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Ricoh ScanSnap Home: Softwareupdate für "ScanSnap Home" und Hardware-OCR beim iX2500 freigeschaltet

von Ronny Budzinske

Ricoh hat das Softwarepaket für seine "ScanSnap"-Serie aufgepeppt. Neu ist dabei auch die native Unterstützung von "Apple Silicon". Für den iX2500 geht das Update zudem auch mit einer neuen Firmware einher. Mit dieser lassen sich bei autarken SMB-Scans jetzt auch durchsuchbare PDF-Dokumente erstellen - der "iiGA"-Chip machts möglich.


Im vergangenen Sommer hat das mittlerweile zu Ricoh gehörende Unternehmen "PFU" das aktuelle Top-Modell ihrer "ScanSnap"-Serie vorgestellt: den iX2500. Als Abgrenzung zu den professionellen Geräten der Serien "fi" und "SP" bietet dieser (wie alle "ScanSnap"-Modelle) eine Komplettlösung für Privatanwender, Einzel-Unternehmer oder kleinere Firmen.

Anstatt des Zugriffs über die Standards TWAIN oder ISIS setzen die Geräte allesamt auf die eng verzahnte, äußerst umfangreiche, aber proprietäre, Software "ScanSnap Home". Die Verwendung dieser Modellreihe von Standardanwendungen ausgehend ist daher kaum oder nur sehr eingeschränkt möglich.

Der recht leistungsfähige Dokumentenscanner iX2500 bot bereits bei seiner Vorstellung jede Menge Funktionalität, die über das riesige Display gesteuert wird. Was anfänglich noch nicht implementiert war, ist jedoch der autarke Scan zu Netzwerkfreigaben. Diese Funktion sollte planmäßig ab Anfang 2026 nachgeliefert werden.

Firmwareupdate schaltet Hardware-OCR frei

Gesagt, getan - wenn auch etwas verspätet. Denn seit Anfang März 2026 steht ein Update des Softwarepakets bereit, das zeitgleich und speziell für den iX2500 eine Firmwareaktualisierung aufspielt. Die Verzögerung seitens PFU möchte Druckerchannel gerne entschuldigen - schließlich haben wir mit dieser Meldung noch später auf die Finalisierung reagiert - nostra culpa.

Nun ist es tatsächlich so, dass man über die Software auch Netzwerkprofile hinterlegen kann, an die der iX2500 auch ohne angeschalteten Computer Scans schicken kann. Der Clou ist allerdings, dass die tatsächliche Umsetzung weit über das hinausgeht, was man bislang erwartet hatte. Hierbei kommt zunächst der neu entwickelte SoC-Prozessor ins Spiel, der auf den Namen "iiGA" hört. Dieser hat den bisherigen "GI"-Chip abgelöst, der in den früheren Geräten und zuletzt auch noch im Profiscanner fi-8040 verbaut wurde.


Völlig überraschend ist, dass der neue "iiGA" nicht nur ein normaler (und sicherlich äußerst leistungsfähiger) Bildprozessor ist, der sich um eine automatische Ausrichtung und Bildverbesserung kümmert, sondern erstmals für Scanner des Herstellers genug Leistung für ein integriertes OCR besitzt.

Ohne einen Computer, die Cloud, oder eine Serveranwendung (z.B. "Paperless-ngx") als Hilfsmittel können somit auch durchsuchbare PDF-Dateien erstellt werden. Interessant ist diese Funktion in der Regel nur für den vollständigen autarken Scan, was beim iX2500 ja nun auch auf SMB-Freigaben klappt.

Weitere dieser "DirectScan"-Ziele, wie ein USB-Stick oder E-Mail-Adressen, sind speziell bei diesem Modell nicht vorgesehen.

Bislang galten (im "bezahlbaren" Bereich) Scanner und auch viele Multifunktionsdrucker von Canon als die einzigen am Markt, die das erledigen können. Mit dem iX2500 setzt sich preislich nun ein Ricoh an die Spitze. Die kommenden Geräte um den SP-2230N (30 ppm) und SP-2240N (40 ppm) können das auch - dank "iiGA".

Übrigens setzt auch das einfachere Schwestermodell iX2400 auf den neuen Chip, der diese OCR-Funktion aufgrund der fehlenden autarken Möglichkeiten jedoch nicht ausspielen kann. Beim Scannen zu einem (oder von einem) Computer dürfte eine Softwarelösung für solche OCR-Aufgaben noch immer die performantere und präzisere Methode darstellen.


