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Lesertest: Canon Maxify MB5350: Druckkosten & Endauswertung (Woche 6)

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Im abschließendem der fünf Themenkomplexe interessiert uns vor allem der Gesamteindruck des Geräts und eine erste Einschätzung über die Folgekosten nach Verbrauch des ersten Satz Tintenpatronen.

Zusammenfassung & Fazit

Rund sechs Wochen haben unsere Tester den Maxify MB5350 nun in Benutzung. In diesem Zeitraum wurden mit den zehn Druckern mehr als 10.000 Seiten zu Papier gebracht.

Zwei Servicefälle

Leider haben sich in der Zeit zwei Drucker kurzzeitig vom Test verabschiedet. So hatte unser Tester Patrick Göpfert nach rund zwei Wochen einen unbehebbaren Elektronikfehler (Code 5050) und rund fünf Tage vor Abschluss der sechs Wochen gab es bei Klaus Kerres eine nicht auflösbare Meldung über einen Papierstau.

Solche Fehler sollten zwar nicht passieren, in der Praxis sieht es jedoch immer mal wieder anders aus. Wichtig im Fehlerfall ist, wie die unkompliziert die Hersteller-Garantie in Anspruch genommen werden kann. Diese beträgt beim Maxify standardmäßig 12 Monate ab Kauf und wird als Vor-Ort-Austauschservice durchgeführt. Mindestens bis Ende 2015 bietet Canon zudem eine kostenlose Erweiterung der Garantie auf 36 Monate an. Dazu muss das Gerät jedoch selbständig registriert werden. Nach wenigen Tagen (rund zwei Werktage) hatten die beiden Tester ein neues Austauschgerät geliefert bekommen.

Qualität, Tempo & Bedienung nach 6 Wochen

Neben den Folgekosten und der Gesamtbewertung haben wir abschließend nochmals die wichtigen Themen Druckqualität, das Arbeitstempo und die Bedienung zusammenfassend abgefragt.

Anzahl gedruckter Seiten

Für den großen Lesertest haben alle Tester ein Drucker mit den Standardkartuschen und einen zusätzlichen Satz XL-Tinte erhalten. Während die Patronen aus dem Lieferumfang für rund 700 Farbseiten oder 1.000 S/W-Seiten auf Normalpapier nach ISO-Messung ausreichen sollen, bieten die optionalen XL-Patronen mit gemittelt 1.500 Farbseiten oder 2.500 Seiten mit der S/W-Kartusche mehr als doppelt soviel Tinte.

Für einen kurzen Vergleich haben unsere zehn Tester die Reichweite bis zur Leerung der Standard-Patronen aus dem Lieferumfang geschätzt. Dabei unterscheiden wir grob zwischen einem klassischen Farb- und einem S/W-Dokument sowie vollflächigen Drucken in A4 oder im Postkartenformat.

Gemittelte (arithmetisch) Druckreichweite mit den Starterpatronen
Textseiten (mit Farbe)
540 Seiten
Textseiten (nur Schwarz)
340 Seiten
 
A4-Vollflächig
 
40 Seiten
Postkarten-Fotos
 
40 Seiten
© Druckerchannel (DC)

Subjektive Druckkosten

Welcher Seitenpreis hoch oder günstig ausfällt empfindet jeder anders. Wir haben uns bei der Ermittlung daher auf eine subjektive Einschätzung nach Leerdruck des Starter-Tintensets beschränkt.

Die Reichweite zusammen mit den Patronenpreisen bildet dabei die Grundlage. Ohne negative Stimmen vergeben unsere Tester hier im Schnitt ein "Gut" bis "Sehr gut".

Gegenüber dem bisher genutzten Drucker sieht es etwas differenzierter aus. Neben sieben überdurchschnittlichen Vergleichswerten empfinden die Tester die Kosten der Büro-Tintendrucker HP Officejet Pro X476dw und Epson Workforce WF-3620DWF als ähnlich. Systembedingt gibt es starke Abzüge gegenüber dem Epson Ecotank L555 - der bei schwacher Ausstattung und hohem Verkaufspreis deutlich günstiger druckt. Dennoch liegt der Mittelwert mit "Besser" im guten Bereich. Selbst der Kyocera-Farblaser kann den Canon hier nicht erreichen.

Wie bewerten Sie diesen Punkt beim Canon Maxify MB5350?
Sehr gut
4 Tester
 
Gut
6 Tester
 
Durchschnittlich
 
0 Tester
Schlecht
 
0 Tester
Sehr schlecht
 
0 Tester
© Druckerchannel (DC)
Wie schlägt sich der Canon Maxify MB5350 im Vergleich mit dem bisherigen Drucker?
Deutlich besser
4 Tester
 
Besser
3 Tester
 
Vergleichbar
2 Tester
 
Schlechter
 
0 Tester
Deutlich schlechter
1 Tester
 
© Druckerchannel (DC)

Druckqualität

Über alle sechs Wochen hinweg haben unsere zehn Leser in den verschiedensten Qualitätsstufen auf unterschiedlichen Papieren, Formaten und Dokumenttypen gedruckt. Die Qualität kann sich dabei mehr als sehen lassen und wird durchschnittlich als "Gut" bis "Sehr gut" angesehen.

Auch wenn die Konkurrenz nicht schläft kann sich der Maxify im Vergleich mehr als behaupten, was der Mittelwert von "Vergleichbar" bis "Besser" bestätigt. Lediglich der hochauflösende HP X476dw mit Zeilendruckkopf soll eine bessere Druckqualität abliefern.

Wie bewerten Sie diesen Punkt beim Canon Maxify MB5350?
Sehr gut
3 Tester
 
Gut
7 Tester
 
Durchschnittlich
 
0 Tester
Schlecht
 
0 Tester
Sehr schlecht
 
0 Tester
© Druckerchannel (DC)
Wie schlägt sich der Canon Maxify MB5350 im Vergleich mit dem bisherigen Drucker?
Deutlich besser
1 Tester
 
Besser
4 Tester
 
Vergleichbar
4 Tester
 
Schlechter
1 Tester
 
Deutlich schlechter
 
0 Tester
© Druckerchannel (DC)

Arbeitstempo

Das gleiche Bild zeigt sich beim Tempo: Dieses wird ebenfalls mit "Gut" bis "Sehr gut" bewertet. Auch hier muss sich der Maxify lediglich dem 36-ipm-Tintendrucker X476dw von HP geschlagen geben. Mit "Vergleichbar" bis "Besser" fällt jedoch der Maxify positiv auf.

