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Seitliche Blässe und Ratlosigkeit.

Brother MFC-L9570CDW

Frage zum Brother MFC-L9570CDW

Multifunktionsdrucker (Laser/LED) mit Kopie, Scan, Fax, Farbe, 31,0 ipm, 2.400 dpi, PCL/PS/PDF, Ethernet, Wlan, Duplexdruck, Dual-Duplex-ADF (80 Blatt), 2 Zuführungen (300 Blatt), Touch-Display (17,8 cm), kompatibel mit BU-330CL, DR-421CL, TN-910BK, TN-910C, TN-910M, TN-910Y, WT-320CL, 2017er Modell(mehr Daten)
von
Hallo zusammen,

ich nutze einen Brother MFC-L9570CDW und kämpfe schon länger mit einer Blässe, die sich vor allem an den Seitenrändern zeigt. Insbesondere, wenn mehr "Inhalt" gedruckt wird. Also zum Beispiel ausgefüllte Formen oder viel Text. Deshalb wirken die druckereigenen Testdrucke auch relativ unauffällig.

Es kommt bei Farbe vor, wie auch bei Schwarz. Hier lässt sich kein Unterschied erkennen.

Corona-Drähte habe ich schon "gesäubert" usw. - ich weiß nicht, was man noch machen könnte?

Hat jemand ein ähnliches Problem und/oder Tipps?

Auf Bild 3 handelt es sich hinter der Schrift tatsächlich um eine voll ausgefüllte Form - nicht um eine Füllung mit einem Farbverlauf. Deshalb verdeutlicht das Bild das Problem so gut.
Beitrag wurde am 10.07.25, 16:23 Uhr vom Autor geändert.
von
Ich würde zum Probieren den Fotoleiter tauschen, so du einen da hast. Vielleicht ist der zu alt.
Aber so in's Blaue geraten tippe ich eher darauf das die Spiegel vom Polygonmotors des Lasers blind sind. Brillenträger kennen das...man sieht nix mehr :-)

Wenn Brother (die ich nicht kenne) nicht grundsätzlich irgendwie alles anders machen als alle anderen, sitzt der Laser bei dir auch direkt unter der Papierablage. Um da ran zu kommen, mußt du also das Gerät mehr oder weniger komplett zerlegen, Scanner runter usw.
Dann das Lasermodul auseinander und die Spiegelflächen reinigen.

MfG Rene
von
Hallo @BrotherLouis und @chandeen !
Ein Zerlegen der LSU wird hoffentlich nicht erforderlich sein. (Wobei ohnehin die Frage wäre, ob das überhaupt möglich bzw. aussichtsreich wäre oder nur ein kompletter LSU-Austausch. Oftmals kann die laut Hersteller gar nicht erfolgreich repariert werden. Vielleicht kann @Harvester mehr dazu sagen, wie das bei den Brother Druckern ist.) Versuche bitte erstmal, ob das Reinigen der Laserfenster mit einem weichen, fusselfreien Tuch Abhilfe bringt, wie es hier für Endanwender beschrieben ist ([1], S. 641, pdf-S. 648): support.brother.com/...

Auch die Elektroden des Druckers (Main body), der Drum, der Toner Kartusche und des Belts könntest Du Dir mal anschauen und ggf. reinigen (SM [2], S. 2-70, 2-126, 2-127, pdf-S. 96, 152, 153), siehe anhängende Bilder. Dazu bitte vorher das Gerät ausschalten und eine Viertelstunde abkühlen lassen und den Netzstecker ziehen. Die grünliche Schicht der Bildtrommel und den Belt bitte nicht berühren, beide daher nur am Gehäuse anfassen. Die Bildtrommel (Drum) darf nicht länger als 10 Minuten Licht abbekommen, da sie sonst Schaden nehmen kann. Daher bitte ggf. unter einen Licht-dichten Karton oder in einen dunklen, staubfreien Raum legen, falls es länger dauert.

