Brother MFC-J5110DW, MFC-J5010DW und MFC-J5013DW: Besser ausgestattet und kompakter dank vollem Fokus auf A4
Mit der neuen J5000er-Serie vollzieht Brother einen Paradigmenwechsel: Die neuen Modelle bieten gegenüber ihren Vorgängern einige Vorteile, beenden jedoch auch die Ära der A3-Druckfunktion in einer halbwegs kompakten Bauform.
Bereits seit der Vorstellung des MFC-J4510DW aus der Vorgängerserie zur IFA 2012 bietet der japanische Druckerhersteller Modelle an, die A4 standardmäßig im Querformat bedrucken und somit flinker sind als beim klassischen Druck im Hochformat. Weniger Kopf-Bewegungen beschleunigen den Druck tatsächlich merklich.
Als weiteren Vorteil boten diese Modelle die Möglichkeit, auch im A3-Format zu drucken. Dank des praktischen Aufbaus der DIN-Papierformate ist ein A3-Bogen exakt so breit, wie ein A4-Blatt lang ist – für den Kunden eigentlich eine klassische Win-win-Situation.
Mit stetig wachsendem Funktionsumfang wurden die Geräte mit der Zeit jedoch immer größer. Der Einzug von Normalpapier im Querformat sorgt ohnehin dafür, dass ein so konstruierter Drucker deutlich breiter ist und entsprechend mehr Platz am Arbeitsplatz beansprucht.
Dass andere Hersteller auf diesen Zug nie aufgesprungen sind, liegt in erster Linie daran, dass Kunden vermehrt nach kompakten Druckern suchen. Im Vergleich mit der Brother-Lösung sind ein HP Officejet 9122 oder ein Epson Workforce WF-4820DWF und auch der Canon Maxify MB5150 eben deutlich schlanker.
Genau an dieser Stelle justiert Brother jetzt nach. Ab der 2026er-Generation konzentriert sich die J5000er-Serie wieder vollständig auf das A4-Format. Das bedeutet: A4 gilt, wie bisher schon beim Scannen, Kopieren und Faxen, ab sofort auch für das Drucken als Maximum. Das deutlich seltener gebrauchte A3-Format bleibt ausnahmslos der J6000er-Serie vorbehalten, die das auch in allen vier multifunktionalen Dimensionen umsetzt. Eine Möglichkeit zum Druck in "A3+" bietet jedoch auch diese Serie nicht.
Tatsächlich zeigen die technischen Daten auf, dass Brother mit den neuen Modellen fast zehn Zentimeter an der Breite des Gehäuses einspart, und die Tiefe lediglich um vier Zentimeter zunimmt. Die Stellfläche reduziert sich um rund zehn Prozent, was die Modelle infolgedessen deutlich wettbewerbsfähiger macht.
Brother MFC-J5110DW
In der etwas einfacheren "Business Smart"-Serie, also ohne das "X" folgt der MFC-J5110DW auf das noch A3-fähige Modell MFC-J5740DW. Trotz der Einschränkung sieht Brother keinen Grund, an der Preisempfehlung von rund 380 Euro zu rütteln. Überhaupt erscheint diese relativ hoch, wird aber ohnehin von einem deutlich niedrigeren Marktpreis eingeholt.
Zum Funktionsumfang gehört, wie bei jedem "MFC"-Modell, ein analoges Fax. Die Besonderheit ist jedoch die zweite Papierkassette und zusätzlich die Universalzufuhr. Papier kann somit über drei Wege verarbeitet werden.
Das Gehäuse wurde zwar grundlegend überarbeitet, lässt aber aufgrund der gewohnten Designsprache kaum Zweifel aufkommen, dass es sich um einen Brother handelt. Neu ist, dass nun nicht mehr nur die Bedienblende, sondern auch die gesamte Scannereinheit in einem Dunkelgrau gefärbt ist. Der Unterschied zu den etwas anders ausgerichteten "Smart X"-Geräten wird somit noch einfacher erkennbar. Trotz großer Tintenpatronen, die es bei der Reichweite mit Tankdruckern aufnehmen können, ragt die Patronenabdeckung nicht aus dem Gehäuse heraus.
