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Lesertest: Canon Maxify MB5350: Scan, OCR, Fax, USB-Stick und Smartphone-App (4. Woche)

In der vierten Woche testeten die zehn Druckerchannel-Leser den Scanner, die OCR-Funktion, das Fax, den Druck vom USB-Stick und die Smartphone-App des Canon Maxify MB5350.

Scan-Qualität

Bei der Qualität von gescannten Vorlagen sind alle Tester vom Canon Maxify durchweg positiv angetan. Mit exakt der Hälfte an Bestnoten erzielt der Maxify einen Mittelwert zwischen "Gut" bis "Sehr gut".

Auch im Vergleich mit den Referenzgeräten fällt der Schnitt zwischen "Vergleichbar" bis "Besser" ordentlich aus. Lediglich der Fotoexperte Canon Pixma MX850 eines Testers wurde als "besser" eingestuft.

Wie bewerten Sie diesen Punkt beim Canon Maxify MB5350?
Sehr gut
5 Tester
 
Gut
5 Tester
 
Durchschnittlich
 
0 Tester
Schlecht
 
0 Tester
Sehr schlecht
 
0 Tester
© Druckerchannel (DC)
Wie schlägt sich der Canon Maxify MB5350 im Vergleich mit dem bisherigen Drucker?
Deutlich besser
 
0 Tester
Besser
5 Tester
 
Vergleichbar
4 Tester
 
Schlechter
1 Tester
 
Deutlich schlechter
 
0 Tester
© Druckerchannel (DC)

Scan-Tempo (Flachbett)

Ähnlich zufrieden waren die Tester auch beim Scantempo übers Vorlagenglas und vergaben die Durchschnittsnote "Gut". Im Vergleich mit den eigenen Druckern gab es für den Canon Maxify drei Bestnoten bei nur einer negativen Stimme. Der Mittelwert liegt bei "Vergleichbar" bis "Besser".

Wie bewerten Sie diesen Punkt beim Canon Maxify MB5350?
Sehr gut
3 Tester
 
Gut
6 Tester
 
Durchschnittlich
1 Tester
 
Schlecht
 
0 Tester
Sehr schlecht
 
0 Tester
© Druckerchannel (DC)
Wie schlägt sich der Canon Maxify MB5350 im Vergleich mit dem bisherigen Drucker?
Deutlich besser
1 Tester
 
Besser
3 Tester
 
Vergleichbar
5 Tester
 
Schlechter
1 Tester
 
Deutlich schlechter
 
0 Tester
© Druckerchannel (DC)

Scan-Tempo (ADF-Einzug)

Mithilfe des automatischen Dokumenteneinzugs (ADF) können mehrseitige Dokumente in einem Schwung automatisch nacheinander eingelesen werden. Die Besonderheit beim Canon Maxify ist, dass er doppelseitige Vorlagen nicht zu wenden braucht, weil er mit zwei Scanzeilen ausgestattet ist: Er liest beide Seiten in einem Durchgang ein. Unsere Tester fanden das "Gut" bis "Sehr gut".

Auch im Vergleich mit den Referenzdruckern fällt das Ergebnis "Besser" aus. Die Hälfte der Tester ist sogar deutlich zufriedener.

Wie bewerten Sie diesen Punkt beim Canon Maxify MB5350?
Sehr gut
7 Tester
 
Gut
2 Tester
 
Durchschnittlich
1 Tester
 
Schlecht
 
0 Tester
Sehr schlecht
 
0 Tester
© Druckerchannel (DC)
Wie schlägt sich der Canon Maxify MB5350 im Vergleich mit dem bisherigen Drucker?
Deutlich besser
5 Tester
 
Besser
2 Tester
 
Vergleichbar
2 Tester
 
Schlechter
1 Tester
 
Deutlich schlechter
 
0 Tester
Drucker ohne ADF
 
0 Tester
© Druckerchannel (DC)

OCR-Scan

Mittels OCR (Optical Character Recognition) lassen sich gedruckte Texte erkennen und als solche speichern. Die vom Scanner eingelesene Bilddatei wird dabei mit einer Software auf Texte analysiert und damit eine lesbare Textdatei erzeugt. Alternativ bietet der Canon-Treiber auch das Generieren von einer durchsuchbaren PDF-Datei an. Dabei wird über das Dokument die entsprechende Textzeile in transparenter Schrift gelegt.

Diese Integration und ordentliche Erkennung wird durchschnittlich mit "Gut" bewertet.

Gegenüber den Referenzgeräten haben die zehn Tester eine Durchschnittswertung zwischen "Vergleichbar" bis "Besser" ermittelt, dabei haben fünf Tester die Software bei ihrem Gerät entweder nicht verwendet oder diese gehörte gar nicht erst zum Funktionsumfang.

Wie bewerten Sie diesen Punkt beim Canon Maxify MB5350?
Sehr gut
3 Tester
 
Gut
4 Tester
 
Durchschnittlich
2 Tester
 
Schlecht
1 Tester
 
Sehr schlecht
 
0 Tester
© Druckerchannel (DC)
Wie schlägt sich der Canon Maxify MB5350 im Vergleich mit dem bisherigen Drucker?
Deutlich besser
 
0 Tester
Besser
2 Tester
 
Vergleichbar
3 Tester
 
Schlechter
 
0 Tester
Deutlich schlechter
 
0 Tester
keine OCR-Software oder ungenutzt
5 Tester
 
© Druckerchannel (DC)

Scan-Software

Einigkeit gibt es beim Canon-Scan-Treiber "Scan Gear". Zehn Mal "Gut" haben die Tester vergeben, und auch diese Wertung fällt mit "Vergleichbar" bis "Besser" ohne jegliche negativen Stimmen aus.

Wie bewerten Sie diesen Punkt beim Canon Maxify MB5350?
Sehr gut
 
0 Tester
Gut
10 Tester
Durchschnittlich
 
0 Tester
Schlecht
 
0 Tester
Sehr schlecht
 
0 Tester
© Druckerchannel (DC)
Wie schlägt sich der Canon Maxify MB5350 im Vergleich mit dem bisherigen Drucker?
Deutlich besser
 
0 Tester
Besser
5 Tester
 
Vergleichbar
5 Tester
 
Schlechter
 
0 Tester
Deutlich schlechter
 
0 Tester
© Druckerchannel (DC)

Bedienung der Faxfunktion

Auch wenn schon lange gemutmaßt wird, dass die Fax-Funktion in Zeiten von digitalen Medien wie E-Mail tot ist - neun von zehn Tester haben diese im Büroumfeld bisher genutzt und können berichten.

Die Bedienbarkeit beim Canon Maxify MB5350 fällt durchschnittlich mit "Gut" aus und lässt keine größeren Schwächen erkennen. Damit kann sich der Maxify mit einem "Vergleichbar" aber auch nicht wirklich gegenüber der Konkurrenz absetzen.

Wie bewerten Sie diesen Punkt beim Canon Maxify MB5350?
Sehr gut
3 Tester
 
Gut
5 Tester
 
Durchschnittlich
1 Tester
 
Schlecht
 
0 Tester
Sehr schlecht
 
0 Tester
Ich benötige die Faxfunktion nicht
1 Tester
 
© Druckerchannel (DC)
Wie schlägt sich der Canon Maxify MB5350 im Vergleich mit dem bisherigen Drucker?
Deutlich besser
 
0 Tester
Besser
1 Tester
 
Vergleichbar
8 Tester
 
Schlechter
 
0 Tester
Deutlich schlechter
 
0 Tester
Drucker ohne Faxfunktion / Faxfunktion ungenutzt
1 Tester
 
© Druckerchannel (DC)

USB-Host-Schnittstelle

Am USB-Hostanschluss lassen sich Speichersticks anstecken und Dateien ohne Computer ausdrucken. Neben Bilddaten (Jpeg, Tiff, PNG, etc...) lassen sich auch PDF-Dateien ausgeben, die der Maxify zuvor selbst gescannt und gespeichert hat. "Fremde" PDF-Dateien kann der Maxify nicht verarbeiteten, das schaffen aber auch Konkurrenzmodelle ohne Postscript nicht.

Durchweg positiv fällt hier die Bewertung mit einem "Gut" bis "Sehr gut" aus, was aufgrund der üblichen Beschränkung jedoch glatt "Vergleichbar" mit den bisher genutzten Druckern ausfällt. Fünf Tester haben diese Funktion nicht genutzt oder ihr Drucker bot diese nicht an.

Wie bewerten Sie diesen Punkt beim Canon Maxify MB5350?
Sehr gut
4 Tester
 
Gut
6 Tester
 
Durchschnittlich
 
0 Tester
Schlecht
 
0 Tester
Sehr schlecht
 
0 Tester
© Druckerchannel (DC)
Wie schlägt sich der Canon Maxify MB5350 im Vergleich mit dem bisherigen Drucker?
Deutlich besser
 
0 Tester
Besser
 
0 Tester
Vergleichbar
5 Tester
 
Schlechter
 
0 Tester
Deutlich schlechter
 
0 Tester
mein bisheriger Drucker hat diese Funktion nicht unterstützt
5 Tester
 
© Druckerchannel (DC)

Touchscreen

Wie bei vielen modernen Multifunktionsdruckern setzt Canon beim Maxify MB5350 auf einen berührungsempfindlichen Bildschirm zur Steuerung sämtlicher Funktionen und Wartungseinstellungen.