Wie bewerten Sie diesen Punkt beim Canon Maxify MB5350?
Sehr gut
4 Tester
 
Gut
6 Tester
 
Durchschnittlich
 
0 Tester
Schlecht
 
0 Tester
Sehr schlecht
 
0 Tester
© Druckerchannel (DC)
Wie schlägt sich der Canon Maxify MB5350 im Vergleich mit dem bisherigen Drucker?
Deutlich besser
3 Tester
 
Besser
2 Tester
 
Vergleichbar
4 Tester
 
Schlechter
1 Tester
 
Deutlich schlechter
 
0 Tester
© Druckerchannel (DC)

Bedienung am Computer (Treiber)

Ein intuitiver und dennoch vielfältiger Drucker- und Scannertreiber ist wichtig für ein gutes Arbeiten mit dem Multifunktionsdrucker. Jeder Hersteller hat hier seine Eigenheiten, und der Umstieg ist anfangs nicht immer ganz so einfach. Anderseits haben sich auch gewisse Standards durchgesetzt, wodurch eine herstellerübergreifende Bedienung keine großen Schwierigkeiten bereitet.

Unsere Tester kamen ganz klar "Gut" mit der Canon-Lösung zurecht. Auch im direkten Vergleich sieht es ganz ordentlich aus. Ohne negative Stimmen landet die Maxify-Umsetzung auf ein "Vergleichbar" bis "Besser".

Wie bewerten Sie diesen Punkt beim Canon Maxify MB5350?
Sehr gut
1 Tester
 
Gut
7 Tester
 
Durchschnittlich
2 Tester
 
Schlecht
 
0 Tester
Sehr schlecht
 
0 Tester
© Druckerchannel (DC)
Wie schlägt sich der Canon Maxify MB5350 im Vergleich mit dem bisherigen Drucker?
Deutlich besser
 
0 Tester
Besser
4 Tester
 
Vergleichbar
6 Tester
 
Schlechter
 
0 Tester
Deutlich schlechter
 
0 Tester
© Druckerchannel (DC)

Bedienung am Gerät

Insbesondere für eine schnelle Kopie, ein Fax, Geräteeinstellungen oder auch der Scan ins Netzwerk oder in die Cloud ist ein ordentliches Bedienkonzept mit echten Tasten und einem Bildschirm hilfreich und wichtig.

Auch wenn es hier und da die Kritik gab, dass der verbaute berührungsempfindliche Bildschirm mit drei Zoll recht klein ausfällt, sieht die gemittelte Wertung durchweg "Gut" aus. Zweimal wurde sogar die Bestnote gezogen.

Auch die bisher verwendete Konkurrenz kann dies nicht besser. Mit einer gemeinschaftlichen Wertung zwischen "Vergleichbar" bis "Besser" gibt es keine Verschlechterung. Die größte Verbesserung wurde vom Canon Pixma MX850 erziehlt.

Wie bewerten Sie diesen Punkt beim Canon Maxify MB5350?
Sehr gut
2 Tester
 
Gut
8 Tester
 
Durchschnittlich
 
0 Tester
Schlecht
 
0 Tester
Sehr schlecht
 
0 Tester
© Druckerchannel (DC)
Wie schlägt sich der Canon Maxify MB5350 im Vergleich mit dem bisherigen Drucker?
Deutlich besser
1 Tester
 
Besser
5 Tester
 
Vergleichbar
4 Tester
 
Schlechter
 
0 Tester
Deutlich schlechter
 
0 Tester
© Druckerchannel (DC)

Fehleranfälligkeit/Ausfallsicherheit

Insbesondere im Büroumfeld ist ein fehlerfrei arbeitendes Gerät notwendig. Dazu gehören neben Totalausfällen auch die kleineren Tücken wie ein Papierstau, verwirrende Meldungen oder auch der Patronenwechsel.

Aufgrund der beiden beschriebenen Garantiefälle gibt es hier auch je eine durchschnittliche und auch eine schlechte Note. Auch wenn der Service schnell eingesprungen ist, hinterlässt der Ausfall für diese Tester natürlich Spuren. Unter den anderen Tester war die Mehrheit bestens zufrieden was summa summarum ein "Gut" ergibt.

Ähnliche Werte ist man auch bisher gewohnt und fällt "Vergleichbar" aus. Während der Maxify aufgrund eines Ausfalls weniger gut abschneidet, als man gewohnt war, konnte das Canon-Gerät zwei der drei HP-Tintendrucker in der Aasfallsicherheit übertreffen.

Wie bewerten Sie diesen Punkt beim Canon Maxify MB5350?
Sehr gut
5 Tester
 
Gut
3 Tester
 
Durchschnittlich
1 Tester
 
Schlecht
1 Tester
 
Sehr schlecht
 
0 Tester
© Druckerchannel (DC)
Wie schlägt sich der Canon Maxify MB5350 im Vergleich mit dem bisherigen Drucker?
Deutlich besser
 
0 Tester
Besser
2 Tester
 
Vergleichbar
7 Tester
 
Schlechter
1 Tester
 
Deutlich schlechter
 
0 Tester
© Druckerchannel (DC)

Mein Gesamteindruck

Top oder Flop? Welchen Gesamteindruck hinterlässt der MB5350 nach sechs Wochen Intensivtest? Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Trotz einiger Probleme und sogar Ausfälle sind alle Tester mit dem Gerät zufrieden, was sich mit einem klaren "Gut" widerspiegelt. Auch im Vergleich mit der Konkurrenz ist es mit dem Canon klar "Besser" gestellt. Keiner der bisher eingesetzten Vergleichsdrucker konnte sich hier merklich besser stellen.

Die abschließende Ja/Nein-Frage "Können Sie den Canon Maxify MB5350 weiterempfehlen?" haben alle Tester positiv beantwortet.

