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Trend: Kyocera erforscht Büroentwicklung: Bürowelten der Zukunft

Wie sieht das Büro der Zukunft aus - und wie arbeiten wir in 25 Jahren? Diese und weitere spannenden Fragen haben das Fraunhofer-Institut und Kyocera in einer Studie ausgearbeitet.


Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums am Standort Deutschland hat Kyocera beim Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation eine Studie zum Büro der Zukunft in Auftrag gegeben. Mit den Methoden einer Delphi-Studie wurden 18 Experten aus der Industrie, von gesellschaftlichen Verbänden, aus den Medien und aus der Politik befragt. Außerdem kamen Antworten von 102 Anwendern.

Die Ergebnisse lassen sich in sechs Punkten zusammenfassen:

  • Die Menschen werden zunehmend auch von daheim, vom Home-Office aus arbeiten. Die Bürotechnik wird sich dem anpassen, intelligenter und vernetzbar werden.
  • Bei Druckern, Kopierern und Multifunktionsgeräten wird genauso wie bei Handys oder Notebooks das Design eine immer stärkere Rolle spielen.
  • Gleichzeitig wird sich die Bürotechnik aufgrund des demographischen Wandels stärker an den Bedürfnissen älterer Menschen orientieren.
  • Uneins waren sich die Befragten, ob es in der Zukunft ein papierloses Büro geben wird: Von den Experten sagte etwa die Hälfte ja und die andere Hälfte nein. Die Anwender hingegen glaubten in der Mehrheit, dass Papier auch in der Zukunft eine wichtige Rolle spielen wird.
  • Die Cloud wird auch in den Druck-Bereich Einzug halten. An öffentlichen "Points of Print" wird es möglich sein, gegen Gebühr Dokumente vom Smartphone oder Notebook zu drucken. Technisch sind solche Lösungen bereits verfügbar, etwa über die Cloud Printing Alliance von Cortado, der auch Kyocera angehört. Reinhold Schlierkamp, Geschäftsführer von Kyocera Mita Deutschland, sagte bei der Präsentation der Studie, dass das Problem im Moment vor allem bei der Abrechnung liege.
  • Kunden werden in Zukunft verstärkt auf grüne Eigenschaften der Bürotechnik achten und die Hersteller werden an ihrer CO²-Bilanz gemessen. Die Geräte werden daher zunehmend ressourcenschonend produziert und sparsam im Energieverbrauch sein.

Mein Kommentar

Studien wie diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie von aktuellen Trends auf die Zukunft schließen wollen. Das ist jedoch problematisch, da technische und gesellschaftlichen Innovationen der Entwicklung schnell eine neue Richtung geben können. Wer hätte beispielsweise vor fünf Jahren gedacht, dass beim Handy einmal das Betriebssystem die entscheidende Rolle spielen könnte?

Insofern ist der Wert einer solchen Studie in erster Linie in der Analyse der aktuellen Entwicklungen zu sehen. Demzufolge wird Bürotechnik derzeit schöner und intelligenter, parallel dazu aber auch umweltfreundlicher. Das ist jedoch keine wirklich neue Erkenntnis. Interessanter ist, dass die Idee des papierlosen Büros – eine Horrorvision für jeden Druckerhersteller – immer noch in den Köpfen herumspukt. Und das, obwohl die Papierproduktion wie eh und je weltweit kontinuierlich ansteigt. Ob schließlich das aktuelle Hype-Thema, das Cloud Computing, auch im Druckersektor eine relevante Rolle spielen wird, ist mehr als fraglich.

Die Ergebnisse im Detail

1. Digitale Spuren

Die Welt in 25 Jahren wird transparent. Das ganze Leben hindurch werden wir digitale Spuren vom beruflichen und privaten Werdegang und Vorlieben hinterlassen. Wir werden lernen, das im privaten wie beruflichen Bereich als ganz normal zu sehen.

  • Beim Thema Datenschutz sind sich Experten und Anwender weitgehend einig.
  • Die Gruppe der Anwender kann der Vorstellung einer transparenten Datenwelt zu rund 70 Prozent zustimmen.
  • Auch jeder zweite Experte stimmt dem zu.

2. Multifunktionssysteme der Zukunft

Das Multifunktionssystem zum Drucken, Kopieren etc. der Zukunft ist eine intelligente Box, die so programmiert werden kann, dass sie Informationen individuell zusammenstellt, aufbereitet, verteilt und archiviert. Jedes technische System im Büro wie im privaten Umfeld wird künftig automatisch mit jedem anderen System kommunizieren und nach klaren Regeln interagieren.

