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Lesertest: Canon PIXMA iP4000: Bürosprinter mit vielen Extras

Hinweis: Für mindestens einen in diesem Artikel erwähnten Drucker ist der ausführliche Testbericht "Neuer Stern am Druckerhimmel" verfügbar.

Canons knapp 130€ teurer Bürodrucker iP4000 glänzt zunächst mit einer ungewöhnlich guten Ausstattung. Drucker mit Duplexeinheit und 2. Papierkassette waren in dieser Preisklasse bislang nicht vertreten.


Im Vergleich zum Vorgänger, dem Canon i865, hat sich vor allem äußerlich einiges verändert. So wurde das Gehäuse komplett neu gestaltet, das Fach für den CD-Druck integriert und der Drucker eben um eine 2. Papierkassette und eine Duplexeinheit erweitert. Das Innenleben dagegen ist dem des i865 sehr ähnlich.

Design

Auf den ersten Blick wirkt der iP4000 neben dem i865 sehr groß und wuchtig. Nachgemessen nimmt der iP4000 aber nicht mehr Platz ein, der Platz ist lediglich durch die rechteckige Form mehr ausgenutzt. Das Design des iP4000 ist auf jeden Fall gewöhnungsbedürftig und gefällt sicherlich nicht jedem. Mittlerweile habe ich mich allerdings damit angefreundet, auch wenn ich finde, dass das graue Plastik teilweise ganz schön billig wirkt. Die Kombination aus Aluminium und transparent-schwarzem Kunststoff beim i865 macht mehr her.


Im Großen und Ganzen macht auch die Verarbeitung des iP4000 einen guten Eindruck. Lediglich die ausfahrbare Papierstütze, die ausfahrbare Papierablage für ausgedruckte Dokumente und der Verschlussmechanismus der Frontklappe machen einen weniger guten Eindruck. Ansonsten ist der Drucker aber ordentlich verarbeitet.

Lieferumfang

Neben dem Drucker findet man im Karton noch zwei Handbüchern, die auf den ersten Blick recht dick aussehen (es steht jedoch nicht viel drin, da 12 Sprachen abgedruckt sind), den CD-Caddy, 5 Blatt 10x15cm Fotopapier, den Druckkopf und 5 randvolle Tintenpatronen.

Installation

Der Drucker ist schnell aufgebaut. Danach braucht man nur mit wenigen Handgriffen den Druckkopf und die Patronen einzusetzen.

Treiber und Software sind auf einer CD untergebracht. Allein der Treiber nimmt satte 50MB Festplattenspeicher ein. Die Installation verläuft jedoch problemlos und unkompliziert.


Druckqualität

Die Druckqualität überzeugt sowohl auf Normalpapier, als auch auf Fotopapier. Selbst auf Kopierpapier ist der Textdruck laserscharf, wobei es auch Papiere gibt, mit denen der Drucker nicht gut zu recht kommt.

Einziger Nachteil: Die große Schwarzpatrone liefert auf Normalpapier keine wischfesten Ergebnisse. Ich habe damit zwar keine Probleme, unter Umständen kann es aber schon mal nervig sein, wenn man das Papier mal zu kräftig an einer bedruckten Fläche anfasst und dann der Text verschmiert ist.

Deutlich ausgeprägter als beim i865 fallen beim iP4000 leider die leichten Streifen bei schwarzen Flächen auf Normalpapier in der Qualitätsstufe "Standard" auf.

Noch bessere Ergebnisse, vor allem im Farbbereich, liefert der Drucker auf InkJet-Papier. Ich habe bei meinem iP4000 in der Papierkassette InkJet-Papier von Aldi (3,99€ für 200 Blatt) und kann somit bei hochwertigeren Dokumenten einfach schnell umschalten. Das Papier von Aldi gefällt mir sehr gut, da es mit 2 Cent pro Seite kaum teurer als Kopierpapier ist. Aldi hat dieses 2x jährlich als Aktionsware.

Auch auf Fotopapier überzeugt der iP4000. Kaum ein anderer 4-Farb-Drucker liefert ähnlich gute Ergebnisse. Zu echten Fotodruckern mit 6 Farben fehlt dem Canon dennoch noch ein wenig. Die zwei zusätzlichen Hellfarben bei 6-Farb-Druckern sorgen für noch ein wenig bessere Ergebnisse in hellen Bereichen.

