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Lesertest: EPSON Stylus Photo R800: Der Primus unter den Fotodruckern

Hinweis: Für mindestens einen in diesem Artikel erwähnten Drucker ist der ausführliche Testbericht "Glänzender Fotodrucker" (Mrz. 2004) verfügbar.

Der Epson Stylus Photo R800 stellt derzeit den Primus unter den Fotodruckern da. In (fast) allen Disziplinen heimst der R800 Bestnoten ein.


Druckerprofil

Der Epson Stylus Photo R800 ist im Grunde ein dedizierter Fotodrucker mit exzellentem Textdruck.

Der Drucker verwendet für den Druck sogenannte UltraChrom-Tinten, der Zahl 7 (alle pigmentiert, sowie wisch- und wasserfest): cyan, magenta, gelb, rot, blau, foto- und mattschwarz. Zu diesen 7 Farben gesellt sich noch der Gloss-Optimizer.

Von diesen 8 Patronen, die alle separat ausgewechselt werden können, sind 6-7 parallel im Einsatz, je nach verwendetem Papier und Druckereinstellung.

Der R800 druckt aus insgesamt 1.440 Düsen, was für jede Patrone/Farbe 180 Düsen bedeuten würde. Doppelt soviel wie beim Vorgänger oder dem kleineren Bruder (R200/R300). Dazu können die Tröpfchengrößen bis zu 1,5pl klein sein.


Weitere Features sind der integrierte CD-Druck, die Möglichkeit des Bannerdrucks, sowie die Möglichkeit, den Drucker über Firewire neben einer USB 2.0-Schnittstelle anzuschließen.

Lieferumfang

Der Lieferumfang fällt, wie nicht anders zu erwarten war, „normal“ aus. In der Umverpackung ist neben dem R800, der in silber mit einem transparenten dunkelschwarzen Deckel gehalten ist, folgendes zu finden:

  • 8 UltraChrom-Tintenpatronen
  • Rollendruckvorrichtung
  • CD-Caddy
  • 3 Testblätter Epson Premium Glossy Photo Paper 10x15
  • Stromkabel
  • Treiber- und Software-CD
  • Schnellinstallationsanleitung
  • Garantiebestimmungen

Zum Lieferumfang gehört weder ein Druckerkabel (USB/Firewire) noch ein bedruckbarer CD-Rohling.


Verarbeitung

Der Drucker hat eine UVP von € 350,-. Für einen so stolzen Preis kann man neben den wichtigen Funktionen, des "perfekten" Fotodrucks, eine gute Verarbeitung erwarten. Diese Erwartung erfüllt der R800 problemlos.

Diese gute Verarbeitung unterstreicht der R800 durch seine gute Optik (silber mit schwarzen transparent gehaltenen Deckel) und 4 edlen in Chrom gehaltenen Knöpfen, die einen sehr guten Druckpunkt aufweisen.

Druckerinstallation

Der Drucker kann über eine USB- und Firewire-Schnittstelle angesteuert werden.

USB

Die Installation verläuft ohne Probleme. Drucker mit Strom versorgen, Tintentanks rein, warten bis das Tintenleitsystem sich gefüllt hat und anschließend Drucker ausschalten. Beim Initialisieren des Tintenleitsystems geht allerdings einmal ein Großteil der Starterpatronen drauf, die allerdings voll gefüllt sind.

Anschließend den Drucker mit PC verbinden, die Treiber installieren und bei der Druckersuche den R800 einschalten.

Empfehlenswert, aber nicht unbedingt erforderlich, ist eine Druckkopfausrichtung, die auf Wunsch entweder manuell oder automatisch ablaufen kann. Letzteres ist empfehlenswert und sollte auf Inkjet-Papier (Hochauflösendes Papier) erfolgen.

Anschließend sollten einmalig die Standardwerte in den Druckereigenschaften gesetzt werden.


Textdruck

Der Textdruck ist für einen dedizierten Fotodrucker exzellent, auch wenn er nicht ganz an einen Laser und Top-Tintenoffice-Drucker, was Schriftbild und Geschwindigkeit anbelangt, herankommt. Dafür sind die Ausdrucke wisch- und wasserfest, sowie Papierunabhängig (Bezug zu Tintenstrahlern).

Selbst der oft bemängelte Sparmodus bei den Epson-Druckern ist hier „vorbildlich“ gelöst worden.

Bei den anderen EPSON-Druckern wurde beim Sparmodus jede zweite Zeile weggelassen, wodurch zwar Druckkosten gespart wurden, das Druckbild aber schlecht bis überhaupt nicht leserlich ist. Beim R800 wird aus beiden Schwarzpatronen gedruckt - Zeile für Zeile abwechselnd.

Folglich ist das Druckbild zwar nicht so gut, wie unter einer höheren Auflösung aber noch sehr gut lesbar. Die einzige Frage bleibt, ob dadurch wirklich Tintenkosten gespart werden.


Fotodruck

Beim Fotodruck zeigt der Epson R800 dann, was er wirklich kann. Dabei ist es ihm egal, ob Hochglanzpapier oder Mattes verwendet wird. Die Ausdrucke erfolgen zwar recht gemächlich, dafür aber farbneutral, pixelfrei und einer Qualität, die einen ins Staunen versetzt. Die Ausdrucke lassen sich nicht mehr von einem ausbelichteten Foto unterscheiden.