  • Die Bürotechnik der Zukunft ist intelligent und vernetzbar – das gilt nach Meinung der Experten und Anwender auch für Systeme zum Drucken, Kopieren und Faxen.
  • Vier von fünf Experten und Anwendern sind dieser Meinung.

3. Sinnlichkeit von Technik

Im Büro der Zukunft werden Technologien so integriert, dass sie sich nachhaltigen und sinnlichen Aspekten unterordnen. Die Aspekte Design und Sinnlichkeit spielen eine zentrale Rolle.

  • Das Büro der Zukunft ist ein Raum mit hohen Ansprüchen an Design und Sinnlichkeit. Darin sind sich Experten und Anwender weitgehend einig.
  • 58 Prozent der Experten stimmen der These, dass auch die Technik diesen Ansprüchen Sorge tragen muss, zu. In der Gruppe der Anwender liegt die Zustimmung bei 44 Prozent.
  • Dieser Meinung widersprechen 16 Prozent der Experten und 20 Prozent der Anwender.

4. Multifunktionssysteme im Design der Zukunft

Die Multifunktionssysteme der Zukunft (Drucken, Kopieren etc.) sind konsequent designorientiert. Für diese Systeme gelten dann die gleichen Anforderungen wie für Handys, Notebooks und PCs.

  • Drucker, Kopierer und Multifunktionssysteme werden in der Zukunft genauso designorientiert sein wie Handys, Notebooks und PCs. Dem stimmt jeder zweite Experte zu. Die Zustimmungsrate bei den Anwendern liegt sogar bei über 60 Prozent.

5. Technik für das Alter

Technologien der Zukunft werden sich im Büro künftig viel stärker auch an den Bedürfnissen älterer Mitarbeiter ausrichten.

  • Die Bürowelten der Zukunft werden sich dem demographischen Wandel anpassen.
  • Der These, dass sich auch die Bürotechnik viel stärker an den Bedürfnissen älterer Mitarbeiter orientieren wird, findet bei 51 Prozent der Anwender und 55 Prozent der Experten Zustimmung.

6. Papier als Medium

Das papierlose Büro wird es nicht geben. Digitale Darstellungsformen werden das Papier als Medium nie verdrängen können.

  • Die Expertengruppe hat keine gemeinsame Meinung zur Nutzung von Papier als Medium. Die These, dass das Papier als Medium nie verschwinden wird, erfährt mit jeweils 44 Prozent gleichviel Widerspruch und Zustimmung.
  • Die Gruppe der Anwender zeigt ein anderes Bild: Hier bekräftigen mehr als 50 Prozent die Wichtigkeit von Papier, allerdings widersprechen hier nur ein Viertel der Teilnehmer.

7. Das Papier der Zukunft

Das Papier der Zukunft ist anders. Es wird mit neuen Eigenschaften ausgestattet sein – zum Beispiel Skalierbarkeit und Wiederbeschreibbarkeit.

  • Bei der Frage, ob sie sich vorstellen können, dass das Papier in der Zukunft ganz neue Eigenschaften bekommt, sind die Experten unentschlossen mit leichter Tendenz zur Zustimmung.
  • Ähnlich ist das Bild bei den Anwendern. Hier verteilen sich die Stimmen nahezu zu gleichen Teilen bei Zustimmung und Ablehnung.

8. Points of Print

Der Druck der Zukunft passiert an „Points of Print“. Das sind flächendeckende cloudbasierte Druckstationen im öffentlichen Raum, die jedem die Möglichkeit geben, Dokumente an öffentlichen Druckern mobil ausdrucken zu können.

  • Die „Cloud“ wird auch die Zukunft des Dokumentenmanagements bestimmen. Jeder zweite Anwender und mehr als jeder zweite Experte glauben an cloudbasierte „Points of Print“, die jedem die Möglichkeit geben, Dokumente an öffentlichen Druckern auf der ganzen Welt auszudrucken.

9. Heimarbeit

Für alle Büroarbeiter wird es selbstverständlich sein, auch von zu Hause zu arbeiten.

  • Sowohl die Experten als auch die Anwender glauben, dass Büroarbeit in Zukunft häufig auch von zu Hause aus passiert. Dieser These stimmen 72 Prozent der Experten und 65 Prozent der Anwender zu.