Wie bewerten Sie diesen Punkt beim Canon Maxify MB5350?
Sehr gut
2 Tester
 
Gut
8 Tester
 
Durchschnittlich
 
0 Tester
Schlecht
 
0 Tester
Sehr schlecht
 
0 Tester
© Druckerchannel (DC)
Wie schlägt sich der Canon Maxify MB5350 im Vergleich mit dem bisherigen Drucker?
Deutlich besser
2 Tester
 
Besser
6 Tester
 
Vergleichbar
2 Tester
 
Schlechter
 
0 Tester
Deutlich schlechter
 
0 Tester
© Druckerchannel (DC)
Können Sie den Canon Maxify MB5350 weiterempfehlen?
Ja
10 Tester
Nein
 
0 Tester
© Druckerchannel (DC)

Das ist positiv aufgefallen

  • Reichweitenangaben des Herstellers nachvollziehbar
  • einfacher Patronenwechsel
  • großvolumige Patronen
  • solides Gerät
  • guter Kompromiss aus Druckqualität und -tempo

Das ist negativ aufgefallen

  • Nicht-leere Patronen können nicht getauscht werden
  • größere Farbkartuschen wären wünschenswert


Waldemar Bartsch: Meine Meinung

Druckkosten: Die Testanforderung war, so lange zu drucken, bis mind. 1 noch besser alle Tintenpatronen ausgetauscht werden müssten. Ich habe den Drucker die Hälfte der Zeit in der Firma genutzt und das nicht allein, sondern mit den Kollegen zusammen und konnte es nicht abwarten, bis eine Patrone endlich leer geht. Das Druckvolumen musste künstlich gesteigert werden, um dies zu erreichen. Meine Kollegen wurden eingeladen ihre Urlaubsbilder zu drucken. Am letzten Tag des Tests ist es uns gelungen und die schwarze Patrone war leer. Die Farbpatronen standen zu diesen Zeitpunkt zwischen 8% und 19%.

Im Wesentlich wurde mit dem Drucker überwiegend Geschäftsdokumente gedruckt - Aufträge, Lieferscheine, Rechnungen. Es waren zu etwa 60% schwarzweiß Dokumente die in etwa 5% Deckung entsprachen. Etwa 45% waren Farb-Mischdokumente – Grafiken, Bilder, Dokumentationen und Anleitungen und zu etwa 5% waren es Vollfarbdrucke wie Fotos oder Präsentationen.

Die im Lieferumfang befindlichen Patronen sollen nach Angaben etwa 1.000 Seiten halten. Daher bin ich mit meinen knapp 920 gedruckten Seiten mehr als zufrieden. Die Nachkaufpatronen werden mit 2.500 Seiten angegeben. Das bedeutet für mich sorgenfreies Drucken über mehrere Jahre, den der Drucker geht wieder im mein Homeoffice, wo nicht so viel gedruckt wird.

Patronentausch: Der Patronentausch war kinderleicht durchzuführen. Nach Öffnen der vorderen Klappe fährt der Patronenwagen in die Austauschposition, blauen Hebel ziehen, Patrone raus, Patrone rein, Klappe zu – fertig! Eine kleine Sorge habe ich dennoch. Es soll wohl nicht möglich sein eine Patrone zu tauschen eher sie nicht leer ist. Hier stellt sich die Frage, was tun, wenn mal eine Patronen defekt ist? Na ja, irgendwie bekomme ich den Service Mode von Canon noch raus.

vollständiges Testprotokoll



Olaf Engelke : Meine Meinung

Verbrauchskosten: Die Verwendung eines Multifunktionsgerätes während eines Tests ist zweifelsohne eine andere als im realen Einsatz, zumal dann, wenn man genötigt wird, "bis zur letzten Patrone" zu drucken (naja, zumindest bis zum letzten Tropfen einer Patrone). Daher sind die Verbrauchskosten relativ zu betrachten. Am Ende des Mach-die-Tinte-alle-Tests war zuerst die rote Tinte aufgebraucht. Interessanterweise konnten auch danach noch einige Fotos ausgedruckt werden, bevor - passenderweise bei nächtlichen Aufnahmen - ein grünlicher Ton dominierte. Das bedeutet, dass eine leere farbige Patrone den Drucker nicht gleich zur Nutzlosigkeit verdammt, wenn dringend ein paar Texte zu Papier gebracht werden müssen (man sollte in dieser Phase aber nicht ohne verfügbaren Ersatz den leren Tintentank rausnehmen und denselben wieder einsetzen). Durch Öffnen der Frontabdeckung des Druckers wurde der Tintentank in Position zum Wechseln gebracht - was nur passiert, wenn der Drucker eine Patrone als leer erkannt hat. Durch spontanes Draufdrücken, wie von Canon gewohnt, ließ er sich aber nicht zum friedlichen Verlassen des Gerätes bewegen. Der blaue Entriegelungshebel oberhalb der Zuführung musste betätigt werden - und prompt sprang der Tintentank seiner Entnahme freudig entgegen. Eine Reinigung des Druckkopfes erfolgte nach dem Austausch - und schon wurde die blaue Patrone als leer angezeigt. Was soll ich sagen - nach deren Ersatz und anschließender Reinigung wollte auch die gelbe nicht mehr weiterleben. Seither fehlen der roten XL-Patrone in der angezeigten Schätzung des Tintenstandes bereits wieder ca. 10%, was ich nicht so recht glauben mag. Lediglich die schwarze Patrone der ersten Generation hält noch die Stellung mit etwa 2/5 verbliebener Füllung.

Das gedruckte Volumen entspricht nicht ganz den durch die technischen Daten geweckten Erwartungen, allerdings gehören Fotodruck und ganzseitige Google-Maps-Auszüge nicht unbedingt zum Standardsortiment eines vorzugsweise im Büro genutzten Druckers.

Ein Satz XL-Patronen mit erhöhter Reichweite kostet bei Amazon zum Zeitpunkt des Tests knappe 70 Euro. Das dürfte deutlich preiswerter als die vergleichbare Nachfüllung eines Farblaserdruckers sein. Nimmt man das Vergleichsgerät gar als Referenz, ist bei jenem die angegebene Reichweite einer XL-Füllung zwar noch einmal deutlich höher, aber man ist mit schlappen 400 Euro für das komplette Set dabei. Eventuelle Angebote von Drittanbietern kamen in beiden Fällen nicht in die Wertung.

Der Papierverbrauch könnte dahingehend optimiert werden, dass Faxe oder über das Menü des Gerätes direkt zu druckende Auswertungen und Informationen Gebrauch von der Duplexfähigkeit machen.