Falls der Tonersparmodus eingeschaltet ist, versuche bitte, ob das Abschalten des Tonersparmodus Abhilfe schafft (Registerkarte "Erweitert"/5. Tonersparmodus):

support.brother.com/...

Falls das nicht erfolgreich war, könntest Du Dir die Empfehlungen der zweiten und dritten Zeile der Tabelle zum Verbessern der Druckqualität ansehen und ausprobieren, ob davon etwas Abhilfe schafft (u.a. Kontrasteinstellung, Farbkalibrierung, Medientyp):

support.brother.com/...

Ansonsten kämen noch die Troubleshooting Image Defect-Schritte des SM [2] von S. 2-125 bis 2-127, 2-136, 2-143 bzw. pdf-S. 151, 152, 153, 162, 169 in Betracht, die Du mal durchgehen könntest.

Falls die Tonerkassetten der betroffenen Farben fast leer sein sollten, kannst Du mal probieren, ob sanftes Schütteln Abhilfe schafft.
Falls das Gerät mal längere Zeit offen gestanden haben sollte und die Bildtrommel seitlich Licht abbekommen haben sollte, könnte vielleicht ein Austausch helfen.
Du könntest Dir auch den Pressure Roller des Fusers mal anschauen, ob er deformiert ist in einer Weise, die das Phänomen der Blässe an den Randbereichen erklären könnte ([2], S. 2-5, pdf-S. 31). Falls der Toner in diesen Bereichen nicht mehr gut hält, wäre es an der Zeit, ihn ggf. auszutauschen oder die Fixiereinheit auszutauschen.

Die Laser unit (LSU) könnte mithilfe des Laser unit test pattern print (Wartungsfunktion 68) getestet werden ([2], S. 5-44, pdf-S. 491).

Da die Unterschiede in den Ecken des angehängten Bildes 1 aus Beitrag #0 möglicherweise nicht bemerkt werden, könnte man auch die Sensoren der Registration mark sensor unit ([2], S. 3-154, pdf-S. 343) mal in Augenschein nehmen im Hinblick auf freies Detektionsfeld und Verschmutzungen und ggf. reinigen und neu kalibrieren ([2], S. 5-36, 5-50, 5-51, pdf-S. 483, 497, 498). (@BrotherLouis : Was ist das eigentlich für ein Testbild bzw. wie nennt es sich und wo hast Du es her? Im Service Manual habe ich es nicht gefunden.)

Der Zugang in den Maintenance Mode ist in [2], S. 5-1 bis 5-2, pdf-S. 448-449 beschrieben. Nachfolgend sind die Wartungsfunktionen aufgelistet.

Falls das Problem nur beim Kopieren, nicht aber beim Drucken auftreten sollte, könnte vielleicht eine Erfassung der Weißwertdaten und das Einstellen des CIS-Scanbereichs entsprechend der Wartungsfunktion 55 gemäß SM [2], S. 5-34, pdf-S. 481 weiterhelfen. Ich habe Deine Beschreibung allerdings so verstanden, dass das Problem auch beim Drucken auftritt. Dann ist die CIS-Scannereinheit nicht die Ursache des Problems.

Falls das Problem nur Auftreten sollte, wenn das Gerät gerade angeschaltet wurde, aber nicht mehr, wenn es schon eine Weile läuft, könnte auch Kondensation bzw. Raumluftfeuchte die Ursache sein.

[1] Handbuch: download.brother.com/... .pdf
[2] SM: pdfcoffee.com/...
Beitrag wurde am 11.07.25, 11:03 Uhr vom Autor geändert.
von
Vielen Dank für die sehr ausführlichen Hinweise! Ich versuche am Wochenende mit dem "Abarbeiten" anzufangen und werde berichten. Ggf. dauert es aber doch noch ein wenig.
von
Hallo,

es wurden ja schon viele gute Punkte erwähnt.

