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nachfüllbarer Multifunktionsdrucker mit Linux?

von
Hallo,

ich suche einen leicht nachfüllbaren Multifunktionsdrucker mit Linux Unterstützung und möglichst nicht zu teuer.

Am besten direkt nachfüllen vom Gerät aus oder mit solchen speziellen nachfüllbaren Patronen.

Damit meine ich Linux Unterstützung ohne extra nachinstallieren von Herstellersoftware.


- OS: Debian/Ubuntu
- Scanner-Software: sane, xsane
- Scanner funktioniert auch ohne Tinte.
- öfters nachfüllbar

Gibt es ein empfehlenswertes Modell mit den Funktionen?

Danke für die Hilfe
Beitrag wurde am 11.08.17, 11:52 vom Autor geändert.
Seite 2 von 2‹‹12››
von
oha echt? wo steht das Datum der letzten Aktualisierung?

Kennt jemand noch eine aktuellere Liste?
von
Hallo,

das ist eben nur die Frage von mir. Der neueste Drucker ist eben von 2014, der Canon Pixma MG6650. Entweder die neueren werden nicht unterstützt, oder die Liste ist eben alt.

Gruß,

Ronny Budzinske
www.druckerchannel.de
von
Hallo,

es ist zwar lobenswert bei Linux auf möglichst freie Software zu setzen, in der alltäglichen Praxis muss man aber unter Umständen auch leidensfähig sein und Einschränkungen akzeptieren (aus eigener Erfahrung).

Freie Treiber für ganz aktuelle Drucker oder Multifunktionsgeräte zu bekommen ist in der Praxis fast unmöglich, weil diese von Programmierern in der Freizeit oder von Projekten (wie openprint, foomatic und gutenprint) mit mehr oder weniger oder gar keiner Unterstützung von Druckerherstellern programmiert werden. Im Spezialfall Canon sind alte Druckermodelle (5 Jahre und älter) immer noch auf Status "Experimentell". Vermutlich weil Canon eigene Linuxtreiber für diese Modelle anbietet und deshalb keine Infos an die Programmierer herausgibt. Auch haben weder die freien Treiber noch die herstellereigenen meistens nicht den Funktionsumfang wie in Windows, weil die freien Treiber oft durch "reverse engineering" entwickelt werden, d.h. die Geräte müssen dafür erstmal auf dem Markt vorhanden sein bevor programmiert wird.

Ich würde die herstellereigenen Treiber (sofern überhaupt verfügbar) durchaus verwenden, weil diese vom Druck- und Scanergebnis meistens etwas besser sind. Es gibt aber auch Ausnahmen.

Turboprint (kostenpflichtig) ist, wie schon von anderen Forenmitglieder gesagt, fürs Drucken mit Sicherheit die beste Lösung (z.B. Profilierung möglich), aber halt keine Scanlösung.

Die beste Lösung für Multifunktions-/Bürogeräte liefert HP mit der HPLIP-Toolbox (kostenlos) die HP in Zusammenarbeit mit freien Programmierern entwickelt (siehe auf Youtube). Auch Epson und Brother bieten i.d.R. gute Linuxunterstützung an.

Deswegen möchte ich die Programmierarbeit der freien Treiber keinesfalls schlechtreden, im Gegenteil finde ich es hoch anerkennenswert was an freien Treiber verfügbar ist und nutze diese nach Möglichkeit auch (mit den bekannten Einschränkungen).

Auch ist bei manchen Herstellertreibern auch noch ein weinig Bastelarbeit (z.B. Menueinträge selbst anlegen im HUD) nötig, um ein Look&Feel wie in Windows zu haben, wenn man nicht so gern mit der Kommandozeile arbeitet (siehe Bilder).
von
Deswegen suche ich auch einen Multifunktionsgerät welcher mit open source Treiber läuft ... das wäre optimal, aber offensichtlich nicht so einfach zu finden. Wenn es keine aktuellen Listen gibt, hoffe ich noch auf Erfahrungsberichte anderer User.

Es muss auch nicht das neueste Modell sein und unter Linux reicht wenn die Funktionalität für Drucker uns Scanner per USB sichergestellt ist.

