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Lesertest: Canon CanoScan LiDE 500F: Der schicke, kleine und schnelle von Canon

Vorwort: Was sind die Hauptkriterien beim Scanner Kauf? Der Preis, die Leistung, der Platzverbrauch - oder doch etwa das Aussehen? Letzteren Wunsch erfüllt der CanoScan LiDE 500 in jedem Fall, doch ob die Leistung bei diesem Preis den Erwartungen entspricht, erfahrt ihr hier im meinem ersten Scanner Testbericht auf Druckerchannel.de .


Die Kaufentscheidung

Die Kaufentscheidung: -Beim Scannerkauf waren mir vor allem drei Punkte wichtig: Der Preis und eine gute Durchlichteinheit. Wie wohl bekannt ist wird für einen guten Negativscan mindestens eine Auflösung auf 2400 dpi benötigt, besser mehr, doch für den Hausgebrauch sollen diese wohl ausreichen. Also ging ich eben von diesen Informationen aus, suchte mich durch verschiedene Kaufhäuser und landete schließlich beim CanoScan LiDE 500F. Da ich zu dieser Zeit auch ziemlich im Linux Fieber war, war mir natürlich auch eine Linux Kompatibilität wichtig. Jedoch wird dieser Scanner zu dieser Zeit leider noch nicht von Linux unterstützt, was ich sehr schade finde. Wer einen günstigen Scanner für Linux möchte, sollte evtl. zum CanoScan LiDE 20 greifen, der sehr gut funktionieren soll. Weitere Informationen zu Linux Kompatibilität gibt’s aber auf der Homepage von SANE (Scanner Access Now Easy).


So hört man zwar öfters, dass es nicht empfohlen wird, ein Gerät direkt nach dem erscheinen zu kaufen, da die Software evtl. Noch nicht ausgereift ist, hinderte dies mich nicht vom Kauf. Denn wie wir nachher feststellen werden, ist die Software in etwa gleich wie die der anderen Scannerhersteller. Nun aber zum eigentlichen Testbericht. Gekauft - und geliefert ist der Scanner schnell. So packte ich ihn auch gleich voller Neugierde aus. Die dünne Verpackung lässt sich nur von oben öffnen, was das Auspacken nicht gerade erleichtert. Am gerät selber sind einige orangene Klebestreifen angebracht, die es zunächst zu entfernen gilt. Anschließend kann mit Hilfe der mitgelieferten CD der Treiber und die Software installiert werden. Das Auswahlmenü ist funktional, wenn auch nicht wirklich hübsch gestaltet. Es werden alle Treiber und Programme nacheinander installiert. Wobei ich eigentlich immer empfehle erst den aktuellen Treiber von der Canon Homepage zu laden, um garantiert auf den neuesten Stand zu sein. Nach der Installation kann der Scanner eingesteckt werden. Alles weitere sollte nun automatisch vonstatten gehen. Bei weiteren Fragen hilft auch die Installationsanleitung..


Die Scansoftware

Die Software gliedert sich in mehrere Programmteile. Einmal den ScanGear CS, die eigentliche Scansoftware, den Twain Treiber der immer geöffnet wird wenn aus einem Programm gescannt wird und die Canon Toolbox, aus der z.B. Direkt eine PDF Datei oder eine Kopie gemacht werden kann. Druckt man beim Scanner auf die Kopie Taste wird automatisch das Kopie Fenster geöffnet und auch automatisch die Kopie gemacht. Im Normalfall lässt man hier die Software selber einstellen, sodass eine Kopie wirklich auf Tastendruck möglich ist und man keine weiteren Einstellungen wie DPI Zahl etc. Machen muss. Doch nun zur eigentlichen Scansoftware ScanGear CS. Sie reicht für normale Scanaufgaben völlig aus. Mit einem Klick auf den Vorschau Button wird automatisch eine Vorschau erstellt. Näheres über die Dauer im Abschnitt Scangeschwindigkeit. Anschließend versucht die Software automatisch den Scanbereich auszuwählen, was auch recht gut gelingt.


Möchte man den zu scannenden Bereich manuelle variieren so geht das auch ganz einfach durch ziehen der Entsprechenden Linien. Sollen mehrere Teile auf einmal eingescannt werden so ist die Funktion Automatisch zuschneiden recht nützlich. Sollen jedoch sehr viele Fotos auf einmal eingescannt werden, eignet sich die Funktion Multiscan besonders gut. Hier legt man einfach mehrere Fotos auf die Ablage, schließt den Deckel und drückt auf Start. Der Scanner schneidet dann alle Bilder automatisch zu. Durch mehrmaliges Wiederholen dieser Aktion ist es möglich sehr viele Bilder schnell einzustellen. Doch wo bleiben die Bilder nach dem Einscannen? Zum Abspeichern muss erstmal die ScanGear Software geschlossen werden. Dann erscheint eine Meldung zum Speichern der ganzen eingescannten Bildern. Die kann auch das Bildformat und die Kompression festgelegt werden.