Ich persönlich würde zunächst mal eher einfach und allgemein anfangen, um zu schauen, ob sich die Problemursache ohne großen Aufwand noch genauer eingrenzen lässt.
Dabei würde ich die bereits erwähnten, teils etwas aufwendigeren Punkte im Hinterkopf behalten, denn vielleicht landen wir später genau dort. Aber ich würde erst mal easy anfangen und so vorgehen:


1.) Bei Druckproblemen kann man immer einfach mal die Koronadrähte reinigen -> Hast du bereits getan.


2.) Da der Drucker zu hell druckt, würde ich danach einmal die Laserscannerfenster reinigen, so wie von @Marker-Studi beschrieben.


3.) Der Tonersparmodus sollte natürlich deaktiviert sein und dann kannst du mal eine automatische Farbkalibrierung anstoßen, wie Marker-Studi schon schrieb, unter
[Toner] > [Kalibrierung] > [Kalibrieren]
support.brother.com/...


4.) Benutzt du originale Brother-Verbrauchsmaterialien oder z.B. Alternativtoner/-bildtrommeln? Steht der Drucker in einer normalen Umgebung (normale Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit) oder z.B. besonders heiß und trocken oder kalt und feucht?
Erfahrungsgemäß können vor allem bei der Verwendung von sehr günstigen Fremdtonern Probleme mit der Druckqualität auftreten:
DC-Forum "Kompatibler Toner für Brother Drucker"
Diese lassen sich dann aber meist durch den Austausch der nicht zufriedenstellend druckenden Tonerkassette(n) gegen bessere auch schnell wieder beheben.


5.) Du kannst dir mal die Druckereinstellungen ausdrucken lassen unter
[Alle Einstell.] > [Ausdrucke] > [Druckereinstellungen]
Wie viele Seiten hat der Drucker insgesamt bereits gedruckt?
Ist die verbleibende Lebensdauer der Teile noch okay, oder sieht es so aus, als ob z.B. die Bildtrommeln oder andere Teile bald null Prozent erreichen werden und dann ausgetauscht werden sollten?


6.) Um die Druckqualität besser beurteilen zu können, wäre es gut, wenn du mal ein paar Testdrucke machen und hier als Bilder hochladen könntest.

Z.B.
- dieses PDF mit hellen CMYK-Farbflächen (33% Deckung): support.brother.com/... .pdf

- aus diesem PDF mit gesättigten CMYK-Farbfächen (100% Deckung) die Seiten 1,2,3 und 5 (Cyan, Magenta, Yellow, Schwarz): www.druckerchannel.de/... .pdf

- Weitere Testdateien finden sich hier: DC-Testdokumente: Die Druckerchannel-Testdateien
Aber in diesem Fall, bei dem der Drucker ungleichmäßig druckt, wären insbesondere die CMYK-Farbflächen interessant, denke ich.


Je nachdem, wie die Testdrucke aussehen, könnte man dann weiter überlegen, woran es liegt.
Bei einem blassen (linken) Rand und wenn der Drucker schon viele Seiten gedruckt hat, könnte der Polygonspiegel der Laserscanner Unit verschmutzt sein, wie @chandeen ja schon sagte. Aber um da dranzukommen, muss man ja den halben Drucker auseinanderpfriemeln... Bevor man ein solch umfangreiches Schrauber-Projekt in Angriff nimmt, wüsste man vorher bestimmt ganz gern, wie wahrscheinlich es ist, ob das Problem überhaupt daran liegt.

Hier ein paar Links zu Problemen mit der Laserscanner Unit. Das aber erst mal nur so generell zur Info... Ich würde jetzt nicht gleich den Drucker inklusive Laser Unit komplett auseinandernehmen, sondern erst mal ein paar Testdrucke machen usw. und schauen, ob man dadurch schon die Problemursache besser eingrenzen kann.

(S/W) Brother MFC laser printer fix left hand side faded prints printouts
www.youtube.com/...
(S/W) Brother laser printer left side faded
www.youtube.com/...
(By the way, hier geht es ja um einen Farbdrucker. Da wird auch die Laser Unit etwas komplizierter aufgebaut sein als die in den obigen Videos.)

