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Brother MFC-9970CDW schlechte Druckqualität

Brother MFC-9970CDW▶ 10/14

Frage zum Brother MFC-9970CDW

Multifunktionsdrucker (Laser/LED) mit Kopie, Scan, Fax, Farbe, 28,0 ipm, 2.400 dpi, PCL/PS/PDF, Ethernet, Wlan (ohne Airprint), Duplexdruck, Dual-Duplex-ADF, 2 Zuführungen (300 Blatt), Touch-Display (12,7 cm), kompatibel mit BU-300CL, DR-320CL, TN-320BK, TN-320C, TN-320M, TN-320Y, TN-325BK, TN-325C, TN-325M, TN-325Y, TN-328BK, TN-328C, TN-328M, TN-328Y, WT-300CL, 2011er Modell(mehr Daten)
von
Hallo zusammen,

Ich habe einen Brother Farblaserdrucker, bei welchem die Druckqualität sehr bescheiden ist.
Insbesondere bei den Farben.
Es sind vertikale Streifen und hellere horizontale Helligkeitsunterschiede vorhanden.
Zusätzlich sieht es so aus, als ob blau ein Ghosting Problem hätte.
Im Textdruck fällt das nicht so aus.
Jedoch sind Abbildungen oder Fotos mittlerweile unansehnlich.


Verbaut ist aktuell Kineco Toner bei allen 4 Farben.
Schwarz habe ich vor ca. 100 Seiten getauscht. Es sind aber immer noch horizontale Streifen im Abstand von ~3cm vorhatten.

Lohnt sich hier (angesichts des Alters) überhaupt noch, mit neuem Toner zu „experimentieren“ oder könnte da noch mehr kaputt sein?
Mit knapp 15 000 Seiten hat er eigentlich noch gar nicht so viel gedruckt.

Schon mal vielen Dank!


Viele Grüße
Beitrag wurde am 14.02.26, 20:29 Uhr vom Autor geändert.
von
Führe bitte zunächst durch:

- Reinigung der Laserscanner-Fenster: download.brother.com/... .pdf
- Reinigung der Koronadrähte: download.brother.com/... .pdf.

Anschließend lade uns bitte erneut Scans der Ausdrucke dieser Testdateien hoch:

- support.brother.com/... .pdf
- www.druckerchannel.de/... .pdf
- www.druckerchannel.de/... .pdf (Bitte nur die Seiten #11 und #12 !)

Dann wird sich sicherlich jemand finden, der Dir Deine Fragen beantwortet.

Darf ich fragen, wie es kommt, dass der DC-Grafiktest so viele Knitter- und Bügelfalten hat? Hattest Du ihn schon in den Papierkorb geworfen, oder gab es einen Papierstau? Haftet der Kineco-Toner gut auf dem Papier?

Und warum benutzt Du Deinen Scanner nicht, sondern das Smartphone, um Bilder der Ausdrucke für das Hochladen zu erzeugen?

Literatur:
--------
1) Handbuch: download.brother.com/... .pdf
Beitrag wurde am 14.02.26, 22:57 Uhr vom Autor geändert.
von
Vielen Dank für die Antwort.

Das Gerät habe ich gereinigt.

Dabei ist mir aufgefallen, das der Toner nicht nur in der Kartusche ist,
Sondern auch auf der Bildtrommel, an der Seite des Transferbands und teils auf den anderen Patronen. Bilder habe ich angehängt.

Was ich dabei komisch finde ist, dass es bei allen 3 Farbkartuschen zeitgleich so ist, nicht dass ich 4 neue Kartuschen kaufen und am Ende druckt er weiter so katastrophal.
Ja, der lag schon im Papierkorb. Habe mir dann aber gedacht, das Bild könnte auch hilfreich sein.

Papierstau hat er manchmal, vor allem wenn man über die MF-Zufuhr vorne was einlegt.
Ja, der haftet gut, mit dem Finger bekommt man ihn nicht weg.