Optische Unterschiede gibt es auch bei der Bedienblende selbst. Wie schon bei der A3-Variante MFC-J6960DW verzichtet Brother auf das bislang übliche Tastenfeld zur Angabe von Faxnummern oder der Kopienanzahl. Sämtliche Eingaben erfolgen jetzt über das Display, welches zugleich größer geworden ist - sogar größer als beim A3-Modell.
Brother MFC-J5010DW (und MFC-J5013DW)
Erfreulich ist, dass auch der MFC-J5010DW als Nachfolger für den J5740DW eine Schippe drauflegen wird. Mit rund 330 Euro ist er zwar gut ein Zehntel teurer als sein Vorgänger, bietet dafür nun aber auch einen duplexfähigen ADF mit zweiter Scanzeile. Die Duplex-Funktion wird somit zum Standard aller multifunktionalen Brother-Geräte ab der J5000er-Serie. Das ist dann auch die Abgrenzung zur günstigeren J4000er-Serie.
Im Vergleich mit dem MFC-J5110DW fehlen lediglich die zweite Papierkassette, die durch einen 1-Blatt-Bypass ersetzte Universalzufuhr und die Dimension vom Display. Einen Farb-Touchscreen hat zwar auch das „kleine“ Modell, jedoch fällt dieser weiterhin nicht so groß aus.
Exklusiv über Amazon wird zudem das baugleiche Modell MFC-J5013DW angeboten, welches sich lediglich durch einen größeren Tinten-Lieferumfang unterscheidet.
Unveränderter "Maxidrive" Druckkopf
Beim Druckwerk setzt Brother auf das, bereits mit den Vorgängern eingeführte, "Maxidrive": So nennt Brother das neue Drucksystem mit Tinten-Schlauchzuführung und einer besonders schnellen Ansteuerung samt flinkem Drucktempo in Standardqualität.
Dazu werden je Tintenkanal 420 Piezo-Düsen verwendet, die mit einem nativen Abstand von 1/300 Zoll (also 300 dpi) angeordnet sind.
Der ähnlich aufgebaute Epson "Precisioncore"-Druckkopf kommt bei den höherwertigeren Geräten (mit 4 Chips) dagegen sogar auf 800 Düsen je Kanal und nativen 600 dpi. Canon und HP erzielen mit ihren thermischen Düsen eine ähnliche oder sogar noch höhere Auflösung.
Drucktempo
Trotz unverändertem Druckkopf gibt es in diesem Punkt eine Änderung. Durch den Wechsel der Bedruckung von A4-Papier im Querformat hin zum marktüblichen Hochformat brauchen die Neulinge deutlich mehr Züge, um ein Blatt vollständig zu bedrucken.
Erstaunlicherweise konnte Brother den Vorschub so weit beschleunigen, dass es kaum Einschränkungen gibt. Beim S/W-Druck in Standardqualität werden die flinken 28 ipm weiterhin erreicht. Beim Farbdruck gibt das Druckwerk mit 26 ipm (bislang 28 ipm) lediglich geringfügig nach.
Die ebenfalls kürzlich aufgefrischten A3-Modelle sind prinzipbedingt mit bis zu 31 ipm schneller. Diesen Wert schafft sonst kein anderer Tintendrucker-Mitbewerber mit beweglichem Kopf.
Äußerst zügig kann auch im doppelseitigen Modus gedruckt werden. Einfachen S/W-Vorlagen werden mit 22 ipm nun sogar minimal flinker ausgegeben. Im Farbmodus bleibt es bei 21 ipm - das sind jeweils fast elf beidseitig bedruckte Blätter je Minute.
Aus dem Stand soll die erste Druckseite in etwas weniger als fünf Sekunden im Ausgabefach liegen. Ausgehend vom ausgeschalteten Zustand oder aus dem Schlafmodus dauert es etwas länger.
