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Know-how: Gebrauchte Drucker kaufen: So funktioniert das Geschäft

Bei den Refurbished-Angeboten kommen in erster Linie Modelle in den Onlineshop, die zwei bis drei Jahre in Unternehmen im Einsatz waren. Nach Ablauf des Leasing-Vertrags tauschen viele Firmen ihren bisherigen Drucker- und Kopierer-Park gegen neue Geräte aus. Der Käufer kann bis zu 70 Prozent gegenüber der damaligen unverbindlichen Preisempfehlung einsparen.

Die Geräte sind technisch überprüft, beziehungsweise mit Firmware-Updates überholt und gereinigt. Abhängig von der Preisklasse der Gebrauchtgeräte sind defekte Gehäuseteile ersetzt und Verschleißteile wie Separationsrollen ausgetauscht.

Soll es ein aktuelleres Modell sein, stammt das Gerät in der Regel aus Garantie- und Gewährleistungsfällen. Dabei soll die Ersparnis unter 50 Prozent liegen. Die geringste Einsparung erhält man beim Kauf von Ex-Demo-Geräten. Dabei handelt es sich allerdings um Neugeräte, die eine Zeit lang in Showrooms bei Fachhändlern oder auf verschiedenen Messeständen ausgestellt waren. Immerhin soll noch eine Einsparung um die 30 Prozent möglich sein.

Für welches Modell man sich entscheiden mag, ein Preisvergleich bei den gängigen Refurbished-Anbietern wie Hübner Büroservice, Quant Electronic oder Printego lohnt sich. Je nach Modell gibt es nicht nur attraktive Preisunterschiede, sondern auch unterschiedliche Abnutzungserscheinungen.

Dieses Remarketing-Geschäft lohnt sich prinzipiell für alle Beteiligten: Unternehmen, die bei der Aktualisierung der bestehenden Drucker- und Kopierer-Landschaft nicht wissen, wohin mit den Altgeräten, finden mit den Online-Händlern Abnehmer, die dafür sogar noch etwas bezahlen. Ansonsten müssten Unternehmen für die Entsorgung von Elektroschrott bezahlen, wenn die Anzahl der Altgeräte über eine haushaltsübliche Menge hinausgeht.

Der Käufer wiederum freut sich am Ende über ein preiswertes Profigerät, das deutlich günstiger ist als die ursprüngliche Preisempfehlung des Herstellers. Den größten Gewinn machen natürlich die Onlinehändler, die für den Wareneinsatz kaum etwas bezahlen und alles bis zum letzten Schräubchen gegen Geld verwerten können.

Sicherheit für den Kunden

Ein wichtiges Argument für die Aufbereitung der gebrauchten Maschinen ist das große Druckvolumen. Bei vielen Lasergeräten liegt das empfohlene monatliche Druckvolumen bei über 10.000 Seiten. Das sind bei einer Betriebszeit von drei Jahren insgesamt 360.000 Seiten, die ein Gerät ohne technische Probleme produzieren sollte.

Tatsächlich wird das Druckvolumen der eingesetzten Drucker und Multifunktionsgeräte in der Praxis kaum ausgeschöpft. So soll die Leistung der Geräte nach Expertenangaben bei rund zehn Prozent Auslastung liegen. Diese Angabe soll den Käufern von Gebrauchtgeräten eine Investitionssicherheit geben, auf dass das neue (alte) Drucksystem auch noch die nächsten Jahre zuverlässig seinen Dienst verrichten kann.

"Selbst Geräte, die schon zehn Jahre alt sind, bieten bei entsprechender Wartung und regelmäßigem Austausch der Verbrauchsmaterialien und Verschleißteile die gleiche Druckqualität wie ein Neugerät", sagt Michael Hübner, Geschäftsführer bei Büroservice Hübner und Betreiber der Refurbished-Handelsplattformen druckerhaus24.de und gute-gebrauchte-drucker.de.

Ein weiterer Vorteil älterer Drucker sind die Tonerkosten. Für brandaktuelle Drucker gibt es so gut wie keinen "Billig-Toner" zu kaufen. Es dauert eine gewisse Zeit, bis genügend leere Kartuschen eines neuen Modells im Markt zur Verfügung stehen, um ein breit gefächertes Angebot an Refill-Kartuschen in einschlägigen Onlineshops zu finden. Auch der Nachbau der Original-Verbrauchsmaterialien aus anderen Ländern dauert.

Bei der Anschaffung von Refurbished-Druckern und -Multifunktionsgeräten ist in der Regel bereits preiswerter Toner im Markt vorhanden. So profitieren Kunden vom ersten Tag an nicht nur durch die Einsparung des Druckerkaufs sondern auch an den Folgekosten, die deutlich günstiger als bei Neugeräten sind.

Ein Plus für die Umwelt

Mit jedem verkauften Gebrauchtgerät kommt weniger Elektroschrott auf die Halde. Nach Angaben der internationalen StEP Initiative (Solving the E-Waste Problem) fielen 2012 weltweit 48,9 Millionen Tonnen Elektroschrott an. Dieser Statistik zufolge, die alle Industriestaaten im Fokus hat, produziert jeder Deutsche 23 Kilogramm Elektroschrott im Jahr.

13.03.15 09:28 (letzte Änderung)
1Profidrucker fast geschenkt
2So funktioniert das Geschäft
3Tipps für den Kauf gebrauchter Drucksysteme
4Hinter den Kulissen eines Webshops
5Garantie, Gewährleistung und Service

27 Wertungen

 
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