Diese Aufgabe meistert der Drucker samt seinem drei Zoll großen Bildschirm "Gut" mit ein paar Ausreißern nach oben und unten - ohne negative Stimmen.

Lediglich die Hälfte der eigenen Drucker bot ebenfalls ein Touchscreen, gegenüber diesen hat der Canon mit "Vergleichbar" bis "Besser" sogar Vorteile. Lediglich die Umsetzung des HP Officejet Pro X476 mit 4,3 Zoll wurde als noch besser eingestuft.

Wie bewerten Sie diesen Punkt beim Canon Maxify MB5350?
Sehr gut
2 Tester
 
Gut
6 Tester
 
Durchschnittlich
2 Tester
 
Schlecht
 
0 Tester
Sehr schlecht
 
0 Tester
© Druckerchannel (DC)
Wie schlägt sich der Canon Maxify MB5350 im Vergleich mit dem bisherigen Drucker?
Deutlich besser
 
0 Tester
Besser
3 Tester
 
Vergleichbar
1 Tester
 
Schlechter
1 Tester
 
Deutlich schlechter
 
0 Tester
mein bisheriger Drucker hat diese Funktion nicht unterstützt
5 Tester
 
© Druckerchannel (DC)

Webserver

Mithilfe des integrierten Webservers lässt sich bei Verwendung einer Netzwerkverbindung der Status des Gerätes und einige Konfigurationen vornehmen. Hierzu zählen insbesondere Einstellungen für Airprint, Google-Cloudprint und generelle Netzwerkeinstellungen.

Alles in allem sind unsere Tester positiv gestimmt und vergeben gemittelt eine Note zwischen "Durchschnittlich" bis "Gut". Ausschläge nach oben oder unten gibt es hier nicht.

Insbesondere die Benutzer von HP-Druckern oder dem Kyocera-Profilaser sind jedoch mehr gewohnt und wünschen sich weitere Einstellmöglichkeiten beim Canon. Das durchwachsene Bild spiegelt sich in der "Vergleichbar"-Wertung wieder.

Wie bewerten Sie diesen Punkt beim Canon Maxify MB5350?
Sehr gut
 
0 Tester
Gut
7 Tester
 
Durchschnittlich
3 Tester
 
Schlecht
 
0 Tester
Sehr schlecht
 
0 Tester
ich verwende den Drucker nicht im Netzwerk.
 
0 Tester
© Druckerchannel (DC)
Wie schlägt sich der Canon Maxify MB5350 im Vergleich mit dem bisherigen Drucker?
Deutlich besser
1 Tester
 
Besser
2 Tester
 
Vergleichbar
2 Tester
 
Schlechter
3 Tester
 
Deutlich schlechter
 
0 Tester
mein bisheriger Drucker hat diese Funktion nicht unterstützt / ungenutzt
2 Tester
 
© Druckerchannel (DC)

Smartphone-App

Drucker-Apps für Smartphones oder Tablets sind eine einigermaßen neue Angelegenheit. Canon bietet für die Maxify-Serie die gerade erschienene App "Canon PRINT Inkjet/SELPHY" an. Hiermit lässt sich von Android- (Google) oder iOS- (Apple) kompatiblen Geräten im lokalen Netzwerk Drucken, Scannen und auch auf ein paar Statusinformationen zugreifen.

Acht von zehn Testern haben diese App getestet. Die verbleibenden beiden Leser haben kein kompatibles Endgerät, was beispielsweise bei Windows Phone der Fall ist.

Drucken über die App

Die reine Druckfunktion funktioniert weitgehend "Gut". Jedenfalls sind fünf Tester dieser Meinung. Für einen Tester mit Android 5.0.5 geriet die Funktion aufgrund einer Verweigerung zum Debakel - und dies obwohl der Drucker gefunden wurde.

Scannen über die App

Neben der üblichen Druckfunktion kann man mit der Canon-App auch Scans anfertigen und diese auf dem Telefon speichern oder direkt in die Cloud hochladen. Hierzu bietet Canon Schnittstellen zu verschiedenen Diensten. Obwohl die Mehrheit mit der Bestnote bewertet, wird der Schnitt aufgrund des bereits beim Drucken bekannten Ausfalls heruntergezogen. Gemittelt haben die Tester hier ein "Gut" vergeben.

Statusinformationen über die App

Drucken, Scannen und auch Informationen über den aktuellen Status des Druckers, wie dem Tintenstand kann über die App angezeigt werden. Man spart sich dabei den Umweg über den Webserver.

Aufgrund des Funktionsumfangs gehen die Meinungen der Tester auseinander. Während der eine mit der Anzeige des Tintenstandes zufrieden ist, möchte der andere gerne mehr Konfigurationen über die App vornehmen. Die durchwachsene Einstellung zeigt sich auch in der Mittelwertung, die zwischen "Durchschnittlich" bis "Gut" ausfällt.

Da die Mehrheit von sieben Testern bisher keine Drucker-App genutzt hat, geben wir keine Vergleichswerte an.

Wie bewerten Sie die Druckfunktion der Smartphone-App beim Canon Maxify MB5350?
Sehr gut
2 Tester
 
Gut
5 Tester
 
Durchschnittlich
 
0 Tester
Schlecht
 
0 Tester
Sehr schlecht
1 Tester
 
Ich verwende die App nicht
1 Tester
 
Mein Smartphone wird nicht unterstützt.
1 Tester
 
© Druckerchannel (DC)
Wie bewerten Sie die Scanfunktion der Smartphone-App beim Canon Maxify MB5350?
Sehr gut
4 Tester
 
Gut
3 Tester
 
Durchschnittlich
 
0 Tester
Schlecht
 
0 Tester
Sehr schlecht
1 Tester
 
Ich verwende die App nicht
 
0 Tester
Mein Smartphone wird nicht unterstützt.
2 Tester
 
© Druckerchannel (DC)
Wie bewerten Sie die Funktion "Wartung" der Smartphone-App beim Canon Maxify MB5350?
Sehr gut
1 Tester
 
Gut
2 Tester
 
Durchschnittlich
4 Tester
 
Schlecht
1 Tester
 
Sehr schlecht
 
0 Tester
Ich verwende die App nicht
 
0 Tester
Mein Smartphone wird nicht unterstützt.
2 Tester
 
© Druckerchannel (DC)

Das ist positiv aufgefallen

  • scannt Vorder- und Rückseite in einem Durchgang
  • Scanqualität durchweg gut
  • umfangreicher Scanner-Treiber
  • eingebautes OCR-Modul im Treiber
  • schnelle App-Verbindung
  • gute Bedienung über Touchscreen

Das ist negativ aufgefallen

  • unverständliche Abkürzungen im Display des Druckers und im Webserver
  • wenig Steuerungsmöglichkeiten im Webserver
  • abgesehen von durchsuchbaren PDFs keine formatierte OCR-Ausgabe


Waldemar Bartsch: Meine Meinung

Scanqualität und Geschwindigkeiten:

Im Vergleich zu meinem Kyocera FS-C2126MFP der eine CCD Optik eingebaut hat, arbeitet der Canon mit einer etwas günstigeren CIS Technologie, die eine geringere Tiefenschärfe hat, was bei unebenen Vorlagen zur Verzerrung führen kann. Ich hatte in der Praxis jedoch kaum ein Problem damit, da die Vorlagen von der Glasplatte stets mit geschlossenem Deckel gescannt werden sollten und wurden. Der Unterschied in der Qualität zwischen den Geräten ist nicht mit besser oder schlechter zu beschreiben – die Darstellung ist einfach anders. Der Canon erzeugt beim Scannen deutlich tieferes Schwarz, was bei Text von Vorteil ist bei den Bildern durch zu wenig Graustuffen feine Details zu undeutlich darstellt und das Bild zum Teil nur an der Kontur zu erkennen ist. Mein Kyocera hat bei den Bildern eine, bei der gleichen Auflösung, feinere Abstufung. Dagegen ist der schwarze Text nicht so satt schwarz.

Die Geschwindigkeit des Scanners ist, sei es über den ADF oder die Glasplatte im Vergleich zu Kyocera deutlich langsamer, was aufgrund der verschiedener Geräteklassen dieser beiden Modelle auch nur im direkten Vergleich auffällt. Grundsätzlich ist die Geschwindigkeiten des Canon für seinen Bestimmungszweck völlig in Ordnung.

