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Lesertest: Brother HL-2030: Brother HL-2030 – sehr gutes Preis/ Leistungsverhältnis

Hinweis: Für mindestens einen in diesem Artikel erwähnten Drucker ist der ausführliche Testbericht "Einsteigen, drucken" (Jul. 2007) verfügbar.

Während meines Studiums stand mir als Drucker ein Kyocera FS-680 treu zur Seite, bis er dann Mitte dieses Jahres nicht mehr so wollte wie ich. Da es sich bei diesem Gerät um ein recht altes Modell handelt, wäre jeder Vergleich mit dem Brother HL-2030 unfair, doch möchte ich dennoch anmerken, dass die Druckkosten beim Kyocera außerordentlich niedrig waren, man sich aber auch mit mittlerer Druckqualität zufrieden geben musste, die allerdings immer noch jeden Tintendrucker im Textdruck ausstechen könnte. Da mein Vater sich vor Ewigkeiten einen Brother HL-720 zugelegt hatte und ich von diesem Gerät damals recht angetan war (und der Drucker tut immer noch gute Dienste), zog ich Brother als Anbieter in die engere Wahl. Als ich dann den HL-2030 für 95 Euro sah, war die Entscheidung getroffen.

Äußere Werte

Der Brother ist mit 368 x 166 x 358 mm ein recht kompaktes Gerät, was insbesondere eine geringe Bauhöhe aufweist. Der Drucker verfügt über eine 250 Blatt fassende Papierkassette, was für mich unter anderem ein kaufentscheidenes Kriterium darstellte, da so das Papier nicht offen liegt und nicht dem Staub ausgesetzt ist. Darüber hinaus besitzt der Drucker einen Einzelblatteinzug, der eher von minderer Qualität ist, da die Schieber zur Einstellung der Papiergröße so leichtgängig ist, dass er sich bei der kleinsten Berührung verschiebt. Den Einzelblatteinzug zu verwenden, ohne dass das Papier schief eingezogen wird, stellt also eine Fummelarbeit dar. Angenehm; der Drucker besitzt einen Netzschalter. Insgesamt wirkt der Brother HL-2030 für die Preisklasse sehr gut verarbeitet.

Innere Werte

Der Drucker ist ein reiner GDI-Drucker, für den es neben den obligatorischen Windowstreibern auch Mac- und Linuxtreiber gibt, wobei Letztere von der Homepage heruntergeladen werden müssen. Der Drucker kann nur über USB angesprochen werden. Parallelport oder gar Netzwerkanschluss sind den gößeren Modell (HL-2040 bzw. HL-2070N) vorbehalten. Der Drucker verfügt über 8 MB internen Speicher, womit er für die meisten Aufgaben des Alltags gut gewappnet ist. Nur sehr selten bekomme ich eine Fehlermeldung, dass die Auflösung reduziert werden musste, weil der Speicher nicht ausreicht. Wo wir schon bei der Auflösung sind: der HL-2030 arbeitet mit 600 x 600 dpi Auflösung. Im Treiber steht die Einstellung HQ1200 zur Verfügung, womit die Druckqualität einer Auflösung von 2400 x 600 dpi entsprechen soll.

Innere Werte - Druckkosten

Zu den Druckkosten vermag ich wenig zu sagen, da ich die Tonerkassette noch nicht tauschen musste. Der Brother hat getrennte Toner- und Trommeleinheiten, wobei ein Nachkauftoner ca. 2500 Seiten und die Trommel ca, 12000 Seiten halten sollen. Der Startertoner soll für ca. 1500 Seiten reichen. Rein rechnerisch unter Hilfenahme der Werksangaben und den üblichen Verkaufspreisen für Toner (59 Euro) und Trommel (90 Euro) ergeben sich Druckkosten in Höhe von 3,1 Ct./S. Da es sich bei dem Gerät um einen Einstiegsdrucker für Zuhause handelt, zweifele ich an, ob jeder Nutzer die Lebensdauer der Trommel voll ausnutzt, bevor er sich womöglich ein neues Gerät zulegt, oder ein anderes Teil als die Trommel defekt geht. Ohne Berücksichtigung der Trommel ergeben sich Druckkosten von 2,4 Ct./S.