Hier die Testdrucke:
Auf dem Ghosting Test sieht man magentafarbene Streifen unter dem Rechteck
So gut funktioniert der Scanner auch nicht (mehr). Man kann immer noch die halbe Rückseite der Blätter miterkennen.
Beitrag wurde am 15.02.26, 12:57 Uhr vom Autor geändert.
von
Meine Auswertung der Testausdrucke fällt hier leider sehr lang aus, weil es viele Unsicherheiten mit sich bringt, wenn eine große Unbekannte in ein wohlerforschtes Gerät hineingebracht wird: Fremdtoner. Und vorliegend ist es leider nicht die einzige Unbekannte. Das erschwert die Auswertung der Testausdrucke und vermindert die Erkenntnisse, die man aus ihnen ziehen kann. Wer es kurz und bündig liebt, dem sei daher ans Herz gelegt, einfach nur die letzten Absätze dieses Beitrages zu lesen. Und wer solche Fehlerbilder schon viele Male gesehen hat und weiß, was davon zu halten ist, mag ihn überspringen und möge uns gerne an seinem geschätzten Wissen teilhaben lassen. Ich bin für jeden beschleunigenden Hinweis dankbar.

Für alle, die sich für das Warum hinter meiner Einschätzung interessieren, stelle ich meine Gedanken diesbezüglich hier gleichwohl mal ein, gerade auch, weil es, wie gesagt, einige Unsicherheiten gibt und ich gerne, falls ich mich in einem Punkt irren sollte oder etwas auf anderem Wege doch einfacher oder schneller ginge, dann auch gerne zügig einen Hinweis bekommen möchte, bevor wir hier unnötig in die Irre laufen oder Zeit vergeuden.
Das ist leider nicht ungewöhnlich bei günstigen Fremdtonern und erhöht leider den Verschleiss bzw. verkürzt die Lebensdauer der genannten Einheiten.
Ich fürchte, dass ich Dir nur wenig Hoffnung machen kann, dass es anders kommen wird. Die vertikalen und horizontalen tonerfarbenen Streifen und die vertikalen und horizontalen Auslassungen haben ja alle ihre Ursachen, und wenn wir nichts anderes finden sollten, wo die herkommen können, dann können sie nur entweder von der Tonerkartusche oder verschmutzten, abgenutzten oder beschädigten Trommeln stammen. In Bild 6 des vorangehenden Beitrages siehst Du, wenn Du es vergrößerst, dieselbe Streifigkeit, die sich auch auf den Ausdrucken findet.

Es gibt noch ein paar wenige Sachen, die Du noch ausprobieren könntest. Diese werde ich Dir im Folgenden vorschlagen. Wenn all das das Problem nicht lösen sollte, wäre der nächste Schritt tatsächlich, neue Tonerkartuschen zu kaufen. Und wenn auch das keine Abhilfe bringen sollte, wären zusätzlich die Trommeln der betreffenden Farben zu reinigen und bei ausbleibendem Erfolg zu ersetzen. Das alles jeweils möglichst in Original Brother Qualität, weil es sonst nicht zwingend besser wird. Die Brother Tonerkartuschen kannst Du mit abgelaufenem MHD bei druckmittel.de etwas günstiger bekommen. In der Regel funktionieren sie noch und sind allemal besser als neuer Fremdtoner. Die Trommeln haben sie dort aber wohl nicht. Von kompatiblen Trommeln würde ich abraten – da hättest Du nicht lange etwas von. Und von Brother gibt es die Trommeln nur im Viererset (CYMK) ab ca. 140 Euro.

Folgendes könntest Du noch ausprobieren:

- Kontrolle des Papierkassettenbodens und Papierweges auf Verschmutzungen. Ggf. reinigen.

Und:
- Reinigung aller vier Erase Lamp - Linsen und
- Reinigung aller Elektroden der Tonerkartuschen, Trommeleinheiten (Drum units), der Transfereinheit (Belt unit) ihrer Gegenstücke im Gehäuse-Inneren,
und zwar beides gemäß (1), S. 2-62 bis 2-63 bzw. pdf-S. 100-101: www.laserexpressinc.com/... .pdf

Bevor Du damit beginnst, lasse das Gerät bitte abkühlen, schalte es aus und ziehe den Netzstecker. Gib dem Gerät dann sicherheitshalber eine halbe Stunde Zeit, sich zu elektrostatisch zu entladen. Entlade Dich vor Beginn der Arbeiten durch Berühren eine geerdeten Geräte- oder Hausinstallation, um Schäden am Gerät durch elektrostatische Entladung zu vermeiden.