Scanmöglichkeiten: Aufgrund von softwaregestütztem Scannen bietet Canon hier eine sehr breite Auswahlmöglichkeit. Vordefinierte Profile für Fotos, Dokumente, OCR, benutzerdefiniert, Anhang an Mail – mir ist nichts aufgefallen, was mir gefehlt hätte. Auch das Scannen direkt auf einen USB Stick ist sehr gut gelöst. Trotz des kleinen Displays bekommt kann sogar noch eine Vorschau des Dokuments auf dem Display. Auch das Löschen der Dokumente vom Stick ist direkt über das Display möglich.

OCR: Ein riesen Pluspunkt für Canon – die OCR Funktion ist hier Standard und kostet keinen Cent Aufpreis. Hier kann sich Kyocera eine Scheibe von abschneiden. Die OCR Funktion ist hier zwar bei fast jedem MFP Gerät eingebaut, kostet jedoch eine extra Gebühr für die Freischaltung oder benötigt extra PC- oder Serverbasierende Softwarelösung.

FAX: Da ich die Faxfunktion kaum nutze konnte ich diese nicht praxisnah ausüben. Das Versenden der Testfaxe zwischen zwei Empfänger verlief erwartungsgemäß reibungslos. Vorlage einlegen, Faxfunktion auswählen, Nummer wählen, Start. Auch das Programmieren der Absenderinformationen, sowie die Einstellung der Sendeprotokolle sind bei Canon wesentlich einfacher als bei Kyocera. Wesentlich einfacher deshalb, weil es bei meinem Gerät extrem verwinkelt ist. Ein Farbfax konnte nur an einen Empfänger erfolgreich versendet werden. Obwohl der zweite Empfänger auch ein Farbgerät war, wurde die Kommunikation aus unerklärlichen gründen abgebrochen.

Webserver: Sowohl Canon als auch mein Kyocera bieten beide eine Steuerung und Konfiguration des Gerätes über den Webbrowser. Die einzige Hürde bei Canon war das Finden des Passwortes für den Zugang. Standardmäßig lauten die Zugangsdaten: ADMIN / canon. Mein Vergleichsdrucker ist in meinen Augen das professionellere Gerät und bietet in Sachen Netzwerkeinstellungen einiges mehr als Canon, dagegen fehlt ihm komplett der Bereich mit den Dienstprogrammen in denen man die Farbkalibrierung oder Ausrichtung per Fernwartung anstoßen könnte.

APP: Canon PRINT Inkjet/SELPHY App ist eine sehr praktische App über die man direkt auf sein Smartphone Dokumente oder Bilder Scannen kann. Genauso kann man diese darüber ausdrucken. Die App bietet zwar nicht den vollen Umfang eines Druckertreibers, insbesondere hat mir die Möglichkeit gefehlt farbige Dokumente tintensparend in s/w zu drucken, dennoch sind die vorhandenen Möglichkeiten völlig ausreichend für gelegentliche Nutzung ohne seinen PC dazu einschalten zu müssen. Die Verbindung zwischen dem Smartphone – in meinem Fall ein iPhone – klappte auf Anhieb und funktionierte sehr schnell und ohne Komplikationen. Die App an sich ist gut zu bedienen. Lediglich die zwangserzwungene Freigabe der Daten zur Auswertung durch Canon bei der Erstinbetriebnahme lässt einen nachdenklich werden die App tatsächlich zu verwenden.

vollständiges Testprotokoll



Olaf Engelke : Meine Meinung

In dieser Runde standen vor allem digitale Aufgaben mit wenig Papier- und Tintenverbrauch auf dem Testzettel. Viele davon waren in vorhergegangenen Testszenarien bereits kurz angesprochen worden, da sich Funktionalitäten überschneiden.

Scannen: Für das Scannen gilt faktisch das Gleiche wie für das Kopieren - bei hoher Qualitätseinstellung braucht sich das Ergebnis nicht zu verstecken, während Standardqualität zwar ihre Ecken und Kanten aufweist, der Job dafür aber deutlich schneller fertig wird. In beiden Fällen ist das Ergebnis gut lesbar.

Vom Glas wurden zwei Dokumente eingescannt. Zunächst wünschte meine Tochter dringend Kopien ihres Abiturzeugnisses. Das passte ja zum Testszenario, ein derartiges Dokument kann man schließlich auch einmalig schonend scannen und dann beliebig oft ausdrucken. Hohe Qualität und PDF natürlich. Nachdem die erste Seite abgescannt war, wurde ich gefragt, ob ein weiteres Blatt gescannt werden soll. Sehr gut, so bleibt in einem Dokument zusammen, was zusammen gehört. Schließlich waren die vier Seiten gescannt und in einer PDF-Datei vereint. Nanu, der Rahmen sieht doch schief aus? Auch ein zweiter Versuch lieferte das gleiche Ergebnis. Bis mir schließlich auffiel, dass bereits beim Original eine Abweichung von gut einem Millimeter zwischen Rahmen und Seitenrand von oben nach unten vorhanden war, die am breiten Bildschirm natürlich noch viel dramatischer wirkte. Der doppelseitige Ausdruck in bester Qualität auf Canon-Papier sah repräsentativ aus, auch die farbigen Elemente kamen diesmal sehr gut rüber. Augenscheinlich variiert die Qualität mit der farblichen Zusammensetzung des Originals.

Dann wollte ich mal sehen, wie das so klappt mit dem Scannen von Büchern. Hier besteht ja vor allem das Problem, dass die linke Seite eines aufgeschlagenen Buches sich korrekt auflegen lässt, die rechte hingegen nur auf dem Kopf, da die Klappe im Weg ist. Auch hier führte der Weg wieder über einen PDF-Scan. Linke Seite aufgelegt, gescannt, "Weitere Seite gewünscht?" - "Ja" - rechte Seite aufgelegt, gescannt, beendet. Gespannt das Ergebnis geöffnet. Leider war nichts zugeschnitten, so dass ein Teil der jeweils anderen Seite mit angezeigt wurde, doch ohne weitere bewusst vorgenommene Einstellungen war die zweite gescannte Seite korrekt gedreht. Diese Übung beherrschte das Vergleichsgerät so nicht. Hier ließ sich über das Gerätedisplay zwar die Seite passend zuschneiden und bei Bedarf auch drehen, das war aber nur einmalig beim ersten Blatt machbar. Damit stimmte zwar das Format, aber jede zweite Seite stand auf dem Kopf.

Für den dritten Test vom Glas wurde ein Schlüssel gescannt, der bei einer Detektorsuche gefunden worden war und dessen Fund der Wohnungsverwaltung gemeldet werden sollte. Normalerweise hält hierfür die Digitalkamera oder das Handy her, doch wenn ein gut auflösender Farbscanner gerade zur Hand ist, sollte auch das kein Problem sein. Der Schlüssel wurde sauber eingescannt, die Details sind gut sichtbar und lesbar. Sobald allerdings etwas Abstand von der Glasplatte entsteht, wie in den Kerben des Schlüssels, entstehen Unschärfen, eine Kamera kann der Scanner bei dreidimensionalen Objekten also nicht ersetzen. Es fehlt eine Zuschnittfunktion direkt am Display, zudem könnte ich mir vorstellen, dass bei häufigerem Einsatz in dieser Form das Glas verkratzt. Gespeichert wurde diesmal auf dem USB-Stick. Hierfür legte der Maxify eine für meinen Geschmack viel zu tiefe Ordnerstruktur an, \CANON_SC\IMAGE\0001.

Um das Scannen über den ADF ausgiebig zu testen, nahm ich eine 180seitige englischsprachige Broschüre im Letter-Format, die ich schon länger digitalisieren wollte, auseinander. An einigen Seiten verblieben dabei ausgehärtete Klebstoffreste. Da nicht wesentlich mehr als 50 ... 60 Blatt in den Einzug passten, musste mehrfach nachgelegt werden. Der über das Druckerdisplay an den PC gestartete Scanauftrag für eine Datei im PDF-Format ging reibungslos vonstatten. Sobald der Einzug leer war, pausierte die PC-seitige Komponente der Scansoftware und erlaubte, den nächsten Stapel nachzulegen und mit demselben Zieldokument fortzufahren. Die Ablage für bereits gescannte Blätter musste man im Auge behalten, da einzelne Blätter, vielleicht begünstigt durch obige Klebstoffreste, weitergeschoben wurden. Selbstverständlich mussten diese bereits verarbeiteten Blätter auch mehrfach entfernt werden. Kurz vor dem Zieleinlauf, ab etwa Seite 170, wurde es zäh. Denn ab diesem Zeitpunkt wurde der Scanvorgang nach jedem Blatt pausiert und im Display die Meldung "Scanner wird justiert" für ca. 20 Sekunden angezeigt, bevor es weiter ging. Dennoch konnte der Auftrag erfolgreich fertiggestellt werden.

Das Graustufendokument war vollständig (also keine Seite ausgelassen), alle Inhalte waren gut lesbar, der Text in der PDF-Datei markierbar, Fotos ebenfalls gut umgesetzt. Einziger Wermutstropfen war, dass die Blätter teilweise etwas schief eingescannt waren und die Scannereinstellungen zwar in den Tiefen des Menüs eine Korrektur vorsehen, den Text aber wohl nicht als so schief erkannt haben wie ich.