Druckqualität: Diese hat zumindest im Standardmodus noch Verbesserungspotential, insbesondere auf Normalpapier. Bei Farbdruck von Fotos auf Normalpapier wirken größere farbige Flächen recht flau, zudem tauchte vereinzelt ein in der Quelle nicht vorhandenes "Bildrauschen" auf. Auf Fotopapier war die Qualität der Bilder gut, allerdings nicht mit dedizierten Fotodruckern oder einem Laborabzug zu vergleichen. Zwei sehr dünn punktierte Streifen zeigten, wo die Transporträder zugefasst hatten. Die Bilder sind nicht randlos zu drucken und bei der ersten Fototestserie gab es gehäuft Staus (teilweise nach jedem erfolgreich gedruckten Bild), zu dessen Beseitigung das Gerät immer auf der je nach Aufstellort schwer zugänglichen Rückseite zu öffnen war. Manchmal wurden auch zwei Fotopapiere gemeinsam eingezogen und je bis zur Hälfte bedruckt. Mit einem neuen Stapel Fotopapier ließ sich dieses Phänomen bislang nicht nachvollziehen.

Arbeitsgeschwindigkeit: Bei hoher Druckqualität muss man einige Kompromisse eingehen, was die Geschwindigkeit angeht, da geht der Maxify doch recht gemütlich zu Werke. Im Standardmodus durchweg gute bis sehr gute Geschwindigkeit. Herausragend schnell ist er beim doppelseitigen Scannen und Kopieren mittels ADF.

Bedienbarkeit: Sowohl per Treiber als auch im Gerät lassen sich die wichtigen Funktionen recht einfach finden. Allerdings werden im Gerät Abkürzungen in einer überzogenen Art und Weise verwendet, hier täte Canon besser daran, statt wortwörtlich eher dem Sinn nach zu übersetzen und mit weniger, dafür aber klar verständlichen Worten zu arbeiten. Das Touchdisplay ließ sich vom Tester ungeachtet nicht gerade zierlicher Finger gut bedienen und war weitgehend logisch aufgebaut. Lediglich benutzerdefinierte Profile sollten meiner Ansicht nach den konkreten Aufgabenfeldern zugeordnet werden, statt in einer eigenen Gruppe auf Seite 2 des Hauptmenüs versteckt zu werden. Die Remotewebsite übernimmt den Abkürzungswahn und bietet weniger aktive Funktionalität, als man als von HP verwöhnter Anwender erwartet. Auch hier wäre es wünschenswert, dass Canon noch etwas nacharbeitet.

Fehleranfälligkeit/Ausfallsicherheit:

Bis auf massivere Staus beim Fotodruck und einer Warteschleife für das Justieren des Scanners nach einer beträchtlichen Anzahl bereits hintereinander eingescannter Seiten gab es hier nichts auszusetzen. Standardmäßig kommen der Maxify wie auch der HP Officejet x476dw mit einer Herstellergarantie von einem Jahr daher, was sowohl Kunden als auch Händler in eine unangenehme Position bringt, wenn danach innerhalb der gesetzlichen Gewährleistung ein Fehler auftritt. Bei HP kann man für diesen Fall recht teure Carepacks kaufen, beim Maxify gibt es im Rahmen einer derzeit leider zeitlich befristeten Aktion eine Verlängerung auf drei Jahre ohne Aufpreis gegen Vorlage des Kaufbelegs. Da diese Aktion zum Zeitpunkt des Tests noch läuft, schlägt sich das in der Bewertung im Vergleich mit dem HP Officejet natürlich positiv nieder. Zur Langzeitbeständigkeit, in jüngerer Zeit vom Hörensagen her scheinbar des Öfteren ein Problem bei Canon-Druckern, kann noch keine Aussage getroffen werden. Der HP hatte kurz nach Ablauf der einjährigen Garantie einen Totalausfall zu verbuchen und wurde auf Kulanz ausgetauscht.

vollständiges Testprotokoll



Patrick Göpfert: Meine Meinung

Patronen und Druckkosten: Die Patronen sind nicht so unglaublich groß, wie Canon dies gerne darstellt. Die Patronen fassen zwar etwas mehr Volumen als die Privatkundengeräte, jedoch verschafft der rundumlaufende 1cm dicke "Abstandshalter" das Gefühl, die Patronen wären gleich doppelt so groß. Schade, dass Canon das nötig hat. Jedoch ist positiv hervorzuheben, dass der Wechsel durch die Frontklappe sehr schnell und bequem funktioniert. Hier spürt man die Business-Orientierung.

Reinigungs-Zyklen: Leider braucht der Drucker teilweise nach dem Einschalten sehr lange (mehrere Minuten), bis er mit seinen Reinigungs-Durchläufen fertig ist. Interessanterweise braucht er diese scheinbar nicht, wenn der Drucker einfach eingeschaltet bleibt - was ich in meinem Fall dann lieber gemacht habe, als die Tinte durch die Reinigungsvorgänge zu verschwenden. Richtig schön ist diese Lösung aber auch nicht.

Ingesamt: Der Maxify ist ein zuverlässiges Gerät, was den Druck angeht. Ausdrucke werden absolut akkurat und scharf ausgegeben. Die beiden Papierfächer erweisen sich hierbei als professionelles Werkzeug.

Mein Testgerät hat leider während der Testphase nach einer geringen Laufleistung mit einem nicht behebbaren Fehlercode stehengeblieben und musste ausgetauscht werden. Das darf in meinen Augen in der Business-Klasse nicht passieren.

vollständiges Testprotokoll



Christian Haidn: Meine Meinung

Reichweite der Patronen und Druckkosten:

Ich konnte 830 Seiten drucken, bevor als erstes die Schwarzpatrone leer war. Die Reichweite der Startpatronen war mit 1000 Seiten angegeben. Ich kam also in etwa in den angegebenen Bereich. Die Abweichung nach unten erkläre ich mir damit, dass viele meiner Dokumente Textstellen enthalten, die grau hinterlegt sind. Dadurch wird der Tintenverbrauch natürlich gesteigert. Bei normaler Deckung sehe ich die von Canon angegebenen Werte für die Patronenreichweite als durchaus realistisch an. Die Druckkosten finde ich in Ordnung: Eine Schwarzpatrone mit etwa 2500 Seitenreichweite kostet bei Amazon zur Zeit knapp 24 €. Das sind also in etwa zwei Cent pro Seite bei reinem Schwarzdruck.