Unvollständiger Druck seitlich: ein optisches Element hatte sich in der Laser Unit verschoben, nachdem der OP seinen Drucker mehrmals gedreht und auf den Kopf gestellt hatte
DC-Forum "Druckbild unvollständig nach Papierstau"
Beitrag wurde am 11.07.25, 17:30 Uhr vom Autor geändert.
von
Vielen Dank @Harvester für die sehr hilfreichen Ausführungen zur Vorgehensweise und die beiden sehr interessanten Videos zur Reinigung der Spiegel des Polygon-Motors.

Ergänzend von mir noch anhängend aus [2], S. vii, pdf-S. 19, eine Seite mit:
- einer Zeichung zur Position der Laserstrahlfenster,
- zweisprachigen Warnhinweisen für Laserdrucker (deutsch, englisch).
Die Seite wird nur in der Vergrößerung vollständig angezeigt – dazu bitte auf das (+) oben rechts im Bildschirm des geöffneten Bildes drücken.

Und die Angaben aus [2], S. 1-4, 1-6, pdf-S. 23, 25, zum/zur:
- periodischen Wartungsintervall der Laser Unit: bis zu 100.000 Seiten,
- Lebensdauer der Drum unit: 30.000 Seiten (bei 1 page/job) - 50.000 pages (bei 3 pages/job).
Beitrag wurde am 11.07.25, 22:09 Uhr vom Autor geändert.
von
Hallo zusammen,

die Zeit verfliegt und ich bin leider erst jetzt dazu gekommen, mich etwas mehr mit dem Thema zu beschäftigen. Was ist zwischenzeitlich passiert?

1. Koronadrähte gereinigt - keine Veränderung
2. Reinigen der Laserfenster - keine Veränderung
3. Farbkalibrierung - keine Veränderung
4. Ja, ich nutze Fremdtoner - sollten diese aber nicht zumindest gleichmäßig schlecht drucken?
5. Siehe anbei.
6. Siehe anbei.
7. Laser unit test pattern print - siehe anbei.

Was ich ansonsten noch einmal gemacht habe:
* Tonersparmodus gecheckt - ist aus
* Tonerkassetten geschüttelt

@Marker-Studi: Das Testbild ist selbst erstellt auf Basis meiner Erfahrung, wo der Fehler im Druckbild am meisten auftritt. Falls Du das dritte Bild meinst?

"Falls das Gerät mal längere Zeit offen gestanden haben sollte und die Bildtrommel seitlich Licht abbekommen haben sollte, könnte vielleicht ein Austausch helfen."
> Das könnte tatsächlich der Fall sein - nicht bei mir, aber beim Vorbesitzer.

Eure Beiträge beinhalten noch weiterführende Vorschläge - allerdings alle mit einem Öffnen des Geräts verbunden, was ich möglichst vermeiden möchte. Seht ihr aktuell noch Ansatzpunkte bzw. ergeben sich vllt. welche aus den Ausdrucken?
von
Weiter Bilder.
von
Im Scan der "Druckereinstellungen 2/5" lautet es: "Grau verbessern: Ein, Schwarz verbessern: Ein". Hast Du schon ausprobiert, ob sich durch Verändern dieser Parameter etwas verbessern lässt? Ich habe zwar wenig Hoffnung, dass es Abhilfe schafft, aber probieren kann man´s ja mal.