Papierzuführungen
Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Modellen zeigt sich bei den Papierzuführungen. Gemeinsamkeiten gibt es zunächst bei der Hauptkassette, die bis zu 250 Blatt fassen kann. Zulässig sind in dieser quasi alle Medien vom Recyclingpapier über Normalpapier, Fotopapier (bis 220 g/m²) und auch Umschläge. Formatseitig geht es bei 9 x 13 cm los und endet beim A4-Format.
Zusätzlich bietet der höhere MFC-J5110DW eine zweite Papierkassette, die ebenfalls mit 250 Blatt, jedoch "nur" mit Normalpapier in den Formaten A4 oder A5 bestückt werden kann. Weitere Schubladen sind (das gilt für beide Druckermodelle) nicht ansteckbar. Ein Modell mit einer dritten Kassette gibt es in der gehobenen "Smart X"-Serie mit dem MFC-J5117DW.
Unterschiede gibt es auch bei der hinteren manuellen Zufuhr, die grundsätzlich beide Modellvarianten aufweisen. Während diese beim günstigeren MFC-J5010DW lediglich als 1-Blatt-Bypass (für Formate ab 9 x 13 cm) umgesetzt ist, bietet der MFC-J5110DW an dieser Stelle eine vollwertig nutzbare 100-Blatt-Universalzufuhr. In dieser lassen sich nicht nur mehrere Blätter (auch permanent) verstauen, sondern auf Wunsch auch einzelne Banner, die man dann mit einer Länge von bis zu 120 Zentimetern bedrucken kann. Die kleineren Modelle sind auf die üblichen 355,6 Millimeter begrenzt.
Duplexdruck
Beide Modellreihen unterstützen aus allen Zuführungen den automatischen doppelseitigen Druck (Duplex) in A4, A5 oder ähnlichen internationalen Derivaten. Vorgesehen ist dieser Modus ausschließlich für Normalpapier.
Randlosdruck
Nicht unbedingt selbstverständlich für Bürogeräte ist die Unterstützung vom randlosen Druck. Möglich ist dieser Modus auf Normalpapier in A4 oder auf Fotopapieren ab 9x13cm und natürlich auch in 10x15 cm. Eine Kombination mit dem automatischen Duplexdruck ist generell ausgeschlossen.
Scanner und ADF
Keine Unterschiede gibt es zwischen den Neulingen beim Scanner - und das ist eine positive Nachricht für die Einstiegsgeräte. Der Reihe nach: Der Haupt-CIS-Sensor (für das Flachbett und die ADF-Vorderseite) löst jeweils mit 1.200 dpi auf und ermöglicht das Einlesen von bis zu A4 großen Vorlagen. Die Größe für die Flachbett-Auflage und den ADF-Aufsatz ist jeweils auf das gleiche Format "begrenzt".
Das Mindestformat für den ADF-Aufsatz geht bei DIN A6 los. Die Kapazität ist mit 50 Blatt für diese Klasse ausreichend bemessen. Dieser Wert gilt für Standardpapier mit 80 g/m². Maximal zulässig sind auch etwas stärkere Originale bis hin zu 105 g/m². Sowohl die Vorder- als auch die Rückseite werden bei allen neuen J5000ern in einem Zug eingelesen - also Dual-Duplex oder auch Single-Pass genannt. Der nun abgelöste Brother MFC-J5330DW scannt generell nur die Vorderseite von Originalen. Das Gleiche gilt für den einfachen Epson WF-4820DWF. Der größere WF-4830DTWF sowie der Einstieg in die HP-9000er-Serie erledigen die Aufgabe immerhin schon mit einer Wendemechanik. Lediglich die (mittlerweile betagte) Serie um den Canon Maxify MB5150 beherrscht den Duplexscan in einem Durchlauf schon länger. Der teurere Tankdrucker Maxify GX7150 ebenso.
Keine Veränderung gegenüber den Vorgängern gibt es beim Scantempo über die Originalzufuhr. Im A4-Modus beträgt der Durchsatz bis zu 25 Originale im einseitigen Modus oder 15 beidseitige Blätter im Duplexbetrieb. Das entspricht dann 30 ipm Vollduplex. Die Angaben gelten für S/W und Farbe gleichermaßen - jeweils gemessen mit 200 dpi.