Die Durchlichteinheit

Viele Scanner der Mittleren Preisklasse besitzen sie bereits, doch was taugen sie bei diesem Scanner? Und ist es möglich in Kombination mit einem passenden Drucker richtig gute Ergebnisse von einem Negativ zu erhalten? Die Tatsache der 2400 dpi sprechen jedoch schonmal dafür. Jetzt springen wir jedoch noch mal zum Ersten Punkt, nämlich zum auspacken. Denn nach dem ersten Öffnen der Abdeckung fällt erstmal auf, dass dort gar keine Durchlichteinheit eingebaut ist. Die muss nämlich umständlich aufgesteckt - und an dem Scanner angeschlossen werden. Die Einheit ist durch eine Schutzklappe geschützt, die bei nicht verwenden wieder draufgesteckt werden soll - siehe Bild. Um nun ein Negativ zu scannen muss die Plastikschale auf die Scanoberfläche aufgesteckt und der Negativstreifen in die Schale gelegt werden. Dies geht zwar relativ einfach, wenn man weiß wie, dennoch ist ein Einscannen von mehreren Negativen nacheinander ziemlich umständnis. Das kann EPSON z.B. Mit einem Scanner besser, dort gibt’s sogar eine automatische Einfuhr für Negativstreifen.


Extrem umständlich bis gar unmöglich wird das Einscannen von gerahmten Dias. Diese passen nämlich nicht in den Rahmen, sodass diese erstmal entrahmt werden müssen. Das ist ärgerlich. Nachdem der Negativstreifen eingelegt und, die Durchlichteinheit angeschlossen und aufgelegt sind kann wieder die Scansoftware gestartet werden. Diesmal können wir als Vorlage Dia oder Negativ auswählen. Diese Option ist allerdings nur verfügbar, wenn die Durchlichteinheit angeschlossen ist. Links im Programmfenster wählen wir die Position des Negatives auf den Steifen aus, dies beschleunigt den Scanvorgang enorm. Bei der Einstellung Automatisch Auswählen muss der Scanner nämlich erstmal den Platz suchen, auf den die Durchlichteinheit sitzt. Als dpi Zahl empfehle ich hier immer 1200 zu wählen, darüber erscheint es mir zu verschwommen. Leider lässt sich hierdirekt auch gar keine höhere Zahl auswählen, diese muss dann einfach wenn gewünscht manuell eingegeben werden.


Die Scangeschwindigkeit

Um die Scangeschwindigkeit zu ermitteln wählen wir einmal die Einstellung \"Textverbesserung\" bei 600 dpi und scannen eine DIN A4 Seite. Diese Einstellung empfiehlt sich vor allem beim Einscannen von einfachen Texten. Dann wird natürlich die Vorschaugeschwindigkeit ermittelt, das Einscannen eines 10x15 großen Fotos mit Einstellung Farbe in 600 dpi ist obligatorisch. Anschließend testen wir, wie lange der Scanner braucht 4 9x13 Bilder auf einmal einzuscannen und zuzuschneiden (Multiscan), bei 600 dpi und zum Schluss testen wir noch die Dauer eines Negativscanns bei 1200 dpi. S/W Text: 15 Sekunden Vorschau: 11 Sekunden 10x15: 20 Sekunden 4x 9x13: 1 Minute, 30 Sekunden Negativ: 25 Sekunden


Die Scanqualität

Um die Scanqualität zu testen druckten wir mit dem Drucker Canon i560 den Dr. Gaubert Brief aus dem Druckerchannel Downloadbereich aus. Dort Scannten wir drei Buchstaben mit 1200 DPI in Farbe. Danach wählten wir in der Canon Toolbox die Option Kopieren aus und liesen die Ausgedruckte Seite kopieren. Auch hier machten wir einen Scan. Anschließend scannten wir ein 10x15 Bild, wählten ein Teilabschnitt aus und machten das gleiche mit den dazugehörigen Negativ. Hier kommt es zwar auch haputsächlich auf die Entwicklungsarbeit des Labors an, trotzdem denke ich kann hier schon recht gut die Qualität festgestellt werden. Die kompletten Dateien in Originalgröße gibt es auch zum Downloaden. Die Links gibt’s am Ende des Artikels.


Hier der Test des Textes

Das Betriebsgeräusch

Zu meiner, leider negativen Überraschung musste ich gleich beim ersten Scannen ein lautes, hochfrequensiertes und auch etwas unangenehmes Scangeräusch feststellen. Bei der Vorschau ist das Geräusch zwar noch akzeptabel, beim richtien Scannen in hohen Auflösungen ist es aber meiner Meinung nach zu Laut. Da mit leider das Equipment zu einer Professionellen Messung fehlt, möchte ich mit einem Video den ungefähren Eindruck vermitteln. Erst wie man sieht von etwas weiterer Entfernung und danach direkt vor dem Gerät. -->Geräuschkulisse


Fazit

Wer einen recht preisgünstigen Flachbettscanner mit guter Qualität und niedrigen Platzverbrauch sucht, dem kann der F500 empfohlen werden. Wer jedoch nicht soviel Wert auf chickes Design legt und sehr viele Negative oder gar gerahmte Dias scannen will, dem kann ich nur einen anderen Scanner ans Herz legen.

Anhang

- Wer keine so negativen Erfahung mit der Geräuschkulisse gemacht hast und meine Ergebnisse nicht nachvollziehen kann, der soll sich bitte bei mir melden, damit das Gerät ggf. wegen eines Defekts eingeschickt werden kann. -Konstuktive Kritik und Verbesserungsvorschläge sind ausdrücklich erwünscht.(Im Forum oder Chat)

05.05.05 22:01 (letzte Änderung)
Technische Daten

62 Wertungen

 
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