Der weiße Hintergrund erscheint in den Scans ein ganz klein wenig gräulich und in sich leicht vertikal streifig, wo es eigentlich perfekt weiß sein sollte. Man sieht es kaum, erst auf den zweiten Blick. Vielleicht hängt es mit dieser Einstellung zusammen. Die vertikale Streifigkeit sieht in ihrer Riffelung allerdings ähnlich aus wie die, die viel deutlicher, da kontrastreicher, auch auf den Farbflächen zu sehen ist. Die Streifen scheinen sich möglicherweise (es ist auf meinem Monitor so schwach, dass ich es nicht sicher sagen kann) über das Testdruck-Farbfeld hinaus fortzusetzen, nur eben halt viel schwächer, meine ich. Insofern habe ich eher den Fremdtoner als Ursache in Verdacht als die o.g. Einstellung, aber wenn du es mal ausprobierst, können wir sie ggf. zumindest ausschließen.
Auch Fremdtoner sollten natürlich einwandfrei drucken, solange ihr Lebensende nicht erreicht ist. Nur leider halten sich Fremdtoner-Kartuschen nicht immer daran. Und wenn sie schlecht drucken, dann tun sie dies leider auch nicht zwingend gleichmäßig schlecht über die gesamte Breite des Blattes. Es hängt halt von der Ursache ab. Über die Probleme, die sie mit bestimmten Geräten machen, wissen am ehesten wohl ihre Hersteller und Händler Bescheid. Immerhin bestreiten sie ja ihren Lebensunterhalt damit.

In den Ausdrucken der Farbflächen erkennt man außer der vertikalen Streifigkeit und der seitlichen Blässe, die sich hier – grob vereinfacht gesagt – eher als kontinuierliche, abschnittsweise Zunahme der Druckdichte zur Mitte hin bei den Farben bzw. zur eher rechten Mitte hin bei Black darstellt, auch noch eine horizontale Steifigkeit und darin sich periodisch wiederholende horizonale Linien (farbige, schwarze Linien und Auslassungen) und andere periodische Artefakte (farbige oder weiße Flecken am linken Blattrand). Die Perioden liegen bei ca. 2 cm und bei ca. 3 cm. Leider kann ich bei keinem Farbton (C, Y, M, K) das Auftreten einer der beiden Perioden sicher ausschließen.

Die Periode von ca. 3 cm deutet laut SM [2], S. 2-137, pdf-S. 163 auf den Develop Roller als Ursache hin, der 29 mm Umfang hat und sich in den Toner Kartuschen befindet. D.h. die Tonerkartuschen aller Farben arbeiten augenscheinlich nicht einwandfrei in Deinem Gerät (support.brother.com/...).

Welcher Roller ca. 2 cm Umfang hat lässt sich dem SM und dem Handbuch leider nicht entnehmen. Auch die Übersichtsskizze Fig. 2.1 in [2], S. 2-5, pdf-S. 31 (ausschnittsweise wiedergegeben im anhängenden Bild 1) ist leider nicht maßstabsgerecht, so dass sich auch hieraus keine sicheren Rückschlüsse herleiten lassen. Es könnte sich sowohl um einen weiteren Roller in der Tonerkartusche handeln als auch um einen Roller in der Drum Unit, vielleicht eine Reinigungs- oder Entladungswalze, falls es so etwas dort gibt. Die Aufladung wird ja hingegen mittels Koronadrähten vorgenommen. Die Übersichtsskizze zeigt rechts von der Exposure Drum eine Rolle mit kleinem Durchmesser, die an der Exposure Drum anliegt Leider sind die Roller der Tonerkartusche und der Drum unit außer der Exposure Drum nicht bezeichnet. Das ist dann der Punkt, wo man diagnostisch nur noch weiterkommt, indem man sich im Gerät nach Rollern mit passendem Umfang und deren Zustand umschaut. Findet man eine, die auf ihrem Umfang zum Spurenbild auf dem Ausdruck passende Defekte oder Verschmutzungen aufweist, ist einer der Übeltäter gefunden.