Setze die Trommeln dabei nicht länger als ein paar Minuten dem Tageslicht aus, wenn Du sie entnimmst. Schütze sie im ausgebauten Zustand mittels eines lichtdichten Behälters oder staubfreien Kartons. Und fasse die Trommeln und die Transfereinheit bitte nur am Gehäuse an, nicht auf der empfindlichen, beschichteten grün-bräunlichen Trommeloberfläche bzw. Beltoberfläche.

Ich befürchte allerdings, dass die o.g. Maßnahmen das Problem nicht lösen werden. Falls es so sein sollte, dass das Ghosting von der Magenta Trommel käme, wie es desöfteren bei Ghosting Phänomenen der Fall ist, bestünde eine reelle Chance, es mittels der Linsenreinigungen für eine Weile loszuwerden. Mein Eindruck ist allerdings, dass sich das Ghosting nicht mit der Periode des Trommelumfanges von 9,4 cm wiederholt und somit gar nicht von der Magenta-Trommel herrührt, sondern es sich eher um ein seitenübergreifendes Ghosting handeln könnte, das mit einer Periode von ca. 13,6 cm repetiert wird. Dabei gehe ich davon aus, dass die Testausdrucke der Brother-Farbflächen in der Reihenfolge des Testdokuments gefertigt wurden und die Seiten 11 und 12 des DC-Lasertests jeweils im Anschluß an die zweite Seite des Brother Dokuments. Da die Seiten des Brother Farbflächendokumentes in Beitrag #2 leider um 180° gedreht hochgescannt wurden und die Seite 2 so um 180° verdreht vor die Seite 11 des DC-Lasertests gelegt, eingescannt, und hier hochgeladen wurde, entsteht der Eindruck, dass die Seiten in dieser Reihenfolge und um 180° gedrehten Orietierung ausgedruckt worden wären, aber das kann m.E. nicht der Fall gewesen sein. M.E. dürften sie am ehesten unverdreht in der genannten Reihenfolge ausgedruckt worden sein.

Wenn man in der Vergrößerung ganz genau hinschaut, sieht man nicht nur in der Magenta-Spalte der Seite 12 des Lasertests ein Ghosting, sondern ganz schwach in allen Spalten, insbesondere auch in der Cyan-Spalte. In den anderen Spalten grenzt es im Stillstand zugegebener Maßen an Einbildung. Aber wenn man die Seite in der Vergrößerung mit dem Scrollrad der Maus bewegt, wird deutlich, dass da ein ganz schwaches Ghosting ist. Und in der Magenta-Spalte sieht man bei genauem Hinsehen, dass es nicht erst in 9,4 cm Abstand zur Oberkante des zu druckenden Magenta-Kästchens wiederholt wird, wie es bei einem nicht seitenübergreifenden, von der Drum verursachten Ghosting der Fall wäre, sondern schon vorher, was sich m.E. nur durch ein seitenübergreifendes Ghosting erklären lässt.

Dann aber müsste dies natürlich so auch bei allen direkt aufeinanderfolgend ausgedruckten Seiten der Fall sein. Und dafür habe ich bei genauem Hinsehen auf den zweiten Blick dann Anhaltspunkte entdecken können. Und daraus erklären sich dann auch die schwärzlichen horizontalen Striche in den gelben Farbflächen und ihre phasenweise scheinbare Verdoppelung mit einem leichten Versatz. Das liegt einerseits daran, dass das Dreifach von ca. 13,6 cm ein wenig größer ist, als eine Din A4 Seite lang ist, so dass sich die überlagernden Muster von Ghosting zu Ghosting ein wenig gegeneinander verschieben, und die Muster selbst, wie FB2000 korrekt im Startposting festgestellt hat, Muster mit einer Periode des Developing Rollers enthalten.