Es gibt von den Herstellern auch nur 32 und 64 Bit Pakete, was mache ich mit den arm Geräten mit Linux?

Das ist alles zu viel friemelei, die einen immer wieder ärgert und wenn es geht vermeiden möchte.

HPLIP hatte ich auch schon wegen meinem alten Deskjet 5550 installiert. Werden alle HP Geräte bereits damit unterstützt?
von
Hallo,

generell gilt: aktuelle Linux-Distri und ältere Hardware funktioniert gut - nicht aktuelle Linux-Distri und neue Hardware funktioniert auf Anhieb fast nie! Das liegt leider daran, dass die Entwickler der freien Treiber gegenüber den Hardwareherstellern zeitlich und von der verfügbaren technischen Information einfach im Nachteil sind.

Der Vorteil von HPLIB ist, das auch wirklich aktuelle Hardware unterstützt wird. Dazu muss allerdings selbst die neueste Version installiert werden, da die Distributionen nur den Softwarestand von HPLIB mitliefern, der bei der Erstellung der Distri vorhanden war. Wie man HPLIB aktuallisiert ist auf youtube gut anzusehen.

Welche Treiberpakete von den Herstellern installiert werden müssen, wenn man diese verwenden möchte, hängt davon ab, welche Linuxversion (32bit oder 64bit) halt verwendet wird.

Ich würde mir erst einmal auf eine bestimmte Auswahl an MF-Geräten festlegen, die die geforderten Anforderungen (nachfüllbare Patroen, usw.) erfüllen und nachsehen, ob der Hersteller Linuxtreiber zur Verfügung stellt. Quasi als Rückversicherung, damit das Gerät überhaupt unter Linux läuft. Danach in der Druckerdatenbank der verwendeten Distri nachsehen, ob freie Treiber für den Druckerteil verfügbar sind und für den Scannerteil auf der Seite des Sane-Projekts den dazugehörigen Scanner nachsehen. Sollten noch keine Treiber verfügbar sein und das gewünschte Modell kein ausgesprochener Exot sein, dürften in den nächsten Jahren mit Sicherheit freie Treiber in einer aktuelleren Distri verfügbar sein.
Somit kann man später immer noch auf freie Opensource-Treiber umsteigen.

Bei einem älteren MF-Gerät dürften freie Treiber und alternative oder nachfüllbare Patronen verfügbar sein, allerdings dürften diese als Neugerät nicht mehr käuflich erwerbbar sein.
von
an mj3345 zu Antwort #14

da in #14 auch kurz die Rede von "arm-Geräten" war:

das in #15 gesagte gilt aber nur für die x86-Prozessorplattform in 32/64bit. Treiber von Druckerherstellern sind grundsätzlich nur für diese Prozessorplattform programmiert. ARM-Plattformen (Raspberry Pi u.dgl.) können mit diesen Treibern damit nichts anfangen.

Diese können nur über den Umweg einer virtuellen Umgebungs (QEMU) in einer ARM-Plattform zum Laufen gebracht werden mit viel zusätzlicher Bastelarbeit! Und das meistens nicht mit 100%-Erfolg.
Außerdem muss das ARM-System dafür Multiachitektur unterstützen.

Hier hilft wirklich nur im ARM-System nachzusehen welche Drucker im CUPS-System unterstützt werden und welche Scanner auf der Seite des Sane.Projekts aufgelistet sind. Ob HPLIB sich für ARM-Plattformen aktuallisieren läßt, fragt man am besten bei "hplipopensource.com/... nach.
von
@mj3345:
Alles mit Opensource-Treibern abzudecken kannst du vergessen - ist leider so, die Gründe dafür haben meine Vorschreiber schon genannt.

Meine Tipps an dich:
1. sträube dich nicht dagegen, noch Zusatzsoftware vom Gerätehersteller zu installieren
2. für den Druck ist, wenn der auserkorene Drucker unterstützt wird, Turboprint eine sehr gute wahl
3. zum scannen schau dir Vuescan an

Volker
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