Man entnimmt der Übersicht, dass es zahlreiche weitere kleine Roller im Gerät gibt, die theoretisch verschmutzen könnten. Auffällig ist, dass sich auf den gelben Farbflächen schwarze horizontale Striche abzeichnen, wenn unmittelbar zuvor auf dem Blatt schwarz gedruckt wurde, obwohl gemäß [2], S. 2-7, pdf-S. 33, Fig. 2-3 (hier ausschnittsweise wiedergegeben im anhängenden Bild 2) die Drum units in der Reihenfolge YMCK durchlaufen werden vom Papierpfad. Das könnte m.E. für eine ungenügende Reinigung des Belts (Transfereinheit) sprechen. Dieser wird gemäß der Übersichtsskizze Fig. 2-1 vom Belt Cleaning Roller gereinigt. Möglicherweise ist die Waste Toner Box fast voll, so dass diese Reinigung nicht mehr korrekt funktioniert, oder das Gerät aus anderen Gründen dabei, zu verschmutzen (defekte Black-Kartusche?). Wäre die Waste Toner Box voll, hätte der Waste Toner Sensor anschlagen müssen. Davon war aber bislang nicht die Rede, und es steht auch nichts dergleichen in den letzen 10 Einträgen der Fehlerliste, die auf der Druckereinstellungen-Seite 3/5 wiedergegeben ist. Vielleicht ist der Abstreifer in der Waste Toner Box defekt oder verdreckt. Da lediglich die Farbe Gelb von den schwarzen Strichen betroffen ist, kann ich es mir ohne eine Beteiligung des Belts und seiner Reinigung bzw. Waste Toner Box gerade nicht erklären.

Auf den Scans #1 und #2 des Beitrages #6 ist zudem je ein einzelner, vertikaler Strich von einem bzw. einigen Zentimetern Länge am Blattanfang bzw. Blattende zu erkennen. Sofern es sich dabei nicht um Haare, sondern Verschmutzungen handelt, könnte so etwas ebenfalls für eine Beteiligung des Belt sprechen. Ich bin gespannt, wie @Harvester all dies aus seiner persönlichen Erfahrung mit den Brother Geräten heraus einschätzt.

Nicht ganz klar ist mir, was in den Übersichtsskizzen rechts von der schwarzen Trommel kurz vor dem Wendepunkt des Belts auf den Belt herunterragt und ob das Teil vorliegend relevant sein könnte. Ein Abstreifer kann es eigentlich nicht sein, weil er dort den Papierpfad behindern würde. Es sei denn, er macht automatisch den Weg frei, sobald Papier vorbeikommt. (Der Develop Release Sensor soll gemäß [2], S. 2-11, pdf-S. 37, Fig. 2-5 wohl dort in der Nähe liegen, aber wozu sollte er den Belt berühren?) @Harvester : Um was könnte es sich handeln? Hast Du eine Idee?

@BrotherLouis : Leider fehlt ein klein Wenig des rechten Blattrandes einiger Ausdrucke auf einigen Scans. Wahrscheinlich ist es nicht bedeutsam. Aber falls sich dort wider Erwarten doch noch relevante, periodisch wiederkehrende Artefakte befinden sollten, die bislang so nicht erkennbar sind, scheue Dich bitte nicht, noch vollständige Scans dieser Ausdrucke hochzuladen.

Tendenziell würde ich schon dazu raten wollen, die Waste Toner Box zu überprüfen und die Toner Kartuschen gegen einen Satz neuer Original Toner auszutauschen und zu schauen, ob sich das Problem dadurch beheben lässt. Leider ist das bei Deinem Gerät aber schon eine ganz ordentliche Investition. Insofern ist es natürlich eine Abwägungsfrage, was man als Nächstes tut. Wenn Du es Dir zutraust, kannst Du natürlich auch zunächst versuchen, das Gerät auseinander zu nehmen und die Spiegelflächen des Polygonmotors zu reinigen. Die schwarzen, horizontalen Linien lassen sich dadurch aber nicht erklären. Möglicherweise liegen hier mehrere Fehlerursachen zugleich vor. So oder so würde ich aber in jedem Falle an Deiner Stelle erst noch die Meinung von @Harvester abwarten, bevor Du jetzt irgendetwas machst, da er einer der Spezialisten für die Brother Laser hier ist und die Geräte aus der Praxis heraus sehr gut kennt. Somit kann er es auch am Besten abwägen, was nun der nächste Schritt sein sollte.
Ich meinte, wie in Beitrag #2 geschrieben, Bild 1 Deines Startbeitrages. Weil sich in den kleinen gefüllten bzw. schraffierten Rechtecken in den Ecken der Testseite die Blässe zu zeigen scheint, besonders auf der rechten Seite, interessierte mich, worauf diese Testseite genau abzielt und woher sie stammt. Falls sie aus einer Anleitung stammt bzw. eine Anleitung dazu existiert, könnte man in dieser Quelle ja mal nachschauen, ob man dort auf weitere zielführenden Hinweise stößt.