Austausch der Patronen: Gewöhnungsbedürftig finde ich allerdings den Austausch der Tintenpatronen. Man kann immer nur die Patrone auswechseln, die vom Drucker als leer erkannt wurde. Hat man Pech und eine defekte Patrone erwischt (was mir auch schon bei Originalpatronen passiert ist), lässt sie sich nicht einfach austauschen, sondern man muss erst so viele Druckkopfreinigungen durchlaufen, bis die Patrone als leer angezeigt wird.

vollständiges Testprotokoll



Klaus Kerres: Meine Meinung

Im Laufe des Julis konnte ich den Canon Maxify MB5350 nun ausgiebig testen. In dieser Zeit habe ich den Drucker so sehr schätzen gelernt, dass ich ihn nun nicht mehr missen will. Dann kurz vor Abgabetermin dieser Endauswertung der Schreck: Ein lautes Rattern und der Drucker bricht seine Aufgabe mit einem Hinweis auf den Canon Service ab.

Garantiefall

Nur gut, dass Canon von dem Drucker so überzeugt ist, dass der Hersteller momentan für das Gerät eine 3-Jahres-Garantie-Aktion anbietet. Auf der Garantiekarte findet sich eine Service-Telefonnummer ins deutsche Festnetz, wo ich schnell mit einem Techniker verbunden wurde. Nach Klärung der Problematik stellte sich heraus, dass das Problem nicht telefonisch bereinigt werden konnte und so bot mir der Canon-Mitarbeiter im Rahmen des in diesem Fall greifenden Vor-Ort-Service den Austausch des Gerätes an. Bereits am nächsten Tag befand sich der neue Drucker auf dem Weg zu mir, so dass es unterm Strich nur zu einer minimale Ausfallzeit kam.

Das hat so gut funktioniert, dass das gute Gefühl durch den funktionierenden Service, der hinter dem Gerät steht, am Ende überwiegt. Trotzdem habe ich beim Punkt “Fehleranfälligkeit/Ausfallsicherheit“ ein durchschnittlich angegeben, da ich davon ausgehe, dass es sich bei mir um eine Ausnahme gehandelt hat und ich neutral antworten wollte.

Druckkosten

Da bei dem Austausch des Drucker die alten Patronen zum Schutz des Druckkopfes für den Transport im Drucker verbleiben mussten, bekam ich für den neuen Drucker einen neuen Satz Patronen. Wegen der hohen Kapazität und den wenigen Stunden bis zum Abgabetermin für den Testbericht, habe ich es nicht annähernd geschafft, die neuen Patronen aufzubrauchen. Schade, denn auf das Ergebnis war ich besonders gespannt, da gerade die geringe Füllmenge für mich ein negativer Punkt bei vielen Tintenstrahldruckern ist. Aus dem Grund bin ich besonders darauf gespannt, zu welchen Ergebnissen meine Mittester bei diesem Punkt kommen. Letztenendes wurde bei meinen Tests dennoch bereits deutlich, dass die Reichweite und auch die Druckkosten gegenüber meinem Vergleichgerät deutlich niedriger liegen.

Gesamteindruck

Mit dem Canon Maxify MB5350 erwirbt man ein flottes Bürogerät zum Scannen, Kopieren, Faxen und Drucken, das mit zwei Papierkassetten, einer Duplexeinheit, einem doppelseitigem Scaneinzug und zusätzlicher flacher Auflagefläche zum Scannen und Kopieren viel Komfort bietet. Die niedrigen Verbrauchskosten und die hohe Druckgeschwindigkeit bei sehr guter Qualität (besonders bei doppelseitigen Dokumenten) machen den Tintenstrahldrucker zu einem vollwertigen Bürodrucker. Insgesamt konnte mich die Übersetzung der Menüführung in die deutsche Sprache nicht überzeugen und auch der Treiber für das Faxen vom PC aus könnte ausgereifter sein. Dennoch überwiegen die positiven Aspekte des Canon Maxify MB5350 deutlich und ich möchte ihn im Alltag nicht mehr missen.

vollständiges Testprotokoll



Andreas Koll: Meine Meinung

Anzahl gedruckter Seiten

Am Ende einer Testreihe ist es stets spannend zu sehen, wie weit die Starter-Patronen reichen. Besonders im unteren Preissegment steht der erste Tinten- oder Tonertausch sehr früh an, damit der Drucker-Neukauf nicht günstiger als die Verbrauchsmaterialien ist. Anders der Canon Maxify! Er zeigt sich sparsam und ausdauernd. Die Erstbefüllung hält recht lange durch. Dies ist auch deshalb lobenswert, da im Rahmen meines Tests auch flächige DIN-A4-Ausdrucker erstellt wurden und die Schriftstücke im Realeinsatz wohl selten nur über die 5%-Farb-Deckung der Testläufe bei den Herstellern verfügten.

Etwas seltsam mutet der Austausch der Farbpatronen an: diese können nur einzeln ersetzt werden, wenn der Drucker dazu auffordert, er zeigt dann einen Hinweis im Display an und fährt die entsprechende Patrone in die Wechselstellung. An die anderen Patronen kommt man nicht heran. Dies sehe ich nicht als Nachteil, da teilbefüllte Patronen im Alltag nicht gewechselt werden müssen. Interessant ist allerdings die Frage, ob eine defekte Patrone vom Drucker erkannt wird und der Tausch dann angeboten wird. Nach dem Patronentausch wird der Füllstand korrekt angezeigt und offenbar auch an die verwendeten XL-Patronen angepasst.

Druckqualität und Arbeitstempo

Die Druckqualität blieb vom ersten bis zum letzten Tag des Tests gleich gut, auch die Zahl der Reinigungsdurchläufe hat sich nicht merklich erhöht. Bei größeren Druckvolumen zeigt sich die Qualität des ersten Blattes identisch mit der des letzten, das Tempo des Ausdrucks verändert sich ebenfalls nicht. Insbesondere beim Druck in der Standardqualität ist das Arbeitstempo beeindruckend.

Bedienung am Computer

Die mitgelieferte Software ist umfangreich und insgesamt von guter Qualität, die kleinen Tools und umfangreicheren Programme arbeiten problemlos mit dem Drucker und dem PC zusammen. Nach ausführlicher Arbeit mit der Scan-Gear-Software stellte sich – anders als in einem der vorigen Berichte von mir ausgeführt – heraus, dass es problemlos möglich ist, mehrere gleichzeitig auf die Glasplatte gelegte Bilder einzeln in Dateien zu scannen.