Das Vergleichsgerät scannte ebenfalls, wenn auch deutlich langsamer, in eine PDF-Datei. Obwohl ich rechtzeitig Originale nachgelegt hatte, nachdem das letzte Blatt eingezogen war, ohne mich auf eine eventuelle Nachfrage zu verlassen, überraschte mich der HP-Drucker negativ. Denn nach dem Scannen von genau 100 Seiten in eine PDF-Datei machte er einfach Schluss. Zudem war erzeugte die PDF-Datei rein grafisch. Alternativ lässt sich im Rahmen der OCR-Verarbeitung eine RTF-Datei erzeugen, was aber deutlich langsamer vonstatten geht. Aus meiner Sicht in diesem Bereich ein Plus für den Canon Maxify.

In der Regel wird man bei einem Abteilungsgerät direkt vom Display aus scannen wollen, gerade wenn etliche Seiten ins Spiel kommen, häufen sich ansonsten die Laufwege gar sehr. Wenn aber die direkt am Gerät gebotenen Möglichkeiten nicht genügen, findet sich das Canon IJ Scan Utility im Lieferumfang. Dieses bietet ein ganzes Sammelsurium von voreingestellten automatisch abgehandelten Scanszenarien für Fotos, Dokumente, Email-Anhänge usw., zudem ScanGear zum detaillierten Scannen mit Vorschau. Hier sei unbedingt auf die unscheinbare Schaltfläche Einst.... (wieder so eine unsinnige Abkürzung einer Beschriftung) verwiesen, hinter der sich die wahre Macht dieses Werkzeugs verbirgt. Hier stellt man für jedes der angebotenen Programme Standards wie das gewünschte Dateiformat oder den Zielordner ein. In ScanGear wäre auch ein Zuschneiden des Buches möglich, wobei das Drehen der Seiten dann manuell in der Vorschau des Gesamtdokuments erfolgen müsste. Bei der für jede Seite auswählbaren Scanvorschau des gerade aufgelegten Buches kam es interessanterweise wiederholt vor, dass der erste Vorschauversuch eine völlig schräge Abbildung brachte. Ansonsten folgt die Software leider dem Trend, Ergonomie im Hinblick auf die Optik zu ignorieren - graue Symbole mit grauem kleingedrucktem Text auf grauen Registerkarten, das ganze mit weißem Hintergrund, gekoppelt mit unnötigem Scrollen machen die praktische Anwendung dieser Werkzeuge nicht zum Vergnügen.

Das Faxen: In einem normalen Haushalt wird eher selten gefaxt, so dass diese Funktion extra für den Test in Betrieb genommen wurde. Als Fazit im Zusammenspiel mit einer Fritz!Box 7490 ließ sich feststellen, dass es funktioniert - Sendungen kommen rein und gehen raus, je nach Wunsch und Fähigkeiten der Gegenstelle auch farbig. Für die Registrierung von Benutzerinformationen und Faxempfängern im Gerät kann das so genannte "Kurzwahlprogramm" genutzt werden. Weder die Bedienoberfläche noch der integrierte Webserver ermöglichen dies. Es irritiert, wenn nach Telefonnummern gefragt wird, obwohl eigentlich die Faxnummer gemeint ist. Für das Faxen vom PC wird hingegen auf das Windows-Adressbuch verwiesen und von diesem Kurzwahlprogramm anscheinend kein Gebrauch gemacht, was im ungünstigsten Fall eine doppelte Adresspflege erfordert. Berichte lassen sich vom Gerät aus drucken, freilich ist auch hier der Papierverbrauch unnötig hoch, da die Blätter nur einseitig bedruckt werden. Viel mehr kann man nach einem doch recht kurzen Test darüber nicht sagen. Im Vergleich zum HP Officejet X476dw fehlt so ziemlich alles, was eine digitale Verwaltung und Ablage von Faxen ermöglicht. Für kleine Teams und Heimbüros sicher völlig ausreichend, für größere Arbeitsgruppen in Abhängigkeit vom Faxaufkommen nur eingeschränkt zu empfehlen.

USB: Der Maxify weist einen USB-Anschluss auf, mit dem direkt vom Stick aus Fotos und ausgewählte Dokumente gedruckt werden können oder der vom Gerät aus als Ziel beispielsweise für das Scannen verwendet werden kann. Unterstützt werden FAT- und NTFS-formatierte Speichermedien. Wird ein solches Medium angeschlossen, startet eine automatische Untersuchung, die bei einem entsprechenden Füllstand des Mediums recht zäh wird. Gefundene unterstützte Dateien (das sind für Dokumente lediglich PDF-Dateien, andere gebräuchliche Formate wie Word, Excel oder auch XPS-Dateien fallen unter den Tisch) lassen sich lediglich in einer gefühlt endlosen Liste durchscrollen, was bei gut gefüllten Speichermedien ziemlich unübersichtlich werden kann. Beim HP gefällt die Möglichkeit, Ordner gezielt zu selektieren, besser. Hat man sich auf dem Touchscreen festgelegt, ob man Dokumente oder Fotos drucken möchte, wird bei Dokumenten nach Auswahl der Datei aus der Liste, bei Fotos direkt, eine Vorschau angezeigt, von der aus direkt gedruckt werden kann. Die Anzahl einer Vorschaugruppe ist auf maximal 2000 Dateien begrenzt.

Nicht unterstützt werden Bitlocker-verschlüsselte Sticks. Ein externes SSD-Laufwerk wurde abgewiesen. Negativ ist anzumerken, dass der USB-Anschluss ziemlich tief im Gehäuseinneren versenkt ist, womit USB-Sticks mit breiterem Gehäuse ohne Verlängerungskabel nicht angeschlossen werden können. Gelegentlich wurden Sticks auf dem Maxify erkannt, auf dem HP nicht - oder umgekehrt. Während das beim HP die Anzeige "Speichergerätefehler" hervorruft, ist auf dem Maxify die Anzeige identisch mit jener, welche erscheint, wenn keine Datei eines unterstützten Typs auf dem Medium entdeckt wird.

Der Touchscreen: Meine Feststellungen aus dem ersten Komplex sind im weiteren Testverlauf weitgehend bestätigt worden, deshalb füge ich sie an dieser Stelle nochmals ein.

Die Bedienerführung auf dem Display ist eigentlich eingängig. Allerdings wurde wohl unter dem Drang, Zeichen zu sparen, damit vorhandene Felder passen, an einigen Stellen heftig mit Abkürzungen gearbeitet, ohne dass die Übersetzer dabei Kreativität zeigten, vielleicht dasselbe mit weniger Worten zu sagen. Dabei kamen dann solche Schöpfungen heraus wie "Ges. der im Gerät verw. Bl." - soll wohl heißen: Gesamtzahl der im Gerät verwendeten Blätter (im englischsprachigen Menü "Total sheets used on device") oder "Zahl der f. and. Funkt. v. Bl."

Ärgerlich ist es, dass diese verkürzten Einträge es auch auf die Remote UI schaffen. Warum kann da nicht einfach Status stehen statt Druckerst.? Die Umstellung auf englische Sprache erscheint in diesem Zusammenhang eine sinnvolle Option, wenn der Anwender diese Sprache hinreichend versteht.

Die Bedienbarkeit auch mit den recht dicken Fingern des Testers war in Ordnung, wenngleich manche Einträge sich aufgrund ihrer Winzigkeit nur schwer anwählen ließen. Das Vergleichsgerät punktet hier schon allein aufgrund des schieren Größenunterschiedes und der Klappbarkeit des Displays.

Apps: Selbige konnten nicht getestet werden, da im Haushalt des Testers Windows Phone-Geräte dominieren, die bislang durch Canon nicht unterstützt werden. HP hat inzwischen für Windows Phone die HP AiO Remote ap als Beta veröffentlicht, welche es unter anderem ermöglicht, Dokumente und Fotos zu drucken, zu Scannen und den Status der Verbrauchsmittel abzurufen.

Webserver: Der integrierte Webserver bietet enttäuschend wenig praktische Funktionalität. Man kann Tintenstand und Verbrauchsstatistiken abrufen, einige Dienstprogramme aufrufen, sich die Netzwerkeinstellungen anzeigen lassen, AirPrint-Einstellungen verwalten, das Gerät mit ausgewählten Onlinediensten verbinden, die Firmware aktualisieren, das ausführlichere Online-Handbuch abrufen, die Sprache umstellen und das wars im Prinzip schon. Tinte lässt sich von dort aus ebenfalls bestellen. Die schon im Display lästigen, dort aber aufgrund Platzmangels vielleicht noch gerade so verständlichen Abkürzungen finden sich unnötigerweise auch in der Weboberfläche wieder. Nützliche Funktionen, wie Konfigurationsänderungen von Netzwerk über Fax bis hin zum Scanner, das direkte Scannen oder das Bearbeiten benutzerdefinierter Profile - leider Fehlanzeige. Hier merkt man dem HP-Vergleichsgerät wohl die höhere Preisklasse und die längere Erfahrung mit Multifunktionsgeräten für den Geschäftseinsatz an, aber Canon kann ja mit Updates durchaus aufschließen. Schaun wir mal..