Ganz genau konnte ich die Periode nicht bestimmen, weil das SM (1) keine Angaben für die Perioden seitenübergreifender Ghostings des Gerätes aufführt und die Scans ein wenig unscharf sind, was man leicht an der unleserlichen Schrift des Lineals erkennen kann, das FB2000 zuvorkommender Weise mit unter den Scanner gelegt hatte. Insofern mag der tatsächlich Wert ein wenig davon abweichen. Möglicherweise ist der exakte Wert sogar ein Vielfaches davon, was dann wegen der Unschärfe der Aufnahmen und der Messmöglichkeiten am Bildschirm nicht festzustellen wäre, sondern nur an den originären Ausdrucken. Als ursächlich vermute ich den Übertragungsprozess, beispielsweise eine Belt-Beteiligung, unter Berücksichtigung der zeitlichen und räumlichen Seitenerkennung, Abfolge und -Länge.

Aus diesem Grunde gehe ich auch davon aus, dass sich das Ghosting Problem wohl eher nicht durch die Reinigung der Linsen beseitigen lassen wird, weil es m.E. nicht von der Bildgebung, sondern von der Bildübertragung herrührt. Aber trotzdem sollte der Versuch m.E. unternommen werden. Wäre ja ärgerlich, wenn ich mich irre und deshalb diese kostenfreie Möglichkeit nicht ergriffen würde. So ganz eindeutig sind die karierten Muster mit ihrer Unschärfe ja auch nicht. Versuch macht klug.

Falls dies nicht helfen sollte, könnte man noch versuchen, eine Reinigung der Magenta-Trommel vorzunehmen, wenn man von der Ursächlichkeit der Magenta-Trommel für das Ghosting weiterhin überzeugt sein sollte. Die Trommelreinigung ist hier beschrieben: download.brother.com/... .pdf.
Sollte auch dies keine Abhilfe bringen, weil die Magenta Trommel sich dabei als beschädigt herausstellt, wäre sie zu ersetzen, sofern es sich wirtschaftlich rechnet.

Daran habe ich allerdings meine Zweifel. Ich erwarte, wie gesagt, eher, dass die o.g. Maßnahmen keine hinreichende Abhilfe bringen. Dann wäre zumindest noch die blaue Tonerkartusche auszutauschen. Mit viel Glück wären dann die horizontalen und vertikalen Streifen in den Cyan- und Magenta-Farbflächen weg.

Allerdings sehe ich auch in den als zu schwach und zu inhomogen imponierenden gelben Farbflächen einige schwarze vertikale und horizontale Streifen bzw. Verfärbungen, so dass womöglich auch die schwarze Trommel und die gelbe Trommel oder die gelbe Tonerkartusche noch wird ausgetauscht werden müssen. Allerdings vielleicht nicht alle drei, denn:
Der Scanner, mit dem augenscheinlich die Beitrag #2 anhängenden Scans gefertigt wurden, macht in der Tat deutlich schlechtere Aufnahmen als das Smartphone. Die Farbflächen der Scans imponieren sehr inhomogen und unregelmäßig, was auf den Fotos mit dem Smartphone weniger ausgeprägt zu sein schien. Braun und schwarz sind im Scan des DC-Grafiktest nicht unterscheidbar, der Strahlenkranz und die "Linien pro Zoll"-Gitter vollständig ausgelöscht, als hätte es sie nie gegeben – dies alles war auf der Smartphone-Aufnahme noch ausreichend zu erkennen.

Dies alles spricht sehr dafür, dass der Weiß-Abgleich des Scanners neu vorgenommen werden muss und der Scanner vollständig neu kalibriert werden müsste, insbesondere auch hinsichtlich des Duplex Scannens. Ich vermute, dass ein Teil der Unregelmäßigkeiten der Farbflächen Scans hierauf zurückzuführen ist, aber nicht alles. Denn auch in den Fotos des Startbeitrages findet man hellere Bereiche, die dort jeweils nicht hingehören. Sie wurden aber ja mit dem Smartphone angefertigt. Dies spricht dafür, dass die Inhomogenitäten respektive bereichsweisen Schwächen der gelben Farbfläche möglicherweise auf die gelbe Tonerkartusche zurückzuführen sein könnte (schlechte Tonerverteilung, wenig Toner). Dann wäre diese zu ersetzen. Oder auf eine abgenutzte Trommelbeschichtung, in deren Riefen und Beschädigungen sich schwarzer Toner eines (zumindest bis zu der von FB2000 durchgeführten Reinigung) verschmutzen Belts angelagert haben könnte. Dann wäre diese zu ersetzen, denn reinigen einer Trommel hilft bei Schäden erfahrungsgemäß nicht dauerhaft. Vergleichbares gilt auch für die anderen Trommeln.
Den Zeit- oder Kostenaufwand für eine Scanner-Adjustierung kann ich nicht einschätzen. Damit habe ich persönlich noch keine Erfahrungen.

