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Epson ET-3750 als neuer MFD

Bezüglich des Epson Ecotank ET-3750 - Multifunktionsdrucker (Tinte)

von
Bisheriger Drucker: HP OfficeJet 6500 e710a

Gründe für Neukauf:
- Resttintenbehälter übergelaufen und nicht austauschbar
- hoher Tintenverbrauch
- fehlender Duplex-Druck
- schlechte Wischfestigkeit bei Textdruck

Gründe für den Kauf des Epson-ET-3750:
- kompakte Größe
- wirklich günstige Tinte mit Pigmentschwarz
- die Hoffnung, dass ich mich so gut wie nie um die Tinte kümmern muss
- austauschbarer Resttintenbehälter (!)
- günstiges Angebot (390€ - 50€ Cashback)

Erste Eindrücke direkt nach dem Kauf und bei der Installation:

Der Karton ist übersichtlich eingepackt und wirkt sehr aufgeräumt. Alles ist leicht zugängliches, das Verpackungsmaterial lässt sich schnell und einfach entfernen. Das Netzteil ist intern verbaut, es bleibt nach außen nur das Kaltgerätekabel.

Die Erstinstallation gestaltete sich über die Webseite www.epson.sn sehr einfach. Es hätte auch eine CD beigelegen. Die "Handbücher" sind hingegen sehr unübersichtlich: jeder Punkt in allen Sprachen aufgeführt ist und man die deutsche Ausführung erst mühsam finden muss.

Die Tinte lässt sich übrigens absolut klecker- und fleckenfrei auffüllen, es gab keine bunten Hände (Bild 21, 22, 23). Bei der Erstbefüllung bleibt zunächst noch ein Rest in den Flaschen (Bild 26), der dann nach der Erstinitialisierung aber in die Tanks passt. Während der Einrichtung hat sich der Drucker gleich ein Firmware-Update aus dem Internet heruntergeladen. Dazu musste ich ihn zwar explizit ermutigen, aber so ist das ja prinzipiell in Ordnung.

Die Papierausgabe lässt sich hübsch einschieben und muss im Standby nicht elendig verstauben. Sie fühlt sich auch recht wertig an. Klar, letztendlich ist und bleibt es Plastik.

Drucken:

Das Gerät druckt ansich leise. Gerade zu Beginn "schreit" der Drucker aber ab und an. Schade, das ginge bestimmt etwas entspannter und geräuschärmer. Erstaunlich finde ich, dass ich Statusblätter sehr leise drucken kann. Ein normaler Druckauftrag kann, muss aber nicht mit ordentlich Getöse losgehen. Die Lineal-Linienausrichtung z.B. ist zu Beginn immer sehr laut. Ich werde noch Tonaufnahmen anfertigen.

In #3 sind die drei Kalibrierungs-Seiten zu finden.
In #5 ist der Kursivbug für Epson von DC zu finden, nach Kalibrierung und mit Standard-Qualität gedruckt.
In #17 und #18 habe ich Textmarkerbilder eingefügt - schauen gut aus.
In #44 sind Tabellen in drei verschiedenen Qualitätsstufen zu finden, die Treppchen bei den vertikalen Linien zeigen, welche ab der Qualitätsstufe "Stark" verschwinden.


Die Druckqualität erscheint feiner und dünner als beim Officejet 6500A e710a. Es wird wohl einfach weniger Tinte verwendet. Bisher hatte ich allerdings auch nur "Standard"-Druckqualität in den Druckereinstellungen ausgewählt. Scharf ist das Schriftbild auf alle Fälle, aber eher gräulich als schwarz.

In #44 sind drei Worddokumente mit Tabellen angehängt. Diese zeigen ein Problem bei meinem ET-3750 ganz gut: Vertikale Linien werden mit Treppchen gedruckt. Erst ab der Qualitätsstufe "Stark", die in den Druckeinstellungen auszuwählen ist, verschwinden diese Stufen (na ja, die Linien werden dick genug, wodurch die Stufen kompensiert werden). Mit dieser Qualität wird auch die Schrift schwärzer und dicker. Ob das gefällt oder stört ist Geschmackssache. In jedem Fall dauert der Druckvorgang deutlich länger.

05.11.17: Da ich nicht glauben kann, dass dieses Verhalten normal ist, habe ich den Drucker beim Hersteller eingschickt. Sollte dieser eine Verbesserung herbeiführen können, melde ich es hier. Ansonsten tausche ich ihn einfach über den Händler aus, und gucke ob dasselbe Problem mit einem Austauschgerät ebenfalls auftritt.

Scannen:

Bisher habe ich über den ADF-Einzug und das Flachbett gescannt. Das hat bei 400 DPI in Farbe seine Zeit gebraucht, kam mir etwas lang vor. So sei es. Der Scanner arbeitet dabei sehr leise.