Hinweis: Es ist dringend zu empfehlen, sich die nötige Zeit zu nehmen für das Studium des Online-Handbuches (so unbequem das auch sein mag). Mehr als einmal musste ich feststellen, dass es Funktionen und Einrichtungsoptionen, die ich als nicht vorhanden bemängeln wollte, dann doch in irgendwelchen tiefen Menüs verborgen doch gab. Hier wünscht man sich eine zentrale Schaltstelle aus einem Guss, statt hier mit Scangear, da mit Kurzwahl, dort mit dem Druckertreiber und an wieder anderer Stelle mit dem integrierten Webserver hantieren zu müssen. Falls in diesem Test irgendwelche nicht der Realität entsprechenden Behauptungen auftauchen, entspricht das lediglich den zu diesem Zeitpunkt gemachten Erfahrungen.

vollständiges Testprotokoll



Patrick Göpfert: Meine Meinung

Im Scan und Kopie-Bereich gibt sich der Canon Maxify recht unaufgeregt - leise, flott und zuverlässig erledigt er seine Aufgaben.

Angenehm ist, dass die Scan-Software gar nicht auf allen PCs installiert werden muss, die die Scan-Funktion nutzen wollen. Dank der standardisierten WSD-Technik können Windows-PCs problemlos über Boardmittel scannen. Sowohl über Software, als auch direkt über Windows funktionierte beides zufriedenstellend gut.

Smartphone-App: Leider steht für Windows Phone gar keine App zur Verfügung. Unter Android (5.0.5) wird zwar der Drucker gefunden, der Druckauftrag wird jedoch nie ausgegeben. Schade - das wäre schön gewesen, aber so ist die Funktion für mich leider vollkommen nutzlos.

Das Webpanel: ...gibt sich zunächst professionell und erfordert Benutzername und Kennwort zum Login. Dies entpuppt sich jedoch schnell als etwas übertrieben, da die Weboberfläche fast keine Funktion hat, als nur über den Tintenstand zu informieren. Dies hatte HP beim Officejet wesentlich besser gelöst - hier liesen sich nahezu alle Konfigurationen auch direkt vom PC aus vornehmen.

vollständiges Testprotokoll



Christian Haidn: Meine Meinung

Scannen: Die Scanqualität des Canons ist sehr gut und besser als die des Epson Druckers. Das betrifft vor allem die Farbwiedergabe. Der Canon ist außerdem viel schneller, vor allem beim Scannen von doppelseitigen Dokumenten. Hier schlägt – wie schon beim Kopieren – der DADF zu Buche. Das Scannen auf einen eingesteckten USB-Stick funktioniert problemlos. Insgesamt schlägt sich Canon besser als Epson.

Scansoftware: Natürlich ist die Bedienung der Software von Canon anders als die von Epson. Keines der beiden Programme lässt sich aber besser oder schlechter bedienen als das andere. Man muss sich in beide hineinarbeiten um alle Möglichkeiten vollumfänglich nutzen zu können.

OCR: Die Texterkennung funktioniert ebenfalls sehr gut. Bei keinem gescannten Dokument ist mir ein Fehler aufgefallen. Unterschiede zwischen Canon und Epson habe ich nicht bemerkt. Leider bietet der Canon – ebenso wie der Epson Drucker – nicht die Möglichkeit, beim Scannen auf einen eingesteckten USB-Stick OCR zu verwenden. Beide Drucker sind hier also vergleichbar.

Fax: Einrichtung und Verwendung der Faxfunktion sind sehr einfach. Der Drucker bietet die Möglichkeit, einen qualifizierten Faxbericht auszudrucken. Auch hier habe ich keinen Unterschied zwischen beiden Druckern feststellen können.

Touchscreen: Die Bedienung über den eingebauten Touchscreen bereitet ebenfalls keine Probleme. Der Bildschirm reagiert präzise. An diesem Punkt unterscheiden sich die Drucker für mich ebenfalls nicht.

App: Dokumente und Fotos, die auf dem Handy gespeichert sind, lassen sich über die kostenlos verfügbare App ausdrucken. Die Einrichtung des Druckers auf dem Smartphone geht schnell und einfach. Auch die Scanfunktion ist in der App verfügbar. Gleiches gilt für das Wartungsmenü. Während Drucken und Scannen komfortabel sind, ist die Gestaltung der Wartung für mich nicht gelungen. Sie erfolgt nämlich nicht in der App. Wenn man in der App auf die entsprechenden Punkte drückt, öffnet sich lediglich der Webserver im Internet Browser. In diesem Punkt ist die App auch schlechter als die von Epson. Die Epson-App bietet die Wartung direkt an. Dafür ist die Scanfunktion bei Canon gelungener, da verschiedene Zieldateiformate auswählbar sind.

vollständiges Testprotokoll



Klaus Kerres: Meine Meinung

In der dritten Woche haben wir den Canon Maxify MB5350 bezüglich der Funktionen scannen, faxen und die Funktionen der Smartphone-App näher bewertet.

Sannen

Das Scannen vom PC aus funktioniert über die mitgelieferte ScanGear-Software problemlos. Canon bietet für die Scanoptionen den einfachen Basismodus (der in drei Schritten zum Ergebnis führt) oder den erweiterten Modus mit mehr Einstellmöglichkeiten an. Beim Scannen über die Auflagefläche erscheint die Vorschau schon nach 6 Sekunden. Das ist deutlich schneller als bei meinem Vergleichsdrucker. Erfreulich fällt auch auf, dass aufgelegte Dokumente beim Scannen automatisch gerade ausgerichtet werden. Dies erwies sich als sehr hilfreich, als ich mehrere Fotos einscannen musste und diese nur "irgendwie" auf das Vorlagenglas legen konnte.

Nicht nur die Vorschau, auch der Scan erfolgt erfreulich schnell. Über den automatischen Einzug lassen sich Dokumente in einem Durchgang doppelseitig scannen. Ein Wenden des Papiers entfällt, das spart nicht nur Zeit sondern schont auch die Vorlage. So sind Unterlagen, die man auch elektronisch bereithalten will, schnell mit Hilfe des Canon Maxify MB5350 digitalisiert.

Scannen und speichern als durchsuchbares PDF-Dokument

Gerade im Büroalltag ist es hilfreich, eingehende Briefe zu scannen und als durchsuchbares PDF-Dokument speichern zu können. Diese Funktion bot mein Vergleichsgerät von Haus aus nicht und so war ich auf das Ergebnis besonders gespannt.

Der Scan erfolgt auch bei mehrseitigen Dokumenten wie gewohnt problemlos, das Speichern als PDF-Dokument erfolgt automatisch. Unter Windows wird einem anschließend die Datei im Explorer angezeigt, so dass man sie beliebig umbenennen und verschieben kann. Beim Öffnen des PDFs fällt auf, dass selbst Handschriften und auch Grafiken sowie die Formatierung noch wie im Original vorhanden sind. Text kann markiert und kopiert werden, die Suchfunktion zeigt gefundene Textstellen an. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass der Scan als Grafik gespeichert und der per OCR erkannte Text im Hintergrund unsichtbar hinterlegt wird. Das hat den Vorteil, dass man optisch ein Original hat und trotzdem auf die Durchsuchbarkeit nicht verzichten muss. Nachteil ist, dass Fehler beim OCR nicht so leicht auffallen (z.B. wurde aus 16:00 Uhr l6:00 Uhr (also l statt 1)).

Faxfunktion

In vielen Bereichen hat die eMail das Fax verdrängt. Im Büroalltag bietet das Faxgerät aber nach wie vor den Vorteil, dass das Dokument unterschrieben oder handschriftlich ergänzt werden kann. Dadurch eignet es sich sehr gut um Aufträge, Auftragsbestätigungen und Verträge ohne zeiltliche Verzögerung zu übertragen und hat den Vorteil, dass man auch Dokumente, die nicht digital vorliegen, problemlos und schnell verschicken kann.

Der Canon Maxify MB5350 überzeugt im Faxversand und -Empfang. Die Zeiten, dass Bedienpanels von Multifunktionsgeräten mit Faxfunktion vor lauter Knöpfen unübersichtlich wurden, sind vorbei. Dank des Touchscreens wird nur das angezeigt, was man in dem Moment gebrauchen kann. Die Bedienung erfolgt intuitiv, lediglich die Touchflächen für die Ziffern hätten ein wenig größer ausfallen dürfen.

