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(aktual. am 9. August 2023)

Canon Festpreis-Reparatur: Pixma-Generalrevision für 89 Euro oder weniger (Stand 02/2023)

von Ronny Budzinske
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Hinweis: Für mindestens einen erwähnten Drucker ist der ausführliche Testbericht "Vielseitig, aber kein Wunderkind" sowie "Alleskönner fürs Heimbüro" verfügbar.

Canon-Tintendrucker der Pixma-Serie sind seit Jahren äußerst beliebt. Allen voran gilt das für Geräte mit Patronen der Serie PGI-555PGBK XXL, PGI-550PGBK, CLI-551. Entsprechende Pixmas bieten nicht nur eine besonders hohe Druckqualität für Fotos und Texte, sondern lassen sich auch (zunächst) problemlos mit günstigen Nachbaupatronen betreiben.


Beispiel Canon Pixma MX925 und iP7250

Noch immer ist der Pixma MX925 stark verbreitet. Der Multifunktionsdrucker mit Fax und Duplex-ADF war offiziell von 2013 bis 2017 im Sortiment von Canon und wurde in hohen Stückzahlen verkauft. Ähnliches gilt für den reinen Drucker Pixma iP7250, der später in 2019 abgekündigt wurde.

Schon seit einigen Jahren hat sich jedoch auch gezeigt, dass diese spezielle Druckergeneration nicht selten von Druckkopfproblemen betroffen ist. Dies zeigt sich z.B. in der Fehlermeldung B200 oder aber an "verzogenen Düsen", die dann zu unscharfen Textdrucken führen. Teilweise treten die Probleme schon nach 2-3 Jahren in der Nutzung auf - einige Drucker haben jedoch auch bald bereits ein Jahrzehnt der Nutzung ohne Fehler auf dem Buckel. Aktuelle Pixma-TS-Tintendrucker laufen erfahrungsgemäß deutlich zuverlässiger.

Die Ursache für die Fehleranfälligkeit dürfte zumeist in günstigen Nachbau-Tintenpatronen begründet sein, für die die Drucker allerdings zugleich auch so beliebt sind. Oftmals liegt das Problem dabei an einer schlechten Qualität des Schwamms in der Kartusche, der zu wenig Tinte aufnehmen kann. Eine mögliche Folge davon ist, dass dem Drucker unerwartet früh die Tinte ausgeht. Die von Canon verwendeten thermischen Druckköpfe überhitzen dann beim "Druck ohne Tinte" und können unwiderruflich beschädigt werden.

Teilweise ist als weitere Folge auch die gesamte Druckerelektronik betroffen, die schlimmstenfalls einen frisch eingesetzten Ersatz-Druckkopf beschädigen kann.


Ersatz-Druckköpfe sind entweder teuer oder günstig und dann oft unbrauchbar

Nun ist die positive Nachricht, dass man für die meisten Pixma-Modelle Druckköpfe noch kaufen kann und sich diese auch mit wenigen Schritten selbst einsetzen lassen. Der Haken an der Sache ist jedoch der Preis. Für den Pixma MX925 liegt dieser (Bestellnummer QY6-0086) gut und gerne bei 90 Euro. Der "QY6-0082"-Kopf für den iP7250 ist kaum günstiger.

Zwar findet man auf den Marktplätzen auch deutlich günstigere Angebot für Gebrauchtware oder vermeintliche Neuware, jedoch ist die Fehlerquote hier ziemlich hoch. So bewerben einige chinesische Anbieter den Farb-Druckkopf nur noch als "Schwarzkopf" - vermutlich, weil die (sogar teilweise auf Fotos sichtbaren) Farbdüsen defekt sind. Bei anderen Anbietern gibt es dazu erst gar keine Hinweise.

Zu beachten ist jedoch, dass diese thermischen Köpfe generell nicht für die Ewigkeit bestimmt und auch die Probleme von einigen Generationen durchaus bekannt sind. Diesbezüglich kann man von günstigen oder offensichtlich gebrauchten Köpfen nur abraten. Dazu gilt auch, dass ein an sich neuer Kopf unter Umständen das Problem gar nicht lösen wird. Ist anstatt des Kopfs die Elektronik Schuld, so war der Kauf vergeblich - schwierige Sache.

Generalrevision durch Canon

Doch für dieses Dilemma gibt es seit einiger Zeit eine gute und vergleichsweise kostengünstige Lösung. So bietet mittlerweile Canon selbst Reparaturen zum Festpreis an. Grob gesagt gilt dies für ausgewählte Drucker, die vor weniger als sieben Jahren abgekündigt wurden.

Dazu zählen die A4-Pixmas mit Patronen. Für die meisten A3-Drucker, Fotodrucker im Allgemeinen, die Maxify-Serie sowie für Megatank-Tintentankdrucker gibt es zumeist keinen Festpreis.

