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Bremer Labor testet HP-Refills: Die Testmethode

von Florian Heise
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Insgesamt wurden 751 wiederbefüllte Tintenpatronen und 68 Original HP-Patronen für diese Studie getestet.

Hierzu wurden 27 HP Deskjet 970Cxi und 15 HP Deskjet 5850 Drucker eingesetzt. Innovationstechnik hat die zur Durchführung benötigten Drucker, das Papier und alle Tintenpatronen über übliche Verkaufskanäle beschafft. Um ein normales Konsumentenverhalten zu simulieren, wurden die leeren, zum Befüllen vorgesehenen sowie die bereits wiederbefüllten Tintendruckpatronen durch typische Transportmittel befördert.

Die Ergebnisse der Tintenpatronen der getesteten Refillshops basieren zu ca. 50 Prozent auf Patronen, die ein Mal wiederbefüllt wurden, zu ca. 30 Prozent auf Patronen, die zwei Mal wiederbefüllt wurden und zu ca. 20 Prozent auf Patronen, die drei Mal wiederbefüllt wurden.

Für jede Marke wurden mindestens 68 Patronen / Wiederbefüllungen (17 Patronen schwarz und 17 Dreikammer-Farbpatronen pro Druckertyp) getestet. Mindestens 9 Schwarz- und 9 Farbpatronen/-Wiederbefüllungen mussten erfolgreich bis zum Auftreten von Fade gedruckt werden, um statistisch signifikante Ergebnisse für die Seitenergiebigkeit zu erhalten.

Vor dem Drucken wurden alle Patronen gekennzeichnet und die Details (wie z.B. Seriennummer und Startgewicht) aufgenommen. Jede Patrone wurde zudem einer optischen Überprüfung auf sichtbare Mängel unterzogen. Hatte eine Patrone diese Überprüfung bestanden, wurde sie entsprechend der Anleitung für diese Patrone oder des Druckerhandbuchs in den Drucker eingesetzt. Zusätzliche Installationsanweisungen der Wiederbefüller wurden befolgt und protokolliert. Die automatische Ausrichtung des Druckkopfes wurde ausgeführt, um die Qualität der Ausdrucke sicherzustellen.

Der Einfluss der Patrone auf die Funktionalität des Druckers wurde ebenso protokolliert. Hierzu wurden der konstante und störungsfreie Betriebsablauf, ein eventuelles Auslaufen der Patrone in das Druckerinnere sowie Fehler von Druckerkomponenten überwacht. Schwarz- und Farbtintendruckpatronen wurden parallel getestet.

Wenn entweder eine Schwarz- oder Farbpatrone leer gedruckt war, wurde sie durch eine Original HP-Patrone ersetzt, um mit der verbliebenen Patrone den Test zu beenden. Alle Ergebnisse und Einflüsse dieser Original HP-Tintenpatronen wurden ignoriert.

Um die Einheitlichkeit und Genauigkeit der Testergebnisse unabhängig von einem einzelnen Drucker sicherzustellen, wurden für jede Marke mindestens drei Drucker eingesetzt. Vor dem ersten Einsatz eines Druckers wurde dieser kontrolliert, von noch vorhandener Tinte und Papierstaub gesäubert und getestet. Vor dem Einsetzen einer neuen Tintendruckpatrone wurde der Drucker erneut kontrolliert und falls nötig gereinigt.

Für alle Tintenpatronen wurde das Xerox Business Papier für Laser-, Kopier- und Inkjet-Ausdrucke mit einem Gewicht von 80g/m² verwendet.

Alle eingesetzten Computer hatten ein identisches Hardware- und Software-Systemsetup und entsprachen dem heutigen Stand im Heim- und Bürogebrauch.

Um für alle Marken gleiche Testbedingungen zu schaffen, wurden entsprechend der ISO/IEC 24711 über den gesamten Zeitraum des Tests im Testlabor Büroumgebungsbedingungen von 21-25 Grad Celsius Raumtemperatur sowie 40-60 Prozent relative Luftfeuchtigkeit eingehalten. Drucker, Papier und alle Tintendruckpatronen wurden über einen Zeitraum von mindestens zwölf Stunden vor Gebrauch unter diesen Umgebungsbedingungen akklimatisiert.

Für den Test wurden die Grundeinstellungen der Drucker und Druckertreiber beibehalten. Ausnahmen bildeten die Papiersorte, die manuell auf "Normalpapier" gestellt wurde, sowie der Parameter der Druckqualität, der auf "Normal" gestellt wurde.

Zur Seitenergiebigkeitsermittlung wurde das ISO/IEC 24712-Testdokument verwendet. Hierzu wurde die letzte Seite des Testdokuments, eine Diagnoseseite mit Prüfmustern, visuell auf Anzeichen von Streifigkeit oder Fade überprüft. Nach dem Auftreten von Fade wurde die Tintenpatrone als nicht mehr druckfähig (End-of-Life) erklärt. Sie wurde dem Drucker entnommen, um das Endgewicht und die Seitenergiebigkeit zu protokollieren.

Falls Streifigkeit auf drei aufeinander folgenden Diagnoseseiten identifiziert wurde, war die Reinigungsprozedur zur Beseitigung der Streifigkeit für Tintenpatronen entsprechend des HP Druckerhandbuchs durchzuführen. Für Nicht-HP Tintenpatronen wurden ergänzende Reinigungsschritte mit einbezogen, falls diese explizit durch den Wiederbefüller vorgeschlagen wurden. Solange die ursprüngliche Druckqualität wieder hergestellt werden konnte, wurde das Drucken fortgeführt. Die Reinigungsprozedur durfte aufgrund des hohen Tintenverbrauchs bei der Reinigung bei einer einzelnen Tintenpatrone maximal drei Mal angewendet werden. Tintendruckpatronen, die eine vierte Reinigungsprozedur benötigten, wurden als nicht mehr druckfähig erklärt. Alle Reinigungsschritte wurden protokolliert.

Für diese Studie wurden zur Berücksichtigung von Zuverlässigkeitsproblemen die als DOA klassifizierten Patronen mit in die Berechnungen der Seitenergiebigkeiten einbezogen. Aus diesem Grund unterscheiden sich die hier dargestellten Ergebnisse der Seitenergiebigkeiten von denen entsprechend der ISO/IEC 24711. Diese bezieht DOAs nicht mit in die Berechnung der Seitenergiebigkeit ein.

Die Testmethodik dieser Zuverlässigkeits- und Ergiebigkeitsstudie wurde von Hewlett-Packard entwickelt und von Innovationstechnik entsprechend umgesetzt.

31.08.07 09:43 (letzte Änderung)
1Test von Wiederbefüllern
2Die Testmethode

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