Normale Fotodrucker, wie bspw. der Epson R200, verwenden 6 Farben (cyan, magenta, gelb und schwarz, sowie die Fotofarben hellcyan und – magenta). Der Epson R800 setzt auch dank der 1,5pl großen Druckdüsen auf etwas hellere Cyan- und Magentafarben, sowie rot und blau zum abdunkeln.

Gerade die Fotofarben wurden dazu verwendet, um pixelfreie Ausdrucke in hellen Bereichen zu erzielen und sich so von den Office-Druckern abzusetzen. Der R800 verwendet hellere Cyan- und Magentafarben und schafft auch wg. der kleinen Tröpfchengröße einen pixelfreien Ausdruck. Die Farben rot und blau werden nur zum abdunkeln und Erhöhung des Farbraums genutzt.

Je nach Papier und Option verwendet er dann das Mattschwarz oder das Fotoschwarz plus Gloss-Optimizer. Durch den Gloss-Optimizer ist auch das Problem der pigmentierten Tinte gelöst, das vor allen den Glanzeffekt, der beim Glossy-Papier erwünscht ist, erhalten bleibt.

Es ist im Grunde auch egal, welches Farbmanagement in den Druckereinstellungen gewählt wird (einfach nach belieben wählen), der R800 druckt in allen Einstellungen sehr gut. ICM hat sich als beste Einstellung erwiesen, aber das soll Jeder selber entscheiden.

In der besten Auflösung druckt der R800 ein 10x15-Foto randlos in ca. zwei Minuten. Dies ist recht flott und lässt sich nochmals steigern, wenn man eine Qualitätsstufe runter stellt. Dadurch verringert sich zwar die Auflösung um 50%, aber die Ausdrucke sehen immer noch sehr gut aus, reichen für viele Zwecke und die Druckgeschwindigkeit erhöht sich merklich.


CD-/DVD-Druck

Der Epson R800 kann als weiteres Feature speziell beschichtete Rohlinge (CD/DVD) bedrucken. Dazu muss man einfach das Papierausgabefach hochziehen, den Caddy samt CD/DVD ausrichten und per Knopfdruck einziehen lassen.

Der Druck auf den Rohling sollte mit der im Lieferumfang enthaltenen Print-Software erfolgen. Diese ist leider sehr einfach gehalten, was Gestaltung und Funktionsumfang anbelangt. Daher empfiehlt es sich die Vorlage für den Druck in einem Bildbearbeitungsprogramm, wie bspw. Adobe Photoshop, zu erstellen und dann in der Epson-Software zu importieren.

Bevor der Druck schließlich losgeht, braucht man sich im Grunde nur noch zwischen zwei Druckvarianten entscheiden: Dem Normalen und dem Premium-Druck. Ersterer ist im Grunde ein Relikt aus vergangenen Tagen, wo die beschichteten Rohlinge noch nicht so saugfähig waren. Daher empfiehlt sich der Premium-Druck, der deutlich besser ist, vor allem Farbintensiver.

Die Druckqualität ist sehr gut. Der Ausdruck sehr fein und kräftig. Druckpunkte sind nicht zu erkennen. Lediglich darf man keine Fotoqualität erwarten, da die bisherigen Rohlinge noch nicht dafür ausgelegt sind.

Bannerdruck

Der Epson R800 kann neben dem CD- und Papierdruck auch noch Rollenpapier, z. B. zur Erstellung von Banner oder passgenaue Ausdrucke von Fotos einer Digitalkamera, in den Breiten 100mm und 210mm bedrucken.

Einer der wenigen Kritikpunkte am R800 ist die fehlende Schneideeinheit, die es z. B. beim Epson Stylus Photo 950 und 2100 zum Lieferumfang gehört. Auch als Option lässt sich die Schneideeinheit nicht nachrüsten.

Druckkosten

Da sich die 8 Patronen einzeln austauschen lassen, halten sich die Druckkosten in Grenzen, wenn auch der R800 zu den teureren Fotodruckern gehört. Auf jeden Fall ist durch das SingleInk-System eine effiziente Nutzung der Tinte möglich.

Nachteil ist derzeit noch, dass beim Patronenwechsel auch alle anderen Patronen mitgereinigt werden, trotzdem wird sich über kurz oder lang eine Tintenersparnis einstellen.

Fazit und Kaufempfehlung

Der Epson Stylus Photo R800 besticht durch eine saubere und erstklassige Verarbeitung, sowie dem bis dato besten Fotodruck. Selbst der CD-/DVD-Druck und Textdruck (normalerweise ein Stiefkind der Fotodrucker) erfolgen in einer ausgezeichneten Qualität. Als Highlight des Drucker kann man aber auch die so genannten UltraChrom-Tinten bezeichnen, die letztendlich den R800 zu dem Drucker machen, der er ist.

Als Nachteile lassen sich der „hohe“ Anschaffungspreis, die Folgekosten, die gemächliche Druckgeschwindigkeit und die fehlende (automatische) Schneidevorrichtung aufzählen.

Zu empfehlen ist der Drucker allen, die den perfekten Fotodruck, den es momentan gibt, erwarten, aber auch einen optimalen Druck auf CD und DVD erwarten, sowie auf die Möglichkeit des Bannerdrucks nicht verzichten wollen.

Auch wenn der R800 Text in einer sehr guten Qualität auf's Papier bringt, sollte bei einem hohen Textdruckaufkommen über einen Laserdrucker nachdenken, da dieser doch erheblich schneller ist und die bessere Qualität aufweist.

02.11.04 12:58 (letzte Änderung)
Technische Daten

34 Wertungen

 
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