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Know-How Drucken vom Apple-iPhone und -iPad: Das vergessene Feature

von Stefan Wischner
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Kaum zu glauben: Auch in der siebten Generation hat Apples mobiles Betriebssystem mit dem Drucken von Dokumenten oder Fotos (fast) nichts am Hut. Druckerchannel zeigt, wie iPad- und iPhone-Nutzer trotzdem ihre Texte und Bilder vom Mobilgerät zu Papier bringen.

Ganz offenbar sind die Hersteller von mobilen Betriebssystemen der grundsätzlichen Meinung, dass Tablet-Computer und Smartphones zum Spielen, Surfen und Kommunizieren da sind, nicht aber zum Arbeiten. Oder wenn, dann bitteschön komplett papierlos.

Wie anders ist es zu erklären, dass sich Apple auch in der nunmehr siebten Ausgabe seines iOS weigert, einen zentralen, für alle Apps zugänglichen Druckbefehl zu gönnen? Also so einen, wie man es von Windows und MacOS seit Jahrzehnten kennt: Ein gemeinsamer Druckertreiber, der auf das verwendete Gerät optimiert ist und die Druckausgaben beliebiger Apps passend aufbereitet.

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Ok, es liegt nicht nur an Apple (oder an Microsoft oder an Google, denn Windows Phone 8 und Android leiden unter derselben Mangelerscheinung). Denn es ist nun mal nicht vorgesehen, einen Drucker oder MFP direkt, etwa per USB-Kabel an das Tablet oder Smartphone anzuschließen (Ausnahme: Tablets mit Windows 8). Im Falle von iOS schon gar nicht, denn per se gibt es an iPad und iPhone bekanntlich gar keinen USB-Port. Ganz abgesehen davon, dass eine Kabelverbindung der Grundidee von Mobilität schon arg widersprechen würde. Für eine alternative Kommunikation, etwa per WLAN, braucht’s schon auf technischer Ebene andere Methoden. Die gibt es auch, allerdings nicht standardisiert. Jeder Druckerhersteller kocht gezwungenermaßen sein eigenes Süppchen, zumeist serviert in Form einer mehr oder weniger auf die eigenen Geräte zugeschnittenen App willkürlichen Funktionsumfangs.

Andere Ansätze kommen von Apple selbst (AirPrint seit iOS 4.2, eine proprietäre Hilfslösung, die entsprechend konfektionierte Drucker braucht) oder von Drittanbietern wie Google oder Cortado in Form recht abenteuerlich anmutender Cloud-Lösungen mit Unterstützung vom Desktop-Rechner.

Die Hoffnung, dass eine kommende Version von Apples iOS die Druck-Situation merklich verbessert, darf getrost begraben werden. Die vorhandenen Workarounds funktionieren aber immerhin leidlich bis zufriedenstellend, vor allem die Druckerhersteller-Apps gewinnen allmählich an Reife. In diesem Beitrag zeigt Druckerchannel alle aktuell nutzbaren Möglichkeiten, Inhalte von iPad und iPhone zu Papier zu bringen.

Druckerchanel-Fazit

Zusammengefasst lässt sich festhalten, dass es drei unterschiedliche Wege gibt, Bilder oder Texte vom iOS-Mobilgerät zu Papier zu bekommen:

  • Apple AirPrint: Kommt dem von Desktop-Betriebssystemen her bekannten Druckbefehl am nächsten. Funktioniert aber nur auf dediziert AirPrint-fähigen Druckern und ist in Sachen Druckeinstellungen zudem stark begrenzt.
  • Hersteller-spezifische Drucker-Apps: Nutzen nicht den Druckbefehl von iOS (der gilt nur für AirPrint), lassen sich dafür aber von vielen Apps aus per "Öffnen in…" ansprechen, was praktisch genauso gut ist. Die sind zwar qualitativ und funktionell sehr vom jeweiligen Hersteller abhängig, bieten aber oft mehr Funktionen als AirPrint und können oft sogar Scanner steuern. Druck-Apps sind zwar für viele, aber beileibe nicht alle Drucker eines Herstellers verfügbar.
  • Cloudprint-Services: Umständlich einzurichten, benötigen Umweg über die Server des jeweiligen Anbieters (dem man damit auch seine Druckdaten anvertraut) und in den meisten Fällen zusätzlich einen entsprechend vorbereiteten und eingeschalteten PC / Mac. Dafür unterstützen sie nahezu jedes Druckermodell.

Wem es in erster Linie um den Ausdruck von Fotos geht, der ist vielleicht besser bedient, wenn er gar nicht auf dem eigenen Gerät druckt, sondern einen darauf spezialisierten Dienst nutzt. So bietet zum Beispiel der Service FreePrints nebst passender iOS-App eine komfortable und vermutlich deutlich kostengünstigere Möglichkeit, Fotos von iPhone und iPad in guter Qualität als Fotoabzug zu bekommen – freilich mit etwas mehr Wartezeit verbunden als beim Direktdruck auf das eigene Gerät.


Wischners Prognose: Es bleibt wohl, wie es ist

Man mag all diese Lösungen als halbgare Umgehung einer Schwäche des iOS-Betriebssystems sehen – zumindest, wenn man sich eine zentrale und flexible Drucklösung wie unter Windows oder OS x wünscht. Etwas anderes wird es unter iOS sehr wahrscheinlich trotzdem in absehbarer Zeit nicht geben. Ein zentraler Druckertreiber war bei der Entwicklung von iOS offenbar nie vorgesehen und würde nicht nur für Apple, sondern auch für die Druckerhersteller einen immensen Aufwand bedeuten.

Was Apple angeht, müsste der Druck seitens der Konkurrenz deutlich größer werden. Google verpasst zwar dem noch gering verbreiteten Androd 4.4 einen Druckbefehl, der bietet aber kaum mehr als bisherige Lösungen. Somit beschränkt sich besagte Konkurrenz auf Tablets mit Windows 8. Die bieten nämlich die herkömmliche zentrale Druckersteuerung nebst vollwertigem Treiber, werden rein zahlenmäßig bislang aber weder Apple iOS noch Google Android gefährlich.

In naher Zunkunft soll es mit "Mopria" eine herstellerübergreifende Schnittstelle geben, über die man vom mobilen Gerät aus drucken kann. Siehe dazu unseren Artikel Mopria - Mobile Printing Allianz.

Dieser Artikel wurde ohne generative KI erstellt.
12.03.14 10:34 (letzte Änderung)
1Das vergessene Feature
2Luftdruck: Apples AirPrint
3Apps direkt vom Druckerhersteller
4Drucker-Apps: Brother, Canon, Epson
5Drucker-Apps: HP, Lexmark, Samsung und Co.
6Drucken in der Wolke: Cloudprint-Services

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