Einzig die OCR-Funktion ist etwas eingeschränkt, da sie nur Text-Dateien ohne Formatierungen erzeugen kann. Dies kann aber durch das Einbinden eines externen OCR-Programms gelöst werden.

Bedienung am Gerät

Der Touchscreen sorgt für ein aufgeräumtes Bedienfeld mit wenigen Tasten. Die Auflösung und Darstellung ist gut, allerdings fällt die Bedienung nicht immer leicht, da besonders das vertikale Scrollen fummelig sein kann. Außerdem sind einzelne Übersetzungen unglücklich gelöst, so dass die Bedeutung erraten werden muss. Insgesamt führt die Arbeit aber stets schnell zum Ziel.

Die Papierfächer wirken auf den ersten Blick für ein Bürogerät etwas wackelig, haben sich aber im täglichen Einsatz bewährt. Einzig der fehlende hintere Anschlag stört beim Einlegen von einzelnen Blättern, da die Schublade komplett entfernt werden muss.

Fehleranfälligkeit und Ausfallsicherheit

In der gesamten Testzeit gab es keine Ausfälle. Das Papier wurde aus den Papierschubladen stets korrekt eingezogen, auch der ADF verarbeitete die Blätter ohne Probleme. Die WLAN-Verbindung wurde vom Drucker zuverlässig gehalten, eingehende Faxe zuverlässig bearbeitet und zugestellt.

Mein Gesamteindruck

Insgesamt hat mich der Canon Maxify MB 5350 voll überzeugt. Abgesehen von den technisch bedingten Nachteilen des Tintendrucks (gewelltes Normal-Papier bei großen Farbflächen), konnte ich fast in allen Testphasen Vorteile gegenüber dem Vergleichsgerät feststellen. Ob es sich um die sehr gute doppelseitige Scan-Einheit, oder die Druckergebnisse handelt: stets konnte der Canon überzeugen. Die Möglichkeit, auf einen USB-Stick oder ins Netzwerk (in meinem Fall auf ein NAS) zu scannen – gerne auch mal 50 doppelseitige Blätter – hat mich, wie auch der schnelle Farbdruck zwischendurch und die Einbindung von Android-Apps beeindruckt. Kleine Beeinträchtigungen, wie der Versatz im Duplexdruck oder der fummelige Touchscreen können da leicht verschmerzt werden. Von mir erhält der Drucker eine klare Empfehlung!

vollständiges Testprotokoll



Klaus Kowarik: Meine Meinung

Druckkosten

Bei ISO-Vergleichsmessungen (Druckkosten.de) werden diesem Drucker die Kosten von 5-6 ct pro farbiger Dokumentseite auf Normalpapier attestiert. Das halte ich für niedrig.

Das PGI-2500XL Multipack kostet Stand Juli 2015 ca. 70 €.

Tintenpatronen

Die XL Schwarzpatrone hat eine Füllmenge von 70 ml, die drei XL-Farbpatronen sind mit ca 20 ml befüllt.

Bei dem mitgelieferten Starterset dürfte rund die Hälfte der Tinte vorhanden sein.

Ich habe mit dem Starterset in der Testphase relativ viele vollflächige Ausdrucke auf Fotopapier in der höchsten Auflösung gemacht. Dies hat dazu geführt, dass bei mir die Farbpatronen weitaus schneller zur Neige gingen als die Schwarzpatrone, welche auch rund die dreifachen Füllung einer Farbpatrone aufweist. Es musste zuerst die Rot-Patrone, kurz darauf gefolgt von der Gelb gewechselt werden, die Schwarzpatrone hatte zu diesem Zeitpunkt noch eine Reichweite von ca. 30 %. Bis dahin hatte ich ca. 200 schwarze A4-Textseiten, 350 farbige A4-Dokumente, 30 A4-Fotos und 50 Fotos im Postkartenformat ausgedruckt.

Ich gehe von ca. 800-1000 A4-Seiten aus, die gedruckt werden können, bis die Patronen des Starter-Pakets gewechselt werden müssen, wenn man sich auf Bürodokumente mit viel schwarzem Text und gelegentlicher Farbgrafik beschränkt und nicht so viele farbige Fotos wie ich ausdruckt. Das ist schon eine ganze Menge, bei den XXL-Patronen mit der doppelten Reichweite wären das dann hochgerechnet bis zu 2000 A4-Seiten mit einem Patronensatz.

Gesamteindruck

Ich benutzte den Drucker in meinem Arbeitszimmer zuhause. Täglich druckte ich zwischen 5 und 20 Seiten kleinen Er druckt und druckt und druckt.

vollständiges Testprotokoll



Andreas Peuser: Meine Meinung

Tintenpatronen

Das Handling der Patronen war problemlos. Klappe auf, der Patronenschlitten fährt automatisch auf die richtige Position zum Einsetzen, bzw. Auswechseln der Patrone, alte Patrone raus, neue Patrone rein, Klappe zu, im Touch-Display auf Fertig drücken. Das war’s.

Verkanten und schief einsetzen wird durch eine fest eingebaute Führungsschiene im Drucker verhindert. Durch leichten Druck auf einen Hebel am oberen Deckel springt die aktuell genutzte Patrone per Federmechanismus aus dem Schlitten, die neue Patrone kann eingesetzt werden und rastet nach leichtem Druck wieder im Schlitten ein.

Die Tintenpatronen sind offenbar passiv, das soll heißen, sie enthalten keinen Druckkopf, wie z.B. bei vielen HP-Patronen üblich. Eventuell interessant für Refiller: Ein manueller Refill ist von Canon wohl grundsätzlich ausgeschlossen, solange nicht gleichzeitig der Chip mit ausgetauscht werden kann. Im Handbuch steht dazu: „… Sobald Sie einen Tintenbehälter entfernt haben, funktioniert das Gerät nicht, auch wenn der entfernte Tintenbehälter so, wie er war, einfach erneut installiert wird …“

Druckkosten

Der Drucker wurde den Testern von Druckerchannel zusammen mit einem Packen Originalpapier von Canon und einem Original XL-Patronensatz angeliefert. Das Papier war ein gestrichenes, glattes Papier, das wohl für den Drucker besonders geeignet sein sollte. Im Lieferumfang des Druckers selber war, wie allgemein üblich, lediglich ein „Anfangspatronensatz“ enthalten, der eine Reichweite von ca. 1000 Seiten haben sollte, wohingegen der zusätzlich mitgelieferte XL-Patronensatz eine Reichweite von ca. 2500 Seiten erreichen soll.

