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Lesertest: Kyocera FS-C5400DN: Bericht über den Betrieb eines Kyocera FS-C5400DN

von Guido Haas

Ich kaufte den Drucker im Januar via Internet, denn der nächste lokale Händler ist etwas über zwanzig km entfernt und hat Öffnungszeiten nicht auf seiner Internetpräsenz publiziert. Ich stand also vor verschlossener Tür.

Lieferung, Aufstellung, Installation

Einige Tage nach Bestellung kam das schwergewichtige Paket. Die Anweisung, es zu zweit zu tragen, ist begründet. Der Drucker ist leicht auszupacken, er befindet sich in einer Vakuum-Kunststofftasche. Mit Ausnahme dieser Kunststofftasche und Kunststoffschläuchen für die Tonerkartuschen besteht die gesamte Verpackung aus unbeschichteter Wellpappe in der üblichen braunen Farbe. (O.k., die Verpackungen sind mit wichtigen Angaben zum Inhalt bedruckt.) Einsetzen von Tonerkartuschen und Resttonerbehälter, Entfernen von Transportsicherungen sind einfach und schnell zu erledigen. Auch die Anweisung, den ausgepackten Drucker nur zu zweit zu bewegen, ist angesichts des Gewichts von etwa 35 kg durchaus ernst zu nehmen. Der Drucker steht für den kurzfristigen Transport auf einer stabilen Wellpappe mit Tragegrifflöchern.

Die Installation des Druckers am Rechner ist problemlos, nur die Adresse eines Zeitservers (192.53.103.104) war nicht einfach zu finden.

Erste Zweifel

Dann begann der Druck. Ich hatte gerade eine größere Menge an Handbüchern zu drucken (ungefähr 6000 Seiten). Das Druckbild ist gut. Auch die Druckgeschwindigkeit begeisterte mich. Neugierig staunte ich über Zähler und Tonerverbrauch. Rapide ging der Tonervorrat seinem Ende zu – vor allem der Vorrat an Gelb stürzte geradezu gegen Null. Weil nun aber ein großer Teil der Seiten nur mit schwarzen Buchstaben gefüllt ist, regte sich Besorgnis: War die Entscheidung diesen Drucker zu kaufen wirklich gut? Also schrieb ich eine Anfrage an den Helpdesk.

Parallel begann ich mit Ursachenforschung und die Bücher nicht mehr gesamt sondern seitenweise auszudrucken. Monochrome Seiten wurden in der Einstellung „schwarz drucken“ und Farbseiten eben farbig gedruckt. Plötzlich fraß der Drucker den Toner nicht mehr. Ich folgerte, etwas Ursache muss also auch an meinen Druckvorlagen liegen. Etwas das bisher nie ein Problem war – ich druckte Farbe mit dem Tintenspritzer, legte den Stapel Papier in den monochromen Laserdrucker und druckte noch die schwarzen Buchstaben (zwei Dokumente eines mit den Buchstaben in weißer Farbe und eines mit farbigen Bildchen in einheitlicher weißer Farbe, aber schwarzen Buchstaben) – wurde plötzlich zum Megaproblem. Diese Arbeit wollte ich mir eigentlich mit dem Kyocera sparen, war aber nochmal für einige Ausdrucke notwendig.


Jetzt betrat ich arbeitstechnisches Neuland. Acrobat Professional bietet die Möglichkeit sich Dokumente in der Farbseparation zu betrachten (Werkzeuge, Druckproduktion, Ausgabevorschau). Alle meine schwarzen Buchstaben waren cmyk-vierfarbig! Also begann ich den Prozess der PDF-Erstellung zu überarbeiten und hatte nach einigem Probieren und Hilfedateien-Lesen Texte in schwarz ohne cmy.

Zweifel werden ausgeräumt

Nach einigen Tagen meldete sich ein freundlicher Herr vom Kyocera-Helpdesk (die Verzögerung ist entstanden, wie er mir erklärte, weil er zuerst versuchte, die beschriebenen Symptome zu reproduzieren). Mit seiner Hilfe, seinen Informationen und meinem neu erworbenen Wissen konnte ich also nun auch kostengünstig drucken.

Wichtige Informationen, ...