Scans können zu einem Computer oder aber auch ins Netzwerk oder in die Cloud versendet werden. Weiterhin ist auch der direkte Versand via E-Mail-Server (SMTP) möglich. Über diesen lassen sich zudem auch empfangene Faxe automatisiert weiterleiten. Neu hinzugekommen ist die moderne E-Mail-Authentifizierung über "OAuth 2.0". Insbesondere für Nutzer eines Microsoft-Exchange-Servers ist oder wird das kurzfristig unabdingbar sein. Nach aktuellem Stand wird es für die Vorgänger keine dafür notwendige Firmware-Aktualisierung geben.
Display & Bedienung
Erstaunliche Neuerungen gibt es beim Bedienkonzept. Wie bei allen Neuvorstellungen aus diesem Jahr hat Brother die physische Tastatur gestrichen und setzt auf die Nummerneingabe über das Display. Während das Bedienpanel bei den neuen A3-Modellen mittig angeordnet ist, hat sich Brother bei der neuentwickelten A4-Serie für eine linksbündige entschieden.
Zunächst gibt es bei den beiden kleineren Modellen keine Überraschung. Das Display bietet weiterhin eine Diagonale von 6,8 Zentimetern, dem rechts ein Sensorfeld mit den drei Navigationsfunktionen "Zurück", "Startseite" und "Stopp" zugeordnet wurde. Physisch gibt es lediglich den Ein-/Aus-Schalter mit einer Status-LED.
Aufregender wird es dagegen eindeutig beim MFC-J5110DW. Dieser hat nicht nur ein deutlich größeres Display mit einer Diagonalen von 10,9 Zentimetern spendiert bekommen, sondern auch eine reaktionsstarke kapazitive Touch-Beschichtung. Die kleineren Modelle reagieren aufgrund ihrer resistiven Touch-Funktion immer nur auf (leichten) Druck. Das Sensorfeld vom Zwei-Kassetten-Modell ist zwar funktional identisch, jedoch darunter statt daneben angebracht.
Mit dem größeren Display gibt es nicht etwa eine größere Schrift, sondern in einigen Menüpunkten und auf der Startseite tatsächlich auch mehr Platz. Dies ermöglicht, dass seltener gescrollt werden muss und auch, dass beim Faxempfang oder beim Direktdruck von einem USB-Stick eine kleine Vorschau vor dem Druck gezeigt werden kann.
Anschlüsse und Sprachen
Eher innovationsarm zeigt sich Brother dagegen bei der Anschlussvielfalt. USB 2.0, Gigabit-Ethernet und WLAN - erstmal ist alles dabei. Beim Drahtlosstandard setzt man jedoch weiterhin auf Wifi 4, also 802.11 a/b/g/n, welches lediglich wenige 5‑GHz-Bänder und nicht die größtmögliche Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit unterstützt. NFC oder Bluetooth für die Authentifizierung oder einen schnelleren Verbindungsaufbau gibt es ebenfalls nicht.
Frontal (jeweils auf der linken Seite) ist ein zusätzlicher USB-Hostanschluss untergebracht. Darauf lassen sich nicht nur ausgeführte Scans ablegen, sondern auch gespeicherte Fotos direkt drucken. Der MFC-J5110DW kann sogar komplexe und native PDF-Dokumente (Standard 2.0) verarbeiten und zu Papier geben - das ist in der Klasse schon eine Seltenheit.
Diese Fähigkeit erweitert sich auch beim Druck von einem Computer oder einer Anwendung. Das Top-Modell versteht PCL und eine Brother-Emulation von Postscript ab Werk. Das hat auch den Vorteil, dass beim Druck über den Airprint- oder Mopria-Standard potenziell eine bessere Druckqualität zu erwarten ist, da der Drucker die Daten direkt im Gerät aufbereitet. Die beiden kleineren Geräte verstehen "lediglich" standardisierte Rasterformate und werden zusätzlich auch mit einem dezidierten Brother-Treiber für Windows ausgeliefert.
