffnen und das komplette Innenleben der Maschine liegt frei. Man muss beim Wechsel der Tonerkartusche allerdings vorsichtiger sein als bei den anderen Geräten, da die Bildtrommel als Bestandteil des Toner-Sets mit getauscht wird. Ein kurzer Ausrutscher kann schon reichen, um die grüne Bildtrommel zu beschädigen.


Positiv

  • einfacher Tonerwechsel
  • einfache Bedienung mit Touchscreen
  • größtes Display im Test mit 20,3 cm Diagonale
  • manuelle Hefteinrichtung
  • hohes Kopiertempo
  • gute Textdruckqualität
  • gute Scanqualität
  • Vorort-Garantie
  • CCD-Scanner
  • Festplatte
  • beleuchtete Papierablage

Negativ

  • zu kleine Papierkassette mit 250-Blatt
  • lange Einschaltzeit
  • langsame Scan-Geschwindigkeit
  • unübersichtlicher Druckertreiber
  • druckt MIC (Yellow Dots)
  • keine OCR-Software im Lieferumfang
  • hohe Druckkosten


Platz 3: Kyocera FS-C2626MFP

Das Bedienkonzept der Kyocera-Maschine ist durchaus mit Xerox vergleichbar. Der Hersteller verwendet neben dem Touchscreen auch herkömmliche Funktionstasten.

Der Funktionsumfang ist bis auf den Papiervorrat gut dimensioniert. Die 250-Blatt-Kassette ist für ein Gerät in dieser Leistungsklasse einfach zu klein. Allerdings lassen sich gleich zwei weitere 500-Blatt-Kassetten nachrüsten.

Vom Tempo her ist die Maschine bei fast allen Aufgaben am langsamsten. Das liegt jedoch an der geringeren Grundgeschwindigkeit 26 ppm. Dennoch: Die Kyocera-Maschine war im Test der Kopiergeschwindigkeit fast doppelt so schnell wie das Xerox-Modell, das eine Grundgeschwindigkeit von 35 ppm besitzt.

Kyocera kann mit geringen Folgekosten für Schwarzweiß und Farbe überzeugen - sie liegen knapp über denen des Lexmark-Druckers. Der Austausch der Verbrauchsmaterialien ist im Vergleich zu HP, Lexmark oder Xerox nicht ganz so einfach. Die Tonerkartuschen muss man von oben einsetzen und zuvor die gesamte Scaneinheit nach hinten klappen. Dafür sind die Kartuschen gut verschlossen und es kann beim Wechsel kaum Toner austreten.


Positiv

  • hohe Scangeschwindigkeit
  • übersichtlicher Druckertreiber
  • gute Textdruckqualität
  • günstige Druckkosten
  • CCD-Scanner

Negativ

  • zu kleine Papierkassette mit 250-Blatt
  • langsames Drucktempo
  • magere Kopierqualität
  • druckt MIC (Yellow Dots)
  • Gerät muss im Garantiefall an den Hersteller geschickt werden
  • keine OCR-Software im Lieferumfang


Platz 4: Xerox Workcentre 6605V/DN

Xerox verwendet neben einem farbigen Touchscreen auch ein klassisches Bedienfeld mit Zahlenblock und verschiedenen Funktionstasten. So lassen sich auch alle Funktionen des Gerätes schnell aufrufen.

Trotz der hohen Nenngeschwindigkeit der Maschine (35 ppm) zeigte sich das System bei den geforderten Kopieraufgaben als Schlusslicht im Tempovergleich und benötigte fast doppelt so lange wie das langsamste Druckwerk von Kyocera (26 ppm). Als Laserdrucker im Netzwerk hingegen belegt Xerox den ersten Platz. Zudem kann das Gerät mit seiner Druckqualität punkten.

Von den Gerätefunktionen her ist die Maschine eher durchschnittlich ausgestattet, verfügt aber über einen großen Standardpapiervorrat mit 550 Blatt.

Die Folgekosten sind im Vergleich hoch. Sowohl in Schwarzweiß als auch in Farbe ist der Xerox das teuerste Modell im Test. Der Tausch der vier Verbrauchsmaterialien geschieht über eine Klappe an der Vorderseite. Die Bildtrommeln lassen sich bei Bedarf über ein seitliches Fach am Gerät wechseln.


Positiv

  • hohes Drucktempo
  • gute Scanqualität
  • gute Kopierqualität
  • gute Textdruckqualität
  • keine MIC (Yellow Dots)
  • Vorort-Garantie
  • CCD-Scanner

Negativ

  • hohe Druckkosten
  • versteckte Funktionen im Druckertreiber
  • druckt laut
  • langsames Kopiertempo
  • langsames Scantempo
  • keine OCR-Software im Lieferumfang


Platz 5: Oki MC562dnw

Oki verzichtet bei der Bedienung auf ein Touchscreen und wirkt mit seinen vielen Funktionstasten nicht mehr zeitgemäß. Das gilt auch für die höheren Druckkosten, die fast auf dem Niveau des teuren Xerox liegen.

Die Steuerung im Menüsystem ist mit den Navigationstasten zeitraubender als mit den grafischen Benutzeroberflächen der anderen Geräte. Dafür ist das Display schwenkbar um Lichtreflexionen auszublenden und Rollstuhlfahrern die Bedienung zu erleichtern.

Der Wechsel der Verbrauchsmaterialien lässt sich nicht schmutzfrei gestalten. Sobald man eine Tonerkartusche aus dem Gerät nimmt, liegt etwas Tonerstaub offen. Auch die Druckqualität kann bei Grafiken und Fotos nicht überzeugen. Beim Textdruck hingegen gibt es nichts zu beanstanden.


Positiv

  • gute Textdruckqualität
  • klappbares Display mit Tastatur
  • 3 Jahre Vor-Ort-Herstellergarantie
  • einziger Drucker mit Wlan im Test
  • OCR-Software im Lieferumfang

Negativ

  • zu kleine Papierkassette mit 250-Blatt
  • kein CCD-Scanner
  • Papierkassette neigt zum rausrutschen
  • magere Scanqualität
  • kein Touchscreen
  • druckt MIC (Yellow Dots)
  • mäßige Farbdruckqualität
18.07.13 10:18 (letzte Änderung)
1Teamworker
2Die Testsieger
3Die Verbrauchsmaterialien
4Die Druckkosten
5Papierspezifikationen
6Der Platzbedarf
7Die Schnittstellen / Druck vom USB-Stick und Smartphone
8Ergonomie: Menübedienung
9Druckqualität bei Fotos
10Druckqualität bei Grafiken
11Druckqualität bei Texten
12Drucktempo: Texte, Grafiken, Fotos
13Treiberfunktionen
14Scannen: Qualität und Tempo
15Kopieren: Qualität und Tempo
16MIC - Machine Identification Code
17Interne Webserver / Passwörter
Technische Daten & Testergebnisse

70 Wertungen

 
1
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