Was mir inzwischen wiederholt auffällt ist, dass diese Testseite entweder nicht für DIN A4 gedacht ist oder aber verzerrt dargestellt wird auf Deinen Scans, denn sie ist ja in der Länge stärker verkürzt als in der Breite. Oder täuscht das, weil Dein Scanner rechts ein wenig vom Ausdruck abschneidet? Sind die Ränder beim Scannen und Drucken bzw. Kopieren korrekt eingestellt? Einige Blätter scheinen auch schief eingescannt worden zu sein. Liegt es am ADF?

Was mir noch relevant erscheint ist, ist die atypische Druckdichte im Bereich der (fehlerhaft?) dunkelblau imponierenden Cyan-Fläche des zweiten Scans aus Beitrag #7, der einen Ausdruck der Seite #10 des dc_lasertest.pdf (www.druckerchannel.de/... .pdf) darstellt (Schritt 6 aus Beitrag #4). Die höchste Intensität findet sich dort augenscheinlich im äußeren rechten Bereich, wobei sie am äußersten rechten Rand von oben nach unten abnimmt. Bei Gelb verhält es sich ähnlich. Unten in der schwarzen Farbfläche hingegen findet sich rechts außen der Bereich der geringsten Intensität. Magenta verhält sich ähnlich. (Die vertikale Streifigkeit setzt sich über alle Farbflächen hinweg fort. Die horizontale Streifigkeit ist ebenfalls überall vorhanden.)

Bei den hellen CYMK-Flächen mit 33% Deckung hingegen sind die blassesten Bereiche bei allen Farben außen zu finden. (Auf der linken Seite scheint der Bereich geringster Intensität bei Gelb allerdings ein Tickchen weiter innen zu liegen als bei Magenta, Cyan und Black, wenn man ganz genau hinschaut.)

Dass sich der Bereich der höchsten Farbintensität auf der Cyan-Fläche und der Yellow-Fläche mit zunehmendem Deckungsgrad von der Mitte nach rechts außen verschiebt, bei den Flächen Black und Magenta hingegen nicht, lässt sich m.E. nicht durch eine Verschmutzung der Polygon-Spiegel erklären (ohne dass ich eine solche deshalb ausschließen möchte), auch nicht durch eine Verschmutzung durch Tonerstaub in verschiedenen Farben. Denn die Position der über lange Zeiträume akkumulierten Verschmutzungen würde sich auf den Spiegelflächen nicht in Abhängigkeit vom aktuell zu druckenden Dokument verändern. Diese deckungsgradabhängige Verschiebung bei nur einem Teil der Farben ist ein Phänomen, für das ich in den Brotherunterlagen überhaupt keine Erklärungen finden kann. Solchen unbekannten Phänomenen liegen meistens Probleme mit Komponenten von Drittherstellern zugrunde, die den Geräteherstellern nicht bekannt sein können.

Vorliegend kommen gemäß den dokumentierten Druckereinstellungen als Verbrauchseinheiten von Drittherstellern lediglich die Fremdtoner-Kartuschen in Betracht. Es ist auch durchaus vorstellbar, dass defekte Tonerkartuschen mit im Druckbild auffälligen Developer Rollern (Entwicklerwalzen) sich je nach Deckungsgrad unterschiedlich abweichend verhalten. Ich würde daher im ersten Schritt die Fremdtonerkartuschen durch Original-Tonerkartuschen ersetzen. (Mit mehr desselben, also weiteren, neuen Fremdtonerkartuschen, kämen wir in diesem Ausschlussverfahren wahrscheinlich keinen Schritt weiter.) Falls das Problem damit wider Erwarten noch nicht gelöst sein sollte, muss man weitersehen. Garantieren, dass damit alle Probleme behoben sind, kann man m.E. zum gegenwärtigen Zeitpunkt leider nicht.