Interessant war, dass der ADF ganz am Anfang kein Papier einziehen wollte und andauernd Papierstau gemeldet hat. Ich habe ihn dann nach etlichen erfolglosen Versuchen einmal geöffnet und wieder geschlossen, seitdem läuft er einwandfrei.

Sonstiges:

Zum Ausschalten genügt es kurioserweise nicht einfach den "Power"-Button zu drücken, man muss danach noch mit "Pfeil nach rechts" und "OK" bestätigen (Bilder 24,27,28). Etwas nervig.

Was ich mich frage: Wieso passen nur 150 Blatt in die Kassette? Ist diese tatsächlich flacher als beim ET-4750? Oder limitieren vielleicht nur die beiden blauen und schwarzen Blattbegrenzer? Vielleicht kann DC hier mehr zu sagen, ihr testet ja gerade den ET-4750.

Edit: Es schaut tatsächlich so auf, dass die Begrenzer (Bild 13, 11 und 14) beim ET-3750 einfach flacher sind als beim ET-4750. Für meinen Geschmack eine Frechheit, die Papierkassette so künstlich in ihrer Aufnahmekapazität zu begrenzen, nur um dem ET-4750 ein Kaufargument zu geben.

Cashback: Hat super funktioniert.

Fazit: Für eine Bewertung wäre es natürlich viel zu früh. Ich will abwarten ob es irgendwann Papierstau, Einzugsprobleme, Verschmierungen, Treiberfehler und so weiter gibt. Auch will ich wissen wie zufrieden ich mit dem Druckergebnis auf Dauer bin. Der Verbrauch der Tinte wird bestimmt herausragend niedrig sein - fragt sich nur wie niedrig tatsächlich. Bisher hat mich der Drucker auf jeden Fall nicht genervt, was schon mal ein sehr guter Anfang ist. Gut, die Sache mit dem Ausschalten ist etwas fummelig und müsste meiner Meinung nach nicht sein. Hier sollte Epson nachbessern.

Gesamtbewertung: Noch nicht möglich.

Druckqualität: Da mein Exemplar mit Standard-Qualität Stufen in den vertikalen Linien hat, gibt es 2 Sterne für die Druckqualität. Erst mit der Einstellung "Stark" werden diese Stufen fast nicht mehr wahrnehmbar. Ich glaube, dass sie trotzdem da sind, denn es gibt nach wie vor Stellen, an denen es komisch ausschaut. Wahrscheinlich ist die Linie bei "Stark" einfach dick genug, um eine deutlich sichtbare Stufe zu überzeichnen.
Tempo: Schnell genug für mich, aber nur bei Standardqualität. Bei der Qualitätsstufe "Stark" wird es langsam, ca. 1,2 Seiten pro Minute. Daher nur 2 Sterne.
Druckkosten: Ich gehe mal davon aus, dass sie sehr niedrig ausfallen.
Zuverlässigkeit: bisher zickt der Scanner-Treiber ab und an, ansonsten funktioniert das Gerät.
Bedienung: Ich brauche kein Touchpanel, das geht auch mit den Tasten. Abzug gibt es für das nervige Ausschalten.
Service: Hab eich bislang nicht benötigt. Das Cashback hat gut funktioniert.
Scanqualität: Kann ich noch nicht beurteilen.
Kopierqualität: Kann ich noch nicht beurteilen.
Ausstattung: Dual Duplex-ADF fehlt. Die Papierkassette ist mit 150 Blatt grenzwertig klein. Ansonsten vermisse ich nichts.
Beitrag wurde am 05.11.17, 09:18 vom Autor geändert.
von
Das man das öfter machen muss kann passieren. Ich hab mal meinen 3620 so verstellt das ich wirklich einen Versatz hatte da musste ich min. 4x die 7 wählen (oder 1 je nach Richtung)
von
Hallo,

@LFP - kann das sein, dass du Testweise immer nur ein eine Richtung kalibriert hast? Also die Reihe wird sicherlich nicht unendlich weit sein. Vielleicht sind das total 15 Einträge !?!

Also es sollte immer so sein, dass eine gewählte 7 dann dazu führt, das exakt dieser Versatz bei der Folgekalibrierung auf die 4 kommt. Es muss sicherlich aber nicht sein, dass die ehemalige 6 dann exakt zur 3 wird - das könnte sicherlich etwas abweichen.

Ich habe das hier auch gerade am Epson Workforce Pro WF-4720DWF probiert und es ist genau so.

Gruß,

Ronny Budzinske
www.druckerchannel.de
von
Also ich habe die Lineal-Linienausrichtung jetzt 10x hintereinander durchgeführt. Das Ergebnis bleibt sich gleich, ich wähle bei #1 entweder 6 oder 7, bei #2 entweder 2 oder manchmal auch 1.

