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Epson Stylus Photo R1900: Ein Drucker für Orangenhaut

Mit dem Epson Stylus Photo R1900 stellt Epson den Nachfolger des A3-Fotokünstlers R1800 vor. Dessen Druckwerk stammte vom mittlerweile betagten R800, welcher noch immer als Referenz unter den Fotodruckern gilt.


Nach rund vier Jahren stellt Epson beim R1900 den Nachfolger der "Ultrachrome Hi-Gloss"-Pigmenttinte vor, welche einfach "Hi-Gloss2" getauft ist. Grundlegende Änderung ist die neue Orange-Tintenpatrone, welche die wegfallende Blautinte ersetzt.

Die Besonderheit bei dieser Tinte liegt in der Kombination einer farbstabilen Pigmenttinte und der Möglichkeit dennoch Hochglanzfotos drucken zu können. Hierfür sorgt nach wie vor eine "GlossOptimizer" genannte Flüssigkeit in der achten Patrone, welche beim Druck auf Hochglanzmedien stets nur über unbedruckte Stellen gelegt wird.

Ausstattung und Tempo

Neben dem Design und dem neuen Tintensystem hat sich in Punkto Ausstattung und Geschwindigkeit nichts Wesentliches getan. Der Epson besitzt neben dem Standard-Papiereinzug eine Rollenpapierzufuhr für bis zu "A3+"-breite Banner. Ausserdem ist der R1900 in der Lage, auf speziell beschichtete CD- und DVD-Rohlinge zu drucken.

Im normalen Fotodruck-Modus (1.440 dpi) hat sich das Tempo für ein A4-Foto nur um zwei Sekunden auf 64 Sekunden je Blatt verringert. Epson verspricht dagegen in der maximalen Druckauflösung (5.760 x 1.440 dpi) eine deutliche Steigerung der Geschwindigkeit aufgrund einer genaueren Druckkopfpositionierung und besserer Algorithmen.

Neu ist ein Schnell-Modus mit 720 dpi für einfache Ansprüche bei einer dafür hohen Ausgabegeschwindigkeit.

Der Fotodrucker ist mit einer USB-2.0-Schnittstelle für die Kommunikation mit einem Computer ausgestattet und lässt sich auch selbstständig über eine Pictbridge-fähige Digitalkamera ansteuern. Netzwerkfunktionalität steht lediglich über eine optional erhältliche externe Box zur Verfügung.


Resttinte-Sammlung

Eine Neuheit gegenüber dem Vorgängermodell ist die effiziente "Absorbierung" von Resttinte. Oftmals landen Tintentropfen nicht immer dahin, wo sie sollen. Gerade beim intensiven Gebrauch. Beim R1900 stellt Epson eine Technik vor, die dies verhindern soll - die negativ geladenen Tintentropfen werden hierbei vom entgegengesetzt geladenen Schwamm ("Waste-Ink"-Behälter) angezogen.

Patronen und Farben

Wie auch der R1800 arbeitet der R1900 beim Druck mit sechs verschiedenen Farben verteilt auf acht Einzelpatronen. Die neue Kartuschen der Serie T087x enthalten einen Tintensensor und sollen eine nahezu restlose Entleerung gewährleisten.

Die Wahl der passenden Schwarztinte wählt der Druckertreiber wie bisher selbstständig je nach eingestelltem Papier oder Medientyp. So kommt das Fotoschwarz nur beim Druck auf Hochglanz oder seidenmattem Papier ins Spiel und muss gegenüber dem Profi-Stylus R2400 nicht getauscht werden.

Auf "echte Hellfarben" hat Epson verzichtet. Die Grundfarben Cyan und Magenta sind jedoch in ihrer Intensität reduziert und weisen eine Deckung von rund 60 Prozent der Vollfarbe auf. Im Vergleich: Übliche Helltinten besitzen eine Deckung von rund 40 Prozent. In Kombination mit variablen Tropfengrößen mit einem Volumen von bis zu 1,5 Pikolitern (je nach Auflösung) welche aus den 180 Düsen je Druckfarbe gefeuert werden, sollen auch feinste Farbabstufungen oder kritische Bereiche nahezu rasterfrei gedruckt werden.

Wie bisher setzt Epson zu den "helleren" Grundfarben auf Sonderfarben. Statt Blau gesellt sich zur Rot-Patrone erstmalig eine Orange-Tinte. Diese kam bisher nur in wenigen professionellen Großformat-Druckern zum Einsatz. Um den Wegfall der Blautinte gegenüber dem R1800 zu kompensieren, hat Epson die Gelb- als auch die Magenta-Tinte modifiziert.

Neue Look-Up-Table (LUT)

Drucker arbeiten beim Umsetzen der Eingangs-RGB-Daten (Rot-Grün-Blau) in eine Kombination der gegebenen Tinten (beim R1900 bis zu sieben Tinten gleichzeitig) mit "Look-Up-Tables" (LUT).

Je nach Implementierung kann diese für eine optimale Farbwiedergabe bei einem großen Farbraum, geringer Rasterung und stufenlosen Übergängen von verschiedenen Farben sorgen. Erstmalig hat man beim R1900 mit dem "Munsell Color Science Laboratory" des RIT ("Rochester Institute of Technology") zusammengearbeitet. Epson verspricht bei der Neuentwicklung einen merklichen Qualitätsfortschritt gegenüber der älteren Generation im R800 / R1800.

Epson Stylus Photo-A3-Fotodrucker
Photo 1400NEU
Photo R1900
Photo R2400
Preis (ca.)400 Euro600 Euro800 Euro
TintenClaria
(Dyetinte)
Ultrachrome Hi-Gloss2
(Pigmenttinte)
Ultrachrome K3
(Pigmenttinte)
Patronen/
Farben
6 Patronen/
typisches
6-Farbdruckwerk
8 Patronen/
4-Farben zuzügl. Mattschwarz,
Orange und Rot
8 Patronen/
6-Farbdruckwerk mit zusätzlich 2 Grautinten
Flüssigkeit für
Hochglanzdrucke
-
(nicht notwendig)
ja
geeignet fürHobbyfotografenPro. Amateuer
für haltbare Drucke
FineArt
Rollenpapier-
zuführung
jaja
CD/DVD-Druckjaja
UVP Patronenpreis
(normale Füllmenge)
6x15 Euro7x13 Euro +
1x10 Euro*1
8x15 Euro
© Druckerchannel (DC)

Verfügbarkeit und Preise

Der Stylus Photo R1900 kommt ab Dezember 2007 für rund 600 Euro in den Handel. Die acht Einzelpatronen sind für je 13 Euro beziehungsweise der Glossoptimizer für rund 10 Euro zu haben.

Gegenüber den rund 40 Prozent teureren R1800-Patronen mit vergleichbarer Reichweite verspricht dies eine deutliche Reduzierung der Druckkosten.

weitere Informationen

*1
GlossOptimizer
28.12.12 08:02 (letzte Änderung)
Technische Daten

81 Wertungen

 
1
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