10. Virtuelle Vernetzung

Wir werden über längere Phasen lediglich rein virtuell mit unseren Kollegen vernetzt sein.

  • Gleichzeitig wird sich die Arbeit in Team in der Zukunft verändern: Die Vernetzung wird über längere Phasen rein virtuell geschehen.
  • Dem stimmen 66 Prozent der Experten zu. Die Anwender sehen das ein wenig skeptischer: Hier können zwar immerhin noch 60 Prozent zustimmen, allerdings kann jeder Vierte dazu keine Einschätzung abgeben.

11. Flexible Arbeitszeiten

In der Zukunft werden die Arbeitszeiten sich flexibel an private Bedürfnisse und Unternehmensbedürfnisse anpassen.

  • 53 Prozent der Experten stimmen der These, dass sich Arbeitszeiten flexibel an private und Unternehmensbedürfnisse anpassen werden, mit Einschränkung zu. Rund jeder Fünfte kann dem sogar uneingeschränkt zustimmen.
  • Die Anwender bejahen diesen Trend mit einer Gesamtzustimmung von 60 Prozent in leicht geringerem Maße.

12. Erreichbarkeit

Immer erreichbar zu sein wird der Normalfall.

  • 65 Prozent der Anwender stimmen der These zu, dass die Zukunft der Arbeit damit einher geht, immer erreichbar zu sein.
  • Die Experten sehen diesen Trend ebenfalls, allerdings etwas schwächer: Hier stimmen nur 42 Prozent dieser Vorstellung zu.

13. Freelancer

In Zukunft werden wir immer mehr in freien Kooperationen arbeiten. Feste Unternehmensstrukturen werden aufgebrochen. Es wird normal sein, in vielen Unternehmensbereichen Freelancer aus der ganzen Welt zu beschäftigen.

  • Geteilter Meinung sind Experten und Anwender bei der Frage nach Teamstrukturen.
  • 66 Prozent der Experten glauben, dass feste Unternehmensstrukturen in Zukunft aufgebrochen werden und die Beschäftigung von Freelancern normal werden wird – in allen Unternehmensbereichen.
  • Bei den Anwendern können nur 44 Prozent dieser Vorstellung zustimmen. Mehr als jeder Vierte lehnt die Vorstellung sogar ab.

14. Das grüne Büro

Das Büro insgesamt ist grün – in Technologien, Materialien und Gestaltung.

  • Das Büro der Zukunft ist grün. Diese These findet bei 94 Prozent der Experten Zustimmung.
  • Die Anwender sehen den Trend viel verhaltener: Hier stimmen nur 60 Prozent der These zu. Nahezu jeder Fünfte zeigt sogar eher Ablehnung diesem Trend gegenüber.

15. Recycling, Ressourcen-und Energieneutralität

Die Multifunktionssysteme der Zukunft sind komplett recyclebar, ressourcen- und energieneutral in Herstellung und Betrieb.

  • Einigkeit herrscht zwischen Anwendern und Experten bei der Frage, ob die Multifunktionsgeräte der Zukunft recyclebar, ressourcen- und energieneutral sein werden.
  • Zwei Drittel der Experten und Anwender können dieser These zustimmen.
  • Die Widerspruchsrate liegt bei den Experten bei 11, bei den Anwendern bei 17 Prozent.

16. Klimaneutrales Wirtschaften

In 25 Jahren wird das „klima- und ressourcenneutrale Wirtschaften“ Alltag in deutschen Unternehmen sein.

  • Der Aspekt des klima- und ressourcenneutralen Wirtschaftens wird auf lange Sicht in die deutschen Büros Einzug halten. Fast 70 Prozent der Experten sind der Meinung, dass klima- und ressourcenneutrales Wirtschaften in 25 Jahren zum Alltag gehören wird.
  • Auch zwei von drei Anwendern sind dieser Auffassung.

17. Carbon Footprint

Der „Carbon Footprint“ – die Messgröße zur Klimaneutralität – wird in der Zukunft eine wichtige Kennzahl für die Performance von Unternehmen.

  • Die Frage, ob Klimaneutralität in Zukunft eine Unternehmenskennzahl darstellen wird, sehen Experten und Anwender ähnlich.
  • Bei den Experten stimmen 72 Prozent dieser These zu, bei den Anwendern sind es 66 Prozent.
  • Jeder zweite Experte teilt diese Auffassung sogar ohne jegliche Einschränkung.
10.05.11 12:27 (letzte Änderung)

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