| Brother Business-Inkjet A4 (Basisklasse / "Business Smart" 2026) | ||
|---|---|---|
ab Aug | ab Aug
| |
| UVP | ca. 380 Euro | ca. 330 Euro |
| Funktionen | A4 (Druck und Scan) ✓ Farbe ✓ Scannen mit ADF ✓ Dual-Duplex-ADF ✓ Kopieren ✓ Faxen ✓ | |
| Baugleiche Varianten | (derzeit keine) | ab Aug(Amazon-Exklusiv) |
| Variante mit A3-Funktion (Druck, Scan und Kopie) | ![]() | ![]() |
| Vorgänger (mit A3-Druckfunktion) | MFC-J5740DW | MFC-J5340DW / MFC-J5345DW |
| Profiversionen ("Business Smart-X") mit - PCL/PS - optional größeren Patronen - Brother Solution Interface (BSI) | Vorstellung | |
| Version ohne Scanner | HL-J5113DW | |
| Druckkopf | "Maxidrive" Piezo 4 x 420 Düsen | |
| Simplex-Drucktempo A4: S/W / Farbe | 28 ipm / 26 ipm | |
| Erste Druckseite | 4,7 Sekunden (Farbe) 4,5 Sekunden (S/W) | |
| Duplex-Drucktempo S/W / Farbe (A4) | 22 ipm / 21 ipm (entspricht 11 ppm) | |
| Papierzufuhr | 2x250 Blatt Kassetten & 100-Blatt-Einzug (die 2. Kassette kann nur mit A4/A5-Normalpapier bestückt werden) | 250 Blatt Kassette 1-Blatt-Bypass |
| Bannerdruck (1 Blatt) | bis 21,9 x 120,0 cm (Universalzufuhr) | — |
| Kleinstes Format | 8,9 x 13 cm (Kassette 1 oder Universal/Bypass) | |
| Duplexdruck | u.a. A4, A5 (kein A6) (nur Normalpapier oder Recyclingpapier) | |
| Papiergewicht | bis zu 220 g/m² (Kassette und manueller Einzug, Brother Originalpapier) | |
| Randlosdruck | ja (u.A. A4, A6, 13x20cm, 13x18cm, 10x15cm, 9x13cm) | |
| Scanner | 1.200 dpi mit CIS-Sensor (A4) | |
| ADF | 50 Blatt Dual-Duplex-ADF (2 Scanzeilen), bis 105 g/m² | |
| ADF-Formate | A4 - A6 (bis zu 90 cm Länge im Einzelblattmodus) | |
| ADF-Tempo, A4 Farbe, Simplex / Duplex | 25 ppm / 30 ipm = 15 ppm | |
| Scanziele | PC, FTP, SMB (v3), E-Mail (SMTP, OAuth 2.0), USB-Stick | |
| Schnittstellen | USB, Ethernet, WLAN (5/2,4 GHz, WPA 2/3, IEEE 802.11a/b/g/n), Wifi-Direkt, USB-Host | |
| Druckersprachen & Speicher | PCL6, PS (BR-Script3), PDF 2.0 512 MBytes RAM USB-Stick: JPEG, PDF | nur GDI (Brother Raster), 512 MBytes RAM USB-Stick: JPEG |
| treiberloses Drucken | Airprint, Mopria, IPP Everywhere 1.1, Microsoft Universelles Drucken (Cloud) | |
| treiberloses Scannen | Airprint, Mopria (eSCL) | |
| NFC (zur Authentifizierung | nein (nu"Profiversionen" mit BSI, siehe oben) | |
| Display | 10,9-cm-Touchscreen ohne Tastenfeld | 6,8-cm-Touchscreen ohne Tastenfeld |
| Tintenabo | "EcoPro" (optional, ab 50 Seiten monatlich) | |
| Tinten | wischfeste Pigmenttinten Serie LC-528, LC-527 | |
| Reichweite Schwarz | 6.000 oder 3.000 oder 1.300 Seiten (Lieferumfang: 700 Seiten, 1.300 Seiten beim MFC-J5013DW) | |
| Reichweite Farbe | je 5.000 oder 2.000 oder 900 Seiten (Lieferumfang: 450 Seiten, 900 Seiten beim MFC-J5013DW) | |
| wechselbarer Resttintenbehälter | ja (WI-506) "Reichweite" und Preis unbekannt, vermutlich rund 25 Euro | |
| Garantie | 3-Jahre (schnelle Registrierung empfohlen, aber zwingend erst im Fehlerfall) | |
| Weitere Daten | technische Daten | |
| © Druckerchannel | ||
Verbrauchsmaterial und Folgekosten
Bei den Tintenpatronen gibt es einen Wechsel zur gleichen Serie, die auch bereits von der neuen A3-Serie und zum Teil auch von den einfacheren j4000er-Geräten unterstützt wird.