Als Fotopapier für den Canon verwende ich aus Kostengründen das 10x15cm Epson Premium Glossy Photo Papier, das es derzeit im 100er Pack für knapp 10€ zu kaufen gibt. Ich konnte keine qualitativen Unterschiede zum Fotopapier von Canon feststellen.


Druckkosten

Der Canon iP4000 verwendet nach wie vor die Tintenpatronen BCI-3eBK, 6C, 6M, 6C und 6BK. Diese sind simpel aufgebaut (bestehen aus einer Tintenkammer und einem Schwamm) und können leicht kontrolliert werden, da sie transparent sind. Die Druckkosten sind im Vergleich zu anderen Druckern sehr niedrig.

Ich verwende seit einiger Zeit Nachbauten von JetTec, die mit gut 3€ nochmals deutlich weniger kosten. Die Druckqualität ist meiner Meinung nach sehr nahe an der der Originalpatronen.

Im Gegensatz zur Konkurrenz hat Canon keine Schikanen wie Chips zur Speicherung des Tintenfüllzustandes eingebaut. Die Patronen können bis auf den letzten Tropfen leergedruckt werden.

Die im Lieferumfang enthaltenen Patronen sind vollwertig und nicht wie beispielsweise bei manchen HPs und Lexmarks nur halb gefüllt.

Im Vergleich zum i865 rattert der iP4000 subjektiv mehr nach dem Einschalten. Ob das nun die eine ausführlichere Reinigung oder ein ausführlicherer Selbsttest ist, habe ich noch nicht rausgefunden.


2. Papierkassette

Die 2. Papierkassette verdoppelt die Papierkapazität des Druckers und ist meiner Meinung nach durchaus praktisch. Sie eröffnet viele Möglichkeiten. So kann man beispielsweise den Drucker in ein Regal stellen (nur 18cm Höhe benötigt), wenn man nur die Papierkassette verwendet, oder man kann, so wie ich, in die Papierzufuhr Normalpapier und in die Papierkassette InkJet- oder Fotopapier einlegen und sich somit ein ständiges Wechseln des Papiers sparen.

Duplexdruck

Der Duplexdruck bei Tintenstrahldruckern ist mehr eine Spielerei. Das Wenden des Papiers nimmt einige Sekunden in Anspruch, da der Drucker offensichtlich erst sein Getriebe umschalten muss.

Im Forum bemängelten einige User, dass der Druck im Duplexmodus deutlich schwächer ausfällt. Canon begründet dies damit, dass der Drucker sich sonst selbst mit der langsam trocknenden Tinte einsauen würde. Mich stört das nicht – ich finde es sogar sinnvoll, weil sonst die Tinte auch auf der Rückseite zu stark sichtbar wäre. Ich finde, Canon hat hier mitgedacht und das Problem gut gelöst. Will man doch satten Druck, muss man eben nach wie vor das Papier manuell wenden.

Mehr stört mich dagegen, dass der Drucker bei aktiviertem „Graustufen drucken“ im Duplexmodus gerne die Farbpatronen benutzt. Lediglich schwarzer Text wird ausschließlich mit der großen Schwarzpatrone gedruckt.

Fazit

Wer einen guten und günstigen Bürodrucker sucht, ist mit dem Canon PIXMA iP4000 bestens beraten. Für 130€ ist der Drucker hervorragend ausgestattet und bietet gleichzeitig noch sehr günstige Verbrauchskosten.

Wer wenig Fotos druckt, kann auch zum 20€ günstigeren iP3000 greifen. Ihm fehlt die Fotoschwarz, die beim iP4000 für bessere Kontraste bei Fotos sorgt (die pigmentierte schwarz ist für Fotopapier ungeeignet, deshalb wird schwarz beim iP3000 aus den Farben gemischt).

Wer Wert auf noch bessere Fotos legt, schwerpunktmäßig aber trotzdem einen Bürodrucker sucht, ist mit dem iP5000 bestens beraten.

12.12.04 22:17 (letzte Änderung)
Technische Daten

62 Wertungen

 
1
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