Für häufig genutzte Nummern steht einem das Adressbuch zur Verfügung. Um Nummern im Adressbuch zu speichern, muss man sich jedoch erst durch ein paar Punkte im Menü hangeln. Wünschenswert wäre es, wenn man die Adressbucheintragung bei der Eingabe der Nummer optional auswählen könnte. Ist die Nummer einmal gespeichert, geht auch das Versenden aus dem Adressbuch heraus sehr einfach.

Der Canon Maxify MB5350 bietet zusätzlich die Möglichkeit, Faxe direkt über den Computer zu verschicken. Dazu wird ein Druckertreiber installiert, der statt ein Dokument auszudrucken dieses faxt. Negativ aufgefallen ist mir, dass es nicht möglich ist, eine Telefonnummer per copy & paste in das Nummernfeld einzufügen. Das ging auch im Faxtreiber von meinem Canon Pixma MX850 nicht, ich hatte aber gehofft, dass Canon da inzwischen nachgebessert hätte. Ebenfalls wünschenswert fände ich, wenn der Faxtreiber die Faxnummer direkt aus der Datei auslesen könnte. Das wäre zB. machbar, indem man eine bestimmte Schriftart vorgibt, mit der die Faxnummer übertragen wird, die sich der Faxtreiber dann aus dem Dokument ausliest und entsprechend auswertet. Mit einer solchen Funktion könnte man dann zB. Angebote direkt von der Software aus an den Kunden faxen, ohne dass der Versender die Faxnummer noch manuell eingeben muss.

Smartphone-App

Mithilfe der Smartphone-App lassen sich Dateien drucken und Dokumente scannen. Dazu steht einem ein abgespeckter aber durchaus ausreichender Funktionsumfang zur Verfügung. So kann man beim Druck die Anzahl der Kopien, das Papierformat und den Medientyp einstellen. Zusätzlich kann man wählen, ob der Druck in Graustufen und/oder ein- oder zweiseitig erfolgen soll. Wer mehr Einstellungen benötigt, muss vom PC aus drucken.

Beim Scan lassen sich das Speicherformat (JPEG oder PDF), der Farbmodus (Farbe oder Graustufen) und Dokumentengröße wählen. Zusätzlich kann auch hier ausgewählt werden, ob der Scan ein- oder zweiseitig erfolgen soll. Die gescannten Dokumente werden in einem Unterordner im Fotoverzeichnis vom Smartphone abgelegt und lassen sich so leicht aufrufen oder weiter versenden.

Der Canon Maxify MB5350 lässt sich somit in seinen wichtigsten Funktionen direkt vom Smartphone aus bedienen. Leider geht das nur dann, wenn man sich mit dem Smartphone im selben Netzwerk befindet.

Die Funktion, Dokumente per eMail zu drucken, scheiterten bisher trotz mehrfacher Versuche daran, dass sich der Drucker zur Registrierung nicht mit dem Canon Server verbinden konnte. Ich werde es weiter versuchen.

Webserver

Der Drucker lässt sich intern über seine IP im Netzwerk als Webserver aufrufen. Hier lässt sich der Tintenstand überprüfen sowie das interne Druckermenü aufrufen und Einstellungen vornehmen. Diese Funktion ist dann sehr sinnvoll, wenn sich der Drucker nicht im selben Raum befindet.

USB-Stick

Gescannte Dokumente lassen sich optional auch direkt auf einen USB-Stick speichern. Umgekehrt lassen sich PDF und JPEG-Dateien direkt vom USB-Stick ausdrucken. Komfortabel wird das, da man die Dateien in einer Vorschau auf den Touchscreen sehen kann. Ich persönlich bevorzuge jedoch in dem Fall eindeutig das Drucken über den PC.

Mein Fazit: Der Canon Maxify MB5350 meistert auch in den Funktionen Scan, Fax und Smartphoneanbindung den Büroalltag. Die Bedienung ist weitestgehend intuitiv und die Geschwindigkeit für einen Tintenstrahler sehr gut.

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Andreas Koll: Meine Meinung

Scan-Qualität und Tempo

Bei der Qualität der Scans kann der Canon-Drucker voll überzeugen. Dies wird schon bei Kopien in s/w oder Farbe deutlich und zeigt sich auch bei Scan-Aufgaben zur Weiterverwendung am PC. Der Vergleichsdrucker von Dell arbeitet in dieser Disziplin ebenfalls sehr ansehnlich, bleibt aber insgesamt etwas zurück.

Der automatische Einzug des Canon arbeitet zuverlässig und zieht die Seiten meist gerade ein. Fotos u.ä. sollten auf der Flachbett-Einheit eingelesen werden. Beide Einheiten arbeiten mit angemessenem Tempo, das natürlich von der gewünschten Auflösung abhängt. Das Highlight ist der beidseitige Scan des automatischen Einzugs, der auf Wunsch beide Seiten der Dokumente mittels doppelter Scan-Einheiten einlesen kann. Dies ergibt ein hervorragendes Tempo.

OCR-Scan

Die OCR-Software lässt vielfältige Einstellmöglichkeiten zu. So kann neben der Auflösung des Scans auch die Ausrichtung und das Ausgabeprogramm festgelegt werden. Bei der Standard-Einrichtung werden die erkannten Inhalte als unformatierter Text im Windows-Editor ausgegeben, was bei geeigneten Ausgangsdokumenten gut funktioniert. Es ist auch möglich, andere Programme als Scan-Ziel auszuwählen (z.B. Word 2010), allerdings gelang es mir nicht, brauchbare Ergebnisse in dieser Software zu erzielen. Hält man sich vor Augen, dass das OCR-Programm dem Drucker kostenfrei beilag, sind die Ergebnisse sehr positiv, sollten weitergehende Ergebnisse gewünscht sein, z.B. das Erkennen von Bildern, Abschnitten und Formatierungen und die direkte Umsetzung in Word-Dokumente, sollte man über die Anschaffung einer OCR-Software nachdenken, die diese Ergebnisse liefert.

Scan-Software

Die Software zum Scannen (Scan-Gear) ist übersichtlich gestaltet und ermöglicht sämtliche Einstellungen des Scanners. So kann neben der Auflösung auch die Art der Scans gewählt werden (z.B. Fotos oder Dokumente), der Ort der Dokument-Ablage (Auflagefläche oder automatischer Einzug, ein- oder zweiseitig) oder die Ausgabegröße. Zusätzlich gibt es Eistellungsmöglichkeiten zur Bildanpassung, Farbkorrektur u.a. Die Möglichkeit, einen Basismodus und einen erweiterten Modus zu verwenden, kommt dem Anwender entgegen, je nachdem, ob er viel oder wenig einstellen möchte. Was mir fehlte, war die Möglichkeit, mehrere Fotos gleichzeitig in verschiedene Dateien zu scannen, da die Software hier nur einen gemeinsamen Rahmen um alle Bilder legt.

Bedienung der Faxfunktion

Nach erfolgreicher Einrichtung lassen sich Faxe problemlos versenden, empfangene Fax-Dateien lassen sich gleich ausdrucken oder speichern, was auch für Journale - also Bestätigungsseiten für erfolgte Übermittlungen - gilt. Wenn die Gegenstelle über ein Farb-fähiges Faxgerät verfügt, können die Seiten auch farbig verschickt werden. Der Betrieb an einem Speedport-Router (IP-Anschluss) ließ sich leicht konfigurieren. Einzig die sehr kleinen Zahlen bei der Eingabe von Telefonnummern auf dem Touchscreen trüben den guten Eindruck etwas. Hier wünschen sich Viel-Faxer mechanische Tasten. Für häufig wiederkehrende Fax-Aufträge können die Fax-Nummern und Namen der Empfänger allerdings als Kurzwahlnummern gespeichert werden. Dies funktioniert auch mit Verteilergruppen. Der Vergleich mit der Fax-Einheit des Dell-Druckers zeigt vergleichbare Ergebnisse, dieser hat Tasten für die Zahleneingabe, ist aber beim Speichern von Faxen nicht so flexibel.

USB-Host

Der frontseitige USB-Anschluss ermöglicht das Drucken von Fotos und PDF-Dateien, die auf einem USB-Stick gespeichert sind und das direkte Scannen auf diesen. Für den Foto-Druck kann die Größe von gängigen Fotopapieren ausgewählt werden (10x15, 13x18, 20x25 und A4). Die Vorschau der zu druckenden Bilder kann am Display vorgenommen werden, allerdings ist dies recht pixelig und kann - besonders bei der Verwendung der Vergrößerungsfunktion – nur als Anhaltspunkt dienen. Da eine Bearbeitung der Bilder, oder die Wahl eines Bildausschnittes nicht vorgesehen sind, stört dies nicht sehr. Die Fotos können sortiert und nach ihrem Datum geordnet werden.

Probleme machte der PDF-Druck vom Stick. So ließen sich zwar Dateien ausdrucken, die vom Gerät per Scan to USB selbst erstellt wurden, bei allen von extern auf den Stick kopierten PDF-Dateien verweigerte der Drucker aber die Zusammenarbeit.