Der Drucker ist bei mir fast täglich im Einsatz. Je nach anfallender Arbeit werden entweder größere Dokumente oder vereinzelte Schreiben und Briefe gedruckt. Der überwiegende Teil meiner Ausdrucke bestand aus normalen Geschäftsbriefen, doppelseitig bedruckten Angeboten, Konzeptpapieren und Handbüchern in Farbe. Ein geringer Anteil waren dagegen reine Grafik- und Fotoausdrucke. Das gleiche galt für das Kopieren. Soweit ich das kenne also eigentlich ein typisches Einsatzspektrum aus dem Büroalltag.

Während meiner Tests habe ich in ca. vier Wochen die Anfangspatronen Schwarz und Magenta vollständig aufbrauchen können. Cyan und Gelb sind laut Füllstandsanzeige des Druckertreibers bis heute immer noch zu ca. 20% gefüllt, wobei die Anzeige von „ca. 20%“ auf „Leer“ sehr plötzlich erfolgte. Vermutlich werden die beiden verbliebenen Anfangspatronen in den nächsten Tagen auch getauscht werden müssen. Also eigentlich ein recht homogener Verbrauch der Farben.

Insgesamt habe ich mit den Anfangstintenpatronen gedruckt:

- ca. 100 Seiten in Schwarz/Weiß mit Text und Grafik

- ca. 600 Seiten in Farbe mit Text und Grafik

- ca. 100 Seiten vollflächige Grafiken und Fotos

- ca. 20 Fotos in Postkartengröße auf Spezialpapier

Energiekosten

Zu Beginn der Tests habe ich den Drucker an ein Energiemessgerät (FRITZ!DECT 200) angeschlossen und die Energiekosten für etwa vier Wochen mitgemessen. Im Ruhezustand (aktiv als Fax-Empfangsgerät) betrug die aufgenommene Leistung ca. 1 Watt, im Druckbetrieb durchschnittlich ca. 15 W, kurzzeitig bis maximal ca. 30 Watt. Die geschätzten Energiekosten für den Monat betrugen ca. 0,30 € pro Monat bei ca. 700 Seiten Druckkapazität)

Gesamteindruck

Unter Windows 8 ließ sich der Drucker kinderleicht einrichten. Das mitgelieferte Software-Paket verursachte anfangs zwar etwas Probleme, lief dann aber auch anstandslos. Bevorzugt habe ich allerdings die Integration der Scanner-Dienste in andere Anwendungen wie z.B. Word, PDF oder diverse Grafikprogramme. Diese war nach der korrekten Einrichtung der Treiber stets problemlos.

An der Druckqualität gab es bei meinem Gerät nichts zu bemängeln. Die feine Auflösung des Druckkopfes löste selbst feinste Strukturen auf. Großflächige Drucke wurden ohne Streifen durch Auslassungen oder Überlappungen gedruckt.

Die Geschwindigkeit der Ausdrucke im Standarddruck hat mich positiv überrascht. Ein 50-seitiges Dokument mit Text und Grafiken wurde im Duplexdruck in Standardqualität in weniger als 5 Minuten regelrecht „durchgejagt“. In hoher Druckqualität wird der Durchsatz allerdings erheblich gebremst. Das gleiche Dokument dauerte hier fast 20 Minuten.

Zu Beginn war ich etwas enttäuscht von den oft verschmierten Seiten beim Drucken in Standardqualität. Größere Farbflächen hinterließen auf den Ausdrucken oft Schlieren von den nachfolgenden Seiten. Ursache war wohl die recht hohe Druckgeschwindigkeit beim Drucken in Standardqualität. Die Tinte hatte einfach nicht genügend Zeit zu trocknen, bevor sich das nächste Blatt in der Papierausgabe darüber schob. Mit der Zeit konnte ich feststellen, dass ein anderes etwas saugfähigeres Papier dafür sorgte, dass diese Probleme nicht mehr auftraten. Dokumente in hoher Qualität sorgten außerdem für einen langsameren Druck, der ebenfalls half die Schlieren zu vermeiden. Hier hilft vermutlich nur Ausprobieren, welches Papier am besten mit der eingesetzten Tinte harmoniert.

Im Scanner-, Kopier- und Faxbetrieb ist der Canon Maxify MB5350 zuhause. Hier merkt man die Erfahrung, die Canon im Foto und Scanner-Bereich hat. Die Scan-Einheit arbeitete tadellos und lieferte Druckergebnisse die bezüglich Farbtreue und Detailgenauigkeit sehr nahe an den Originalen lagen. Begeistert hat mich auch der automatische Duplex-Dokumenteneinzug, der eingelegte Dokumente beidseitig einzieht und tadellos scannt oder kopiert. Andere Drucker oder Scanner haben da bei mir in der Vergangenheit öfter mal gestreikt und den Einzug verweigert oder schief eingezogen. Anders der Canon. Der arbeitete einwandfrei und hat bei mir nicht einmal den Einzug verweigert. Selbst absichtlich schief eingelegte Dokumente wurden eingezogen und gescannt.

vollständiges Testprotokoll



Stefan Reutter: Meine Meinung

Zu den Druckkosten: Da steht am Anfang ein Überschlag mit den vom Hersteller angegebenen Reichweiten.

HP - 1 Doppelpack schwarz (2x XL schwarz, zusammen 1600 Seiten)+ 1x Doppelpack Farbe (2x XL Farbe, zus. ca. 1100 Seiten), Kosten: typisch z.b. 120 €

Canon - 1 Satz XL-Patronen, (XL schwarz f. 2500 Seiten, 3x XL gelb, magenta, cyan ) Kosten: typisch z.b. 70 Euro

Man sieht schon an den Zahlen, daß der Canon hier wesentlich günstiger ist. Wenn man die maximale angegebene Anzahl Seiten für den kompletten Patronensatz (Schwarz + Farbe) annimmt, bedeutet das beim HP Druckkosten von ca. 7,5 Cent/Seite, beim Canon nur 2,8 Cent/Seite.

Dabei gehe ich von einem gemischten Druckaufkommen aus, das die Patronen so auslastet, dass sie etwa gleichzeitig leer werden. In der Praxis wird man das vielleicht annähernd erreichen können, je nachdem wie die tatsächliche Verteilung auf Schwarz- und Farbseiten, Fotodrucke usw aussieht. Für unsere Anwendung kommt es in etwa hin, wobei wir tendenziell mehr schwarze als farbige Tinte verbrauchen.