Innere Werte - Geschwindigkeit

Nach dem Einschalten über den Netzschalter benötigt der Drucker etwa 15-20 Sek. bis er druckbereit ist. Befindet sich der HL-2030 im Sleepmodus liegt der Ausdruck nach ca. 20 Sek. im Ausgabefach, ansonsten benötigt er ca. 12 Sek. für einen Ausdruck, z.B. für den Dr. Gilbert-Brief. Die angegebene Druckgeschwindigkeit von 16 Seiten schafft der Brother sowohl, wenn ich den Dr. Gilbert-Brief in mehrfacher Ausfertigung ausdrucke, als auch beim Business-Brief.


Innere Werte - Druckqualität

Das entschiedene Kriterium für mich und wohl für die meisten Käufer eines S/W-Lasers ist die Textdruckqualität. Stellt bereits die Druckgeschwindigkeit ein Trumpf dieses Einstiegsdruckers dar, zieht der bei der Textdruckqualität das nächste Ass aus dem Ärmel. Der Brother überzeugt mit einem gestochen scharfen Textdruck mit sehr guter Schwärzung und das sowohl mit 300, 600 dpi oder der HQ1200-Einstellung.


Dem Tonersparmodus gereicht sein Name nicht unbedingt zur Ehre, zumindest nicht rein optisch. Es ist nicht zu erkennen, wie und wo der Drucker Toner spart. Auch die HQ1200-Einstellung bringt kaum erkennbare Vorteile.


Beim Fotodruck ist die Rasterung verhältnismäßig fein, doch sind die Bilder blass und die Graustufen gelingen auch nicht allzu gut, sodass den Bildern jegliche Tiefe fehlt. Graue Flächen hingegen bringt der Drucker recht homogen aufs Papier mit nur leichter Streifenbildung.

Innere Werte - Geräusch-/ Geruchsentwicklung

Im Sleepmodus/ Stand-By-Modus ist der Drucker kaum hörbar und dürfte von den meisten Computern deutlich übertönt werden. Sicher während er druckt, ist er nicht gerade leise, aber einen Gehörschutz braucht man nun auch nicht. Nach dem Druck läuft der Lüfter etwa 5 Sek. nach, im Sommer waren es einige Sekunden länger. Was die Geruchsentwicklung angeht, so ist nur nach größeren Druckaufträgen ein leichter bis mittlererTonergeruch wahrnehmbar

Besonderheiten

Neben den beiden wesentlichen Kaufgründen Textdruckqualität und Papierkassette spielten auch die drei Jahre Herstellergarantie eine gewisse Rolle bei meiner Wahl. Wie oft gehen Geräte gerade in den ersten zwei Jahren kaputt? Oder auch mal gerne kurz nach dem ersten Jahr, wenn die Garantie abgelaufen ist? Daher finde ich drei jahre Garantie einen sehr guten Service seitens Brother. Man muss sich zwar auf der Hersteller-Homepage registrieren, doch ich habe noch nicht eine einzige Werbe-Mail von Brother zugeschickt bekommen. Auch neue Spam-Mails sind nicht dazu gekommen, sodass ich mal davon ausgehe, Brother hat meine Daten nicht weitergegeben. Eine weitere Besonderheit ist der Linux-Support, der für mich allerdings keine Relevanz hat.

Fazit

Mit dem Brother HL-2030 hat man einen sehr guten Drucker für Zuhause mit sehr guter Textdruckqualität, guter Druckgeschwindigkeit und annehmbaren Folgekosten, die sich mit dem Einsatz von Fremdtoner nochmals senken lassen würden. Die einzig wirkliche Schwäche ist der Einzelblatteinzug. Dieses schmälert jedoch nicht das sehr gute Preis/Leistungsverhältnis dieses Druckers.

Nachtrag

Ich nutze den Brother HL-2030 jetzt seit über einem Jahr und hatte bisher nur ein einziges Problem: schwarze Flecke in regelmäßigen Abständen. Im Handbuch nachgeschut und auch gefunden: Schmutz auf der Trommel. Ich habe den mit einem Wattestäbchen, wie in der Anleitung beschrieben, entfernt und nun druckt er wieder völlig einwandfrei. Ich nutze übrigens immernoch der Startertoner, der angeblich 1500 Seiten halten soll. Ich habe aber laut Seitenzähler bereits 1679 Seiten gedruckt und die Deckung ist immernoch tiefschwarz wie die Nacht und absolut gleichmäßig. Gedruckt wurden überwiegend Rechnungen, Kündigungen, Bewerbungen und Berichte mit Tabellen.

08.08.07 13:35 (letzte Änderung)
Technische Daten

135 Wertungen

 
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