Die Trommeln sollen laut Brother im Normalfall zwar 25.000 Seiten lang halten, aber dies gilt nur unter den von Brother genannten und erforschten Bedingungen bei der "normalen" Nutzung. Bei überwiegend kleinen Aufträgen mit nur einer Seite oder anderen Nutzungsabweichungen kann die Seitenzahl erheblich geringer ausfallen, wie in (1), S. 1-7 bis 1-8, 2-14 bis 2-17 bzw. pdf-S. 29-30, 52-55 ausführlich dargestellt. Das hat Brother sehr genau untersucht. Und bei Fremdtonerverwendung gilt dieses "kann" naturgemäß erst recht. Konkrete Angaben dazu kann es nicht geben, weil Fremdtonerhersteller aus Kostengründen kaum forschen und keine internen Entwicklungs- und Forschungsdaten der Gerätehersteller kennen und Brother seine Geräte nicht mit Fremdtonern testet und auch gar nicht alle Fremdtoner kennen kann. Ihre Anzahl ändert sich ja ständig. Fremdtonerverwendung ist somit ein Glücksspiel, in dem man das eigene Büro zum Versuchslabor macht und sich selber und seine Angehörigen oder Mitarbeiter zu Testern und Versuchskaninchen gleichermaßen.

Und wenn man sich vorliegend fragt, wie es zu einer Verschmutzung des Belts hat kommen können, ist man sehr schnell bei der schwarzen Fremdtonerkartusche und der schwarzen Trommel und ihren Reinigungsmechanismen und dem Transferbelt und dessen Reinigung und Wastetonercontainer. @FB2000 : Du beschreibst, dass Du den Transferbelt und das Gerät gereinigt hast, wenn ich es richtig verstanden habe. Vielleicht hast Du Glück und die schwarzen Verunreinigungen verlieren sich mit den nächsten 30-50 Ausdrucken allmählich. Vielleicht aber auch nicht. Die Waste Toner Box des Belts soll im Normalfall für 50.000 Seiten ausreichen, die noch längst nicht erreicht sind. Aber vielleicht hat ihr Abstreifer unter dem Fremdtoner gelitten und müsste ersetzt werden. Auch die schwarze Tonerkartusche und die schwarze Trommel als mögliche Quellen des Übels müssten überprüft werden.

Insofern ist keineswegs auszuschließen, dass der Aufwand zur Wiederherstellung eines einwandfreien Druckbildes über den Erwerb von vier Originaltonerkartuschen hinausgehen könnte. Weiteren Aufschluss darüber kann aber allenfallls noch eine Inspektion des Gerätes bringen. Jedem Fehler im Ausdruck entspricht eine Unzulänglichkeit im Bildgebungsprozess oder Bildübertragungsprozess, die man anhand des Fehlers im Ausdruck, der wie ein Fingerabdruck ist, erkennen und feststellen kann, wenn man das Gerät vor sich stehen hat und diese darin nachvollzieht. Es ist also nun an Dir, Dir die Tonerwalzen und Trommeln sowie den Belt und deren Abstreifer einmal genau anzuschauen, um genauer einzugrenzen, was da im Einzelnen mit Wahrscheinlichkeit auf Dich zu kommen kann @FB2000 . Also u.a., bei welcher Farbe es eher die Tonerkartusche oder aber die Trommel oder beides sein dürfte, was ausgetauscht werden muss. Mein Eindruck aufgrund der horizontalen schwarzen Streifen auf S. 11 des DC-Lasertests, die sich z.T. von der gelben Farbfläche über die Magenta-Fläche bis in die cyan-farbene Fläche hinein erstrecken, ist, dass es durchaus mehr als nur die gelbe Trommel sein könnte, die ersetzt werden müsste, bis das Druckbild wieder einigermaßen ansprechend aussieht.
Dagegen könnte es eventuell helfen, die Papiereinzugsrollen zu reinigen: download.brother.com/... .pdf. Falls dies keine Abhilfe bringen sollte, würde man die Rollen austauschen. Dafür bietet Brother das MP Paper Feeding Kit an: Der Austausch ist hier beschrieben: www.laserexpressinc.com/... .pdf. Normalerweise ist er aber erst nach 50.000 Seiten fällig. Die Gerätelebensdauer von 5 Jahren gemäß (1), S. 1-7, pdf-S. 29 ist allerdings längst überschritten. Da kommt es schon mal vor.

Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass der Satz Original Brother Trommeln mit gut 140 Euro zu Buche schlägt, und 200 bis 240 Euro für neue Tonerkartuschen ebenfalls nicht ganz unrealistisch erscheinen, ergibt sich, dass die Kosten sich auf 200 bis 400 Euro belaufen könnten mit Original Brother Kartuschen und Trommeln.
Material-Kosten für eine neue Waste Toner Box (20-25 Euro plus Versand), einen Belt-Austausch (110 Euro) oder Austausch des MP Paper Feeding Kits (10-15 Euro plus Versand) sind da noch gar nicht eingerechnet. Und Arbeitslohn bei Inanspruchnahme einer Werkstatt für das eine oder andere, was man sich nicht zutraut, wie möglicherweise eine Scanner Adjustierung, ebenfalls nicht. Wenn es sehr schlecht läuft, könnten sich alleine die Materialkosten mit Versand auf bis zu 600 Euro belaufen, ohne dass dabei gesichert wäre, dass alle Ein- und Ausbauten und Adjustierungen in Eigenleistung gelingen und auch der Scanner wieder funktioniert. Und dass auch in den nächsten Jahren noch gesichert wäre, dass sich das Gerät weiterhin instand setzen lässt.

Demgegenüber kann man für 550 Euro bereits nagelneue Multifunktionsfarblaserdrucker kaufen, die mit Originaltoner vergleichbar günstig drucken und 15.000 Seiten oder mehr ebenso gut durchhalten. Von daher könnte sich ein Neukauf m.E. als wirtschaftlicher erweisen. Bei Beratungsbedarf diesbezüglich wende Dich gerne jederzeit an unsere www.druckerchannel.de/kaufberatung/.

Es schadet sicher nicht, die o.g. Reinigungen vorzunehmen und sich, falls dies nicht zum Erfolg führen sollte, die Kartuschen und Trommeln mal näher anzusehen, um die Kosten zuverlässiger einschätzen zu können als ich es auf der derzeitigen Informationsgrundlage kann. Dass sich das Problem mit geringeren Kosten als wenigstens drei weiteren Kartuschen Original Brother Toner lösen lässt, erwarte ich ehrlich gesagt leider nicht.

Literatur:
----------
2) SM: www.laserexpressinc.com/... .pdf
Beitrag wurde am 17.02.26, 20:03 Uhr vom Autor geändert.
von
Hallo Marker-Studi,

vielen Dank für die wirklich sehr ausführliche Antwort!

Das Reinigen werde ich auf jeden Fall am Wochenende mal ausprobieren.
Es wäre sehr schade das Gerät wegen eines „kleinen Fehlers“ wegzuschmeißen.


Was auch merkwürdig ist, dass das Ghosting bei blau auf dem Testdruck #12 kaum vorhanden ist.
Davor habe ich mal ein Dokument mit blauen Logo ausgedruckt, dass deutlich zwei mal untereinander zu sehen war (auch beim Anfangspost 2. Bild erkennt man, dass blau noch mal in magenta und gelb vorhanden ist).
Es tritt also nicht immer? mit voller Intensität auf.