Gut funktionierte hingegen das Scannen von Fotos oder Texten auf den USB-Stick. Bei Nutzung des beidseitigen automatischen Vorlageneinzugs können auch größere Textmengen problemlos als PDF-Dateien oder Fotodateien nicht nur auf einem PC, sondern auch auf einem USB-Stick abgelegt werden.

Touchscreen

Die Bedienung des Druckers wird durch den Touchscreen stark vereinfacht, da die Menge an Knöpfen deutlich reduziert werden konnte. Dass dies auch Nachteile haben kann, wurde bei Bedienung der Fax-Funktion beschrieben, für die sich der Nutzer mitunter mechanische Taten wünscht. Alle anderen Tätigkeiten gehen dagegen mit der Touchscreen-Funktion leicht von der Hand, obwohl es auch einen weiteren Punkt gibt, der nicht komplett überzeugt: zur Navigation in vertikaler Richtung muss über das Display gestrichen werden, wobei gleichzeitig – auch ungewollt - Bereiche ausgewählt werden. Ein Smartphone-verwöhnter Nutzer muss da schon etwas üben.

Smartphone-App: Drucken, Scannen und Wartung

Getestet wurde die Android-App. Neben dem Drucken von Fotos und Dokumenten kann die Scan-Funktion ausgewählt, Einstellungen vorgenommen und auf die Cloud zugegriffen werden. Während man sich für das „Fern-Drucken“ durchaus sinnvolle Situationen vorstellen kann, fällt dies bei der Scan-Funktion schon etwas schwerer. Warum sollte man Aktionen, für die man am Drucker aktiv etwas tun muss (in diesem Fall Dokumente oder Fotos auf den Scanner oder in den automatischen Einzug legen), per Smartphone ausführen? Nun, um Dokumente schnell auf das Smartphone zu bekommen und den Taschencomputer als Vorschaumonitor zu verwenden, macht das Ganze schon Sinn. Auf jeden Fall funktionieren sowohl der Druck als auch der Scan einwandfrei und die Dokumente werden ausgegeben oder erfasst.

Über die Android-App können die Tintenstände im Browser abgerufen, Druckjobs und Apps verwaltet werden. Zusätzlich ist das Online-Handbuch abrufbar

Webserver

Der Webserver kann bei Verwendung des Netzwerkanschlusses per Kabel oder WLAN durch Eingabe der IP-Adresse des Druckers aufgerufen werden. Dort können die aktuellen Tintenstände der einzelnen Farben angezeigt, diverse Reinigungsfunktionen ausgelöst und weitere Einstellungen vorgenommen werden. Zusätzlich können Einstellungen zu Air-Print und Google-Cloud-Printing vorgenommen und die Firmware aktualisiert werden. Dies ist heute Standard bei Netzwerkdruckern und wird auch mit Einschränkungen vom Vergleichsdrucker geboten. Das Canon-Gerät bietet aber noch einzelne zusätzliche Funktionen.

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Klaus Kowarik: Meine Meinung

OCR-Scan

Ich hatte ein kopiertes Formular bekommen, das ich per OCR-Software speichern und mit Word bearbeiten wollte. Hier wählte ich bei IJ-Scan-Utility den Button OCR und war überrascht, dass die Ausgabe nur als unformatierter Text mit Zeilenumbrüchen im *txt-Format möglich war. Die Texterkennungsqualität an sich war jedoch sehr gut. Von einem alten Scanner hatte ich glücklicherweise die Abby-Finereader-Software. Über diese Software konnte ich den Twain-Treiber des Canon-Canon Maxify MB5350 wählen und hatte nun die ganzen Opionen, wie ADF-Scannen, graustufenscan, etc..Zusätzlich konnte ich bei der Abby-Software über die Ausgabeformate, wie PDF, Word, Excell, u.s.w. frei entscheiden. Die Formatierungen blieben so weitgehend erhalten. Leider gehört diese Software nicht zum Lieferumfang des Druckers.

Scannen und Drucken über die Canon PRINT (Inkjet/SELPHY) App

Diese App erhält man im Google-Play-Store. Einmal auf dem Andoid-Smartphone installiert ist es von ihr aus diese App sehr einfach zu verwenden. Beim Drucken unterscheidet die App zwischen Foto- und Dokumentendruck, man erhält die entsprechende Dokumentenauswahl mit PDF und Office Formaten (Dokumete) und JPEG (Fotos). Ähnlich wie auf dem Druckertouchscreen kann man nun die Druckoptionen wählen. Es ist praktisch mal schnell eine PDF auszudrucken oder ein paar Schnappschüsse auf Fotopapier auszugeben.

Das Scannen funktioniert ebenso reibungslos. Es ist ganz praktisch Listen einzuscannen und auf dem Smartphone dabei zu haben.

Faxen mit dem Canon Maxify MB5350

Ich habe den Drucker an meinen dritten analogen Anschluss einer Fritzbox angeschlossen und ihm eine eigene Nummer zugwiesen. Nun funktioniert das Faxen wie in alten Zeiten über ein Faxgerät -jetzt sogar in Farbe.Man legt ein Dokument in den ADF, wählt am Display Fax und gibt die Nummer ein, fertig. Man kann auch wählen, dass nach dem Senden eines Fax ein Sendeprotokoll gedruckt wird.

Genauso einfach funktioniert der Faxempfang.

USB-Anschluss

Der USB-Anschluss des Druckers ermöglicht es, mal schnell eine Kopiervorlage einzuscannen und auf dem Stick überall hin mitzunehmen. Genausogut kann man Fotos und Dokumente direkt vom Stick ausdrucken. Dokumente werden nur in der Form PDF ausgegeben. Das Einlesen des USB-Sticks bzw. der druckbaren Dateien kannabhängig von der Anzahl der Dateien einige Zeit dauern. Mir ist es passiert, dass der Drucker beim Druckversuch eines PDF-Dokuments die Fehlermeldung ausgab, "beim Scan ist ein Fehler aufgetreten, das Format wird nicht unterstützt oder die Datei ist zu groß" und das bei eines mit WORD 2013 als PDF gespeicherten farbigen einseitigen Dokuments, welches 218 kb groß war. Ich tippe hier auf Ursache Microsoft.

Der Canon Printserver

Der Printserver ist über den Browser und die Netzwerkadresse des Druckers erreichbar. Nun gibt man den von Canon voreingestellten User "ADMIN" und das Passwort "canon" ein und der Printserver erscheint. Man kann die Tintenstände abrufen und bei Canon sogar Ersatztinte bestellen. Desweiteren sind diverse Cloud-Print-Dienste konfigurierbar, was sicherlich dem Zeitgeist geschuldet ist. Ich vermisse hier eine bessere nutzerbezogene Druckprofilverwaltung (bei Canon der Menüpunkt "Sicherheit"). Das heißt konkret: Nutzer A darf pro Tag so viele Kopien drucken, vielleicht noch unterschieden nach Farb- und Schwarzweißdokumenten, damit die Ressourcen und das Budget etwas geschont werden.

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Andreas Peuser: Meine Meinung

Mit dem Druckertreiber wird ein umfangreiches Anwendungspaket mitgeliefert, das alle Anforderungen an einen Büro-Multifunktionsgerät vollauf erfüllt. Als einziges Manko bei der Einrichtung konnte ich die etwas komplizierte Einrichtung unter Windows 8 feststellen. Der WSD-Treiber des Druckers arbeitet zwar als Drucker, aber anscheinend nicht mit den Scan-Anwendungen zusammen. Deshalb muss ein separater Treiber installiert werden, um die Anwendungen überhaupt nutzen zu können. Etwas irritierend!

Kopieren

Kopieren mit dem Maxify MB5350 geht problemlos. Papier einlegen, Knopf für Schwarzweiß- oder Farbkopie drücken, und schon kommt die Kopie unten raus. Größere Dokumente – auch doppelseitig – werden in beeindruckender Geschwindigkeit gelesen und wiedergegeben, sowohl Schwarzweiß als auch in Farbe. Aber auch hier trübt die Druckfunktion das Gesamtbild etwas. Schlieren und Verlaufsstreifen von feuchter Tinte werden durch den schnellen Druck über das Papier verteilt. Hier wäre ein etwas langsamerer Druck vermutlich von Vorteil. Wie in meinem letzten Testbericht zum Duplex-Druck bereits angemerkt, hilft hier auch ein anderes Papier, das etwas saugfähiger ist und die Tinte besser und schneller aufnimmt.

Faxen

Auch „Faxen“ macht der Maxify MB5350 problemlos. Entweder als Netzwerkfaxgerät direkt als Faxdrucker vom PC aus oder auch als Vorlagenfax vom Dokumenteneinzug. Manche sagen zwar, dass das Faxgerät in Zeiten von E-Mail tot sei, nach meiner Erfahrung gibt es aber immer noch sehr viele Kunden, die ein verbindliches Fax der anonymen E-Mail immer noch vorziehen. Wer sich zu dieser Personengruppe zählt, kann mit den Funktionen zufrieden sein. Was mir allerdings fehlte war die Möglichkeit ein gespeichertes Faxprotokoll direkt im Gerät anzusehen und auszudrucken.