Ausgeschlossen sind zudem Fehler, die durch äußere Einwirkungen (z.B. Sturz oder Flüssigkeiten) verursacht wurden.

Festpreis oft günstiger als der Druckkopf selbst

Äußerst attraktiv ist dabei die Preisgestaltung. Eine "Generalrevision" für den Pixma MX925 kostet nur 89 Euro. In dem Preis ist sogar der Hin- und Rückversand eingeschlossen. Der gleiche Preis gilt auch für viele neuere TS-Modelle, die erfahrungsgemäß aber eher selten von Druckkopfausfällen betroffen sind. Nochmals günstiger wird es für den iP7250: Die gleiche Leistung kostet bei diesem Scanner-losen Modell nur 39 Euro.

Falls nötig wird die Elektronik, der Druckkopf und bei einer "nahenden Sättigung" auch der Resttintenfilz getauscht - (fast) egal was ist, für den genannten Festpreis.

Fremdtinte in der Regel kein Hindernis

Wer seinen Drucker mit günstiger Nachbautinte verwendet und Bedenken wegen der Reparaturfähigkeit hat, kann wohl in der Regel beruhigt werden. Nach Rückmeldungen und Selbstversuchen werden auch solche Drucker problemlos angenommen. Im Reparaturschreiben gibt es dann den Hinweis darauf, dass Canon die Originaltinte empfiehlt und man die Funktionsweise auch nur mit dieser garantieren kann.

Dennoch gilt, dass eine Festpreisreparatur nur für den Ausfall von Komponenten unter normalen Betriebsbedingungen und normalem Verschleiß gilt. Wenn es eindeutig ist, dass Fremdtinte oder eine Fremdpatrone ursächlich für den Schaden ist, kann die Reparatur abgelehnt werden. Klar wäre dies beispielsweise, wenn eine Patrone komplett ausgelaufen ist und rein dadurch den Drucker beschädigt hat.

Garantie für die Reparaturleistung

Canon gibt für reparierte Geräte eine Garantie von sechs Monaten. Diese gilt in der Regel für alle ausgetauschten Teile. Näheres dazu findet man auch in den Geschäftsbedingungen.



Reparatur zum Festpreis anstoßen

Um eine Reparatur an seinem Canon-Drucker vornehmen zu lassen, gibt es das "Formular für Service- und Reparaturanfragen". Dieses lässt sich unter folgender Webseite ausfüllen:

account.canon.de/s/service-repair

Notwendig ist die Hinterlegung von Kontaktdaten und dann in Folge der Fehlerbeschreibung. Ist man außerhalb der Garantie, so ist der Anfragentyp "Kostenpflichtige Garantie" korrekt.

Neben einer Beschreibung des Fehlers ist es wichtig, dass keine Schäden durch äußere Einwirkungen entstanden sind. Dies muss im Formular bestätigt werden.

Bietet Canon für den ausgewählten Drucker eine Reparatur nach Festpreis an, so lässt sich diese Option in der "Unterkategorie der Anfrage" auswählen. Für einige Drucker bietet Canon jedoch lediglich einen "Kostenvoranschlag" oder ein "Reparaturpreislimit" an. Für die meisten A4-Drucker mit einer "Festpreis"-Option dürfte man mit dieser in fast allen Fehlerfällen am günstigsten wegkommen.

Fällt der von Canon veranschlagte Preis nach Aufwand höher aus als der Festpreis, kann man nicht mehr in die "günstigere Version" wechseln.

Der anfallende Preis wird im nächsten Schritt dargestellt. Nach Auftragserteilung erhält man einen kostenlosen Versandaufkleber.

Nach der Einsendung des Druckers wird man mehrstufig informiert. Zum einen, wenn der Drucker angekommen ist, dann ob er repariert werden kann und letztendlich wird man im Idealfall über eine erfolgte Reparatur benachrichtigt.

Der Rückversand zum Aufstellort wird ebenfalls von Canon übernommen. Falls keine Reparatur durchgeführt werden kann oder mit anderen Kosten zu rechnen ist, hat man die Wahl zwischen einer kostenlosen Verschrottung oder aber einem Rückversand ohne vorherige Reparatur.

Druckertransport

Wichtig ist, dass man sich die Transporthinweise von Canon gründlich durchliest. Dies gilt sowohl für eine sichere Verpackung als auch für die Transportfähigkeit des Druckers selbst.

Drucker mit Patronen sollten dabei immer mit solchen bestückt werden, damit die Gefahr des Eintrocknens reduziert wird. Tintentankdrucker (in der Regel ohne Festpreisangebot) haben einen speziellen Transportmodus. Wird dieser nicht aktiviert und es läuft Tinte aus, kann die Reparatur unter Umständen komplett verweigert werden.

Laut Canon werden die Patronen des Kunden generell nicht für Tests verwendet.