Pluspunkt für den Canon gegenüber dem doch in die Tage gekommenen HP - er hat für jede Grundfarbe eine eigene Patrone, der HP hat noch eine gemeinsame für alle 3 Farben.

Laut den Herstellerangaben hätte der Canon also nur gut ein Drittel der Druckkosten des HPs zu verbuchen.

Für den Starterpatronensatz, der jetzt im Test leergedruckt wurde, haben wir die Info, daß er für 1000 Seiten Schwarz + 700 Seiten Farbe nach Iso Messung reichen sollte.

Die Schwarze Patrone ist bereits leergedruckt und ausgetauscht, die farbigen Patronen sind noch ca. 15 % voll.

Die Reichweite damit war ca. 330 Seiten nur schwarz + knapp 1000 Seiten Dokumente (hauptsächlich schwarz) mit Farbgrafiken, sowie ca. 10 vollflächige Foto-Ausdrucke + ca. 20 vollflächige 10x15 Foto-Ausdrucke. Die Angaben von Canon scheinen also so in etwa zu passen.

Zu den Tintenpatronen an sich gibt es nicht viel zu sagen:

Fehler beim Auswechseln können eigentlich nicht passieren, Canon hat das hardware- und anleitungstechnisch sehr gut gelöst. Interessant war für mich die Frage, ob der Hersteller ein Recycling-Programm anbietet. Von HP kannte ich das bereits, man kann kostenlose Rückversandumschläge bestellen.

Canon bietet ebenfalls so ein Programm an, die Umschläge sind bestellt, mal sehen, wann sie ankommen.

Fehleranfälligkeit: hier gibt es nichts auszusetzen. Der Canon hat alle Tests ohne Papierstaus oder andere Fehler durchlaufen.

Was den Gesamteindruck angeht, möchte ich hier nochmals die bereits notierten Stichpunkte anführen:

Positiv: - Der MB5350 ist allgemein für den Büro-Betrieb wesentlich besser geeignet (weil schneller) als unser HP

- in den gängigen Büro-Disziplinen legt der Canon ein sehr gutes Tempo vor

- die Druckqualität ist dabei vergleichbar bis besser wie die des HP Officejet

- DADF - doppelseitige Scans in einem Durchgang bringen enormen Geschwindigkeitsvorteil beim Scannen + Kopieren

- umfangreiche + übersichtlich gegliederte Treibersoftware

- aktuelle Hardware + Software (schnelle Reaktionen, Cloudfunktionen usw.)

- akzeptable Druck- und Scanqualität bei schnellem Tempo

- z.b. Druck von PDF > 100 Seiten mit Grafiken in Duplex mit ca. 7 Seiten / Minute

- Faxfunktionen ok

- optisch imposante / stabile / funktionelle Erscheinung (kubisch praktisch gut)

Negativ: - reines Office-Gerät - Fotodruck ist zwar grade noch ok, hier ist aber der HP Officejet 7210 besser

- kein Randlos-Druck / Foto-Ausdrucke wirken gräulich im Vergleich zum HP Officet (Standardeinstellungen)

- Cloud-funktionen könnten besser in die Webserver-Oberfläche integriert sein (nicht mal Kopieren z.b. der Drucker-Emailadresse möglich), hier wirkt die Software unfertig

- sehr kleiner Touchscreen, von der Funktion her aber ok

- von Email-Drucken Service ist von der Idee her super, praktisch hakelt es aber noch. Emails von einzelnen Teilnehmern wurden zwar bestätigt, aber nicht ausgedruckt.

- Druckqualität im normalen (schnellen) Modus getrübt durch leichten horizontalen Versatz, das ist gut zu erkennen beim Druck von vertikalen Linien, aber bei normalem Textdruck kaum sichtbar und für Alltagsdokumente akzeptabel

vollständiges Testprotokoll



Wolfgang Scheid: Meine Meinung

nach 1450 gedruckten Seiten ging die Schwarze Patrone zu ende ist ein sehr guter wert da kann mein Epson nicht vergleichen, da die Patronen viel Größer sind. Die kleine Schwarze Patrone kostet im Durchschnitt 20,00 € da komme ich auf einen Wert von 0,137 Cent ohne Papier.

Über die Druckqualität gibts nicht auszusetzen sattes Schwarz kommt besser als mein Epson.

Mischdokument bestand aus kleine Grafiken, Text und Linien, Druckqualität und Tempo entspricht meinen Vorstellungen. Die kleine Farbpatronen kosten im Durchschnitt 12,00 € da komme ich auf einen Wert von 0,288 Cent ohne Papier.

Vollflächendruck, habe je 25 Seiten Cyan, Magenta und Gelb gedruckt, bis der Treiber eine neue Gelbe Patrone

wollte. Hier kann ich sagen, Die Druckkosten halten sich ganz passabel, Jetzt habe ich komplett den 2. Satz eingesetzt und im Treiber 20 % Minus eingestellt, mal Schauen ob sich noch mehr sparen lässt.

Ich werde auf jeden fall bei der Originaltinte bleiben,

Fotos im Postkartenformat Photopapier habe ich 100 expl. gedruckt mit 2 cm Rand im Treiber -20% Deckung.

Bedienung am Gerät hatte ich schon beschrieben kann nur nochmal wiederholen, ist nichts auszusetzen ich komme sehr gut zurecht.

Der Treiber am PC ist gewöhnungsbedürftig, unter Apple wiederum besser, ist aber Geschmacksache und wie man es Gewöhnt ist.

Fehleranfälligkeiten konnte ich jetzt keine feststellen, es sei aber erwähnt das viele Reinigungszyklen macht dadurch verbraucht das Gerät Tinte, und verringert das Arbeitstempo.

vollständiges Testprotokoll

31.07.15 08:51 (letzte Änderung)
1Alle zehn Tester empfehlen den Canon-Maxify (Endauswertung)
2Drucker auspacken, installieren und einrichten (1. Woche)
3Druckqualität, Drucktempo und Papierhandling (2. Woche)
4Kopieren und der Duplexdruck (3. Woche)
5Scan, OCR, Fax, USB-Stick und Smartphone-App (4. Woche)
6Druckkosten & Endauswertung (Woche 6)
Technische Daten & Testergebnisse

46 Wertungen

 
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