Aber auf die 4 verschiebt sich leider gar nichts. So langsam zweifel ich nicht an meiner Intelligenz, sondern daran, ob das wirklich so funktioniert. Oder ob es so funktionieren sollte, aber einfach nicht klappt.

Ideen?
von
Hallo Lilhel,

mal 'ne wahrscheinlich blöde Frage, hast Du auch eine oder beide Werte mal entgegegesetzt verschoben? Also statt 7 die 1 gewählt bzw. statt 1 die 7?

Ist einfach nur so eine Idee.

Grüße

Jokke
von
@ budze

Nee ich hab in sämtliche Richtungen mehrmals gerückt.

Vielleicht bin ich auch zu doof dafür.

Ich habe gerade 11x mal ausgerichtet und irgendwann muss man doch mal eine Linie nehmen die am geradesten erscheint.

Bei Feld 1 ist die Nummer 4 ohne Versatz, Feld 2 zu 95% die Nummer 3.

Ich hab es also fast geschafft die goldene Mitte zu treffen.

Das Ergebnis für 20 Minuten Arbeit bleibt Schrott!

Der Kursivbugtest ist Müll (auf Standard gedruckt).

Und jetzt mal ernsthaft. Das man mehrmals hintereinander kalibrieren muss lasse ich mir noch gefallen. Ist auch nix neues.

Es heisst aber klipp und klar: Nummer des besten Musters auswählen und nicht kalibieren sie solange bis die Nummer 4 passend ist.

Das Gerät hat gerade zu drucken wenn ich Felder auswähle die gerade sind!

Fazit:

Genaue Kalibrierung = Versatz
Ungenaue Kalibrierung = Versatz

@ hjk

der 3620 hat die Linear Linienausrichtungsfunktion?

Mein 7620 hat nur vertikal & horizontal.
Beitrag wurde am 21.10.17, 17:57 vom Autor geändert.
von
@ LFP: So sehe ich das auch. Epson sollte zumindest erklären wie ich sauber kalibrieren soll. Und dann muss es funktionieren.

Kannst du mal deinen Kursivbugtest hochladen? Meiner war ja gar nicht so dramatisch. Aber diese Stufen in allen Linien auf den Testbögen nerven schon. Sowas werde ich auch bei Tabellen auf z.B. Word-Dokumenten sehen.
von
Naja einige Geräte hatten früher den Kursivbug, bei dem sich das nicht auskalbrieren liess. Bisher war ich der Meinung das dies nicht mehr der Fall ist, da auch schon länger sich niemand mehr beschwert hat (jedenfalls nicht mehr in dem Umfang).
von
@ Lilhel,

moment lade ich gleich hoch.

Epson macht garnix!

Die Damen und Herren im Epson Repair Center in Heiligenhaus hätten meinen Karton auch auch zu lassen oder die Annahme verweigern können. Wäre aufs gleiche rausgekommen.

Die haben einen Düsentest und ein misserables Dokument einen Epson Newsletters aus dem Jahr 2008 ausgedruckt.

Mehr nicht und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass das Gerät innerhalb der Spezifikationen arbeitet.
von
Hallo,

wir müssen hier die Probleme mal klar trennen.

Ob ein Drucker den Kursivbug hat, kann man eben erst feststellen, wenn das Gerät vollständig kalibriert wird. Das bedeutet dann, dass man in jedem der 4 Kalbrierungsmuster das beste Bild gewählt hat und dies dann im Zweifel bei der 2. Kalibrierung auch auf der Position #4 ist / bleibt.

Wenn dann im Kursivbugmuster ein Versatz zu sehen ist, dann ist der Drucker von dem Problem betroffen. Das kann ganz leicht sein, was in der Regel nicht schlimm ist, oder eben - wie bei LFP - so stark, das die Linie einen ganzen Sprung hat.

Der Kursivbug lässt sich mit den aktuellen Mitteln NICHT wegkalibrieren. Alle Mühe ist dann umsonst.

Gruß,

Ronny Budzinske
www.druckerchannel.de
Beitrag wurde am 21.10.17, 18:22 vom Autor geändert.
von
@ budze

mein ganzes Gerät hat einen Sprung...grins...

Nächste Schwachstelle ist mir erst jetzt nach der Kalibrierungsorgie aufgefallen.

Die Papiereinzugsrolle hinterlässt über die gesamte Papierlänge einen Abdruck auf dem Papier.

(Papier Color Copy 90g und Epson Photo Quality Inkjet Paper)

@ Lilhel

die Testseite nach 11 Kalibrierungen siehe Bild.
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