Macht es evtl. Sinn erst mal eine neue Kartusche zu kaufen (vorzugsweise magenta / blau wegen dem ghosting) und dann zu sehen ob es weg ist?
Im Zweifelsfall hat man dann „nur“ 50€ in den Sand gesetzt.

Dagegen spricht eigentlich, dass schwarz neu ist (leider auch Nachbau) und auch schon —wie mit der alten Kartusche— völlig inakzeptable Ergebnisse zeigt.


Angesichts des sehr hohen Alters (mindestens 12 Jahre) denke ich auch, dass das wirtschaftlich leider wenig bis keinen Sinn mehr hat, viele Teile mit ungewissen Erfolg zu tauschen. Vor allem da man nicht weiß, dass nicht kurz danach das nächste kaputt wird.
von
Doch, auch auf Seite #12 des DC-Lasertests ist das Ghosting sehr deutlich zu sehen. Und zwar innerhalb der quadratischen Farbflächenkästchen. Wenn Du genau hinschaust, erkennst Du, dass sie unterschiedlichen Farbton und Sättigungsgrad haben und inhomogen und streifig sind. Das kommt, weil das seitenübergreifende Ghosting auch in dem Bereich schon mit hineingedruckt wurde.
Wenn ich wüsste, ob nicht nur die Kartuschen, sondern auch die Trommeln hinüber sind oder nicht, hätte ich es geschrieben, Kartusche für Kartusche, Trommel für Trommel. Leider sind die Hinweise in den Ausdrucken aber nicht eindeutig. Man sieht ja auch schlicht den Wald vor lauter Bäumen nicht wegen des Fremdtoners, oder besser gesagt, den Defekt vor lauter Karos nicht.

Normalerweise bekommt man Ausdrucke vorgelegt, wo man entweder wenige horizontale oder aber einige wenige vertikale Striche oder Auslassungen sieht oder auch mal repetierende kleine Farbpunkte einer oder zweier Farben und dazu eine Verbrauchsstatusseite, was demnächst fällig ist. (Also keine Karos, und keine dichten Streifengitter, wie hier leider bereits vorliegend.) Dann kann man nach Wahrscheinlichkeit eine Empfehlung geben anhand des Ausdrucks. Hier aber kann ich anhand des Ausdrucks leider nicht erkennen ob es nur an der jeweiligen Kartusche liegt, oder auch die Trommel bereits in Mitleidenschaft gezogen ist und wie sehr. Das Beste ist daher, du schaust Dir die Trommeln jeweils mal ganz kurz an. (Nicht zu lange, wegen des Lichts, wie gesagt.) Wenn Da Kratzer oder Riefen in der Beschichtung sind, dann müssen sie vermutlich auch neu. Dasselbe gilt beim Belt.

Du kannst auch versuchen, die Kartuschen zu reklamieren, sofern Du sie noch nicht lange hast und erst wenig damit gedruckt wurde, soweit sie undicht sind oder streifig drucken. Eben soweit es kein Verschleiß ist, sondern ein Fertigungsmangel. Aber wenn Du damit Erfolg hast, nimm möglichst eine Orignal Brother Tonerkartusche stattdessen, wenn sie die auch anbieten.

Beim schwarzen Toner ist halt die Frage, ob er sich in den gelben Farbflächen zeigt, weil die Kartusche undicht ist, oder weil der Belt abgenutzt ist, so dass der Toner nicht mehr stark genug auf ihm haftet, oder dessen Reinigungsklinge nicht mehr astrein funktioniert. Auch das solltest Du Dir kritisch anschauen, bevor Du eventuell die Kartusche reklamierst.

Seitenübergreifende Ghostings können verschiedene Ursachen haben. Meistens ist es der Belt, mitunter auch der sekundäre Transferroller. Leider sind im Service Manual keine Angaben zu deren Perioden für Dein Gerät gemacht worden, anhand derer die Ghstings dieser beiden unterschieden werden könnten. Daher sieh Dir die beiden am Besten mal an, ob sie o.k. sind oder stark verschmutzt, wellig, verformt oder beschädigt oder durchhängen etc. Von der Periode her kommt eigendlich nur der Belt infrage.
Beitrag wurde am 19.02.26, 13:07 Uhr vom Autor geändert.
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