Scannen

Last but not least, das Scannen. Mit den umfangreichen Scanner-Funktionen des Maxify MB5350 kann man sich ausgiebig beschäftigen. Die Möglichkeiten sind dermaßen vielfältig, dass ich vermutlich nur einen Teil der Möglichkeiten während der Testphase wirklich nutzen konnte. Scannen vom Automatischen Dokumenteneinzug (ADF) in Simplex- und Duplex, Scannen direkt vom Vorlagenglas, Scannen auf USB-Stick, Scannen auf Rechner, Scannen auf Netzwerkspeicher, Scannen aus diversen Anwendungen heraus, und, und, und…

Nach meinem Dafürhalten spielt Canon hier seine Erfahrung aus Fotografie und Scannertechnologie voll aus. Die Scan-Ergebnisse waren für meine Bedürfnisse ohne Beanstandung, sowohl in Schärfe und Farbtreue. Dokumenten- und Fotoscans lieferten erstklassige Ergebnisse und konnten anstandslos weiterverwendet bzw. -verarbeitet werden. Als Office-Gerät fand ich vor allem immer wieder die Geschwindigkeit beeindruckend, mit der Dokumente aus dem Dokumenteneinzug gelesen wurden. Wer ein digitales Dokumentenmanagement betreibt, kann mit dem Maxify MB5350 alle anfallende Post in guter Qualität und beeindruckendem Tempo scannen und weiterbearbeiten.

Mobil unter iOS

Und dann noch die Nutzung mit Smartphone und Tablet. Bei mir läuft iOS auf iPad und iPhone. Die generell von Apple angebotenen Druckfunktionen sind im Allgemeinen ja nicht so berauschend, für meine Bedürfnisse fand ich diese aber völlig ausreichend. Canon liefert außerdem eine eigene, kostenlose App namens „Inkjet/SELPHY“, die Fotodruck, Dokumentdruck und Scannen im Zusammenspiel mit dem Maxify MB5350 beherrscht. Konsequenterweise hätte ich mir hier auch noch eine Faxfunktion gewünscht, diese fehlt aber leider. Die Funktionen und Einstellmöglichkeiten der App sind etwas eingeschränkter, als die Möglichkeiten beim Scannen und Drucken von einem Desktop-Rechner, bieten aber doch etwas mehr Komfort und Einstellmöglichkeiten, als die Standard-Druckfunktionen. Beim Scannen per App fehlte mir z.B. eine Korrekturfunktion, die Dokumentenränder und schräg eingelegte Dokumente automatisch korrigiert. Derlei Aufgaben würde ich deshalb besser vom Desktop-Rechner aus erledigen.

Mein Fazit

Beim Scannen, Kopieren und Faxen ist der Canon Maxify in seinem Element. Allein dafür lohnt sich die Anschaffung des Gerätes. Wer viel kopiert, faxt und umfangreiche Dokumente scannt, wird das Gerät lieben lernen. Ganz besonders der Dokumenteneinzug ist meiner Erfahrung nach erste Sahne. Im Vergleich zu meinem HP Officejet 8500 Pro und anderen Geräten, die ich in Vergangenheit genutzt habe, konnte ich während des gesamten Test-Zeitraumes nicht einmal einen Papierstau feststellen. Alle Blätter wurden säuberlich getrennt eingezogen, nichts rutschte durch, keine Blätter wurden doppelt eingezogen, kein Papierstau – selbst bei schief eingelegten Originalen.

vollständiges Testprotokoll



Stefan Reutter: Meine Meinung

Scanqualität + Geschwindigkeit überzeugen gleichermaßen:

Schon bei Scans vom Vorlagenglas zeigt sich das. Der Canon zeigt in den Scans etwas feinere Details, egal in welcher Auflösung. Auch ist der Canon schön leise beim Scannen, hier ist unser alter HP deutlich abgeschlagen. Beim Scannen von doppelseitig bedruckten Dokumenten mit dem D-ADF kommt der HP mit seiner Seitenwendetechnik dann gar nicht mehr hinterher, schon bei 4 zu scannenden Duplex-Seiten steht es 35 Sekunden (Canon) zu gut 4 Minuten beim HP! Der Unterschied dürfte noch größer ausfallen, je mehr Seiten man scannen muß.

Wichtige Treiberfunktionen sind prominent(er) platziert:

Schnell mal die Auflösung wechseln, oder von ADF simplex auf Duplex umstellen, klappt mit der Canon Scangear-Software wesentlich schneller und intuitiver als bei der HP Software. Die einfache Zugänglichkeit spart Zeit, ebenso, daß man um bestimmte Vorgänge zu starten, nicht so viele Bestätigungen etc. anklicken muß. Zur schnelleren Geschwindigkeit trägt sicher auch bei, daß der Canon einfach ein neueres Gerät mit schnellerem Prozessor und schnellerer Netzwerkanbindung ist.

OCR-Scan - hier hätte ich mehr erwartet / FAX OK:

Hat es der Canon MB5350 jetzt doch in praktisch fast jeder Disziplin geschafft, unseren Vergleichsdrucker zu übertrumpfen, scheint das bei der OCR nicht zu klappen. Die durchsuchbaren PDFs, die der Scanner erzeugt hat, sind nicht besser als die vom HP, teilweise werden Wörter, die im HP-Dokument per Suche zu finden sind, im Canon Dokument nicht gefunden, teilweise ist es aber auch umgekehrt. Immerhin kann man in der Canon Software ein externes Programm für die OCR einstellen. Die Faxfunktionen sind OK, in diversen Tests mit den anderen Testern funktionierte die Übertragung immer sehr gut, auch Farbfaxe usw. kamen zuverlässig an.

Touchscreen + USB-Host: Der Touchscreen läßt sich gut bedienen, auch wenn er etwas klein ausgefallen ist. Die Menüführung ist ganz intuitiv, man erreicht schnell die Funktionen, die man aufrufen möchte.

Die Möglichkeit, direkt auf einen USB-Stick zu scannen, ist super, es kam in der bisherigen Testzeit schon ein paarmal vor, daß die Rechner grade aus waren, und doch noch schnell ein mehrseitiges Dokument gescannt werden sollte. Dank USB-Stick am Drucker macht der Canon das auch autark.

"von Email Drucken" - ganz nützliche Funktion:

Da Canon zur Zeit keine Windows-Phone App anbietet, und die vorgeschlagene App nicht auf einem alten Galaxy mit Android 2.x lief, haben wir uns mal die "von Email Drucken" Funktion angeschaut, und finden sie sehr brauchbar. Über den Webserver läßt sich die Funktion schnell einrichten, der Drucker erhält dabei eine Emailadresse bei Canon. Man muß dann noch festlegen, welche Emailadressen berechtigt sind, Dokumente an den Drucker zu schicken, und kann dann loslegen. Es können JPEGs und Dokumente (PDFs) an den Drucker geschickt werden (als Email-Anhang). Praktisch z.b. für Freunde, die keinen Drucker haben aber eben mal die Online-Fahrkarte ausgedruckt haben möchte. Oder eben auch als Fax-Empfangs-ersatz.

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Wolfgang Scheid: Meine Meinung

Der Scanner ist für meine Anwendungen sehr gut geeignet, ich nutze ihn fast täglich zum Scannen von Partituren

Doppelseitig, DADF ist für mich bestens geeignet 100 Seiten ohne Papierstau sind schnell durch und macht das Arbeiten um einiges leichter.

Zum Treiber: da gibt es nichts auszusetzen alle Funktionen sind sehr gut Angeordnet zum vergleich mit meinem Epson ist kein Wesentlicher unterschied festzustellen.mit Fotos und Bildern hab ich wenig zu tun, habe trotzdem ausprobiert mit beiden Geräten auch hier ist das Ergebnis Ordentlich und Vergleichbar.

OCR: ich Arbeite mit Capella Software (Capella Scan) schon einige Jahre erfolgreich die Noten und Text werden mit Finereader sehr gut erkannt das gilt auch hier für den Canon steht in nichts nach.

Faxen: Dazu kann ich nicht viel sagen, ich nutze alles per mail mit Anhang, mein Epson besitzt diese Funktion habe sie nie gebraucht, hab sie zu testzweckend aktiviert und hat auch prima geklappt sowie beim Canon auch auch

19.07.15 22:27 (letzte Änderung)
1Alle zehn Tester empfehlen den Canon-Maxify (Endauswertung)
2Drucker auspacken, installieren und einrichten (1. Woche)
3Druckqualität, Drucktempo und Papierhandling (2. Woche)
4Kopieren und der Duplexdruck (3. Woche)
5Scan, OCR, Fax, USB-Stick und Smartphone-App (4. Woche)
6Druckkosten & Endauswertung (Woche 6)
Technische Daten & Testergebnisse

46 Wertungen

 
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