"Single Ink"-Drucker mit festem Kopf

Wir haben uns die aktuell geltenden Pauschalpreise für aktuelle und ältere Pixma-Drucker mit Einzelpatronen angesehen. Ein grün hinterlegtes Feld besagt, dass eine Reparatur möglich ist. Ein rotes Feld signalisiert, dass der Drucker von Canon nicht mehr angenommen wird - diese Aussage gilt generell für eine Reparatur dieses Modells.

Die grauen Felder weisen auf aktuelle Drucker hin, die noch in der Garantie sein sollten. Canon gewährt für nahezu die komplette Produktpalette eine Absicherung von zwei Jahren.

Reparaturpauschalen für Canon-Pixma-Singleink-Drucker (Stand 02/2023)
39 Euro
ohne Scanner
49 Euro
3-in-1-Einstieg
79 Euro
3-in-1-Mitte
89 Euro
3-in-1-Ober
89 Euro
4-in-1
89 Euro
3-in-1 mit A3
2013Canon Pixma iP7250▶ 6/19

iP7250

MG5550
(wird nicht mehr repariert)
MG6450
(wird nicht mehr repariert)
MG7150
(wird nicht mehr repariert)
Canon Pixma MX925▶ 9/17

MX725/MX925

2014Canon Pixma MG5650▶ 9/15

MG5650-Serie

MG6650
(wird nicht mehr repariert)
MG7550
(wird nicht mehr repariert)
2015Canon Pixma MG5750▶ 9/19

MG5750-Serie

MG6850-Serie
(wird nicht mehr repariert)
MG7750-Serie
(wird nicht mehr repariert)
2016Canon Pixma TS5050▶ 12/20

TS5050-Serie

Canon Pixma TS6050▶ 9/17

TS6050-Serie

Canon Pixma TS8050▶ 9/17

TS8050-Serie
Canon Pixma TS9050▶ 9/17

TS9050-Serie

2017Canon Pixma TS6150▶ 9/18

TS6150-Serie

Canon Pixma TS8150▶ 11/18

TS8150-Serie
Canon Pixma TS9150EOL

TS9150-Serie

Canon Pixma TR8550▶ 12/20

TR7550/TR8550

2016Canon Pixma TS6250▶ 9/19

TS6250-Serie

Canon Pixma TS8250▶ 9/19

TS8250-Serie

Canon Pixma TS9550

TS9550/TS9551c

2019Canon Pixma TS705EOL

TS705

Canon Pixma TS6350EOL

TS6350-Serie

Canon Pixma TS8350EOL

TS8350-Serie

2022Canon Pixma TS705a

TS705a

Canon Pixma TS6350aEOL

TS6350a-Serie

Canon Pixma TS8350aEOL

TS8350a-Serie

Copyright Druckerchannel.de

Drucker mit Kopfpatronen

Deutlich günstiger fällt die Reparaturpauschale für die meisten Pixma-Drucker mit Druckkopfpatronen aus. Man sollte dabei jedoch auch beachten, dass sich bei diesen Druckermodellen Düsen-Probleme in der Regel schon durch den bloßen Tausch der Tintenpatrone beheben lassen sollten. Erst wenn das nicht hilft, kann eine Reparatur sinnvoll sein.

Für fast alle dieser Drucker (z.B. ab dem iP2850, MG2950, MG3650 oder MX475) fällt eine Pauschale von 39 Euro an. Höher fällt diese lediglich für wenige Drucker, wie dem aktuellen TS7450 aus, für den Canon 79 Euro verlangt - das lohnt sich rein finanziell (bei einem nahezu gleichen Neupreis) allerdings eher nicht.

Preise für weitere Drucker

Festpreise gibt es (wenn überhaupt) nur für A4-Tintendrucker der Pixma-Serie. Maxify-Drucker werden generell nach Aufwand repariert. Das Gleiche gilt für Tintentankdrucker, aber auch für den mobilen Pixma TR150.

Bei hartnäckigen Düsenproblemen mit Tintentankdruckern (Megatank) lassen sich deren Köpfe in der Regel problemlos auswechseln. Ersatzköpfe (bei den Pixmas Schwarz und Farbe getrennt) gibt es bei Vertragshändlern (z.B. Geissler).

Garantie beachten

Bevor man überhaupt Geld in einen defekten Drucker investiert, sollte man prüfen, ob der Drucker nicht noch in der Garantie ist. Canon gewährt auf fast alle Drucker eine Garantie von zwei Jahren ab Kauf, was über den Kassenbon problemlos nachgewiesen werden kann.

Aktionsbedingt lassen sich so gut wie alle Megatank-Drucker sowie die Maxify-Serie kostenlos auf eine dreijährige Garantie erweitern. Dazu ist jedoch eine Registrierung kurz nach dem Kauf notwendig.

Garantieaktionen bei Tintendruckern

08.08.23 13:42 (letzte Änderung)
1Pixma-Reparatur mit Druckopftausch ab 80 Euro
2Pixma-Generalrevision für 89 Euro oder weniger (Stand 02/2023)
Technische Daten

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