Das bedeutet, dass sich optional riesige Patronen der Serie LC-528 und LC-527 einsetzen lassen, die für bis zu 6.000 Seiten in S/W oder 5.000 einfache Farbseiten reichen sollen. Ein Satz mit diesen vier Pigmenttintenpatronen kostet offiziell jedoch auch rund 380 Euro. Selbst der aktuell niedrigere Marktpreis summiert sich zu mindestens 250 Euro.
Für Vieldrucker dürfte das tatsächlich ein "kleines Rechtfertigungsproblem" für die Druckerserie sein. Im Vergleich kostet ein Satz Flaschentinte für den vergleichbar ausgestatteten Canon Maxify GX7150 höchstens 90 Euro - damit kann man dann aber auch fast die dreifache Farbreichweite erzielen.
Der Seitenpreis selbst ist bei der J5000er-Serie nicht das Problem. Mit rechnerisch knapp über sieben Cent für eine Farbseite oder etwas unter zwei Cent für eine einfache S/W-Drucke gehen diese vollkommen in Ordnung. Nutzer, die wenig drucken, verwenden vermutlich ohnehin die kleineren Kartuschen, die es im Set bereits ab 80 Euro gibt, mit denen es dann für bis zu 1.300 S/W oder 900 Farbseiten reicht.
Unterschiede gibt es bei der Serie übrigens beim Lieferumfang. Sowohl der MFC-J5110DW als auch der MFC-J5010DW sind mit kleineren Kartuschen für 700 Seiten in S/W oder bis zu 450 Seiten in Farbe bedacht - wirklich viel ist das nicht. Dem Amazon-Exklusivmodell MFC-J5013DW liegen immerhin größere Patronen für 1.300 Seiten in S/W oder 900 Seiten in Farbe bei.
Wem die Nachkauftintenpatronen (vorrangig aufgrund der hohen Reichweite) zu teuer sind, kann auch ein Ecopro-Tintenabo dazubuchen. Abgerechnet wird dabei ausschließlich nach der Anzahl der gedruckten Seiten - unabhängig von der Deckung, dem Format oder dem Patronenbedarf.
Für derzeit monatlich rund vier Euro lassen sich dann 50 oder 25 Seiten ohne weitere Kosten bedrucken. Niedrigere Seitenpreise bieten die größeren Tarifpakete. Alle Details gibt es im aktuellen Tintenabo-Vergleich.
Eine Neuheit bei Brother ist der wechselbare Resttintenbehälter, der überschüssige Tinte von automatischen oder manuell angestoßenen Reinigungsvorgängen aufnimmt. Druckerchannel konnte bereits im Februar 2026 einen Blick auf die neuen Geräte werfen und hat das ziemlich großzügig bemessene Verbrauchsmaterial auf der Rückseite entdeckt.
Im Bild nicht zu sehen ist die ansteckbare Abdeckung im hellen Gehäusedesign.
Derzeit noch nicht kommuniziert wird, wie oft der Behälter getauscht werden muss und was dieser kostet. Wir gehen von rund 25 Euro aus.
Folgekosten beim Patronennachkauf
Die ermittelten Preise je gedruckter Seite sind durchaus als günstig bis moderat anzusehen, und sind sogar spürbar günstiger, als bei der Vorgängerserie. Allerdings bedarf es dafür auch der größeren und eben auch entsprechend hochpreisigen 528er-Kartuschen.