... die aber nicht im Testbericht von druckerchannel.de stehen:

  • 1. Wenn Farbdruck aktiviert ist, aber nur schwarz gedruckt wird, werden die Trommeln der anderen drei Farben mit Toner geschmiert, um sie nicht zu verkratzen. Somit wird deren Lebensdauer erhöht – aber Toner für den User verschwendet.
  • 2. Ist „Text schwarz drucken“ ausgewählt, kann es sein, dass Text nur schwarz gedruckt wird. Bei PDF kann aber Text auch Grafik sein und wird dann trotzdem vierfarbig aufs Papier gebracht. Gemerkt habe ich das bei Kapitälchen in Überschriften: Damit Überschriften im Fettdruck etwas weniger massiv erscheinen, habe ich die Farbintensität auf 90 Prozent gesetzt. Die in einigen Überschriften enthaltenen Kapitälchen waren sehr dünn im Vergleich zu den anderen Buchstaben. (Ich schreibe hier von OpenType-Kapitälchen und nicht von den Pseudokapitälchen, die Word aus Großbuchstaben berechnet.)
  • 3. Dokumente, deren Erstellung ich nicht beeinflussen kann, werden analysiert und unter Umständen tatsächlich blattweise entweder schwarz oder mehrfarbig gedruckt. Diese Arbeit ist lästig, kann sich aber, je nach Anzahl der Drucke, in Euronen rechnen. Es ist überwiegend nur eine Frage der Ablauforganisation. Der Drucker ist sehr schnell, die zusätzliche Arbeit fällt kaum ins zeitliche Gewicht.
  • 4. (Ich vermute,) der Drucker macht nach jedem erkannten Druckjob eine Pause, damit der Anwender nach einem Druck den kompletten Satz Papier entnehmen kann. Zumindest bei Druck aus Acrobat ist es so. Ein Blatt zehnmal drucken heißt: Der Drucker startet, druckt, und bleibt stehen. Der Druckertreiber schickt die gleiche Information erneut zu Drucker. Nach einigen Sekunden startet der Drucker wieder, druckt und bleibt stehen. Das Ab- und Anschwellen des Geräuschpegels ist extrem lästig. Gleichermaßen lästig ist es, dass der Durchsatz Seiten je Minute alles erreicht, nur keine Höchstgeschwindigkeiten. Bei anderen Gelegenheiten habe ich aber auch schon erlebt, dass der Drucker alle Kopien wie einen einzelnen Druckjob behandelt, was es ja auch ist, und hier die volle Geschwindigkeit erreicht, weil keine künstlichen Pausen eingelegt werden. Ich habe noch nicht herausgefunden, wie das genau funktioniert. Ich brauche diese Funktion nicht sehr häufig. Den von druckerchannel.de gegebenen Hinweis, das Häkchen „Sortieren“ habe einen Einfluss, kann ich nicht bestätigen. Bei meinen 200-Seiten-Büchern ist mir das recht, wenn der Drucker nach jedem Buch eine kleine Pause einlegt. Bei 2-Seiten-Doks habe ich Versionen erstellt, die das gleiche PDF eben zwanzig Mal oder noch öfter enthalten – ich muss ja nicht immer alles drucken.

Wechsel von Verbrauchsmaterial: Problemlos

Wechseln von Verbrauchsmaterial ist problemlos und ohne schnutzige Finger durchführbar. Etwas Aufwand ist die Reinigung des Druckers, die bei jedem Tonerwechsel angefordert wird. Aber auch hier gilt im übertragenen Sinn: \"Beim ersten Mal, da tut\'s noch weh.\" Die zweite Reinigung ging schon deutlich schneller und einfacher.

Wunschliste:

Der Druckertreiber könnte verbessert werden. Das Drucken des selben Dokuments in mehrfacher Ausfertigung könnte im Drucker kopiert werden. Es muss nicht vom Druckertreiber jedes Mal zu Drucker geschickt werden. Auch ist so ein Druckjob EIN Druckjob und nicht x Druckjobs; eine Pause nach jedem Job ist nicht unbedingt notwendig.

Profile sollten auch im Menü Profile bearbeitet werden können. Dort gibt es unter Bearbeiten nur die Möglickeit, einen Namen zu definieren, ein Icon auszuwählen und eine Beschreibung einzugeben. Das verstehe ich nicht unter Bearbeiten. Zum Bearbeiten gehört auch die Möglichkeit einzelne Eigenschaften des Profils zu ändern.

Einige Einträge im Online-Menü zu diesem Drucker könnten noch in die deutsche Sprache übersetzt werden. (Beveiligning zum Beispiel.)


Fazit

  • Nach fast 15000 Seiten (davon über 10000 in Farbe) habe ich noch immer die Startertonerkartuschen Cyan und Yellow im Drucker.
  • Mit dem Druckbild bin ich im großen und ganzen zufrieden.
  • Die Geschwindigkeit stimmt.
  • Der zusätzliche Arbeitsaufwand hat sich auf ein gutes Maß eingependelt.

Die Entscheidung für diesen Drucker habe ich trotz der Startschwierigkeiten nicht bereut.

19.05.10 13:23 (letzte Änderung)

6 Wertungen

 
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