"ScanSnap Home" in neuer Version

Die Einrichtung und Konfiguration der OCR-Funktion beim iX2500 findet ausschließlich über die Software statt. Einen integrierten Webserver (EWS) bietet die Modellserie nicht an. In diesem Zusammenhang ist es praktisch zu erwähnen, dass Ricoh (oder PFU) das Softwarepaket ebenfalls aufgepeppt und für weitere Systeme lauffähig gemacht hat.

Unterstützung für Apple Silicon

Neu ist seit März 2026 die native Unterstützung von Mac-Systemen, die mit den M1-, M2- oder M3-Prozessoren (auch Apple Silicon) laufen. Die ARM-basierten Chips folgen seit Ende 2020 auf die bis dahin vorherrschenden Intel-Chips. Damit einher ging ein grundlegender Wandel in der Systemarchitektur des Betriebssystems.

Auf der Download-Seite für das Softwarepaket stehen damit neben einer Variante für "herkömmliche" Windows- und MacOS-Systeme nun auch Installationsdateien für "Apple Silicon" zur Verfügung. Die Software läuft mit allen aktuellen "ScanSnap"-Dokumentenscannern. Nutzer von Snapdragon-Prozessoren (ebenfalls auf ARM basierend) unter Windows sind derzeit noch auf die brandneuen Modelle iX2400 und iX2500 beschränkt. Alle anderen Modelle der Serie sind darauf nicht lauffähig.

Download "ScanSnap Home"


Integrierte Office-Konvertierung

Neu in der aktuellen "ScanSnap"-Software selbst ist die verbesserte Handhabung bei der automatischen Speicherung von Office-Dokumenten. Die Erstellung von Word-, Excel- oder Powerpoint-Dateien ist, neben PDF-Dateien, nun essenzieller Bestandteil des Softwarepakets. Es bedarf ab sofort keiner zusätzlichen Installation.

Alle zuvor genannten Dokumenttypen werden über eine softwarebasierte OCR-Lösung durchsuchbar gemacht. Der neue "iiGA"-Chip ist dazu nicht notwendig und kommt beim Betrieb mit einem Computer nicht zum Einsatz.


Profile für langes Papier

Ebenfalls neu hinzugekommen ist die Möglichkeit, dass man Profile auch für langes Papier anlegen kann. Für die meisten A4-Dokumentenscanner gilt, dass die maximale Länge von Originalen im Mehrfachmodus die "magische Grenze" von 35,6 cm (entspricht der des Legal-Formats) nicht überschreiten darf.

Alles, was länger ist, muss in der Regel einzeln zugeführt werden. In der Praxis sind das Vorlagen wie Kassenbons oder im Einzelfall auch mal Banner.


Mit dem Softwareupdate lassen sich ab sofort (also besser gesagt nach dem Update) auch für diese einzelnen Vorlagen eigene Profile anlegen, auf die man dann per Knopfdruck zugreifen kann. Bislang war dies nur im manuellen Modus möglich.

Lang geht erst bei 50 cm los

In dem Kontext hat Ricoh beim iX2500 zudem auch den branchenweit gesetzten Wert von 35,6 cm auf üppige 50,0 cm erweitert. Alles bis zu dieser Länge kann im Standardmodus und somit auch im Stapel verarbeitet werden. Im Einzelfall kann das ein deutlicher Vorteil sein. Vermutlich gilt die Änderung auch für den, von der mechanischen Konstruktion her, baugleichen iX2400 - eine Bestätigung liegt uns aber nicht vor.

"ScanSnap Home" - Desktopanwendung
Intel / AMD
(x86 und 64 Bit)
Apple M1, M2, M3
(Apple Silicon)
ARM64
(idR. Snapdragon)
WindowsiX100, iX1300, iX1400, iX1600, iX2400, iX2500, SV600 (Dokumentenkameranur iX2400 und iX2500
macOSiX100, iX1300, iX1400, iX1600, iX2400, iX2500, SV600 (DokumentenkameraiX100, iX1300, iX1400, iX1600, iX2400, iX2500, SV600 (Dokumentenkamera
© Druckerchannel
Dieser Artikel wurde ohne generative KI erstellt.
27.06.26 06:15 (letzte Änderung)
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