Weniger gut sieht es für die Brother-Geräte im Vergleich zu Tintentankdruckern von der Megatank-Serie von Canon oder der Ecotank-Serie von Epson aus. Diese drucken für einen Bruchteil der Folgekosten bei einem ähnlichen Funktionsumfang der Drucker selbst. Was Epson mit dieser Serie allerdings nicht bietet, ist ein flinker Duplex-Scan. Die initialen Investitionskosten sind zudem auch deutlich höher, machen sich aber unter Umständen schon beim ersten Patronennachkauf des Brothers bezahlt.
| Druckkostenanalyse 07/2026*2 | ||
|---|---|---|
| Seitenpreis mit 'ISO- | Seitenpreis mit 'Schwarzanteil aus ISO- | |
| Canon Maxify GX7150, GX6150 und GX4050 (Tintentank) | 0,6 ct | 0,2 ct |
| Epson Ecotank Pro ET-5170 und ET-5150 (Tintentank) | 0,9 ct | 0,2 ct |
| Epson Ecotank ET-5855 und ET-5805 (Tintentank) | 1,0 ct | 0,2 ct |
| Canon Maxify MB5350- und MB5150-Serie | 6,7 ct | 1,4 ct |
| Brother MFC-J5013DW (größerer Lieferumfang) | 7,1 ct | 1,6 ct |
| Brother MFC-J5110DW und MFC-J5010DW | 7,2 ct | 1,6 ct |
| Epson Workforce Pro WF-C5890DWF | 8,2 ct | 1,7 ct |
| Brother MFC-J4550DW, MFC-J4350DW | 9,3 ct | 2,5 ct |
| Epson Workforce Pro WF-4830DTWF, WF-4820DWF- und WF-3820DWF-Serie | 13,8 ct | 4,9 ct |
| HP Officejet Pro 9130e- und 9120e-Serie | 13,9 ct | 3,5 ct |
| HP Officejet Pro 8130e- und 8120e-Serie | 16,2 ct | 5,8 ct |
| © Druckerchannel | ||
Umwelteigenschaften
Laut Brother bestehen die Plastikbestandteile der neuen Modellserie aus 30 Prozent recycelten Materialien. Aufgebrauchte Tintenpatronen sind so konstruiert, dass diese durch Brother in Wales oder der Slowakei aufwändig und ambitioniert wiederbefüllt werden können. Im Vergleich mit der stofflichen Verwertung, die beispielsweise von HP intensiv durchgeführt wird, ist das ökologisch ein großer Vorteil. Zudem ist der Piezo-Druckkopf so konzipiert, dass dieser nicht gewechselt werden muss.
Bei der Produktverpackung hat Brother weitgehend auf Kunststoff verzichtet. Anstelle von Polystyrol wird geformtes Altpapier verwendet - ähnlich bei vielen Eierpappen.
Verfügbarkeit und Garantie
Die drei neuen Druckermodelle sind zum Teil bereits im Handel und sollten ab August 2026 breit im Handel erhältlich sein. Brother gewährt, wie üblich, auf alle Drucker eine Garantie von 36 Monaten ab Kauf. Dazu ist keine Registrierung direkt nach dem Kauf nötig. Im Fehlerfall kann man dies problemlos nachholen.
Offenlegung - Provisionslinks
Wir erhalten bei einer Vermittlung zum Kauf oder direkt beim Klick eine Provision vom Anbieter.
Alle Preise enthalten die derzeit gültige MwSt. und verstehen sich zzgl. Versandkosten. Der Preis sowie die Verfügbarkeit können sich mittlerweile geändert haben. Weiß hinterlegte Preise gelten für ein baugleiches Gerät. Alle Angaben ohne Gewähr.
Preise
Alle Preise sind Preisempfehlungen der Hersteller (UVP).
Kosten & Starterreichweite
In die Druckkosten kalkulieren wir anteilig verbrauchte Materialien auch nur anteilig hinein. Weiterhin berücksichtigt Druckerchannel die Starterreichweiten - diese werden vom Druckvolumen abgezogen und reduzieren somit die durchschnittlichen Seitenkosten.


