Eine Auflistung möglicher Ursachen instabiler Farbintensität ist in [2], S. 2-143, pdf-S. 169 aufgeführt, wie bereits in Beitrag #2 erwähnt. Neben den hier bereits diskutierten Ursachen werden dort im worst case auch noch Boardfehler des HVPS-Boards oder Main PCB aufgeführt. Das sollte man aber erst in Erwägung ziehen, wenn man alles andere ausgeschlossen hat.

Aber wie schon gesagt: Harvester wird sich sicherlich auch noch dazu äußern. Das würde ich noch abwarten. Nun sind ja eh schon fast 3 Monate seit der Threaderöffnung ins Land gegangen. ;)
Beitrag wurde am 02.10.25, 04:17 Uhr vom Autor geändert.
von
Irgendwie lässt es mich nicht los, wie die schwarzen horizontalen Streifen in die gelbe Farbfläche des Scans 10 aus Beitrag #6 gelangt sein können. ?:-(

Die Ausdrucke, die im anhängenden Scan 10 von Beitrag #6 und Scan 1 von Beitrag #7 abgebildet sind, wurden augenscheinlich vom Dual-Duplex-ADF schief eingescannt. Die Ausdrucke wurden vorher durch Ausdrucken des Dokumentes support.brother.com/... .pdf in Schritt 6 des Procederes aus Beitrag #4 erzeugt. Es ist daher naheliegend, dass sie auf dem Duplex-Pfad ausgedruckt wurden und Scan 10 die Vorderseite und Scan 1 die Rückseite desselben Blattes darstellen. Die Vorderseite bekam beim Druckvorgang also Beltkontakt. @BrotherLouis : Ist Dir noch erinnerlich, ob vorangehend Dokumente oder andere Ausdrucke mit Schwarzanteil im Duplexverfahren gedruckt wurden? Falls ja, könnten die schwarzen Streifen vielleicht vom Belt übertragen worden sein und dort ein Reinigungsproblem vorliegen. Sie könnten dann vielleicht im zweiten Fixiervorgang draufgebacken worden sein.

Eine andere Möglichkeit wäre vielleicht, dass die gelbe und schwarze Trommel der Drum unit oder die schwarze Tonerkartusche von einem Reinigungsproblem betroffen wären, vielleicht infolge eines Kartuschenproblems oder erster Abnutzungserscheinungen der Drum unit Bauteile. Bei Fremdtonergebrauch kann das schon mal vorkommen, weil es da öfters mal zu Produktionsfehlern kommt. Die Drum unit hat zwar noch einiges an Restlaufzeit vom Zählerstand her. Wenn oft auch Einzelseiten gedruckt werden, kann die Lebensdauer aber auch kürzer ausfallen.

Das wären so Sachen, wo man bei Inspektion des Gerätes vielleicht mal einen Blick drauf werfen könnte. Dort müssten sich dann Hinweise erkennen lassen. Dabei aber beachten, dass die grün-bräunliche Beschichtung der Trommel nur wenige Minuten Licht bekommen darf im Laufe ihrer Lebenszeit. Also die Trommeln nicht lange dem Licht aussetzen und, falls nötig, in einem lichtdichten Behälter, Karton oder dunklen, staubfreien Raum zwischenlagern. Und die Beschichtungen von Trommel und Belt nicht mit den Fingern oder harten Gegenständen berühren, weil Hautfett und Kratzer sich künftig unschön in den Ausdrucken abdrucken könnten. Also diese Bauteile nur am Gehäuse anfassen.
Beitrag wurde am 03.10.25, 12:10 Uhr vom Autor geändert.
von
Hallo BrotherLouis
Das sind nur die Toner. Ersetze diese, oder einen davon. Mach eine vorher - nachher Testdruck mit grossflächigem Tonerauftrag. Damit kannst du den Unterschied am besten sehen.
Gruss

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